AT322600B - Verfahren zum kühlen warmgewalzten stahldrahtes - Google Patents

Verfahren zum kühlen warmgewalzten stahldrahtes

Info

Publication number
AT322600B
AT322600B AT31768A AT31768A AT322600B AT 322600 B AT322600 B AT 322600B AT 31768 A AT31768 A AT 31768A AT 31768 A AT31768 A AT 31768A AT 322600 B AT322600 B AT 322600B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
steel
steel wire
fluidized bed
wire
Prior art date
Application number
AT31768A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Kobe Steel Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kobe Steel Ltd filed Critical Kobe Steel Ltd
Application granted granted Critical
Publication of AT322600B publication Critical patent/AT322600B/de

Links

Landscapes

  • Heat Treatment Of Strip Materials And Filament Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kühlen warmgewalzten Stahldrahtes mit kontrollierter Abkühlungsgeschwindigkeit im unmittelbaren Anschluss an ein Warmwalzgerüst, wobei der warmgewalzte Stahldraht unmittelbar nach der Warmwalzstrecke in die Form einer Schraubenlinie gebracht und in dieser Form in ein mittels eines Gases, beispielsweise Luft oder eines inerten Gases, erzeugtes Fliessbett von Sand abgesenkt wird, in welchem das austenitische Gefüge des Stahldrahtes durch Abkühlen rasch in ein im wesentlichen aus Perlit bestehendes Gefüge umgewandelt wird und wobei der Stahldraht in Form von Windungen auf einer Transportvorrichtung abgelegt wird, welche am Grund des Fliessbettes angeordnet ist und den Stahldraht kontinuierlich aus dem Fliessbett herausfördert. 



   Ein derartiges Verfahren ist aus der   brit. Patentschrift   Nr.   1, 052, 830   bekanntgeworden. 



   Bei diesem bekannten Verfahren wird die Gefügsumwandlung in Perlit auf der Transportvorrichtung während der Förderung durch das Fliessbett erreicht. Hiebei berühren sich die Drahtwindungen jeweils an mehreren Stellen. Auch tritt während der Umwandlung eine Berührung mit der Transportvorrichtung ein. Es ergibt sich, dass an jenen Stellen, an denen der Draht während der Umwandlung anliegt, die Kühlung beeinträchtigt wird. Dies führt zu Unregelmässigkeiten in der Gefügsausbildung. 



   Erfindungsgemäss wird dieser Nachteil dadurch vermieden und eine besonders gleichmässige Gefügsausbildung dadurch erreicht, dass die Umwandlung während des Absenkens im Fliessbett erfolgt. 



   Im vorliegenden Fall ist unter einem warmgewalzten Stahldraht, gegebenenfalls niedrig legierter, Kohlenstoffstahl in Draht-, Stab- oder Stangenform mit 0,01 bis 1,   5%   C zu verstehen. 



   Erfindungsgemäss wird Stahldraht aus einem Material der angegebenen Art nach Verlassen des letzten Walzgerüstes einer Warmwalzstrecke kontrolliert abgekühlt. Bei Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens muss die Temperatur des zu kühlenden warmgewalzten Stahldrahtes zwischen 750 und   9000C   liegen, jedenfalls bei einer solchen Temperatur, bei welcher das Gefüge des Stahldrahtes austenitisch ist. 



   Der Stahldraht verlässt das letzte Walzgerüst in der Regel mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 40 m/sec, in einigen Fällen auch mit höherer Geschwindigkeit. Der Stahldraht fällt unter dem Einfluss der Schwerkraft unter Bildung einer Zylinderspule nach unten, deren Durchmesser je nach Bedarf entsprechend festgelegt wird. 



