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Die Erfindung betrifft einen Gewichts-Fliehkraftregler, insbesondere für Kraftstoffeinspritzpumpen von
Verbrennungsmotoren, mit einem zwischen dem Regelstellglied und dem Pumpensteuerglied eingesetzten, aus einem Haupt- und einem Hilfshebel bestehenden übertragungsgestänge, das es ermöglicht, den Verlauf der
Pumpenkennlinie zu korrigieren.
Es sind Entwicklungen bei Reglern bekannt, welche die Änderung des Verlaufes der Pumpenkennlinie ermöglichen, wobei die Korrektur der Kennlinie in Abhängigkeit des in der Kraftstoffzufuhreinrichtung des
Verbrennungsmotors vorhandenen Saugdruckes vorgenommen wird. Solche Lösungen sichern eine angenähert konstante Luftüberschusszahl im gesamten Bereich der Motordrehzahlen. Dies ist bei Kraftstoffsystemen von
Lademotoren wo die Pumpen ohne Korrekturanordnung all zu flachen Verlauf der Aussencharakteristik aufweisen, von besonderer Bedeutung. In solchen Anordnungen wird ein den Einspritzpumpenregler mit der
Kraftstoffzufuhreinrichtung des Motors verbindendes Drucksystem eingesetzt.
Solche Entwicklungen, obwohl sie einen richtigen Verlauf der Einspritzpumpen-Kennlinie sichern, weisen wesentliche Nachteile auf, u. zw. ist es sowohl notwendig, eine die Kraftstoffzufuhreinrichtung mit dem Regler verbindende Druckleitung als auch einen Membran- oder Kolbenmechanismus, welcher gegen die
Druckänderungen in der Kraftstoffzufuhreinrichtung anspricht, vorzusehen.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass im Falle einer Verunreinigung des Luftfilters die Kennlinie der
Pumpe einer nicht gesteuerten Änderung unterliegt. Solche Anordnungen sind also im Betrieb unzuverlässig und darüber hinaus von kompliziertem, zusammengesetztem Aufbau.
Durch die franz. Patentschrift Nr. 892. 953 ist ein Regler für Einspritzmotoren bekanntgeworden, bei dem zwischen dem Reglereinstellglied und dem Pumpensteuerglied ein aus einem Haupt- und einem Hilfshebel bestehendes übertragungsglied eingesetzt ist. Die beiden Hebel sind durch einen Bauteil auf regelbare Art miteinander verbunden. Zur Korrektion der Kennlinie dient eine Nocke, die-um ihre Aufgabe zu erfüllen-sehr genau gearbeitet sein muss. Im Falle einer Abänderung der Kenngrössen der Einspritzpumpe muss die Nocke gegen eine andere ausgetauscht werden ; eine Regelung des Beginns und des Endes der
Korrektionstätigkeit ist ebenfalls nur durch Änderung des Profils der Nocke möglich.
Ein durch die deutsche Offenlegungsschrift 1911913 bekanntgewordener Drehzahlregler für die
Kraftstoffeinspritzpumpe von Brennkraftmaschinen besitzt einen Zwischenhebel, an welchem ein
Drehzahlsignalgeber entgegen der willkürlich änderbaren Kraft einer Regelfeder sowie einer der
Mehrmengenförderung dienenden Startfeder angreift und welcher ausserdem mit einem Fördermengenverstellglied gekoppelt ist. Ziel der in dieser deutschen Offenlegungsschrift beschriebenen Konstruktion ist die Beseitigung gewisser Nachteile der Drehzahlregler der erwähnten Art, wodurch bereits-abgesehen von vorhandenen konstruktiven Unterschieden-das Fehlen eines Zusammenhanges mit der Erfindung gegeben ist.
