AT319294B - Verfahren zur Aufbereitung von aus Mischkristallen, insbesondere aus Ankerit bestehenden Eisenerzen - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung von aus Mischkristallen, insbesondere aus Ankerit bestehenden Eisenerzen

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AT319294B AT568071A AT568071A AT319294B AT 319294 B AT319294 B AT 319294B AT 568071 A AT568071 A AT 568071A AT 568071 A AT568071 A AT 568071A AT 319294 B AT319294 B AT 319294B
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
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    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Aufbereitung von aus Mischkristallen, insbesondere aus
Ankerit bestehenden Eisenerzen, die einer entsäurenden Röstung unterzogen und eine abschliessende, trennende
Anreicherungsbehandlung erfahren. 



   Von auf diese Weise zu behandelnden Eisenerzen ist bekannt, dass sie ihre Entstehung auf den Austausch von Kationen in einem meist aus Magnesium- und/oder Kalziumkarbonat bestehenden Kristallgitter durch in wässriger Phase eingedrungenes Eisen verdanken. Das auf diese Weise entstandene Erz besteht also aus einem
Mischkristall. Bei der Aufbereitung derartiger Erze erweisen sich daher die physikalischen Trennungsverfahren als wenig aussichtsreich, da eine Trennung hiebei im Bereich molekularer Grössenordnungen erfolgen müsste. Die üblichen Aufbereitungsmethoden, wie   z. B.   der   Schwereflüssigkeitsverfahren,   der magnetisierenden Röstung mit
Magnetscheidung bzw. Starkfeldmagnetscheidung   u. dgL   sind daher weder technisch noch wirtschaftlich vertretbar.

   So konnte man beim bekannten Ankerit-Mischkristall des Steirischen Erzberges mit einem
Ausgangseisengehalt von etwa 32% nach Entsäuerung durch oxydierendes Rösten im Oxyd-Mischkristall einen
Eisengehalt von durchschnittlich nur 45% erhalten, der auch bei einer anschliessenden magnetisierenden Röstung im magnetischen Konzentrat auf nicht mehr als 50 bis 52% Eisen gesteigert werden konnte. 



   Hievon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der einleitend beschriebenen
Art dahingehend in Vorschlag zu bringen, dass man übliche Aufbereitungsmethoden mit Erfolg anwenden und einen höheren Eisengehalt im aufbereiteten Material erzielen kann. Dies wird   erfmdungsgemäss   dadurch erreicht, dass im Anschluss an die entsäuernde Röstung eine Hydratisierung und danach eine Rücküberführung in den oxydischen Zustand und/oder Umkristallisierung durchgeführt werden. 



   Überraschenderweise kommt man auf diese Weise bei der Hydratisierung zu einem Zerfall des
Oxyd-Mischkristalls in seine molekularen Bestandteile, die dann nach der erfolgten Hydratisierung wieder rekristallisieren. Die Rücküberführung in den oxydischen Zustand und die Umkristallisation bewirken eine zusätzliche Auflösung in die einzelnen Kristalle des Magnesium-, Kalzium- und Eisenoxydes. Diese individuellen
Kristalle sind sehr feinkörnig und liegen darüber hinaus in einer innigen physikalischen Mischung vor. Jedoch sind diese Kristalle dennoch der Trennung durch Anreicherungsbehandlungen, insbesondere durch elektromagnetische oder elektrostatische Verfahren, wesentlich besser zugänglich als die sonst vorliegenden, das
Eisen nur als Mineralabstand im Verband des Kristallgitters enthaltenden Mischkristalle. 



   Im Anschluss an die in bekannter Weise vorzunehmende entsäuernde Behandlung erfolgt die Hydration zweckmässig durch Ablöschen mit Wasser, welches vorteilhaft wieder höchstens in der stöchiometrisch für die
Bildung der Hydroxyde erforderlichen Menge zugesetzt wird. Die Zugabe des Wassers kann dabei in beliebiger
Phase erfolgen. 



   Für die Rücküberführung in den oxydischen Zustand ist die gleichzeitige Umkristallisierung wesentlich. 



  Deshalb wird diese Behandlung mit Vorteil bei einer zwischen 200 und 8000C liegenden Temperatur vorgenommen. 



