AT302120B - Verfahren zur Herstellung von von Streichgarn mit elastischem Kern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von von Streichgarn mit elastischem Kern

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AT302120B
AT302120B AT215868A AT215868A AT302120B AT 302120 B AT302120 B AT 302120B AT 215868 A AT215868 A AT 215868A AT 215868 A AT215868 A AT 215868A AT 302120 B AT302120 B AT 302120B
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AT
Austria
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carding
elastic
core
yarn
elastic core
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AT215868A
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English (en)
Inventor
Olaf Andreas Devold
Original Assignee
O A Devolds Sonner As
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  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

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   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Streichgarn mit einem elastischen Kern, wobei das Garn in konventioneller Weise mit Hilfe eines Krempelsatzes und Spinnstuhles hergestellt wird. 



   Seit jeher hat der Wunsch bestanden, dass gewebter Stoff grössere Elastizität besitzen solt als es der Fall war. Die Ursache eines derartigen Wunsches ist, dass der Stoff oft auf den verschiedenen Verwendungsgebieten grossen Dehnbeanspruchungen ausgesetzt wird, und die fertiggenähte Ware kann unter diesen Beanspruchungen oft in den Nähten reissen. Ein mit einem elastisch gewebten Stoff erzielter Vorteil ist, dass sich der Stoff in den
Fällen, in denen er zu Fertigbekleidung   u. dgl.   verarbeitet wird, besser führt und dass er behaglicher ist. 



   Früher war die Herstellung eines derartigen Stoffes nicht möglich, da es keine elastischen Materialien gab, die billig genug waren. Die während der letzten Zeit erfolgte Forschung auf dem Gebiet der Kunstfaserindustrie hat jedoch neue synthetische Fasern, sogenannte Elastomere, mit grosser Elastizität geschaffen. Diese Elastomere können in üblicher Weise wie andere Kunstfasern zu feinen Fasern aufgespritzt werden. Nach Schaffung dieser
Elastomere hat eine intensive Forschung stattgefunden, um diese als Kern in einem Garn zu verwerten, so dass man ein elastisches Spinngarn erzielte, das zum Weben der früher erwähnten elastischen Stoffe benutzt werden konnte. 



   Das Problem bestand darin, das elastische Material in das Zentrum des Garnes hineinzubringen, so dass es auf allen Seiten von Textilfasern gedeckt wird. Dies ist hinsichtlich von Kammgarn gelungen. Hier werden die sogenannten Faserbänder mit dem elastischen Kernmaterial direkt in einem normalen Spinnstuhl zusammengesponnen. Es zeigt sich hier, dass sich die langen Fasern in dem Faserband, wenn das Kernmaterial unter einer gewissen Spannung steht, wenn es in den Spinnstuhl hineingeht, um das elastische Kernmaterial herum drehen werden. 



   Dieselbe Methode ist mit sogenanntem Streichgarn versucht worden, doch hier entstehen spezielle
Probleme. Dies beruht darauf, dass das sogenannte Vorgarn, das beim Spinnen von Streichgarn benutzt wird, aus entschieden kürzeren Fasern besteht, als es bei Kammgarn der Fall ist, und die Fasern liegen auch nicht so orientiert, wie in den   Kammgarnbändern.   Es ist daher nicht möglich gewesen, das elastische Kernmaterial mit dem Vorgarn im Spinnstuhl direkt zusammenzuspinnen. Dies beruht darauf, dass die kurzen, nicht-orientierten
Fasern im Vorgarn keine Tendenz dazu besessen haben, sich um den gestreckten Kern herum zu drehen. 



   Es sind Versuche damit gemacht worden, das elastische Kernmaterial dort, wo das sogenannte Vorgarn gebildet wird, in das Krempelwerk selbst einzuführen. Bei einer früheren Methode ist ein elastischer Kern benutzt worden, der aus zwei oder mehr elastischen Elementarfäden bestanden hat. Dieses Kernmaterial ist in einem gewissen Abstand voneinander gelegt und um ein Zentrum in den Krempelbändern herum orientiert worden. 