  Da der Stahldraht während des Herabfallens quasi oben aufgehängt ist, ist jede Windung der erzeugten Zylinderspule von den benachbarten Windungen völlig getrennt, so dass in der Kühlstrecke eine lose (offene) Drahtspule in vertikaler Richtung nach unten   gefördert wird.   Nachdem der Stahldraht über eine gewisse Strecke durch eine Luftschicht gefördert wurde und dort keinen speziellen Kühlmassnahmen unterworfen wurde, gelangt er in das unterhalb befindliche Fliessbett, welches in einem entsprechenden Behälter aufrecht erhalten wird. 



   Das Fliessbett besteht aus durch Luft in Schwebe gehaltenem Sand. Der für das erfindungsgemässe Verfahren verwendete Sand soll eine hohe Wärmekapazität und grosse Dichte besitzen, was insbesondere für Quarzsand, Aluminiumoxyd und Zirkonsand zutrifft. Die erwähnten Stoffe sind nicht nur äusserst hitzebeständig, sondern auch sehr abriebfest und damit in der Lage, lange Zeit voll verwendungsfähig zu bleiben. Da Zirkonsand von   den erwähnten Sandsorten   die höchste Wärmeleitfähigkeit besitzt und gerade die Wärmeleitfähigkeit des Sandes der wesentlichste   Kühlfaktor   ist, wird im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens vorzugsweise Zirkonsand 
 EMI1.1 
 



   In der Regel wird das von Sand gebildete Fliessbett mittels Luft erzeugt werden, jedoch kann zu diesem Zweck auch ein inertes Gas, beispielsweise Stickstoff, verwendet werden. Das Fliessbett kann im übrigen in an sich bekannter Weise erzeugt werden. Es kann beispielsweise ein mit Sand gefüllter Behälter vorgesehen werden, dessen Boden von einem Gasverteiler gebildet ist, durch dessen Poren bzw. Perforationen ein Gas, beispielsweise Luft, geblasen wird. Durch diesen Verteiler wird das Gas gleichmässig über den Querschnitt des Behälters verteilt. Der Verteiler kann beispielsweise aus einer Sinterlegierung bestehen, welche bei der Arbeitstemperaturdie erforderliche Festigkeit besitzt. Für die Zwecke der Erfindung ist insbesondere eine Kombination aus feuerfestem Gewebe, Glaswolle und einer perforierten platte oder einer Platte aus gesintertem rostfreiem Stahl geeignet. 



   Die Steighöhe des Sandes im Fliessbett kann durch entsprechende Einstellung des Zuführungsdruckes, also der Menge der dem Verteiler zugeführten Luft eingestellt werden. 



   Die vom Windungsleger erzeugte Stahldrahtspule wird beim Durchwandern des entsprechend betriebenen Fliessbettes gerade so rasch abgekühlt, dass das Gefüge des Stahldrahtes feinen Perlit zeigt. Zu diesem Zweck ist es günstig, die Temperatur des Sandes im Fliessbett zwischen Raumtemperatur und etwa 4500C zu halten. 



  Bei der sich einstellenden. Kühlgeschwindigkeit wird ein gleichmässig verzunderter oder zunderfreier Stahldraht der erforderlichen mechanischen Festigkeit erhalten. 



   Die Schichtstärke des Fliessbettes wird experimentell so eingestellt, dass während der Wanderung des Stahldrahtes durch das Fliessbett die Gefügeumwandlung im wesentlichen vollständig abgeschlossen ist. Die für die vollständige Umwandlung erforderliche Zeit ist abhängig von der Temperatur des Walzdrahtes zum Zeitpunkt des Eintrittes in das Fliessbett und von der Temperatur des Sandes im Fliessbett. Bei Walzdraht aus Kohlenstoffstahl mit   0, 6% Ckann   der Stahldraht in einem Fliessbett mit einer Temperatur innerhalb der oben angegebenen Temperaturgrenzen während einer Zeit von wenigen Sekunden bis 10 sec in der erforderlichen Weise abgekühlt 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 werden.

