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Die Erfindung betrifft eine Innenbeschichtung von wärmebeanspruchten Blechbehältern zur Aufnahme von aggressiven Medien, wie Salzsäure höherer Temperatur, z. B. 2000C, bestehend aus einer Korrosionsschutzschicht aus Kunststoff, insbesondere Giessharz und einem Verbindungselement, wie Metallwirrfasern, die an der Behälterinnenwandung befestigt sind.
Eine solche Beschichtung dient dazu, die Wärmebeständigkeit von Behältern zu erhöhen, aber auch die Chemische Resistenz zu sichern.
Die einfachste Methode, um Behältnisse vor chemischen oder thermischen Angriffen zu schützen, ist das Anstreich- bzw. das Emaillierverfahren. Aber die genannten Verfahren zur Erlangung einer dauerhaften Schutzschicht haben den Nachteil gemeinsam, dass die Beständigkeit von kurzer Dauer ist und hernach das Schutzverfahren wiederholt werden muss. Da es sich aber in der Industrie in den meisten Fällen um Behältnisse handelt, die sehr schwer oder umständlich zu entleeren sind, bedeutet eine Renovierung des Innenanstriches einen Ausfall der Anlage.
Es ist bekannt, in Behältern Innenauskleidungen anzubringen, um die geforderten Ansprüche an die Standfestigkeit des Materials zu gewährleisten. Vor allem wurde das Ausgiessen der Behälter mit Blei durchgeführt, um den Behälter vor chemischen Angriffen zu schützen. Die Herstellung dieser Schutzeinrichtung ist aber sehr teuer, besonders wenn es sich um relativ grosse Behälter handelt. Es ist hiezu erforderlich den Behälter vorzuwärmen und für den Ausgiessvorgang in einer Vorrichtung drehbar zu lagern, damit das Blei sich homogen an die Innenwandung anlegen kann. Hiebei ist besonders aus Wirtschaftlichkeitsgründen eine genaue Stärke der Bleischicht erforderlich. Diese soll sich an allen Stellen der Wandung des Behälters gleichmässig ausbilden, damit ein richtiger Schutz erreicht wird.
Man ist deshalb dazu übergegangen, sich der Vorteile der Kunststofftechnik für die Beschichtung von wärmebeanspruchten Behältern zu bedienen, um einerseits eine zweckmässige Beschichtung zu erhalten und anderseits dem Nachteil der zu wiederholenden Renovierung zu entgehen. Vor allem hat sich ein Auftragen von Metallwirrfasern an die zu schützende Wandung in Verbindung mit einem Glasfaservlies und Befestigung durch Punktschweissung bewährt. Dieses Verfahren der Befestigung hat aber den Nachteil, dass die Metallwirrfasern nicht im gewünschten Ausmass am Stützkörper, d. h. der Blechwand haften und so ebenfalls nach einer gewissen Zeit als Beschichtung unbrauchbar ist.
Vor allem bei Erwärmung treten Spannungen auf und es kann vorkommen, dass sich die Kunststoffverbindungsschicht wesentlich stärker ausdehnt als die Blechwand und sich gemeinsam von der Innenbeschichtung ablöst. Dies geht in manchen Fällen so weit, dass die Metallwirrfasern rund um die Punktschweissung herausgerissen werden.
Auch ist bei der Herstellung von Verbundplatten ein Überzug von Drahtgeflechten mit Kunststoff bekannt, bzw. es gibt zur Verstärkung von Kunststoffelementen bei Flächenbauelementen in dessen Oberflächenschicht, oder inneren Schichten ein eingebettetes Metallgewebe. Diese Anordnungen beziehen sich aber mehr auf BauVerschalungs-, bzw. Dekorationselemente und seien nur der Vollständigkeit wegen erwähnt.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Innenbeschichtung für wärmebeanspruchte Blechbehälter zu schaffen, die zur Aufnahme von aggressiven Medien, wie Salzsäure höherer Temperatur, z. B. 200 C, dienen und aus einer Korrosionsschutzschicht aus Kunststoff, insbesondere Giessharz und einem Verbindungselement, wie Metallwirrfasern bestehen und an der Behälterinnenwand befestigt sind, wobei die gesamte Beschichtung so dauerhaft ausführbar sein soll, dass eine nachträgliche Wartung nicht mehr notwendig erscheint. Erfindungsgemäss wird das Ziel dadurch erreicht, dass ein Drahtgitter in an sich bekannter Weise als Stützelement auf die Metallwirrfasern aufgetragen und mit der Behälterinnenwandung durch Punktschweissung verbunden und im Giessharz eingebettet, gegebenenfalls mit diesem überzogen ist.
Um höhere Spannungen zwischen Drahtgitter und der Giessharzschicht infolge unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten besser ausgleichen zu können, werden nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung beidseitig des Drahtgitters Metallwirrfasern angeordnet, im Giessharz eingebettet und gegebenenfalls ist zusätzlich als innere Deckschicht eine GFK-Schicht vorgesehen.
Diese Anordnung hat den Vorteil, dass die Beschichtung für wärmebeanspruchte Blechbehälter zur Aufnahme aggressiver Medien, wie Salzsäure höherer Temperatur, z. B. 2000C verwendbar ist. Als weiterer Vorteil ist die Tatsache anzusehen, dass bei dieser Art der Beschichtung die chemische Resistenz gesichert ist und sich durch gute Haftfestigkeit durch Punkten mit dem Gitter auszeichnet. Ferner sind hiefür elastische Harze zum Ausgiessen der Metallwirrfasermatten verwendbar, die wieder einen guten Wärmedurchgang gewährleisten.
An Hand eines Ausführungsbeispieles sei die Erfindung näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine Innenbeschichtung eines Behälters, Fig. 2 eine weitere Ausbildung mit doppelter Metallwirrfasermatte.
Aus Fig. 1 ist ein Teilschnitt eines Behälters im Schrägriss dargestellt, wobei stufenweise die einzelnen Beschichtungslagen aufgetragen sind. Der Stützkörper-l--ist der eigentliche Blechmantel des Behälters, der an der Innenseite die Beschichtung aufweist. Als nächste Beschichtung ist eine Metallwirrfasermatte-2-auf den Stützkörper--l-autgelegt. Darüber ist das Drahtgitter--3--. Die Befestigung dieser beiden Teile mit dem Stützkörper erfolgt in bekannter Weise durch Punktschweissung. Als vorteilhaft hat sich ein Drahtgitter --3- mit z. B. einer Maschenweite von etwa 1 cm erwiesen, es kann aber durchaus auch eine andere
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--4-- begonnenIn Fig. 2 ist eine Weiterbildung der Beschichtung im Schnitt dargestellt. Auch hier ist wieder der Stützkörper--l-als Behälter gedacht, an dessen Innenseite die Beschichtung angeordnet ist. Nach Auftragen der Metallwirrfasermatte--2-wird das Drahtgitter--3--aufgelegt, die Fugen mit Giessharz--4--
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werden.
Als weiterer Vorteil ist die Tatsache anzusehen, dass die Behälter, die eine solche Innenbeschichtung aufweisen, an der Aussenseite geerdet werden können, so dass eine elektrostatische Aufladung, sowohl des Behälters, als auch des Inhalts nicht eintritt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Innenbeschichtung von wärmebeanspruchten Blechbehältern zur Aufnahme von aggressiven Medien, wie Salzsäure höherer Temperatur, z. B. 200 C, bestehend aus einer Korrosionsschutzschicht aus Kunststoff,
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