   Speziell für die Vorbereitung einer elektrischen Anreicherungsbehandlung eignet sich die Rücküberführung in den oxydischen Zustand und/oder Umkristallisation in einer schwach reduzierenden Atmosphäre mit der Massgabe, dass sich die beim Austreiben des Wassers verbleibenden Oxyde unmittelbar   als'y-Hämatit   oder Magnetit ausbilden. Im Anschluss an eine derartige Behandlung ist die Abkühlung unter einem Schutzgas angebracht. 



   In allen Fällen kann man die   erfindungsgemässe   Behandlung der   Rücküberführung   in den oxydischen, umkristallisierten Zustand und die trennende Abscheidung in mehreren, hintereinander geschalteten Stufen vornehmen, um weitere Steigerungen des Eisengehaltes zu erzielen. 



   Darüber hinaus lassen sich auch weitere, dem Fachmann geläufe Behandlungsschritte für die physikalische Trennung der Mineralkomponenten, nachdem diese durch Umkristallisierung entstanden sind, einführen. Stets liegen im umkristallisierten Zustand wenigstens eine Komponente mit erhöhtem Eisengehalt und eine weitere Komponente mit geringerem Eisengehalt vor, die der physikalischen Trennung zu unterwerfen sind. 



   Die Erfindung lässt sich beispielsweise wie nachstehend beschrieben ausführen :
Ein im wesentlichen aus Ankerit bestehendes Eisenerz wird zunächst der oxydierenden Röstung zum Zwecke der Trocknung und der Karbonatentsäuerung unterworfen. Dabei wird das Erz einer Temperatur von etwa 10000C in einer oxydierenden Atmosphäre ausgesetzt. Als Endprodukt entstehen Oxyd-Mischkristalle der Kationen Kalzium, Magnesium und Eisen. 



   Im Anschluss hieran erfolgt das Hydratisieren der Oxyd-Mischkristalle durch Ablöschen in Anlehnung an die bei modernen   Kalklöschanlagen   angewendeten Apparaturen und Verfahrensweg; es werden also die Bildung einer flüssigen oder trübeähnlichen Phase vermieden und nur soviel Wasser zugesetzt, wie es stöchiometrisch für die Hydroxydbildung erforderlich ist. Auf diese Weise entsteht ein aufgespaltener Mischkristall in Form der Hydroxyde des Kalziums, des Magnesiums und des Eisens. 



   Danach werden die Hydroxyd einer Röstung bei etwa 8000C in reduzierender Gasatmosphäre unterzogen. 



  Hierauf kommt es zunächst aus thermischen Gründen zur Aufspaltung der Hydroxyde unter Abgabe von Wasser in die entsprechenden Oxyde. Das in Form von Hämatit vorliegende Eisenoxyd wird unmittelbar in statu nascendi in die ferromagnetischen Formen   des y-Hämatits   oder des Magnetit umgewandelt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Das Mineralgemisch wird sodann einer Abkühlung unter Schutzgas unterworfen und kann dann einer elektromagnetischen oder elektrostatischen Anreicherungsbehandlung mit dem Erfolg unterzogen werden, dass die Eisenkonzentration im angereicherten Gemisch bei etwa 60% liegt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Aufbereitung von aus Mischkristallen, insbesondere aus Ankerit bestehenden Eisenerzen, die einer entsäuernden Röstung unterzogen werden und eine abschliessende, trennende Anreicherungsbehandlung 
 EMI2.1 
 Hydratisierung und danach eine Rücküberführung in den oxydischen Zustand und/oder Umkristallisierung durchgeführt werden. 
 EMI2.2 


Claims (1)

  1. Rücküberführung in den oxydischen und/oder umkristallisierten Zustand durch Behandlung bei einer zwischen 200 und 8000C liegenden Temperatur vorgenommen wird. EMI2.3 Rücküberführung in den oxydischen und/oder umkristallisierten Zustand und die trennende Abscheidebehandlung in mehreren, hintereinander geschalteten Stufen erfolgen.
AT568071A 1971-06-30 1971-06-30 Verfahren zur Aufbereitung von aus Mischkristallen, insbesondere aus Ankerit bestehenden Eisenerzen AT319294B (de)

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