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Die Erfindung bezieht sich auf ein Aufnahme- oder Wiedergabegerät, vorzugsweise auf einen
Schmalfilmprojektor, mit mindestens einer ein Bild od. dgl. abtastenden bzw. dessen Bewegung folgenden, schwingenden, besonders optischen, Einrichtung, die vorzugsweise von einem Schwingspiegel gebildet ist, welche
Einrichtung, angetrieben von mindestens einer angekuppelten Antriebseinrichtung, eine verhältnismässig langsame
Vorlaufbewegung ausführt, wobei eine Betätigungseinrichtung für die Kupplung vorgesehen ist, die zu Beginn der
Vorlaufbewegung den Antrieb einkuppelt, hingegen am Ende der Vorlaufbewegung den Antrieb auskuppelt, wodurch die schwingende Einrichtung unter der Wirkung einer Rückführeinrichtung, besonders einer Feder, zu rascher Rücklaufbewegung angetrieben ist.
Bei derartigen Geräten kann es sich sowohl um kinematographische Geräte, um Geräte zur
Fernsehabtastung oder auch um Geräte zur Aufnahme oder zur Wiedergabe von Daten handeln. Aus diesem
Grunde muss es sich bei der schwingenden Einrichtung nicht in allen Fällen um eine optische Einrichtung handeln, sie kann auch quasioptischer Art sein, d. h. beispielsweise zum Ablenken von Elektronenstrahlen od. dgl. dienen. Ein Gerät der eingangs genannten Art ist aus der DT-OS Nr. 1911494 bekanntgeworden. Der Vorteil einer derartigen Einrichtung besteht darin, dass damit eine bessere Beherrschung der beim Betrieb solcher Geräte auftretenden Massenkräfte erzielt wird. Die schwingende Einrichtung kann ja an sich eine sehr geringe Masse aufweisen und würde keine besonderen Probleme verursachen.
Anders ist dies beim Antrieb für diese schwingende Einrichtung, der ein gewisses Mindestmass an Masse aufweisen muss. Hier treten also die
Schwierigkeiten auf, dass normalerweise für die schwingende Einrichtung auch ein schwingender Antrieb vorgesehen ist, bei dem entsprechende Trägheitmomente auftreten. Bei der Konstruktion gemäss der genannten DOS war nur das Problem so gelöst, dass der Antrieb eine rotierende Bewegung ausführte und in rhythmischen Intervallen an einen Schwingspiegel angekuppelt wurde. Die Anordnung hat allerdings eine Schwierigkeit : Der schaltungsgemässe Aufwand für die Synchronisierung der Kupplung aber auch des Antriebes ist ziemlich hoch und die ganze Anordnung verhältnismässig störungsanfällig.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, für ein Gerät der eingangs genannten Art unter Wahrung dessen Vorteile einen einfachen aber robusten Antrieb zu schaffen. Dies gelang erfindungsgemäss dadurch, dass pro schwingender Einrichtung mindestens zwei bei aufeinanderfolgenden Bildern wechselweise an diese angekuppelte schwingende Antriebseinrichtungen vorgesehen sind. Aus der deutschen Patentschrift Nr. 961055 ist es zwar bekannt, zwei schwingende Antriebseinrichtungen mit gegenläufiger Bewegung anzuordnen, jedoch betätigt bei dieser bekannten Konstruktion jede der schwingenden Antriebseinrichtungen einen Schwingspiegel und ist daher mit diesem Schwingspiegel jeweils starr verbunden.
Der Zweck dieser bekannten Konstruktion ist es, ein Flimmern infolge der Rücklaufbewegung des einen Spiegels dadurch zu verhindern, dass während des Rücklaufes dieses Spiegels der andere Spiegel seine Vorlaufbewegung ausführt. Beide Spiegel sind daher nicht nur mit ihrer eigenen Masse, sondern auch mit der Masse des Antriebes behaftet. Eine Verbesserung der Beherrschung der auftretenden Massenkräfte ist weder beabsichtigt noch wurde eine solche erreicht.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich an Hand der nachfolgenden Beschreibung von in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen. Die Fig. 1 bis 4 veranschaulichen eine erfindungsgemässe Ausführungsform mit einem nockengesteuerten Kippspiegel, wobei Fig. l eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. l und die Fig. 3 und 4 Details in jeweils zwei Ansichten sind. Fig. 5 veranschaulicht ein weiteres Ausführungsbeispiel in Seitenansicht.