   Für die zwecke der Erfindung ist es somit lediglich erforderlich, die Schichtstärke des Fliessbettes so gross zu bemessen, dass es vom Stahldraht innerhalb weniger Sekunden durchwandert wird. In der Praxis ist es ausreichend, die Schichtstärke des Fliessbettes mit 500 bis 1000 mm zu bemessen. Die Temperatur des Fliessbettes kann zwecks Herstellung eines Stahldrahtes der erforderlichen mechanischen Eigenschaften entsprechend geregelt werden, wobei zu beachten ist, dass die Zugfestigkeit des fertig gekühlten Stahldrahtes umso höher sein wird, je niedriger die Temperatur des Fliessbettes ist, und umgekehrt.

   Für normale Kohlenstoffstähle mit 0, 5   bis, 8% C   liegt die optimale Temperatur   des Fliessbettes   zwischen 100 und   250 C,   wobei es möglich ist, Stahldrähte mit einer Festigkeit herzustellen, die gleichwertig ist der Festigkeit von nach dem Blei-Patentieren hergestellten Warmwalzdrähten. 



   Nachdem der Stahldraht das Fliessbett durchwandert hat, gelangt er auf eine am Grund des Fliessbettes angeordnete Transportvorrichtung, von welcher er in der gewünschten Richtung kontinuierlich aus dem Fliessbett abtransportiert wird. Die Transportvorrichtung kann von einer endlosen Fördereinrichtung, beispielsweise einem Förderband oder von   Förderketten, -drähten oder -seilen,   gebildet sein. 



   Wie bereits oben erwähnt, ist die Gefügeumwandlung im Walzdraht noch vor dem Ablegen desselben auf der Fördervorrichtung im wesentlichen abgeschlossen, so dass der Walzdraht auf der Fördervorrichtung und in der sonstigen nachgeschalteten Vorrichtung ohne weitere Folgeerscheinungen auf Raumtemperatur abgekühlt wird. 



  Die Transportgeschwindigkeit wird nach Bedarf eingestellt. 



   Da ein grosser Teil des von der Fördervorrichtung gebildeten Transportweges des Walzdrahtes innerhalb des Fliessbettes verläuft, ist es ratsam, eine Fördervorrichtung mit mehreren parallel laufenden Seilen zu verwenden, die zwecks Erhöhung ihrer Förderwirkung in Abständen mit Wülsten od. dgl. versehen sind. 



   In erfindungsgemässer Weise behandelter Stahldraht besitzt über den gesamten Querschnitt und über seine ganze Länge gleichmässiges, feinperlitisches Gefüge und damit ebenso durchgehend gleichmässige mechanische Festigkeitswerte. In erfindungsgemässer Weise behandelter Warmwalzdraht ist oberflächlich nur so wenig verzundert, dass das Entzundern keinerlei Schwierigkeiten bereitet. 



   Der im Fliessbett abgekühlte Stahldraht wird auf der Transportvorrichtung in Form einer in einer Ebene auseinandergezogenen Spule (Epicycloide) abgelegt und fällt am Ende der Transportvorrichtung in einen Sammel- 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Erfindungführung an sich bekannter Verfahren ergebenden Kühlkurven gezeigt. Es wurde Stahldraht aus Kohlenstoffstahl mit 0, 6% C und einem Durchmesser von 5,5 mm verarbeitet. Der Stahldraht wurde hiebei nach verschiedenen Methoden von   900 C   abgekühlt.

   In Fig. 3 gilt die   Kurve --1-- für   das Luft-Patentieren, die   Kurve --2-- für   das Blei-Patentieren (Temperatur des Bleis 5500C), die   Kurve --3-- für   das Kühlen des Stahldrahtes in erfindungsgemässer Weise in einem Fliessbett aus   ZfO-Sand   mit einer maximalen Korngrösse von 105   jum   bei einer Temperaturvon150 C des Fliessbettes,   Kurve --4-- für   das Abkühlen des warmgewalzten Stahldrahtes an ruhiger Luft inForm eines Bundes und   Kurve --5-- für   das Abkühlen warmgewalzten Stahldrahtes an ruhiger Luft in Form eines auseinandergezogenen Bundes.