Der Zweck der Erfindung ist, die oben angeführten Mängel und Nachteile der bekannten Regler zu beseitigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Regler zu entwickeln, der das Erzielen der vorausgesetzten Korrektur des Verlaufes der Pumpenkennlinie bei gleichzeitigem Aufrechterhalten einer fast unveränderlichen Luftüberschusszahl ermöglicht, ohne dabei eine Verbindung mit der Kraftstoffzufuhreinrichtung herstellen zu müssen.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe bei einem Regler der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der Hilfshebel an einem Arm des Haupthebels mittels eines Gelenkes schwenkbar gelagert ist, dass ferner zwischen dem Anlenkpunkt des Hilfshebels und dessen anderem Ende über ein weiteres Gelenk ein Bolzen angreift, der sich durch eine Bohrung oder Ausnehmung des Haupthebels erstreckt und zwischen dessen freiem Ende und dem Arm des Haupthebels eine in ihrer Spannung veränderbare Feder eingespannt ist, und dass das Pumpensteuerglied am freien Ende des Hilfshebels angreift.
Die genannten Elemente arbeiten unabhängig von dem in der Kraftstoffzufuhreinrichtung des Motors herrschenden Druck und bewirken die Verstellung des Steuergliedes, welches die Dosierung der Einspritzpumpe regelt, im Sinne deren Erhöhung entsprechend dem Mass, in dem die zur Drehzahl des Motors proportionalen Fliehkräfte steigen. Die erfindungsgemässe Vorrichtung ermöglicht zugleich die Verstellung des Endes des Hauptsteuerhebels in Gegenrichtung zur Verstellung des Steuergliedes, wodurch der Verlauf der Pumpenkennlinie durch Vergrösserung deren Neigung in einem gewissen Bereich bei Erreichung einer sehr einfachen und gleichzeitig sehr genauen Regelung korrigiert werden kann.
Durch diese Lösung ist es möglich, eine der theoretischen weitgehend nahe Pumpenkennlinie zu erzielen.
Das erlaubt eine fast konstante Luftüberschusszahl über den gesamten Bereich der Betriebsdrehzahlen des Motors, und somit auch eine wirtschaftliche Auswertung des Kraftstoffes und weiters auch der Motorcharakteristik.
Die Erfindung soll nachstehend an Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen : Fig. 1 schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Reglers, Fig. 2 schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Reglers und Fig. 3 die Ausgestaltung des Reglers gemäss Fig. 1.
Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 unterscheidet sich von jenem nach Fig. 2 nur durch die Anordnung des Gelenkes des Zusatzhebels gegenüber dem Bolzen, wodurch der Verbindungspunkt des Zusatzhebels mit dem Steuerglied festgelegt ist.
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--a--6-- und die Regelscheibe-7 und 8--.
Die Wirkungsweise des erfindungsgemässen Reglers besteht darin, dass die Fliehkraft--Po--der
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Kraft-Po-verstellt wird. Bei einer bestimmten Grösse von-Po-bewirkt die Verstellung des Hebelendes - l-eine Durchbiegung der Feder --6--, auf welche von deren Gegenseite eine durch die Einstellfeder des Reglers ausgeübte Axialkraft-Pn-wirkt. Wenn das Moment der Kraft-Pn-grösser als jenes der Kraft - ist, wird das Gegenende der Feder nicht verstellt, da der Federweg der Feder --6-- von deren Federkonstante und von der Grösse des Momentes der Fliehkraft-Po-abhängt. Zusammen mit der Verstellung des Gegenendes des Hauptsteuerhebels wird auch der Punkt-A-, in welchem gelenkartig der Zusatzhebel-2-, mit Armlängen--a und b--, befestigt ist,
verstellt. In dieser Wirkungsphase des Reglers wird der Bolzen --4-- noch nicht verstellt, so dass der Punkt-B-, in welchem der Bolzen --4-- mittels
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verbunden. Die Verstellrichtung des Punktes--C-stimmt mit der Verstellrichtung des Steuergliedes --3-- überein, wobei das Steuerglied die Kraftstoffdosis der Einspritzpumpe erhöht. Der Stellweg des Steuergliedes --3-- ist eine Funktion der Federkonstante, des Verhältnisses von Armlängen--a und b--des Zusatzhebels und der Grösse der Fliehkraft--Po--.