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Die Erfindung betrifft eine Garage mit zum Abstellen von Kraftfahrzeugen dienenden, in nebeneinanderliegenden Reihen angeordneten und mit Laufrollen ausgerüsteten Parkplattformen, die in Längsrichtung der Reihe verschiebbar sind, um einen Durchfahrtsweg für die Zufahrt zu bzw. Wegfahrt von einer wählbaren Plattform freizulegen.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1053174 ist eine Garage dieser Art bekannt, deren Plattformen auf zwei parallelen, von je einem Zweischienengleis gebildeten Längsbahnen rollbar sind und auf zwei an den Enden der Längsbahnen befindlichen Querbahnen von einer Längsbahn auf die andere übergeführt werden können.
Aus der Schweizer Patentschrift Nr. 382067 ist ein mittels Laufrädern auf Schienen fahrbares Lagergestell mit einer Antriebsvorrichtung bekannt, die eine federnd gegen die Lauffläche eines Laufrades gedrückte Antriebsscheibe aufweist, die das Laufrad durch Reibung mitnimmt. Der Reibungsantrieb dieses Lagergestells ist für Parkplattformen ungeeignet, weil es bei diesen nicht zu vermeiden ist, dass öl auf die Laufflächen der Laufräder kommt, woraufhin die Reibungskraft nicht mehr ausreicht.
Aus der Schweizer Patentschrift Nr. 297220 ist eine Garage der eingangs genannten Art bekannt, deren Parkplattformen mittels Schubstangen und elektromagnetisch betätigten Mitnehmern verschoben werden. Dies erfordert umfangreiche Bodenaussparungen und elektrische Installationen.
Aus der Schweizer Patentschrift Nr. 342159 ist eine Einrichtung zum Verschieben von Behältern und Plattformen mittels einer Förderkette bekannt. Die Behälter oder Plattformen haben Klemmvorrichtungen, die mit Kupplungsorganen der Kette kraftschlüssig verbunden werden können. Dies erfordert einen erheblichen mechanischen Aufwand und bei Fernsteuerung umfangreiche steuerungstechnische Einrichtungen.
Aus der Schweizer Patentschrift Nr. 356717 ist eine Einrichtung zum Lagern von Gegenständen, beispielsweise Büchern, bekannt, die eine Anzahl Behälter hat, welche nebeneinander angeordnet, aneinander kuppelbar und zur wahlweisen Bildung eines Bedienungsganges zwischen zwei Behältern um die Breite des Bedienungsganges verschiebbar sind. Ein Behälter ist mit einem von einer unter der Bodenoberfläche angeordneten, endlosen, von einem Motor antreibbaren Gelenkkette direkt verbunden, deren wirksame Länge sich über mindestens die zur Bildung des Ganges maximal erforderliche Verschiebestrecke erstreckt. Auch dabei sind der mechanische Aufbau und bei Fernsteuerung die Fernsteuerungseinrichtungen sehr aufwendig.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1073185 ist eine Wartungsstrasse, insbesondere für Omnibusse, bekannt, auf der die Fahrzeuge quer zu ihrer Längsachse durch eine Vorrichtung über die Arbeitsgruppen bewegt werden.
