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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Formung von Muffenenden an thermoplastischen
Kunststoffrohren durch Erwärmen des Rohrendes und anschliessender Verformung, bestehend aus
Heizeinrichtungen, einer Formeinrichtung und einer Fördereinrichtung mit Halteorganen.
Der Aufheizvorgang der zu verformenden Rohrenden nimmt wesentlich mehr Zeit in Anspruch als die
Verformung. Die bekannten Vorrichtungen sind deshalb nicht nur wegen der Handarbeit und der während der langen Wartezeit für die Bedienungsperson während des Aufheizens nachteilig, sondern vor allem führt die lange Aufheizzeit zu mangelhafter Ausnutzung der Kapazität dieser Vorrichtungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei automatischer Arbeitsweise trotz langer Aufheizzeiten die Kapazität der Formeinrichtung weitgehendst ausnutzt.
Die erfindungsgemässe Lösung besteht darin, dass die mit einer Anzahl von Halteorganen für die Rohre versehene, schrittweise entsprechend dem Abstand der Halteorgane antreibbare Fördereinrichtung hinsichtlich der Halteorgane fluchtend zu den Heizeinrichtungen angeordnet ist, und dass bei der Einführungsstation der Fördereinrichtung eine Einrichtung zum Einführen der Rohre und an der Auswerfstation eine Einrichtung zum Umsetzen der Rohre in die Formeinrichtung vorgesehen sind.
Schrittweise antreibbare Fördereinrichtungen in einer Maschine zur Verformung der Enden von thermoplastischen Rohren sind an sich bekannt (brit. Patentschrift Nr. 752, 221). Dabei sind aber keine von Verformungsstationen getrennte Heizstationen vorgesehen. Vielmehr ist jedes Verformungswerkzeug, für dessen Tätigkeit Erwärmung der Rohrenden vorausgesetzt wird, mit einer besonderen Heizvorrichtung unmittelbar kombiniert, so dass das der Erfindung zugrundeliegende Problem dort nicht auftreten kann und die erfindungsgemässe Lösung auch nicht anwendbar erscheint.
Vorzugsweise ist im Bereich der Einführungsstation ein bei der Einführung eines Rohres ansprechender, die Taktsteuerung der Vorrichtung einleitender Fühler vorgesehen.
Die Halteorgane sind vorteilhaft von randoffenen Ausnehmungen in der scheibenförmigen Fördereinrichtung gebildet, die durch eine wenigstens in der Auswerfstation zu öffnende Einrichtung verschliessbar sind, wobei die Schliesseinrichtung von einem ortsfesten Ring, der an der Auswerfstation offen ist oder eine zu öffnende Klappe besitzt, gebildet sein kann.
Jede Heizeinrichtung kann mit einem Auswerfschieber versehen sein, der in der Auswerfstation mit einem Auswerferstössel und in der Einführungsstation mit einem Fühler zusammenwirkt.
Die Fördervorrichtung umfasst wenigstens eine Stützscheibe, die vorteilhaft zur Anpassung an verschiedene Rohrlängen axial verstellbar ist. Da die Stützscheiben zweckmässigerweise unmittelbar zusammenwirken mit den Einrichtungen zum Umsetzen der Rohre in die Formeinrichtung und zum Halten der Rohre in der Formeinrichtung, sind auch diese mit den Stützscheiben zusammenwirkenden Einrichtungen vorteilhaft ganz oder teilweise axial verstellbar.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles erläutert. Darin zeigen : Fig. 1 eine perspektivische Schemaansicht der Vorrichtung ; Fig. 2 einen Querschnitt durch die Vorrichtung mit Blick auf die scheibenförmige Fördereinrichtung und Fig. 3 einen Teilschnitt durch eine Heizeinrichtung.
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--1-- ist die Welle --2-- der- mit der Schützscheibe --4-- ist mit einem schrittweise weiterschaltenden Antriebsorgan-S-verbunden ; diese Teile bilden die Fördereinrichtung.
Das Revolverrad --3-- enthält eine Vielzahl von Heizeinrichtungen-6-, die mit gleichem Winkelabstand am Umfang angeordnet sind. Die Grösse eines Schaltschrittes des Antriebsorgans-S-entspricht dem Winkelabstand der Heizeinrichtungen-6-.
Die Stützscheibe --4-- enthält den Heizeinrichtungen --6-- örtlich entsprechende Ausnehmungen - als Halteorgane, die durch einen die Stützscheibe umgebenden ortsfesten Ring-8-nach aussen geschlossen sind. Dieser Ring ist bei der Auswerfstation --9-- unterbrochen und durch eine Klappe-10ersetzt, die bei der einfachen Ausführungsform nach Fig. 1 an einer Stange --11-- befestigt ist, welche unter Einwirkung eines Steuerzylinders--12-steht.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Konstruktion sitzt die Klappe --10-- nicht unmittelbar auf der Stange sondern sie wird mittelbar über einen Nocken --43-- betätigt, der an dieser Stange befestigt ist. Die
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Aufnahme der Rohrenden-31--. In dem Ringraum befindet sich axial verschiebbar ein Auswerferring --32-- an Stangen-33--, die an einer Scheibe --34-- sitzen. Die Scheibe --34-- ist axial verschiebbar auf einem Bolzen-35--. Diese Teile sind in Fig. 3 oben in inaktiver Stellung und unten in aktiver Stellung gezeigt.