An einem im einzelnen nicht dargestellten Schmalfilmprojektor ist eine Welle --1-- vorgesehen, die eine in üblicher Weise ausgebildete Zahntrommel-2-trägt. Des weiteren ist am Gerät ein Kippspiegel-3-mittels Achsbolzen-4, 5--schwenkbar gelagert. Der Kippspiegel--3-ist von einer Schenkelfeder-6- (Fig. 2)-bezogen auf Fig. l-im Uhrzeigergegensinn beaufschlagt. Die Achsbolzen--4, 5- ragen in in Lagerwangen-7, 8--vorgesehene Lagerbohrungen. Auf diese Weise ist der Spiegel --3-- leicht schwenkbar gelagert und besitzt nur eine geringe Masse.
Am Achsbolzen -4-- sind zwei Tasthebel-9, 10-- gelagert, die mittels Taststiften-11, 12zwei mit der Welle-l--verbundene Nockenscheiben-13, 14-abtasten. Somit führen die Tasthebel --9, 10--eine den Nocken der Scheiben-13, 14-- folgende Schwenkbewegung um den Achsbolzen --4-- aus. Die Form der Tasthebel-9, 10- ist in Fig. 3 in explodierter Darstellung veranschaulicht. Es ist ersichtlich, dass die Nocken der Nockenscheiben-13, 14- etwa um eine halbe Teilung gegeneinander versetzt sind.
Zwischen den Tasthebeln--9, 10- einerseits und dem Kippspiegel --3-- anderseits ist jeweils ein Klinkenhebel-15 bzw. 16-am Achsbolzen-4-gelagert. Der Achsbolzen --4-- durchsetzt hiebei, wie Fig. 3 deutlicher veranschaulicht, Langlöcher --17, 18-- dieser beiden Klinkenhebel.
Die Klinkenhebel --15, 16--sind einerseits von Zugfedern-19, 20-beaufschlagt und stützen sich anderseits mit Fortsätzen - 21 bzw. 22-an an den Tasthebeln-9, 10- jeweils vorgesehenen Stiften-23 bzw. 24-ab. Auf diese Weise wirken die Zugfedern-19, 20-nicht nur über die Fortsätze --21, 22-- und die Stifte --23, 24--auf die Tasthebel-9, 10-, wobei sie sichern, dass die Taststifte-11, 12-die Nockenscheiben--13, 14--abtasten, sondern es werden auch die Klinkenhebel, die ja innerhalb des durch die Langlöcher --17, 18-- gegebenen Bewegungsbereiches verschiebbar sind-bezogen auf Fig. l-nach unten gezogen.
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langsam verschwenkt.
Am Ende dieser Bewegung soll sodann die Klinke ausgeklinkt werden, worauf sich der Spiegel --3-- unter der Wirkung seiner Schenkelfeder --6-- rasch in die Ausgangslage bewegt, in der mittlerweile der andere Tasthebel angekommen ist. Sodann verklinkt sich dieser Tasthebel am Spiegel, wogegen der erste Tasthebel langsam in die Ausgangslage zurückkehrt. So werden grosse Massenkräfte vermieden, wobei die Tatsache, dass die Nockenscheiben-13, 14- auf der Welle --1-- der Zahntrommel --2-- sitzen, eine synchrone Bewegung von Nocken und Film sichert.
Um nun das wechselweise Verklinken der Klinken --25,26-- am Spiegel --3-- zu sichern, ist jedem Klinkenhebel --15 bzw. 16-ein Steuerhebel-27 bzw. 28-- zugeordnet. Die Steuerhebel --27, 28-sind um eine Achse --29-- schwenkbar. Zur Steuerung der Bewegung der Steuerhebel-27, 28-sind Steuernocken-30, 31- vorgesehen, die von den Steuerhebeln --27,28-- abgetastet werden. Die Steuernocken-30, 31- sind ebenso wie die Nockenscheiben-13, 14-um etwa eine halbe Teilung gegeneinander versetzt.
Die Steuerhebel-27, 28-liegen somit einerseits an den Steuernocken-30, 31-und anderseits an den Klinkenhebeln--15, 16--an. Eine erhabene Nockenfläche an den Steuernocken--30 bzw. 31-bewirkt ein Verschwenken der Steuerhebel-27 bzw. 28-- im Uhrzeigergegensinn bzw. ein Verschieben der Klinkenhebel--15 bzw. 16-- mit ihren Langlöchern--17 bzw. 18--relativ zum Achsbolzen--4--. Zu der Verschiebebewegung der Klinkenhebel --15, 16-- trägt bei, dass einerseits die Steuerhebel-27 bzw. 28-jeweils im Uhrzeigergegensinn bewegt werden, wogegen der zugehörige Tasthebel-9 bzw. 10-auf Grund der Zuordnung der Nockenscheiben--13, 14--zu den Steuernocken--30, 31--sich im
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gebracht wird, in der er an die Klinke des jeweils andern Klinkenhebels anschlägt.
Der Kippspiegel --3-- wird sodann von dieser Klinke zu einer neuerlichen Schwenkbewegung mitgenommen.