Die Verschiebevorrichtung besteht aus in der Verschieberichtung unter den Fahrzeugen eingeordneten, über an jeder Umlenkstelle auf eine Welle aufgekeilte Umlenkräder laufenden endlosen Ketten, auf denen unter dem Fahrzeug sitzende Plattformen laufen. Die unter den Antriebsrädern des Fahrzeugs befindlichen Plattformen sind je mit einem Reibrollengetriebe ausgerüstet, das ein Zahnrad antreibt, welches mit einer am Boden befestigten Zahnstange kämmt. Die am Boden befestigte Zahnstange und die in den Boden eingebauten Kettentriebe mit Ketten und Umlenkrädern sind aufwendige Einbauten, die Unterhaltsarbeiten erfordern und beim Begehen des Bodens zu Unfällen Anlass geben können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Garage der eingangs genannten Art zu schaffen, welche die erwähnten Nachteile vermeidet, mechanisch und elektrisch nicht aufwendig und im Garagenbetrieb nicht störanfällig ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass je mindestens zwei Parkplattformen zu einer Verschiebeeinheit miteinander verbunden und für jede Reihe ebensoviele mit Reibrollen zum Verschieben der Verschiebeeinheiten ausgerüstete Antriebseinheiten vorgesehen sind wie Verschiebeeinheiten. Dabei können entweder die Antriebseinheiten in den Boden der Garage eingebaut sein und ihre Reibrollen an Schienen angreifen, die an der Unterseite der Versc tiebeeinheiten befestigt sind, oder es kann jede Verschiebeeinheit mit einer Antriebseinheit ausgerüstet sein, deren Reibrolle am Garageboden angreift.
Der üblicherweise aus Beton bestehende Garageboden ist rauh bzw. kann ebenso wie die an der Unterseite der Verschiebeeinheiten angeordneten Schienen in beliebigem Masse rauh ausgeführt werden, so dass die Reibrollen, die üblicherweise Laufflächen aus gummiartigem Material aufweisen, auch bei Verunreinigung durch öl zuverlässig angreifen.
Trotz Einzelantrieb ist die Anzahl der Antriebseinheiten z. B. auf die Hälfte herabgesetzt, wenn je zwe Plattformen zu einer Einheit miteinander verbunden sind.
Dies ermöglicht es, Einzelantriebe mit tragbarem Aufwand anzuwenden.
Weil je mindestens zwei Plattformen zu einer Verschiebeeinheit vereinigt sind, ist die in Längsrichtung der Reihe liegende Abmessung des durch Verschieben der Verschiebeeinheiten freigelegten Durchfahrtsweges kleiner als die in der gleichen Richtung liegende Abmessung einer Verschiebeeinheit. Somit ist der Verschiebeweg kürzer als die in Wegrichtung liegende Abmessung der Verschiebeeinheit. Dies ermöglicht es, auch bei in den Garageboden eingebauten Antriebseinheiten deren Anzahl gleich der Anzahl der Verschiebeeinheiten zu wählen.
Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes an Hand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 die Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel der Garage, Fig. 2 einen
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Verschiebeeinheit eines zweiten Ausführungsbeispiels der Garage, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI gemäss Fig. 5, in grösserem Massstab und mit einem strichpunktiert dargestellten Kraftwagen, Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII gemäss Fig. 6, in grösserem Massstab.
Bei der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Anlage sind sechzehn Parkplattformen--l--in vier Reihen zu je vier Parkplattformen auf dem Garagenboden--7--verschiebbar angeordnet.
Je zwei der Parkplattformen--l--sind mittels Schrauben--2-- (Fig. 2) miteinander verbunden und bilden zusammen eine Verschiebeeinheit (Doppelplattform). Längs jeder Reihe verlaufen zwei Laufschienen - -3--, welche gemäss Fig. 4 aus Rundeisen bestehen, die in einem Gummiprofil--5--gelagert sind, das in
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--3-- ragtÜbertragung von Schwingungen der Schienen auf den Garageboden --7-- vermieden, wenn die Laufrollen - -9-- der Parkplattformen --1-- beim Verschieben derselben auf den Schienen --3-- laufen.
Jede Parkplattform--l--besteht aus zwei Profilblechen --11--, welche an der in Fig. 3 rechten Seite schräg nach unten abgebogen sind, und einem Abdeckblech--12--. Die zwei Profilbleche--11--jeder Parkplattform sind miteinander verbunden und bilden eine vertiefte Kraftfahrzeugfahrspur--10--, die sich an der in Fig. 3 rechten Seite, dem Garageboden--7--so weit nähert, dass ein Kraftfahrzeug mühelos auf- und abfahren kann. Auf der gegenüberliegenden (in Fig. 3 linken) Seite sind verstellbare Anschläge--13-- angeordnet, an welche die Vorderräder des Kraftfahrzeuges anstossen, wenn dasselbe in der richtigen Position auf der Parkplattform steht (vgl. Fig. 6).
