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Verfahren zum Einmaischen des zur Bereitung von Brauereimaische dienenden Malzschrotes oder Malzmehles.
Zum Einmaischen des Malzschrotes bedient man sich, wie bekannt, in der Bierbrauerei fast ausschliesslich des sogenannten Vormaischers, der 3m oberen Rande des Maischbottichs angeordnet wird und in welchem das von oben in ihn hineinfallende Malzschrot mittels eines diesem Vormaischer von aussen zugeführten Strahles kalten oder warmen Wassers, oder eines Gemisches von beiden eingeweicht wird, bevor es in den eigentlichen Maischbottich hinabfällt. Obwohl dieses Einmaischverfahren im Brauereibetriebe viele Vorzüge
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nur sehr schwierig so geregelt worden kann, dass Wasser und Malzschrot immer im richtigen Mengenverhältnis in den Vormaischor eintreten und dass auch die Temperatur des Wassers immer auf der für den jeweiligen Zweck geeigneten Höhe gehalten wird.
Diese Unzu- träg1ichkeiten haben wieder den Nachteil zur Folge, dass man ganz die Kontrolle darüber verliert, zn welchem Zeitpunkte die Wasserzufuhr und die Malzzufuhr beendet werden muss, um im Maischbottich das richtige Mengenverhältnis zu erzielen und die geeignetste Maischmenge nicht zu überschreiten. Ausserdem wird durch derartige Unannehmlichkeiten und das Bestreben, sie mit den bisherigen Hilfsmitteln zu beseitigen, das Einmaischen selbst erheblich verlangsamt.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren, welches die beschriebenen Nachteile gänzlich vermeidet. Diesem gemäss wird zunächst in den Maischbottich die erforderliche Menge Wasser eingebracht und hierauf im Maischbottich bis auf die gewünschte Temperatur erwärmt, sofern dies nicht schon vorher geschehen ist. Diese bestimmte Wassermenge wird nun mittels einer Pumpe in ständigem Kreislauf so lange durch den Vormaischer hindurchgescllickt, bis es die Gesamtmenge des für die Einmaischung bestimmten durch den Vormaischer hindurchgeschickten Malzschrotes eingeweicht und aus dem Vormaischer mit sich fort in den Maischbottich geführt hat.
Beim Beginnen wird also reines Wasser benutzt, dass sich aber sofort in eine DUnnmaische verwandelt, die immer dicker wird, bis die gewünschte Dickmaische entstanden ist. Es ist einleuchtend, dass durch dieses Verfahren auch das Kinteigcn des Malzes viel gründlicher und gleichmassiger bewirkt wird als durch die bisherige A) t dos Einteigons ; man kann auch im vorliegenden Falle während dos Ein- maisclous das sonst nötige Rührwerk entbehren. Ferner kann nie mehr der Fall eintreten,
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sich das Einmaischen in weit kürzerer Zeit. So wurde beispielsweise eine Menge von 50 Zentner Malzschrot mittels dieses Verfahrens schon im Zeiträume von 10 Minuten vollständigeingemaischt.
Um die sonst nötige Maischmaschine, den Maischkessel mit Rührwerk und Haube, sowie den Läuterbottich und die Anfhack-und Austrebermaschine entbehrlich zu machen, ist zwar schon vorgeschlagen worden, das mittels eines Vormaisebers eingeteigte Malz, ohne Benutzung eines Rührwerks mit Hilfe einer Zentrifugalmaischmaschino, aus dem unteren Teil des Maischbottichs so langen abzusaugen und im Kreislauf wieder in und durch den maischbottich zu führen. bis ein inniges Vermischen von Malz und Wasser
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wird schon vor diesem Kreislauf aus dem, Betriebe ausgeschaltet.
Im Gegensatz hiezu. wird mit der/vorliegenden Erfindung beabsichtigt, ausschliesslich das Einmaischen mittels des Vormaischers wesentlich zu vervollkommnen. Es soll durch das neue Verfahren weder die eigentliche Maischarbeit vorrichtet, noch die Maischmaschine ersetzt worden, sondern es soll mittels einer genau abgemessenen und auf eine bestimmte Temperatur gobrachto Wassermenge ein schnelleres und dennoch staubfreies Einmischen bewirkt werden, damit die im voraus bestimmte Wassermenge und-Temperatur bei der Vormischung. mit dem Matzschrot die jedesmal gewünschte Einmaischtemperatur und die gewünschte Maischmenge ergibt. Es soll also nur eingemaischt werden und erst nach Beendigung dieses Einmaischens das eigentliche Maischen in bekannter Weise beginnen.
Die Zeichnung veranschaulicht an einem senkrechten Schnitt durch den Maischbottich eine Einrichtung, die sich besonders zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens eignet. An den Boden des Maischbottichs, an dessen tiefster Stelle, ist das übliche Abzugrohr b mit Ventil c angeschlossen, durch welches die Maisch-und Bierpumpe fI die Maische oder die Bierwürze nach beendetem Maischen aus dem Bottich absaugt und durch das Rohr e in dio'Braupfanne oder in einen sonstigen Behälter weiter drückt.
Bedient man sich einer solchen bekannten Maischanlage zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens, so hat man nur nötig, zwischen dem Vorrnaischer f und dem Rohre e eine Vorbindung D mit Ventil 1. herzustellen und das für die Rohrleitung e oh edies erforderliche Ventil i hinter dieser Verbindung in das Rohr e einzuschalten. Öffnet man sodann die Ventile c und 11, schliesst das Ventil i und setzt die Pumpe d in Betrieb, so beginnt sofort der Kreislauf des Wassers bzw. der Maische durch den Vormaiseher. f hindurch.
Damit das Malzschrot vom Wasser gleichmässig durchweicht wird und auch nicht in zu grossen Mengen in den Vormaischer eintreten kann, werden zweckmässig in diesen, wie gezeichnet, Widerstände k eingebaut, die das Malzschrot aufhalten und in dünnen Schichten staffelförmig herabrieseln lassen, so dass diese Schichten von dem im Kreislauf befindlichen Wasser überall gleichmässig durchdrungen werden.