   Aus den in Fig. 3 aufscheinenden Kurven ergibt sich, dass sich beim erfindungsgemässen Verfahren wesentlich grössere Kühlgeschwindigkeiten erzielen lassen als bei bekannten Verfahren. 



   Fig. 4 zeigt für den Fall des erfindungsgemässen Verfahrens Kühlgeschwindigkeiten eines Stahldrahtes mit 5,5 mm Durchmesser aus einem Kohlenstoffstahl mit 0, 6% C bei Abkühlung desselben in einem aus   ZrO-Sand   
 EMI3.1 
 von 2000C und   Kurve --4für   eine Temperatur des Fliessbettes von 3000C gilt. Der Figur kann entnommen werden, dass die Gefügeumwandlung jedenfalls innerahlb etwa 5 sec abgeschlossen ist, die Umwandlung jedoch bei einer Temperatur innerhalb eines Bereiches von 520 bis   6200C   abläuft. Daraus ergibt sich, dass durch entsprechende Wahl der Temperatur des Fliessbettes die Umwandlungstemperatur und damit das Gefüge des Stahldrahtes nach Bedarf beeinflusst werden kann. 



   Fig. 5 veranschaulicht die Beziehung zwischen Fliessbett-Temperatur und der Zugfestigkeit für den Fall von vier verschiedenen Stählen, von welchen jeder nach dem Warmwalzen von 8500C abgekühlt wurde. Es wurden stets Warmwalzdrähte aus Kohlenstoffstahl verarbeitet.   Kurve --1-- gilt   für   0, 1%   C,   Kurve-2-für 0, 3%   C,   Kurve-3-- für 0, 6%   C und   Kurve --4-- für   0, 7% C. Aus Fig. 5 ergibt sich, dass es möglich ist, durch Wahl der Temperatur des Fliessbettes die Zugfestigkeit des Warmwalzdrahtes zu heben. 



   Der warmgewalzte Stahldraht fällt durch das Fliessbett wegen des vom Sand ausgeübten Widerstandes nur langsam ab. Unter der Annahme, dass der vom Sand ausgeübte Widerstand proportional ist der Fallgeschwindigkeit, gilt folgende Gleichung : 
 EMI3.2 
 in welcher v die Fallgeschwindigkeit, x   die Fallhöhe,   t die Fallzeit und k eine Konstante ist, in welcher der Einfluss des Querschnittes des Stahldrahtes und des Sandes enthalten ist. g ist die Erdbeschleunigung. 



   Durch Integrieren der obigen Gleichung und Auswerten des Integrals für die Anfangsbedingungen zur Zeit t = 0 (dann ist x = 0 und v = Wo) wird die folgende Gleichung erhalten, welche die Fallhöhe x   für kur-   ze Fallzeiten zu berechnen gestattet. 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Tabelle I 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Stahl, <SEP> Kühlbedingungen <SEP> Zugfestigkeit <SEP> Einschnürung <SEP> Dehnung
<tb> Behandlung <SEP> in <SEP> kg/mm2 <SEP> in <SEP> % <SEP> in <SEP> %
<tb> (GL <SEP> 200 <SEP> m)
<tb> Stahl <SEP> A <SEP> Sandtemperatur
<tb> erfindungsgemäss <SEP> 400C <SEP> 111 <SEP> 63 <SEP> 7, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Stahl <SEP> A <SEP> Sandtemperatur
<tb> erfindungsgemäss <SEP> 120 C <SEP> 110 <SEP> 62 <SEP> 7, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Stahl <SEP> A, <SEP> an <SEP> Luft-Patensich <SEP> bekannt <SEP> tieren <SEP> 91 <SEP> 45 <SEP> 9,

