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Die Erfindung betrifft einen Abstandhalter für jeweils ein Paar voneinander zu distanzierender, insbesondere langgestreckter Elemente, wie Stangen, Rohre, Kabel, Drähte od. dgl., der aus einem Stück elastisch verformbaren Materials, vorzugsweise Kunststoff, besteht, und an den beiden, in vorbestimmter Distanz einander gegenüberliegender Enden je ein Paar elastisch federnder Klemmbacken zur Klemmung der festzuhaltenden Elemente trägt, wobei die Klemmbacken Ausnehmungen begrenzen, welche zum Einsetzen dieser Elemente bestimmte Öffnungen aufweisen.
Aus der österr. Patentschrift Nr. 271117 ist bereits ein Abstandhalter der obgenannten Gattung für gebündelt zu verlegende Rohre bekanntgeworden, welcher aus einer Platte besteht, die mindestens zwei je ein Rohr kreisbogenförmig mehr als zur Hälfte umgreifende, zum Plattenrand hin offene, mit rohrstutzenförmigen Ansätzen versehene Ausschnitte aufweist und mittels dieser Ausschnitte unter elastischer Verformung quer auf die Rohre aufgedrückt werden kann. Ein ähnlich wirksamer, gleichfalls einstückiger, jedoch blockförmiger Abstandhalter aus elastischem Werkstoff für Stangen od. dgl. ist aus der deutschen Auslegeschrift 1219289 bekanntgeworden ; er ist mit einseitig offenen, leicht hinterschnittenen Klemmrinnen versehen, deren Längsachsen in drei senkrecht aufeinander stehenden Ebenen verlaufen.
Diese vorbekannten Abstandhalter haben jedoch durchwegs den Nachteil, dass sie nur zu Rohren, Stangen od. dgl. eines vorbestimmten, zugeordneten Durchmessers passen und demnach jeweils nur für eine ganz bestimmte Sorte, d. h. für ein bestimmtes Profil und für eine bestimmte Dicke, langgestreckter zu distanzierender Elemente verwendbar sind. Für das Festhalten und Distanzieren von Elementen mit unsymmetrischem und unregelmässigem bzw. variablem Profil, z. B. von Kabeln, wie Stegleitern, Seilen usw. sind diese Abstandhalter von vornherein ungeeignet.
Zwar sind aus der USA-Patentschrift Nr. 3, 463, 870 auch schon Abstandhalter für Kabel bekannt, bei denen zum Festhalten zweier voneinander distanzierter Kabel Backen dienen, die an den beiden Enden eines distanzierenden Verbindungsstückes mit ihren Öffnungen nach aussen weisend angeordnet sind und in deren Öffnungen die Kabel eingelegt und festgehalten werden. Diese vorbekannten Abstandhalter bestehen jedoch überwiegend aus einem steifen, starren Material, wie Aluminium, und nur die Backen selbst tragen einen elastischen, der Schwingungsdämpfung dienenden Belag. Die Kabel werden in den Öffnungen der Backen nicht durch elastische Klemmung, sondern vermittels schraubenförmig verwundener Dräte festgehalten, die sich längs der Kabel über den Bereich der Backen erstrecken.
Abgesehen davon, dass diese Abstandhalter infolge dieser mehrteiligen Ausbildung in der Herstellung wesentlich teurer und in der Montage wesentlich aufwendiger sind, ist auch bei ihnen das Vermögen, sich verschiedenerlei Kabeldurchmessern und Kabelprofilen anpassen zu können, naturgemäss sehr gering, weil die Backen im wesentlichen unelastisch sind und deren Öffnungsweite somit unveränderlich ist.
Ziel der Erfindung ist es, Abstandhalter der eingangs beschriebenen Gattung für den vielfältigen Bedarf des täglichen Lebens, insbesondere für den gewerblichen und industriellen Bedarf, möglichst einfach und robust, sowie dementsprechend billig zu gestalten, anderseits aber ungeachtet dieser Einfachheit und Billigkeit zu einer absolut einwandfreien und besonders zuverlässigen Funktion zu befähigen. Ferner ist es ein Ziel der Erfindung, die Abstandhalter so auszubilden, dass sie mit optimal geringem Arbeits- und Kostenaufwand nach einfachsten Methoden hergestellt werden können, u. zw. in einem einzigen Arbeitsgang ohne zeit- und müheaufwendiger Vorund/oder Nachbearbeitung.
Schliesslich ist es auch noch ein Ziel der Erfindung, diesen Abstandhaltern eine solche Form zu geben, dass sie bei gleicher Grösse für die Klemmung verschieden dicker und verschieden profilierter Elemente benutzbar sind, wobei die Dicke in einem verhältnismässig weiten Bereich variieren kann, ohne dass deshalb die Anzahl der auf Lager zu haltenden Sorten des Abstandhalters vermehrt werden müsste.
Diese Ziele der Erfindung werden ihrem wesentlichsten Merkmal zufolge dadurch erreicht, dass die jeweils eine Ausnehmung begrenzenden Innenwandungen jedes Klemmbackenpaares nach aussen divergierend, symmetrisch in bezug zur Längsmittelebene des Abstandhalters verlaufen.