  Während des späteren Spinnens werden die Fäden in dem mehrteiligen Kern in derselben Weise zusammengedreht werden wie ein Mehrfadengam. Dadurch werden die Fasern zwischen die Fäden in dem Kernmaterial geklemmt und von diesen festgehalten. Der Nachteil bei einem derartigen Verfahren ist, dass das Garn den Charakter eines Lampenfegers mit sich nach allen Ecken sträubenden Fasern erhalten wird. Ausserdem werden sich lange Fasern zwischen den mehrteiligen Kern hineindrehen und dergestalt die Elastizität des Garnes zerstören können. 



   Ein Ausgangspunkt für das Spinnen mit elastischem Kern muss daher sein, dass er nicht aus mehreren Fäden besteht, sondern aus einem einzigen Faden. Es hat sich jedoch als schwierig erwiesen, einen derartigen einfachen Faden in einer solchen Weise in der Mitte eines Vorgarnes "einzubacken", dass der Kern auf allen Seiten von Textilfasern gedeckt wird. 



   Die Erfindung bezweckt daher, die Herstellung von Vorgarn mit einem im Zentrum eingelegten elastischen Kern, so dass er auf allen Seiten von Fasern gedeckt wird, zum späteren Spinnen zu einem elastischen Streichgarn zu ermöglichen. 



   Um die Erfindung klarzumachen, ist es erforderlich, etwas auf die Herstellung von konventionellen Streichgarn einzugehen. In einem sogenannten Krempelsatz wird ein dünner Faserflor mittels sogenannter Krempelwalzen hergestellt. Dieser Flor wird in relativ schmale Krempelbänder aufgeteilt mittels eines Florteilers, der aus Florteilerriemchen besteht, die jeweils abwechselnd auf beiden Seiten des Flores liegen. Diese Florteilerriemchen werden dazu gebracht, einander in einer solchen Weise zu kreuzen, dass die auf der Oberseite des Flores liegenden Riemchen nach unten und die auf der Unterseite des Flores liegenden Riemchen nach oben gesteuert werden, so dass der Flor, der zwischen diesen Riemchen liegt, abgeschnitten wird.

   Diese Krempelbänder, die dann dieselbe Breite wie ein Florteilerriemchen besitzen, werden in ein sogenanntes Nitschelwerk hineingebracht, in dem jedes Band zu einem Vorgarn gebildet wird. Vom Nitschelwerk geht das Vorgarn auf Vorgarnspulen hinaus, die später zu dem Spinnstuhl gebracht werden. Hier wird das Vorgarn, das aus leicht "zusammengebackenen" Fasern besteht, in der Spinnmaschine zusammengesponnen. 



   Die Erfindung geht daher hinaus auf ein Verfahren zur Herstellung des früher erwähnten Streichgarnes mit elastischem Kern, wobei das dehnungselastische Kernmaterial zusammen mit dem Krempelbändern aus dem Florteiler in ein Nitschelwerk   od. dgl.   gebracht wird, wo das Vorgarn gebildet wird und wo das elastische Kernmaterial an der Mitte des Krempelbandes entlang orientiert ist, wenn dieses in das Nitschelwerk hineingeht und wo das Kernmaterial vor dem Eingang in das Nitschelwerk gedehnt ist, und ist dadurch gekennzeichnet, dass das an der Oberfläche des Krempelbandes liegende elastische dehnbare Kernmaterial beim Eintritt in die 

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 Nitschelhose einem gegen das Krempelband gerichteten Druck unterworfen wird, so dass der gedehnte elastische Kern in das Krempelband gepresst wird. Dies wird   z.

   B.   dadurch erzielt, dass Krempelband und Kern in an sich bekannter Weise mit einer zwischen die Nitschelhosen des Nitschelwerkes gelegten Ebene einen Winkel einschliessen, und dass der dehnungselastische Kern an jener Seite des Krempelvlieses liegt, die dieser Ebene zugewendet ist, so dass der gedehnte Kern in das Krempelband hineingepresst wird. 