   <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Stahl <SEP> A, <SEP> an <SEP> Blei-Patensich <SEP> bekannt <SEP> tieren <SEP> 105 <SEP> 48 <SEP> 6, <SEP> 3 <SEP> 
<tb> Stahl <SEP> B, <SEP> er- <SEP> Sandtemperatur <SEP> 
<tb> findungsgemäss <SEP> 90 C <SEP> 118 <SEP> 61 <SEP> 6, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Stahl <SEP> B, <SEP> er- <SEP> Sandtemperatur <SEP> 
<tb> findungsgemäss <SEP> 110 C <SEP> 115 <SEP> 61 <SEP> 6, <SEP> 8 <SEP> 
<tb> Stahl <SEP> B, <SEP> er- <SEP> Sandtemperatur <SEP> 
<tb> findungsgemäss <SEP> 1800C <SEP> 109 <SEP> 62 <SEP> 7, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Stahl <SEP> B, <SEP> an <SEP> Luft-Patensich <SEP> bekannt <SEP> tieren <SEP> 94 <SEP> 46 <SEP> 9, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Stahl <SEP> B, <SEP> an <SEP> Blei-Patensich <SEP> bekannt <SEP> tieren <SEP> 108 <SEP> 49 <SEP> 6,

   <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 
 
In der obigen Tabelle I sind mechanische Eigenschaften von in erfindungsgemässer Weise im Fliessbett gekühltem Warmwalzdraht und von luft-patentierten und blei-patentierten Drähten angeführt, wobei die in der Tabelle I aufscheinenden Stähle A und B eine Zusammensetzung gemäss Tabelle II besassen. 



    Tabelle II    
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> Stahl <SEP> Analyse
<tb> % <SEP> c <SEP> < Mn <SEP> % <SEP> P <SEP> %S <SEP> 
<tb> Stahl <SEP> A, <SEP> hoch <SEP> gekohlt <SEP> 0,60 <SEP> 0,25 <SEP> 0,48 <SEP> 0,019 <SEP> 0,019
<tb> Stahl <SEP> B, <SEP> hoch <SEP> gekohlt <SEP> 0, <SEP> 64 <SEP> 0, <SEP> 24 <SEP> 0, <SEP> 47 <SEP> 0, <SEP> 024 <SEP> 0, <SEP> 022 <SEP> 
<tb> Stahl <SEP> C, <SEP> niedrig <SEP> gekohlt, <SEP> unberuhigt <SEP> 0, <SEP> 07-0, <SEP> 50 <SEP> 0, <SEP> 028 <SEP> 0, <SEP> 025 <SEP> 
<tb> Stahl <SEP> D, <SEP> niedrig <SEP> gekohlt, <SEP> beruhigt <SEP> 0,06 <SEP> 0, <SEP> 20 <SEP> 0, <SEP> 41 <SEP> 0, <SEP> 019 <SEP> 0, <SEP> 018 <SEP> 
<tb> 
 
Aus Tabelle I ergibt sich, dass in erfindungsgemässer Weise gekühlter Warmwalzdraht eine höhere Zugfestigkeit und eine höhere Einschnürung besitzt als in bekannter Weise gekühlter Warmwalzdraht.

   Es stellt insbesondere die hohe Einschnürung von in erfindungsgemässer Weise behandeltem Draht einen besonderen Vorteil dar, da die Einschnürung einen wertvollen Hinweis auf die Ziehfähigkeit des Stahldrahtes gibt. 



