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Die Erfindung bezieht sich auf einen mit dem Sieb oder Filz einer Papiermaschine oder Zellstoffentwässerungsmaschine in gleitender Berührung stehenden Bauteil, insbesondere Saugerplatte, dessen Entwässerungsdurchbrechungen von das Sieb tragenden Hartmaterialelementen, z. B. aus Oxydkeramik oder Epoxydharz, umgeben sind. Solche Saugerplatten od. dgl. haben sich insbesondere wegen ihrer hohen Verschleissfestigkeit und Lebensdauer bewährt. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass so konstruierte Saugerplatten od. dgl. nicht für alle Siebarten in gleicher Weise vorteilhaft anwendbar sind.
Während Siebe aus Bronze, die bisher zumeist üblich waren, mit einer gewissen Steifigkeit über die Entwässerungslöcher der Saugerplatte od. dgl. hinweggehen, werden die neuerdings verwendeten wesentlich weicheren multifile oder monofilen Kunststoffsiebe, die die Form eines dünnen Gewebes haben, in die Entwässerungslöcher hineingezogen, insbesondere bei Saugerkästen unter Einfluss des dort herrschenden Vakuums. Dies hat eine ungleichmässige Abnutzung der Entwässerungslöcher zur Folge, wenn die Saugerplatte od. dgl. nicht um die Entwässerungslöcher herum mit das Sieb tragenden Hartmaterialelementen, z. B. aus Oxydkeramik od. dgl., bestückt ist.
Fehlen diese Hartmaterialelemente, dann bildet sich um das Saugloch durch das in das Saugloch hineingezogene Sieb am oberen Rande des Saugloches eine Zone erhöhter Abnutzung, die eine Vergrösserung des Sauglochdurchmessers und damit einen erhöhten Angriff des Vakuums zur Folge hat, was wieder zu einer noch stärkeren Beanspruchung des Siebes und letzten Endes zu einer vielfach buckeligen Gestalt der Saugeroberfläche führt, was sich auf die Produktion ungünstig auswirkt. Mit um die Entwässerungslöcher herum angeordneten Hartmaterialelementen, z.
B. aus Oxydkeramik oder Epoxydharz, bestückte Saugerplatten vermeiden zwar diese Abnutzung, da an den kritischen Rändern der Entwässerungslöcher dem durch das Sieb ausgeübten Abrieb ein erhöhter Widerstand entgegengesetzt wird, jedoch tritt nun der Nachteil in Erscheinung, dass das in das Vakuumloch hineingezogene Sieb unmittelbar auf den scharfen Lochrand, der sich aus dem das Loch umgebenden harten Verstärkungsring ergibt, trifft. Die das Entwässerungsloch berandenden Innenkanten des Hartmaterialringes gewinnen mit laufender Abnutzung zunehmend an Kantenschärfe, wodurch die Lebensdauer des Siebes stark herabgesetzt wird, da seine Unterseite einem zu starken Abschabungsprozess unterliegt.
Besonders unangenehm machte sich auch bemerkbar, dass beim Abrichten derartiger Saugerplatten od. dgl. die Lochkanten stets auf einen rechtwinkeligen Querschnitt geschärft werden. Ferner traten bei zahlreichen Hartmaterialien, insbesondere Epoxydharzen, beim Abrichten unter dem Angriff der Messer- bzw. Schleifeinrichtungen der Abrichtmaschinen Ausbrüche an den Lochkanten auf, die sowohl bei Bronzesieben als auch insbesondere bei den relativ weichen Kunststoffsieben, z. B. aus Polyamid oder Polyester, zerstörend auf das Sieb wirken.
Es ist bekannt, bei Saugerplatten die Entwässerungswirkung dadurch zu erhöhen, dass Langlöcher oder Schlitze senkrecht oder schräg zur Sieblaufrichtung vorgesehen werden, wodurch die wirksame Vakuumfläche vergrössert wird. Bei solchen von Langlöchern oder Schlitzen gebildeten Entwässerungsdurchbrechungen tritt nun der Nachteil, dass das Sieb in diese Durchbrechungen durch die Vakuumpumpenwirkung hineingezogen wird und dass daher das Sieb an den Kanten der Durchbrechungen reibt, in besonderem Masse auf. Da im Gegensatz zur Anordnung runder Entwässerungsdurchbrechungen dieses Sieb unterstützende Stege fehlen, wird das Sieb in erhöhtem Masse über die Durchbrechungskanten hineingezogen.