Diese erfindungsgemässe Ausbildung des Abstandhalters zeitigt den für die Praxis wertvollen Vorteil, dass er aus einem einzigen handlichen Stück bestehen kann, keinerlei zusätzliche Bestandteile aufweist und deshalb so billig auf den Markt gebracht werden kann, dass seine Verwendung bei der Kalkulation zahlenmässig kaum berücksichtigt werden braucht ; auch braucht eine Wiederverwendung vom Standpunkt der Wirtschaftlichkeit kaum in Betracht gezogen werden, gleichwohl eine solche Widerverwendung dank der robusten Struktur des Abstandhalters technisch ohne weiteres möglich ist.
Zu diesen Vorteilen kommt noch, dass der Abstandhalter zur Gänze aus einem geeigneten Kunststoff, also aus einem nichtalternden, korrosionsfesten und witterungsunempfindlichen, elektrisch nicht leitenden und chemisch weitgehend inerten (neutralen) Material gefertigt werden kann, das übrigens-wie bekannt-beispielsweise zur vorteilhaften Unterscheidbarkeit bei der praktischen Verwendung in elektrischen Anlagen, ohne Schwierigkeit in verschiedenerlei Farben verarbeitbar ist.
Der absolut symmetrische Abstandhalter kann mit dem festzuhaltenden Element an beliebiger Stelle und in beliebiger Lage auch auf geringstem verfügbaren Raum durch einen einzigen, sehr leicht durchführbaren Handgriff ohne Routine und ohne Notwendigkeit besonderer überlegungen oder Fachkenntnisse verbunden bzw. von dem Element gelöst werden. In seiner zwei solche Elemente verbindenden und distanzierenden Stellung benötigt der Abstandhalter den geringstmöglichen Raum und stört infolgedessen in ästhetischen und auch
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technischen Belangen nicht ; er ist nur geringfügig dicker als das Profil der zu verbindenden Elemente und kann deshalb in seiner relativ flachen Gestalt ebensogut wie diese Elemente beispielsweise überdeckt oder unsichtbar verlegt, z. B. in eine Vergussmasse eingebettet werden.
Zur Verbesserung der Klemmwirkung und zur grösstmöglichen Erweiterung des Anwendungsbereiches eines Abstandhalters für eine möglichst grosse Anzahl verschiedener Durchmesser der jeweils zu klemmenden Elemente ist nach einem weiteren Erfindungsmerkmal vorgesehen, dass die jeweils eine Ausnehmung bildenden Innenwandungen jedes Backenpaares mit einem spitzen Winkel divergierend, symmetrisch in bezug zur Längsmittelebene des Abstandhalters verlaufen.
Es hat sich gezeigt, dass der Öffnungswinkel der spreizbaren Backen bei dieser Ausbildung des Abstandhalters besonders weitgehend variiert werden kann, ohne dass sich die Klemmwirkung-etwa bei kleinen Durchmessern der zu klemmenden Elemente-merkbar verschlechtert, d. h. es können mit durchaus befriedigender Klemmkraft Elemente mit innerhalb eines verhältnismässig grossen Bereiches verschiedenen Durchmessern festgehalten bzw. voneinander distanziert werden, selbstverständlich bedarfsweise auch zwei Elemente, die untereinander verschiedene Durchmesser besitzen.
Um das jeweils geklemmte und festgehaltene Element in seiner Klemmlage zu sichern, ist nach einem weiteren Erfindungsmerkmal vorgesehen, dass die Backen an ihren freien Enden gegeneinander ausragende, die öffnung der von ihnen gebildeten Ausnehmung verengende Fortsätze aufweisen. Zweckmässig sind diese Fortsätze weich ausgerundet zu gestalten, um das zu klemmende Element nicht zu beschädigen ; handelt es sich aber um besonders glatte, schlüpfrige Elemente, könnte man die Fortsätze auch zangenförmig gestalten oder mit Haken, Zähnen, Rasten od. dgl. Rückhalteorganen ausbilden.
Zahlreiche weitere Erfindungsmerkmale sind der besseren Verständlichkeit und Anschaulichkeit halber im folgenden an Hand der Zeichnungen erläutert, die zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes beispielsweise darstellen. Die Fig. 1 dieser Zeichnungen zeigt eine Daufsicht auf die erste Ausführungsform und die Fig. 2 den zugehörigen Längsschnitt nach II-II der Fig. l ; die Fig. 3 ist die Draufsicht auf die zweite Ausführungsform, wobei die Fig. 4 wieder den zugehörigen Längsschnitt nach IV-IV der Fig. 3 darstellt.
Beiden Ausführungsformen gemeinsam ist, dass der Abstandhalter aus einem Stück elastischen Materials, z. B. Polyäthylen, geformt und vorzugsweise im Spritzgussverfahren hergestellt ist. An seinen beiden einander in der jeweils gewünschten, vorbestimmten Distanz gegenüberliegenden Enden ist der Abstandhalter mit je einem Paar elastisch federnder Backen-l-ausgebildet, die über einen gemeinsamen Steg --2-- einstückig miteinander verbunden sind und unmittelbar der Klemmung der-nicht dargestellten-beliebigen festzuhaltenden Elemente, z. B. Stangen, Rohre, Kabel, Drähte od. dgl. dienen.