   In Tabelle III werden mechanische Werte von Stahldrähten aus den in Tabelle II angegebenen Stählen C und D miteinander verglichen, wobei nach dem Warmwalzen jeweils der Stahldraht einmal in erfindungsgemässer Weise und das andere Mal an Luft abgekühlt wurde. Aus Tabelle III ergibt sich, dass in erfindungsgemässer Weise behandelter Stahldraht trotz höherer Zugfestigkeit auch eine höhere Einschnürung besitzt als der zu Vergleichszwecken behandelte Stahldraht. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



  Tabelle III 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Stahl <SEP> Kühlbedingungen <SEP> Zugfestigkeit <SEP> Einschnürung <SEP> Dehnung
<tb> Behandlung <SEP> kg/mmz <SEP> in <SEP> % <SEP> in <SEP> %
<tb> (GL <SEP> 200 <SEP> mm)
<tb> Stahl <SEP> C <SEP> Sandtemperatur
<tb> erfindungsgemäss <SEP> 600C <SEP> 43 <SEP> 79 <SEP> 26
<tb> Stahl <SEP> C <SEP> Abkühlen
<tb> an <SEP> sich <SEP> bekannt <SEP> in <SEP> Luft <SEP> 38 <SEP> 76 <SEP> 26 <SEP> I <SEP> 
<tb> Stahl <SEP> D <SEP> Sandtemperatur
<tb> erfindungsgemäss <SEP> 60 C <SEP> 49 <SEP> 80 <SEP> 24
<tb> Stahl <SEP> D <SEP> Abkühlen
<tb> an <SEP> sich <SEP> bekannt <SEP> in <SEP> Luft <SEP> 43 <SEP> 75 <SEP> 25
<tb> 
 
2.

   Menge des entstandenen Zunders
Tabelle IV bringt einen Vergleich der Menge des beim erfindungsgemässen Verfahren und bei bekannten Verfahren entstandenen Zunders, wobei die Menge des Zunders in Gewichtsprozent des Stahldrahtes angegeben wird. Aus Tabelle IV ergibt sich, dass die Verzunderung im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens wesentlich geringer ist als bei bekannten Verfahren, womit sowohl das Ausbringen an Stahldraht erhöht, als auch die zum Blankbeizen des Drahtes erforderliche Zeit verringert wird. Die Verzunderung wurde an längeren Drahtstücken ermittelt, da in bekannter Weise behandelte Stahldrähte in Längsrichtung verschieden stark verzundert sind. 



   Tabelle IV 
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Stahl <SEP> erfindungsgemäss <SEP> be-in <SEP> bekannter
<tb> handelter <SEP> Stahl-Weise <SEP> behandelter
<tb> draht <SEP> Stahldraht
<tb> A <SEP> 0, <SEP> 18% <SEP> 0, <SEP> 35-0, <SEP> 53% <SEP> 
<tb> B <SEP> 0, <SEP> 19% <SEP> 0, <SEP> 38-0, <SEP> 55% <SEP> 
<tb> C <SEP> 0,23% <SEP> 0,73-1,12%
<tb> D <SEP> 0,25% <SEP> 0,53-0,89%
<tb> 
 
3.

   Ziehfähigkeit
Die Walzdrähte aus den Stählen A und B, welche in erfindungsgemässer Weise in einem Fliessbett mit einer Temperatur von 120 bzw.   1800C   gekühlt worden waren, und in bekannter Weise gekühlte Stahldrähte aus den gleichen Stählen wurden in mehreren Zügen nach folgendem Schema auf Drähte von 0, 9 mm Durchmesser verarbeitet :

   
 EMI5.3 
 
<tb> 
<tb> 5, <SEP> 5 <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP> 4, <SEP> 0 <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> 2, <SEP> 57 <SEP> 2, <SEP> 25 <SEP> 
<tb> 1, <SEP> 97 <SEP> 1, <SEP> 7 <SEP> 1, <SEP> 48 <SEP> 1, <SEP> 34 <SEP> 1, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> 1, <SEP> 1 <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> 0, <SEP> 9 <SEP> mm <SEP> 
<tb> 
 
Hiebei begannen die Vergleichszwecken dienenden Stahldrähte bei einer Querschnittsverringerung auf 3, 0 bzw. 2, 57 mm zu reissen, während in erfindungsgemässer Weise behandelte Stahldrähte aus den Stählen A und B auch beim letzten Zug auf 0, 9 mm Durchmesser noch nicht rissen. 