Um Schwingungen des Spiegels beim Aufschlagen auf die Klinken--25 bzw. 26--zu vermeiden, weisen vorteilhaft diese Klinken einen federnden Teil von der gleichen Masse wie der Kippspiegel --3-- auf. Im Moment des Aufschlages des Kippspiegels-3-auf diesen federnden Teil wird die Bewegung entsprechend den Gesetzen des elastischen Stosses zur Gänze vom Spiegel --3-- auf diesen federnden Teil übertragen, wogegen der Spiegel ohne weitere Schwingbewegung von der eigentlichen Klinke mitgenommen wird. Des weiteren mag es zweckmässig sein, zu Justierzwecken beispielsweise die Klinken-25, 26-oder auch die Anschläge der Steuerhebel-27, 28-an den Steuernocken-30, 31-oder auch an den Klinkenhebeln --15, 16--verstellbar anzuordnen.
In Fig. 5 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der der Spiegel --3-- statt von Nocken, von Schleppgreifern --32,33-- gesteuert wird. Diese Schleppgreifer --32,33-- sitzen an auf Greiferhebeln - 34, 35-vorgesehenen Achsen-36, 37-und sind von Schenkelfedern-38, 39-beaufschlagt. Die Greiferhebel--34, 35-- sitzen auf einer gemeinsamen Achse--40--, die exzentrisch zur Achse des Kippspiegels --3-- angeordnet ist. Jeder der Greiferhebel-34, 35-weist eine Klinke-41 bzw. 42-für den Kippspiegel --3-- auf. Die Klinken-41, 42- sind zu Justierzwecken innerhalb von an den Greiferhebeln --34,35-- vorgesehenen Langlöchern --43,44-- befestigt.
Jede der Klinken-41, 42-- sitzt an einem Federstab-45 bzw. 46-und weist an ihrer Vorderseite eine Schrägfläche --47 bzw. 48-auf.
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gleichen Perforationskante des Films --51-- zusammenwirkt wie der Schleppgreifer-32--.
Ebenso wie im vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel wirken die von den Schleppgreifern-32, 33-gebildeten Antriebe für den Kippspiegel --3-- wechselweise. Ausgehend von der in Fig. 5 dargestellten Ausgangslage wird somit der Kippspiegel --3-- beim Weitertransport des Films-51-im Sinne des Pfeiles
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ergibt sich ein Schnittpunkt zwischen dem Bewegungsradius des Kippspiegels-3-und dem der Klinken - 41 bzw. 42--. In diesem Schnittpunkt wird also der Spiegel --3-- automatisch von seiner jeweiligen Klinke ausgelassen und kehrt unter Wirkung seiner Rückstellfeder-6a-in die Ausgangslage zurück.
Der jeweilige Greiferhebel-34 bzw. 35-macht die Bewegung des Films --51-- noch so lange mit, bis ein gerätefester, gegebenenfalls justierbarer Anschlag-53 bzw. 54-gegen einen Arm des jeweiligen Schleppgreifers-32 bzw. 33-anschlägt und den Schleppgreifer aus der Perforation des Films aushebt. Der jeweilige Greiferhebel kehrt sodann entweder unter seinem Eigengewicht oder unter der Wirkung einer nicht
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dargestellten Feder in eine durch einen weiteren Anschlag --55-- bestimmte Ausgangslage zurück. Bei dieser Rückkehrbewegung schleift der jeweilige Schleppgreifer-bei der in Fig. 5 dargestellten Lage wäre dies als nächstes der Schleppgreifer--33---über die Perforationskante des Films--51--.
Der Schleppgreifer --33-- würde dabei unter der Wirkung seiner Schenkelfeder --39-- in das jeweils nächste Perforationsloch einfallen, jedoch ist dieses Perforationsloch durch den andern Schleppgreifer-32-besetzt. Daher gelangt der
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--33-- tatsächlich--41, 42-- aufzunehmenden Kräfte verhältnismässig gering sind, können auch die von den Federstäben - 45, 46-ausgeübten Biegemomente verhältnismässig klein sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aufnahme- oder Wiedergabegerät, vorzugsweise Schmalfilmprojektor, mit mindestens einer ein Bild od. dgl. abtastenden bzw. dessen Bewegung folgenden, schwingenden, besonders optischen, Einrichtung, die vorzugsweise von einem Schwingspiegel gebildet ist, welche Einrichtung, angetrieben von mindestens einer angekuppelten Antriebseinrichtung, eine verhältnismässig langsame Vorlaufbewegung ausführt, wobei eine Betätigungseinrichtung für die Kupplung vorgesehen ist, die zu Beginn der Vorlaufbewegung den Antrieb einkuppelt, hingegen am Ende der Vorlaufbewegung den Antrieb auskuppelt, wodurch die schwingende
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