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Die Erfindung betrifft eine Niederspannungs-Versorgungsschaltung für ein Fernsehempfangsgerät mit einer
Horizontal-Ablenkschaltung, die mit steuerbaren Halbleitern aufgebaut ist, wobei die Energie, die bei Betrieb der
Horizontal-Ablenkschaltung benötigt wird, von einer Konstantspannungsquelle über eine Ladeinduktivität, die im
Induktivitätswert einstellbar ist, der Horizontal-Ablenkschaltung während des Zeilenhinlaufintervalls zugeführt und in Speicherkondensatoren gespeichert wird, nach der österr.
Patentschrift Nr. 312071, wobei die einstellbare
Ladeinduktivität mit einer zusätzlichen Wicklung transformatorisch verkoppelt ist, und der zusätzlichen Wicklung ein Gleichrichterkreis nachgeschaltet ist, und der Induktivitätswert der Ladeinduktivität derart eingestellt ist, dass an der Ladeinduktivität während der Ladephase ein Spannungsmaximum entsteht, das unabhängig von
Belastungsänderungen der Horizontal-Ablenkschaltung ist, und von der Ladeinduktivität über eine Anzapfung
Triggerimpulse für einen der steuerbaren Halbleiter gewonnen werden.
In volltransistorisierten Fernsehempfangsgeräten werden in vielen Fällen mit steuerbaren Halbleitern bestückte Horizontal-Ablenkschaltungen verwendet. Es hat sich gezeigt, dass die Ablenkschaltungen einen verhältnismässig hohen Grad an Zuverlässigkeit erreichen. Eine solche Schaltung ist beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift 1918554 beschrieben.
Bei Fernsehempfangsgeräten der oben beschriebenen Art ist es erforderlich, die mit Halbleitern bestückten
Stufen mit einer verhältnismässig niedrigen, stabilisierten Betriebsspannung zu versorgen. Hiefür wird üblicherweise ein Netztransformator mit einer eine stabilisierte Gleichspannung liefernden Gleichrichterschaltung verwendet. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen ist es aber erwünscht, die benötigte niedrige Betriebsspannung ohne einen Netztransformator zu erzeugen. Um diese zu erreichen, wurde vorgeschlagen (deutsche
Auslegeschrift 1462938), eine Widerstands (R) -Kondensator (C) -Parallelschaltung in Reihe mit einem gesteuerten
Siliziumgleichrichter zu legen, der während des Zeilenrücklaufes leitend ist.
Gemäss diesem Vorschlag wird ein Energiespeicherkondensator, der einer Horizontal-Ablenkwicklung parallelgeschaltet ist, während des
Zeilenrücklaufes durch den dazu parallel liegenden gesteuerten Siliziumgleichrichter entladen, wobei zumindest ein Teil der Ladung von der RC-Parallelschaltung aufgenommen wird. An der RC-Parallelschaltung wird nun eine
Spannung abgenommen und andern Stufen des Fernsehempfangsgerätes, beispielsweise der Vertikal-Ablenkstufe, zugeführt. Es soll sich hiebei um eine ausreichend stabile Gleichspannung handeln, die sich zur Speisung anderer
Stufen mit niedrigerer Spannung, als die Horizontal-Ablenkschaltung benötigt, eignet. Es hat sich aber gezeigt, dass die Stabilität dieser Gleichspannung nicht ausreicht, da Laständerungen am Ausgang der
Horizontal-Ablenkschaltung auf die Gleichspannung zurückwirken.
Es ist also eine zusätzliche
Stabilisierungsschaltung notwendig.
Dem Stammpatent liegt die Aufgabe zugrunde, die angeführten Nachteile der bekannten Schaltung zu vermeiden und eine Spannungsversorgungsschaltung für ein Fernsehempfangsgerät zu schaffen, mittels der alle andern Stufen eines volltransistorisierten Fernsehempfangsgerätes versorgt werden können.
Diese, dem Stammpatent zugrundeliegende, Aufgabe wird bei einem Fernsehempfangsgerät mit einer
Horizontal-Ablenkschaltung, die mit steuerbaren Halbleitern, vorzugsweise Thyristoren, aufgebaut ist, und der die benötigte Energie über eine einstellbare Ladeinduktivität aus einer Konstantspannungsquelle zugeführt wird, dadurch gelöst, dass die einstellbare Ladeinduktivität mit einer zusätzlichen Wicklung transformatorisch verkoppelt ist, und der zusätzlichen Wicklung ein Gleichrichterkreis nachgeschaltet ist, und dass der
Induktivitätswert der Ladeinduktivität derart eingestellt ist, dass an der Ladeinduktivität während der Ladephase ein Spannungsmaximum entsteht, das unabhängig von Belastungsänderungen der Horizontal-Ablenkschaltung ist.