Wenn nun solche Langlöcher oder Schlitze mit Hartmaterial eingefasst werden, so wird die Gefahr einer Beschädigung des Siebes vergrössert, und es war daher bisher nicht möglich, solche für die Entwässerungswirkung an sich vorteilhafte, senkrecht oder schräg zur Sieblaufrichtung verlaufende Langlöcher oder Schlitze mit Hartmaterial einzufassen.
Die Erfindung geht nun darauf aus, diese Nachteile zu beseitigen, und besteht im wesentlichen darin, dass die Entwässerungsdurchbrechungen wie an sich bekannt von senkrecht oder schräg zur Sieblaufrichtung verlaufenden Langlöchern oder Schlitzen gebildet sind, und dass an den Rändern dieser Langlöcher oder Schlitze zumindest im Bereich der An- und Ablaufkanten eine mit dem Sieb zusammenwirkende, die Wandung der Durchbrechungen bildende Auskleidung aus einem gegenüber dem Material der Hartmaterialelemente weicheren Material vorgesehen ist.
Durch diese Auskleidung wird das Sieb im Bereich der Wandungen der Entwässerungsdurchbrechungen weich unterstützt, und es werden Beschädigungen des Siebes weitgehend vermieden. Hiebei empfiehlt es sich die Auskleidung überall gleich zu wählen. Die Erfindung ermöglicht somit die Vorteile der quer zur Sieblaufrichtung angeordneten Langlöcher oder Schlitze in bezug auf die Vergrösserung der Vakuumfläche und die Verbesserung der Entwässerungswirkung, sowie die Vorteile der Hartmaterial-Bestückung in bezug auf die Vergrösserung der Standfestigkeit der Saugerplatte auszunutzen, ohne die Nachteile dieser Anordnungen in Kauf nehmen zu müssen.
Die Anordnung der Langlöcher wird in vorteilhafter Weise so getroffen, dass die Längsrichtung der Langlöcher in an sich bekannter Weise senkrecht zur Sieblaufrichtung verläuft und die Langlöcher in aufeinanderfolgenden Reihen gegeneinander versetzt angeordnet sind.
Um die aktive Absaugfläche noch weiter zu vergrössern können die Langlöcher mit ihren Längsrichtungen in einer Linie ausgerichtet sein, und so dicht aufeinanderfolgen, dass die Hartmaterialelemente mit ihren Schmalseiten ineinander übergehen. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass bei einem Bauteil, bei welchem in an sich bekannter Weise die Hartmaterialelemente in eine Träger aus Kunststoff,
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insbesondere gesintertem hochmolekularen Niederdruckpolyäthylen, eingebettet sind, die Auskleidung mit dem Träger aus einem Stück besteht.
Es ist dann jede Entwässerungsdurchbrechung von einem Hartmaterialrohr mit flachem Querschnitt umgeben, welches jedoch nicht mehr die Innenmantelfläche der Durchbrechung bildet, da diese durch die Auskleidung aus dem Trägermaterial gebildet ist, die an der Innenmantelfläche des Hartmaterialrohres eng und fugenlos anliegt.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch veranschaulicht. Es zeigen : Fig. l eine Draufsicht auf einen Teil einer Saugerplatte und Fig. 2 einen Schnitt durch diese Saugerplatte
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eine andere Konfiguration der Entwässerungsschlitze und Fig. 6 in perspektivischer Darstellung die Herstellung eines Entwässerungsschlitzes.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. l und 2 sind in einer Saugerplatte --1--, z. B. aus gesintertem Niederdruckpolyäthylen, die Entwässerungsdurchbrechungen als Langlöcher oder Schlitze --2-- ausgebildet, deren Längsrichtung senkrecht zur Laufrichtung-3--eines Siebes--4--verläuft. Zur Erhöhung der Verschleissfestigkeit und Lebensdauer der Saugerplatte ist jeder Schlitz von einem Hartmaterialelement--5--,
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umgeben. Die oberen Enden dieser Hartmaterialelemente liegen bündig mit der Oberseite der Saugerplatte.