Hinter dem Revolverrad befindet sich in der Auswerfstation ein Auswerferstössel-36-an einem
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pneumatischen Zylinder-37-. Der Auswerferstössel trägt eine Gabel-38--, die über den Dorn--35-- greifend die Scheibe --34-- aus der inaktiven in die aktive Stellung zu schieben vermag.
Ähnlich dem Auswerferstössel-36-ist in der Einführungsstation-13-hinter dem Revolverrad ein Fühler (beispielsweise Endschalter) angeordnet, der ein Signal zu geben in der Lage ist, wenn die Scheibe --34-- nach links in den Zeichnungen geschoben ist.
Im wesentlichen neben dem Revolverrad-3-befindet sich als Formeinrichtung der Blaskopf-20-
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Rohrenden. Er hat eine an sich bekannte Konstruktion mit in Querrichtung sich öffnenden und schliessenden Backen --22-- und ist in Richtung des Doppelpfeiles --21-- verschiebbar.
In axialer Fortsetzung des Blaskopfes --20-- befinden sich Spanneinrichtungen-23 und 24--, die an
Holmen axial verschiebbar und dadurch auf die jeweilige Rohrlänge einstellbar sind. Die Spanneinrichtungen besitzen eine Spannbacke-27, 28-, die in Fig. 2 geöffnet erscheint.
Die Einrichtungen zum Umsetzen der aufgeheizten Rohre von dem Revolverrad und der Stützscheibe in die
Formeinrichtung sind so ausgebildet, dass ein in der Station-9-befindliches Rohr bei geöffneter Klappe - einfach in die neue Stellung abrollen kann. Diese Einrichtungen bilden somit eine Ablauframpe. Zu einem Teil wird die Ablauframpe von der heruntergeklappten Klappe --10-- gebildet, wie es in Fig. 2 gestrichelt angedeutet ist. Der andere Teil der Ablauframpe wird von einer Platte --40-- gebildet, die an einer Stange --41-- befestigt ist. Diese Stange kann unter der Wirkung eines pneumatischen Zylinders-42- derart gedreht werden, dass die platte --40-- die in Fig. 2 gestrichelte Stellung einnimmt.
Schliesslich ist eine in den Zeichnungen nicht dargestellte Steuereinrichtung vorgesehen, die die zu einem Arbeitstakt gehörigen Funktionen zeitgerecht über elektrische, pneumatische oder hydraulische Einrichtungen steuert.
Der Arbeitslauf der Vorrichtung ist folgendermassen : Ein Rohrabschnitt-45-, der in Fig. 1 strichpunktiert angedeutet ist, wird von einer Rohrstrangpresse mit nachgeschalteter Trennsäge in Pfeilrichtung - kommend unmittelbar in die Einführungsstation-13-eingeschoben. Beim Eindringen des Rohrendes in die zugehörige Heizeinrichtung des Revolverrades-3-wird der Auswerferschieber nach links in Fig. 3 geschoben. Wenn das Rohrende genügend tief eingedrungen ist, tritt der hinter dem Revolverrad-3-befindliche Fühler in Aktion und schaltet den automatischen Ablauf der im Arbeitstakt der Vorrichtung folgenden Arbeitsschritte ein.
Ein Takt umfasst : das Einsetzen eines Rohres in die Einführungsstation der Revolvereinrichtung-3--, das Weiterschalten der Revolvereinrichtung und der Fördereinrichtung - -2, 4, 5--, das Umsetzen eines aufgeheizten Rohres aus der Auswerferstation in die Formeinrichtung, die Verformung und das Auswerfen des verformten Rohres. Dabei gehen folgende Operationen nacheinander vor sich :
1. Das Revolverrad und die Stützscheibe werden um einen Stationsabstand weitergedreht.
2. Der Auswerferstössel-36-wird vorgeschoben, wodurch der in der Station --9-- befindliche
Rohrabschnitt in Axialrichtung so weit verschoben wird, dass er von der Aufheizeinrichtung frei wird.
3. Die Klappe --10-- öffnet sich durch Niederdrücken des Nockens-43--. Gleichzeitig klappt die platte --40-- hoch. Auf der durch beide Organe gebildeten Rollrampe rollt das in der
Auswerfstation befindliche Rohr ab in die geöffneten Spannbacken.
4. Die Spannbacken schliessen sich.
5. Die Klappe --10-- schliesst sich.
6. Der Blaskopf --20-- fährt auf das Rohrende auf, schliesst sich und bläst.
7. Der Blaskopf öffnet sich und fährt zurück.
8. Die Platte --40-- klappt runter.
9. Die Spannbacken öffnen sich und das geformte Rohr fällt nach unten aus der Formeinrichtung heraus.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Formung von Muffenenden an thermoplastischen Kunststoffrohren durch Erwärmen des Rohrendes und anschliessender Verformung, bestehend aus Heizeinrichtungen, einer Formeinrichtung und
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Halteorganen (7) für die Rohre (45) versehene, schrittweise entsprechend dem Abstand der Halteorgane antreibbare Fördereinrichtung (2,4, 5) hinsichtlich der Halteorgane fluchtend zu den Heizeinrichtungen (6) angeordnet ist und dass bei der Einführungsstation (13) der Fördereinrichtung eine Einrichtung zum Einführen der Rohre und an der Auswerfstation (9) eine Einrichtung (10,40, 23,24, 27,28, 36) zum Umsetzen der Rohre in die Formeinrichtung (20) vorgesehen sind.
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