Die Schienen--3--sind mindestens um die Breite einer einzelnen Parkplattform plus dem nötigen Abstand zwischen zwei Verschiebeeinheiten (Doppelplattformen) länger als die gesamte Breite aller Parkplattformen einer Reihe. In Richtung der Schienen--3--gesehen, ist somit immer in jeder Plattformreihe der Boden der Garage mindestens um die Fläche einer Plattform unbedeckt, d. h. es ist ein Durchfahrtswegstück in der Parkrichtung frei. Durch wahlweise Verschiebung der Parkplattformen kann zu einer beliebigen Parkplattform ein Durchfahrtsweg freigelegt werden, dessen Breite mindestens einer Parkplattform entspricht. In Fig. l sind in der von oben nach unten dritten und vierten Reihe je eine Doppelplattform ganz nach links und eine ganz nach rechts verschoben, damit zu einer Plattform in der zweiten Reihe eine Zufahrt frei ist.
Zum Verschieben der Parkplattformen ist in Fig. 1 links und rechts im Abstand von der Mitte jeder Reihe ein Getriebemotor-14--, der auf einer Grundplatte --15-- befestigt ist, vorhanden. Nach den Fig. 2 und 3 ist die Grundplatte --15-- an einer Seite mittels Gelenkzapfen--16--an einen Träger --17-- angelenkt.
An der gegenüberliegenden Seite greift an der Grundplatte--15--ein Ende einer Druckfeder--18--an, deren anderes Ende sich am Träger--17--abstützt. Der Träger-17--ist am Boden einer Vertiefung im Garageboden--7--befestigt. Auf der Abtriebswelle des Getriebemotors ist eine Reibrolle--19--aufgekeilt.
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Doppelplattform über deren gesamte Breite erstreckt und in jeder Stellung derselben über der Rolle--19-liegt, gedrückt wird, wodurch zwischen Friktionsschiene --20-- und Reibrolle --19-- Reibungsschluss entsteht.
Die Schiene--20--ist mittels schwenkbarer Arme--21--an der Doppelplattform befestigt und mittels einer Gewindespindel --22-- in der Höhe verstellbar, wie in Fig. 2 dargestellt. Mittels der Gewindespindel --22-- kann die Schiene--20--so weit gehoben werden, dass sie die Reibrolle--19-nicht mehr berührt. Dadurch kann bei einer Störung im Getriebemotor oder bei Stromausfall die Doppelplattform von Hand verschoben werden.
Die einzelnen Haltepositionen der Doppelplattformen werden durch an diesen angeordnete Schaltnocken --24-- und ortsfeste Endschalter--23-- (Fig. 2) bestimmt. Wird der Getriebemotor --14-- eingeschaltet, so wird die Doppelplattform durch die Reibungskraft mitgenommen und so weit verschoben, bis der Endschalter --23-- durch einen Schaltnocken --24-- betätigt und dadurch der Getriebemotor ausgeschaltet wird. Durch zweckentsprechende Anordnung von Endschaltern und Schaltnocken kann die Doppelplattform in verschiedene Positionen gefahren werden.
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angeordnet sind, oder eine (nicht dargestellte) Zugfeder zwischen der Schiene--20--und der Gewindespindel --22-- angeordnet ist.
Die gesamte Anlage ist mit einer geeigneten elektrischen Steueranlage ausgerüstet, welche bei Wahl einer bestimmten Plattform die Getriebemotoren steuert, um eine oder mehrere Doppelplattformen so zu verschieben, dass ein Zufahrtsweg zur gewählten Plattform freigelegt wird.