   Hiemit wird bezweckt, dass es gelingt, den Kernfaden nach der Mitte des Krempelbandes hineinzupressen, wobei dieses zwischen den Nitschelhosen des Nitschelwerkes hineingeht. Die Krempelbänder, die aus kurzen nichtorientierten Fasern bestehen, sind sehr weich, und der vorgedehnte Kern wird das Material an der Mitte zusammenpressen, so dass es in diesem Bereich eingebettet wird, und die losen Teile des Krempelbandes, die sich an den Rändern entlang befinden, werden sich während der Bearbeitung zwischen den Nitschelhosen des Nitschelwerkes um das Kernmaterial herum verteilen und dieses vollständig einbetten. 



   Durch dieses einfache und billige Verfahren hat man die früher genannten Nachteile überwunden und man kann durch die Methode ein elastisches Garn erzielen, das ein sehr zufriedenstellendes Aussehen besitzt. 



   Die Erfindung soll nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erklärt werden, wo Fig. l den letzten Teil eines Krempelsatzes mit Florteiler, Nitschelwerk und Vorgarnspule zeigt und wo spezielle Vorrichtungen für Zufuhr von elastischem Kernmaterial eingebaut sind und Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung zum Dehnen von elastischen Kernmaterialien. 



   In den Zeichnungen bezeichnet-l-den Flor, der aus der früheren Stufe des Krempelsatzes, wo dieser 
 EMI2.1 
 --2-- bestehteingeführt werden, die aus zwei übereinanderliegenden laufenden Bändern bestehen. Zwei derartige Bänder bilden zusammen eine sogenannte Nitschelhose, und die beiden Bänder in jeder Nitschelhose bewegen sich in Axialrichtung der   Walzen--7--hin   und her, während sie sich gleichzeitig mit gleichmässiger Geschwindigkeit über die Walzen in deren Radialrichtung bewegen. Die beiden Bänder in jeder Nitschelhose bewegen sich ungleich im Verhältnis zueinander in einer Axialrichtung, und die Krempelbänder werden dadurch zu einem Vorgarn   - -8--,   das auf Vorgarnspulen--9--aufgespult wird, zusammengebacken oder zusammengerollt. Das aus 
 EMI2.2 
 Windungen herumgelegt ist. 



   Die Hälfte der elastischen vorgedehnten   Kerne --10-- geht   auf die Oberfläche des Flores hinein, ehe dieser in den Florteiler hineingeht, und die andere   Hälfte-10'--geht   auf die Unterseite des Flores hinein. Die   Kerne --10-- gehen   mit den Krempelbändern zusammen, die zu den unteren Teilen des Nitschelwerkes 
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 Nitschelhosen der Nitschelwerke gelegt ist. Auf diese Art gelangen Krempelband und Kernfaden in einem Winkel zu dieser   Ebene --16-- hinein   und in einer solchen Weise, dass der Kernfaden näher an der genannten Ebene   --16-- liegen   wird.

   In derselben Weise verhält es sich auf den unteren Teilen des Nitschelwerkes, nur dass die   Walzen --15-- hier   auf der Unterseite der   Ebene --16--liegen.   Auch hier kommt der   Kernfaden-10--   der   Ebene-16-am   nächsten. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von Streichgarn mit elastischem Kern, wobei das dehnungselastische Kernmaterial zusammen mit den Krempelbändern aus dem Florteiler in ein Nitschelwerk gebracht wird, wo das Vorgarn gebildet wird und wo das elastische Kernmaterial an der Mitte des Krempelbandes entlang orientiert ist, wenn dieses in das Nitschelwerk hineingeht, und wo das Kernmaterial vor dem Eingang in das Nitschelwerk 
 EMI2.4 
 elastisch dehnbare Kernmaterial (10) beim Eintritt in die Nitschelhose einem gegen das Krempelband (5) gerichteten Druck unterworfen wird, so dass der gedehnte elastische Kern (10) in das Krempelband (5) gepresst wird. 
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Claims (1)

  1. (10), wie an sich bekannt, mit einer zwischen die Nitschelhosen des Nitschelwerkes gelegten Ebene einen Winkel einschliessen und dass der dehnungselastische Kern (10) an jener Seite des Krempelvlieses liegt, die dieser Ebene zugewendet ist, so dass der gedehnte Kern (10) in das Krempelband (5) hineingepresst wird.
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