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festgehalten. Die jeweils eine solche Ausnehmung--3--bildenden Innenwandungen--5--jedes Backenpaares --1-1-- verlaufen mit einem spitzen Winkel divergierend, symmetrisch in bezug zur Längsmittelebene II-II bzw. IV-IV des Abstandhalters.
An ihren freien Enden weisen die Backen-l-- gegeneinander ausragende, die Öffnungen --4-- der von ihnen gebildeten Ausnehmungen --3-- verengende Fortsätze --6-- auf, die bei den dargestellten Ausführungsbeispielen ausgerundet, etwa wulstförmig profiliert sind.
Beim ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 verlaufen die Innenwandungen --5-- der Backen --1-- vom Scheitel--7--des spitzen Winkels ausgehend bis zum Fortsatz --6-- durchgehend gerade, also eben.
Der spitze Winkel hat-bei nicht gespreizten Backen--l---eine Grösse von etwa 20 und kann durch Spreizung der Backen elastisch bis etwa 600 vergrössert werden, wobei bemerkenswerterweise eine hinreichend gute Klemmwirkung in dem gesamten, verhältnismässig grossen Spreizwinkelbereich gewahrt bleibt.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 divergieren die Innenwandungen --5-- der Backen --1-- vom Scheitel --7-- des spitzen Winkels ausgehend vorerst konvex ausgerundet und verlaufen sodann bis zum vorzugsweise gleichfalls ausgerundeten Fortsatz--6--hin etwa parallel. Diese Ausführungsform soll dokumentieren, dass es im Rahmen der Erfindung ohne weiteres möglich ist, die Innenwandungen --5-- der Backen-l-dem Profit der zu haltenden Elemente beliebig angepasst zu profilieren, d. h. bedarfsweise individualisierend dem jeweiligen Verwendungszweck, dem Profil und der Dimension der zu klemmenden Elemente entsprechend auszugestalten, um zielstrebig die im speziellen Fall bestmögliche Wirkung eintreten zu lassen.
Wie die Darstellungen der Zeichnungen lehren, ist der Abstandhalter im Bereich der Backen--l-- allmählich zunehmend breiter ausgebildet als im Bereich des die Backenpaare--1-1, 1-1-verbindenden Steges --2--. Diese grössere Breite--8--im Bereich der Backen--l--erweist sich als zweckmässig, um die Spreizbarkeit der mit dem schmäleren Steg --2-- verbundenen Backen --1-- in einem ausreichenden Massstab sicherzustellen und sie für die Ausübung einer höheren Klemmkraft zu befähigen, ohne jedoch hiefür die Dimension des gesamten Abstandhalters vergrössern zu müssen.
Vorteilhafterweise ist der erfindungsgemässe Abstandhalter-wie die Fig. 2 und 4 zeigen-an seinen beiden
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dicke Ausbildung des Abstandhalters begünstigt seine Verlegung und Unterbringung im Zuge seiner Verwendung in der Praxis, darüber hinaus wird aber auch die Lagerhaltung, Stapelung und Verpackung des Abstandhalters wesentlich erleichtert und vereinfacht.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht an die dargestellten und beispielsweise erläuterten Ausführungsvarianten des Erfindungsgegenstandes gebunden, vielmehr sind im Rahmen dieser Erfindung darüber hinaus noch zahlreiche weitere Abwandlungen und Modifikationsmöglichkeiten offen, von denen ohne vom Grundgedanken der Erfindung abzuweichen, Gebrauch gemacht werden kann.
Die Anwendungsmöglichkeiten des Erfindungsgegenstandes sind-wie schon eingangs dargelegt-ausser- ordentlich vielfältig und erstrecken sich auf sehr zahlreiche Fachgebiete, so etwa auf das der Installationen, beispielsweise der Elektrotechnik (Stark- und Schwachstrom), der Heizungstechnik, des Bauwesens, so etwa der Verlegung von Armierungen des Stahlbetons, und auf viele weitere gewerbliche und industrielle Anwendungsgebiete, deren Aufzählung zu weitläufig würde.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abstandhalter für jeweils ein Paar voneinander zu distanzierender, insbesondere langgestreckter Elemente, wie Stangen, Rohre, Kabel, Drähte od. dgl., der aus einem Stück elastisch verformbaren Materials, vorzugsweise Kunststoff, besteht und an den beiden, in vorbestimmter Distanz einander gegenüberliegenden Enden je ein Paar elastisch federnder Klemmbacken zur Klemmung der festzuhaltenden Elemente trägt, wobei die Klemmbacken Ausnehmungen begrenzen, welche zum Einsetzen dieser Elemente bestimmte Öffnungen
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Innenwandungen (5) jedes Klemmbackenpaares (1-1,1-1) nach aussen divergierend, symmetrisch in bezug zur Längsmittelebene (lI-lI bzw. IV-IV) des Abstandhalters verlaufen.
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