Bei einer ausreichend dimensionierten Konstantspannungsquelle für die Horizontal-Ablenkschaltung können mittels dieser Spannungsversorgungsschaltung alle mit relativ niedriger Betriebsspannung gespeisten Stufen eines Fernsehempfangsgerätes versorgt werden. Die Spannungsversorgungsschaltung liefert eine nahezu konstante, von Laständerungen am Ausgang der Horizontal-Ablenkschaltung, die beispielsweise durch Strahlstromänderungen in einer Kathodenstrahlröhre hervorgerufen werden, unabhängige Gleichspannung.
Wenn bei dieser Schaltung über eine Anzapfung aus der Ladeinduktivität ein Triggerimpuls für einen der steuerbaren Halbleiter gewonnen wird, kann es besonders beim Anschwingen der Horizontalablenkstufe zu Störungen im Triggerkreis kommen. Diese Störungen werden durch die ersten Ladestösse in die Ladekapazität des Gleichrichterkreises ausgelöst, da eine Spitzenstrombelastung der Ladeinduktivität auftritt. Durch diesen Vorgang können Triggerimpulse mit nicht genehmer Phasenlage auftreten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einer Niederspannungs-Versorgungsschaltung gemäss dem Stammpatent, bei der von der Ladeinduktivität über eine Anzapfung Triggerimpulse für einen der steuerbaren Halbleiter gewonnen werden, das Entstehen von unerwünschten Triggerimpulsen, insbesondere während des Anschwingens der Horizontalablenkstufe, zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass in den Gleichrichterkreis nach dem Gleichrichter eine Induktivität in Reihe geschaltet ist.
Hiedurch wird der Innenwiderstand der Niederspannungs-Versorgungsschaltung erhöht. Muss dieser Effekt verhindert werden, wird die Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe dadurch erreicht, dass dem Gleichrichterkreis eine Gleichspannung zugeführt wird, die den Glättungskondensator vor Beginn der Arbeitsphase der Horizontalablenkstufe vorlädt.
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Hiebei kann die Gleichspannung in einfacher Weise durch einen Transformator und eine Diode gewonnen werden, da der Transformator ohnehin, z. B. für die Heizung der Bildröhre, in einem Fernsehempfangsgerät vorhanden ist.
An Hand der Zeichnungen werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 ein Beispiel und Fig. 2 ein weiteres Beispiel der erfindungsgemässen Versorgungsschaltung.
Die Schaltung gemäss Fig. 1 besteht aus einer Konstantspannungsquelle--10--, die z. B. eine thyristorgeregelte Gleichrichterschaltung beinhaltet. Hieraus wird die Horizontal-Ablenkschaltung über eine
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--11-- mit- -15, 16--. Sie bestehen jeweils aus einem Thyristor und einer dazu antiparallelgeschalteten Diode. Parallel zum Schalter --16-- sind die Horizontal-Ablenkspulen --19-- in Serie mit einem Kondensator-20--
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Triggerimpulse für den gesteuerten Schalter --16-- entnommen.
Die Arbeitsweise der bisher beschriebenen Schaltung kann als bekannt vorausgesetzt werden und ist beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift 1918554 näher erläutert, die in der Beschreibungseinleitung erähnt wird.
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--11-- istGleichrichterkreis-27, 28--ist nun in Reihe zu dem Gleichrichter --27-- eine Induktivität --50-geschaltet. Durch diese zusätzliche Induktivität --50-- werden die Ladeströme in den Glättungskondensator - reduziert, so dass keine falschen Triggerimpulse an der Anzapfung der Ladeinduktivität--11-- auftreten.
In der Schaltung gemäss Fig. 2 sind die für die Erfindung unwesentlichen Teile, die in Fig. 1 mit dargestellt sind, nicht eingezeichnet.
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--10-- und--27, 28-wird am Verbindungspunkt des Gleichrichters --27-- und des Glättungskondensators--28-- eine Gleichspannung zugeführt, die mittels eines Transformators --60-- und einer Diode --61-- gewonnen wird. Der Transformator --60-- ist hiebei vorzugsweise der Netztransformator, der z. B. zur Erzeugung der Heizspannung für die Bildröhre dient.
Durch diese Massnahme wird der Glättungskondensator --28-- in wenigen Millisekunden vorgeladen, so dass durch die z. B. 150 msec später anschwingende Horizontal-Ablenkschaltung nur Ladeströme entstehen, die keine unerwünschten Triggerimpulse erzeugen. Im eingeschwungenen Zustand der Horizontal-Ablenkschaltung ist der Glättungskondensator --28-- so weit aufgeladen, dass die Diode --61-- gesperrt und somit der Transformator--60--entlastet ist. Diese Schaltung hat gegenüber der Schaltung gemäss Fig. l den Vorteil, dass die Niederohmigkeit der Niederspannungs-Versorgungsschaltung--26, 27, 28-gemäss dem Stammpatent erhalten bleibt.
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