   Darüber hinaus konnten in   erfindungsgemässer   Weise behandelte Stahldrähte mit extrem hohen Ziehge-   schwindigkeiten auch bei   starker Querschnittsverringerung während eines Zuges gezogen werden, wobei es möglich war, in sieben Stichen den Drahtdurchmesser von 5, 5 auf 1, 4 mm zu verringern, was einer Querschnittsverringerung in einem Stich um 30 bis 35% entspricht. In erfindungsgemässer Weise behandelte Warmwalzdrähte konnten auch bei der extrem hohen Ziehgeschwindigkeit von 1000 m/min von einem Durchmesser von 5, 5 mm auf 1, 8 mm gebracht werden. 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 



   Zusammenfassend ergibt sich,   dass in erfindungsgemässer   Weise gekühlte Warmwalzdrähte hervorragend ziehfähig sind. 



   4. Kaltverarbeitbarkeit   Die Kaltverarbeitbarkeit von erfindungsgemäss gekühlten   Stahldrähten aus Stahl C und aus in bekannter Weise gekühlten Drähten aus dem gleichen Stahl wurde an Probestücken von 5,5 mm Durchmesser und 8, 25 mm Länge ermittelt, indem diese Probestücke mit verschiedenen Verformungsgraden in einer Presse kalt verpresst wurden. In erfindungsgemässer Weise gekühlter Stahl zeigt auch bei   piger   Verformung keinerlei Risse, während in bekannter Weise behandelter Stahl bereits bei   piger   Verformung riss. 



   Tabelle V 
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> Stahl,
<tb> Behandlung <SEP> Verformung <SEP> in <SEP> % <SEP> 
<tb> 45 <SEP> 55 <SEP> 62, <SEP> 5 <SEP> 67, <SEP> 5 <SEP> 75 <SEP> 80
<tb> Stahl <SEP> C, <SEP> 
<tb> erfindungsgemäss <SEP> gut <SEP> gut <SEP> gut <SEP> gut <SEP> gut <SEP> gut
<tb> Stahl <SEP> C, <SEP> 
<tb> bekannt <SEP> gut <SEP> Risse <SEP> Risse <SEP> Risse <SEP> Risse <SEP> Risse
<tb> 
 
In erfindungsgemässer Weise gekühlter Stahldraht und in bekannter Weise gekühlter Stahldraht wurde durch Ziehen von einem Durchmesser von 5, 5 mm auf einen Durchmesser von 3, 5 mm gebracht, worauf auf Stücke der so erhaltenen Stahldrähte ein Gewinde kalt aufgerollt wurde. Bei in erfindungsgemässer Weise gekühlten Stahldrähten wurden einwandfreie Schrauben erhalten, während bei in bekannter Weise gekühltem Stahldraht die daraus hergestellten Schrauben stets Risse zeigten.

   Aus in erfindungsgemässer Weise gekühltem Stahldraht können somit ohne jede Wärmebehandlung gerollte Schrauben hergestellt werden. 



   5. Rekristallisation
In der Regel wird ein kalt zu verarbeitendes Material zwecks Verbesserung seiner Verarbeitbarkeit rekristallisiert. Das Rekristallisieren erfordert jedoch ziemlich viel Zeit, so dass es erwünscht ist, diese Zeit zu verkürzen. Um die Rekristallisationsfreudigkeit zu ermitteln, wurde in erfindungsgemässer Weise behandelter Stahldraht aus dem Stahl A und ein in bekannter Weise behandelter Stahldraht aus dem gleichen Stahl und auch zu 18% durch Kaltziehen verformter Stahldraht aus den gleichen Stählen folgender Behandlung unterworfen : 
 EMI6.2 
 