Die axiale Länge der Hartmaterialelemente --5-- beträgt etwa die halbe Stärke der Saugerplatten An seiner den Schlitz--2--begrenzenden Innenseite trägt jedes Hartmaterialelement--5--eine Auskleidung --6-- aus demselben Material wie das Trägermaterial der Saugerplatte --1--. Dadurch ist jeder Schlitz von einer glatten, wasserabweisenden Wand umgrenzt, so dass ein Zuwachsen der Öffnung, das bei unvermeidlich rauhen Hartmaterialdurchbrechungen sehr leicht auftritt, vermieden wird.
An den übergängen von den Schlitzen zur Oberseite der Saugerplatte ist der gewünschte Kantenschutz erzielbar, welcher wegen der langen Schlitzkanten noch viel wichtiger ist als bei kreisrunden LÖchern und wodurch erst eine Armierung der Schlitze mit Hartmaterialelementen ermöglicht wird, da die Beanspruchung und Gefährdung des Siebes durch lange, freiliegende Kanten von Hartmaterialelementen besonders gross ist. Zusätzlich ergibt sich durch die erfindungsgemässe verhältnismässig weiche Auskleidung--6--der Vorteil, dass bei jedem
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Die Schlitzanordnung gemäss Fig. l ergibt gegenüber kreisrunden Löchern, deren Durchmesser der Schlitzbreite entspricht, bereits eine merkliche Erhöhung der aktiven Absaugfläche. Diese kann noch weiter vergrössert werden, wenn vermieden wird, dass an Stellen, wo benachbarte Hartmaterialelemente aneinander liegen, zwischen den Entwässerungsdurchbrechungen die doppelte Wandstärke eines einzelnen Hartmaterialelementes vorhanden ist. Zwar lässt sich die Wandstärke des einzelnen Hartmaterialelementes aus Festigkeitsgründen nicht herabsetzen, eine Mehrzahl von Hartmaterialelementen kann aber derart ausgebildet werden, dass die Trennwand zwischen benachbarten Schlitzen ebenfalls nur die einfache Wandstärke aufweist.
In Fig. 3 ist dies für mit ihren Längsrichtungen in einer Linie ausgerichtete Hartmaterialelemente dargestellt, wobei an der Stelle--7--zwischen aufeinanderfolgenden Schlitzen--2--nur die einfache Wandstärke vorhanden ist. Gemäss Fig. 4 schliessen die Hartmaterialelemente lückenlos aneinander an, und man erhält so die optimal mögliche Absaugfläche, wobei im Gegensatz zur Ausführung gemäss Fig. l das Trägermaterial der Saugerplatte an der Oberseite derselben nicht mehr sternförmig zum Vorschein kommt.
Auch in Fällen, wo zum Ausstreichen von Kunststoffsieben fischgrätenartige Muster schräger Schlitze in der Saugerplatte vorgesehen sind, ist bei Armierung dieser schrägen Schlitze mit Hartmaterialelementen die Gefahr einer Beschädigung des Siebes durch lange scharfe An-und Ablaufkanten gross. Fig. 5 zeigt schematisch eine solche Anordnung von Schlitzen in einer Saugerplatte, wobei die Sieblaufrichtung durch den Pfeil--3-angedeutet ist.
Zur Herstellung der erfindungsgemässen Bauteile werden in einer Platte zweckmässig Ausfräsungen für die Aufnahme der Hartmaterialelemente vorgesehen. Die Hartmaterialelemente können strang-oder formgepresste Körper sein oder in die Ausfräsungen gegossen werden. In der mit Hartmaterialelementen--5--bestückten Platte-l-können dann, wie in Fig. 6 dargestellt ist, die Entwässerungslöcher-2-mittels eines Fingerfräsers--8--hergestellt werden. Dabei ist der Durchmesser des Fräsers--8--derart gewählt, dass innerhalb des Hartmaterialelementes-5--noch eine Auskleidung--6--aus dem Material der Saugerplatte - l--stehen bleibt.
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