Das Ausführungsbeispiel der Garage, von welchem die Fig. 5 bis 7 eine Verschiebeeinheit zeigen, unterscheidet sich dadurch von demjenigen nach den Fig. 1 bis 4, dass jede, ebenfalls beispielsweise aus zwei
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Parkplattformen --31-- bestehende Verschiebeeinheit (Doppelplattform) mit einem Getriebemotor--44-mit zwei Reibrollen --49-- ausgerüstet ist, die unmittelbar am Boden --37-- der Garage angreifen.
Der Getriebemotor --44-- ist an einer Grundplatte --35-- befestigt ; die an einem Ende bei-36-an eine der beiden Parkplattformen--31--angelenkt ist und am andern Ende unter der Wirkung einer Druckfeder --38-- steht, welche bestrebt ist, die Reibrollen-49-an den Boden-37-der Garage zu drücken. Die Grundplatte --35-- kann mittels eines Exzenters --42-- gegen die Kraft der Feder --38-- bewegt
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oder ausgefallen ist.
Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass, abgesehen von den Laufschienen--3-, die gemäss Fig. 4 im Boden der Garage angeordnet sein können, keine Einbauten in diesem Boden erforderlich sind, und dass die Antriebseinheiten mit den Getriebemotoren und den Reibrollen vor Verunreinigungen geschützt sind.
Die Stromzufuhr zum Getriebemotor kann z. B. durch die Laufschienen-3-und Laufrollen-9sowie eine Stromschiene und einen Stromabnehmer (in Fig. 5 schematisch dargestellt und mit-46 und 47-bezeichnet) oder durch ein (nicht dargestelltes) flexibles Kabel erfolgen. Wegen des geringen Leistungsbedarfs genügt ein Betrieb mit gefahrloser Niederspannung.
Bei beiden Ausführungsbeispielen der Garage können die zu einer Verschiebeeinheit (in den Beispielen zu einer Doppelplattform) vereinigten Parkplattformen auch durch im Betrieb (von Hand betätigbare und/oder elektrisch fernbetätigbare) lösbare Kupplungen miteinander verbunden sein. Sie können dann nach Bedarf auch einzeln in je eine geeignete Position gebracht werden, um an einer gewünschten Stelle einen Durchfahrtsweg freizulegen.
Bei den obigen Beispielen sind die miteinander verbundenen Parkplattformen jeweils nebeneinander angeordnet (d. h. quer zur Parkrichtung miteinander verbunden) und quer zur Parkrichtung verschiebbar.
Abweichend davon können auch jeweils zwei miteinander verbundene Parkplattformen hintereinander angeordnet (d. h. in der Parkrichtung miteinander verbunden) oder mehrere solche Paare hintereinander angeordneter Parkplattformen nebeneinander angeordnet und miteinander verbunden und diese Verschiebeeinheiten in der Parkrichtung verschiebbar sein. In diesen Fällen hat die Garage in der Parkrichtung einen Fahrstreifen, an dessen einer oder beiden Seiten die Verschiebeeinheiten parallel zum Fahrstreifen verschiebbar sind, so dass zwischen beliebigen Verschiebeeinheiten eine Lücke gebildet werden kann, um durch diese Lücke auf einer an sie angrenzende Parkplattform zu parken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Garage mit zum Abstellen von Kraftfahrzeugen dienenden, in nebeneinanderliegenden Reihen angeordneten und mit Laufrollen ausgerüsteten Parkplattformen, die in Längsrichtung der Reihe verschiebbar sind, um einen Durchfahrtsweg für die Zufuhr zu bzw. Wegfahrt von einer wählbaren Plattform freizulegen, und
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mit Reibrollen (19 bzw. 49) zum Verschieben der Verschiebeeinheiten ausgerüstete Antriebseinheiten (14,19 bzw. 44,49) vorgesehen sind wie Verschiebeeinheiten.
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