<tb> 
<tb> Behandlungstemperatur <SEP> : <SEP> 7200c <SEP> 
<tb> Haltezeit <SEP> : <SEP> 1, <SEP> 3 <SEP> und <SEP> 6 <SEP> h
<tb> Abkühlungsgeschwindigkeit <SEP> :

   <SEP> bis <SEP> 6800C <SEP> 200C/h
<tb> von <SEP> 6800C <SEP> auf
<tb> 6000C <SEP> 400C/h
<tb> 
 
 EMI6.3 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 7> --1-- für2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das Fliessbett bildende Sand, Zirkonsand ist, dessen Korngrösse einem Sieb mit einer Maschenweite von 74 bis 297 pm entspricht.
AT31768A 1967-01-13 1968-01-11 Verfahren zum kühlen warmgewalzten stahldrahtes AT322600B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP283167 1967-01-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT322600B true AT322600B (de) 1975-05-26

Family

ID=11540351

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT31768A AT322600B (de) 1967-01-13 1968-01-11 Verfahren zum kühlen warmgewalzten stahldrahtes

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT322600B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2454163A1 (de) Verfahren zur steuerung der temperatur von stahl waehrend des heisswalzens auf einer kontinuierlichen heisswalzvorrichtung
DE1433760C3 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Patentieren von Walzdraht aus der Walzhitze
CH637161A5 (de) Verfahren zur erhoehung der mechanischen festigkeiten von stahl.
DE2717780B2 (de) Herstellung von Walzdraht
AT322600B (de) Verfahren zum kühlen warmgewalzten stahldrahtes
DE3127373A1 (de) Verfahren zum herstellen von nahtlosen stahlrohren fuer die erdoelindustrie
DE2353034B2 (de) Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Festigkeitswerte von Walzprodukten aus Stahl
DE2643572A1 (de) Verfahren zur behandlung von walzstahlerzeugnissen
DE1583987C3 (de) Verfahren and Vorrichtung zum Wärmebehandeln von warmgewalztem Stahldraht
AT302391B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stahl-Walzdraht
DE2804306C2 (de) Verfahren zur Behandlung von Walzdraht
DE2529272A1 (de) Verfahren und vorrichtung fuer die behandlung von walzdraht
EP0067374B1 (de) Verfahren zur thermomechanischen Behandlung beim kontinuierlichen Warmwalzen von Walzstahl
DE2132402B2 (de) Vorrichtung zum Abkühlen von Walzdraht
DE3416260A1 (de) Verfahren zum herstellen eines endlosen stahlbandes
DE1240106B (de) Verfahren zur Erzeugung von knick- und fliessfigurenfreiem, hartem, kohlenstoffarmemFein- und Feinststahlblech
DE2124041C3 (de) Anwendung eines kontinuierlichen Wärmebehandlungsverfahrens auf stabförmige, untereutektoide Vergütungsstähle
DE2746961A1 (de) Vorrichtung und verfahren zur verguetung von warmgewalzten stahlstangen
DE1583996B2 (de) Waermebehandlungsverfahren zur erzielung verbesserter gleichmaessiger mechanischer eigenschaften sowie guter verformbarkeit an blechen draehten roehren od dgl aus stahl mit 0,03 bis 0,1 % kohlenstoff
DE1508405C (de) Einrichtung zum Patentieren von Walz draht in einem Warmetragerfließbett
DE69016526T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Stahldrahtgittern.
DE614055C (de) Verfahren zur Herstellung kalt gereckter magnetisierbarer Baender bzw. Draehte fuer Krarupleitungen oder Spulenkerne
DE2825592A1 (de) Verfahren zur herstellung von schweissbarem bewehrungsstahl und bewehrungsstahl nach diesem verfahren
DE2815090A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von walzdraht aus hartem stahl
AT231490B (de) Verfahren und Einrichtung zur Erhöhung der Zähigkeit von Walz- und Schmiedestahl

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee