AT3014U1 - Umfassungszarge unter verwendung von holzwerkstoffen für feuerschutztüren - Google Patents
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Abstract
Umfassungszarge, unter Verwendung von Holzwerkstoffen hergestellt, für Feuerschutztüren, insbesondere aus Holzwerkstoffen, vornehmlich für hohe Feuerwiderstandsfähigkeit, wobei zumindest der Zargenabschnitt (3) im Bereich des Türblattanschlages als wenigstens dreilagiger Verbundwerkstoff ausgebildet ist, dessen im Zargenholm-Querschnitt gesehen Mittel- oder Kernschicht (4) aus nicht brennbarem, mechanisch gering belastbarem Plattenwerkstoff besteht, die beidseits von demgegenüber mechanisch hoch belastbaren, brennbaren Deckschichten (5) eingefaßt ist.
Description
AT 003 014 Ul
Die Erfindung betrifft eine Umfassungszarge, unter Verwendung von Holzwerkstoffen hergestellt, für Feuerschutztüren, insbesondere aus Holzwerkstoffen, vornehmlich für hohe Feuerwiderstandsfähigkeit.
Feuerschutztüren, insbesondere aus Holzwerkstoffen, für hohe Feuerbelastungen, hier angesprochen vornehmlich die Klasse T-90 nach DIN, sind entsprechend schwer, so daß die die Tür haltende Zarge entsprechend mechanisch belastbar sein muß. Eine derart belastbare Zarge nur aus Holzwerkstoffen erfüllt aber die Anforderungen an solche Feuerbelastungen kaum.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Umfassungszarge der in Rede stehenden Art zur Verfügung zu steilen, die in der Lage ist, hohe Türblattgewichte aufzunehmen und zugleich den angesprochenen hohen Wärmebelastungen standzuhalten.
Ausgehend von einer Umfassungszarge mit den eingangs genannten Merkmalen wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zumindest der Zargenabschnitt im Bereich des Türblattanschlages als wenigstens dreilagiger Verbundwerkstoff ausge- 2 AT 003 014 Ul bildet ist, dessen im Zargenholm-Querschnitt gesehen Mittel- oder Kemschicht aus nicht brennbarem, mechanisch gering belastbarem Plattenwerkstoff besteht, die beidseits von demgegenüber mechanisch hoch belastbaren, brennbaren Deckschichten eingefaßt ist.
Durch die Kombination des Zargenkems bzw. der Zargenholmmittelschicht aus unbrennbarem, aber durch mechanische Kräfte nur sehr gering belastbarem Werkstoff mit beidseitig der Kernschicht breitflächig angeordnetem brennbaren, aber mechanisch sehr stabilen dünnen Deckschichten wird erreicht, daß die Umfassungszarge derart feuerwiderstandsfähig ist, das sie den Anforderungen der Feuerschutzklasse T-90 genügt und mechanisch zugleich derart lastaufnahmefähig ist, das sie ein Türblatt entsprechender Feuerwiderstandsfähigkeit mit entsprechend hohem Gewicht - bis zu 240 kg - tragen kann. Die Zarge kann grundsätzlich im horizontalen Schnittbild gesehen durchgehend aus einem derartigen Verbundwerkstoff bestehen, sie kann aber auch nur bereichsweise, z.B. etwa in einem Halbbereich, der einen Teil des Steges, einen Schenkel und des daran anschließenden C-förmigen Endbereiches des insgesamt eiförmigen Zargenholmprofils aus diesem Verbundwerkstoff hergestellt und im Laibungsbereich und demjenigen des anderen Schenkels mit C-förmigen Endabschnitt aus gängigen Holzwerkstoffen kombiniert sein.
Der aus Verbundwerkstoff aus Kemschicht und Deckschichten bestehende Zargenabschnitt im Bereich des Türblattanschlages ist insbesondere mittels Befestigungsplatten aus Stahl an der mit der Zarge eingefaßten Wandkante befestigt; über diese Befestigungsplatten sind auch die Türbänder angeschlagen. In diesem aus Verbundwerkstoff gebildeten Zargenabschnitt werden auch Kräfte aufgenommen, die im Brandfalle von aufschäumenden Brandschutzstreifen in der Fuge zwischen dem Laibungsbereich dieses Zargenabschnittes und dem im Schließzustand benachbarten Stim-kantenbereich des Türblattes auftreten, um das Türblatt gegen die Laibung der Türöffnung zu verstemmen.
In besonders bevorzugter Ausführung besteht die Mittel- oder Kemschicht des Verbund- 3 AT 003 014 Ul
Werkstoffes aus Faserzementplatten; weiterhin in besonders bevorzugter Ausführung bestehen die Deckschichten aus hochdichten Faserplatten - sogenannte HDF-Platten
In weiterhin bevorzugter Ausführung sind wenigstens die dem Betrachter zugewandten Außenflächen der Zarge mit einem Holzfumier oder einer Kunststoffbeschichtung veredelt, die dem Betrachter abge-wandten Flächen auf der Blindseite der Zarge, die kein Furnier tragen, sind vorzugs-weise mit einer Gegenzugfolie versehen, so daß die auf die Verbundwerkstoffplatte durch das Furnier einwirkenden Kräfte kompensiert werden und somit der Zargen-hoimwerkstoff insgesamt mittelsymmetrisch bleibt.
Zur Abdichtung der Fuge zwischen der Zarge und dem in dieser eingreifenden Türblatt wird im Grenzbereich der Fuge, insbesondere in die angrenzende Türblattkante integriert, ein unter Wärmeeinwirkung aufschäumender Brandschutzstreifen eingesetzt, dessen im Brand- und damit Aufschäumfall auftretende Kraft die Zarge aufnehmen können muß.
Bevorzugte Ausführungen der Erfindung ergeben sich aus Unteranspruch und im Zusammenhang mit dem in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiel, dessen nachfolgende Beschreibung die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 einen Querschnitt - Horizontalschnitt im Einbauzustand durch einen vertikalen Zargenholm;
Figur 2 einen eben solchen Querschnitt an der Stelle einer Befestigungsplatte.
Das Schnittbild gemäß Figur 1 zeigt im oben wiedergegebenen C-Schenkelbereich des C-förmigen Zargenprofils einen Zargenwinkelabschnitt 1, an den im Stegbereich ein Laibungsteil 2 anschließt, das als Bindeglied zwischen dem Zargenwinkelabschnitt 1 und dem den anderen C-förmigen Schenkelbereich des Zargenprofils bildenden Zargenabschnitt 3 dient. Der Zargenabschnitt 3 greift dabei bis über die Mitte der 4 AT 003 014 Ul
Laibungsbreite in den C-förmigen Profilbereich ein. Beide Zargenwinkelabschnitte 1 und 3 greifen mit aufeinanderzugerichteten Laibungsstegen als Federn in Nuten ein, die in dem Laibungsteil 2 ausgebildet sind, so daß Nut-Feder-Eingriffe 8 gebildet sind, wie dies die Figuren zeigen.
Der Zargenabschnitt 3 besteht in der Mittel- oder Kemschicht aus Faserzementplatten 4, die beidseitig, breitflächig mit Deckschichten aus hochdichten Faserplatten 5 einfassend verbunden sind. Die Kemschicht 4 aus unbrennbarem, nur wenig mechanisch belastbarem Material ist also derart mit den Deckschichten 5 aus brennbarem, mechanisch hoch belastbarem Material kombiniert.
Die dem Betrachter zugewandten Außenseiten - Sichtseiten - sind mit einem Holzfumier 6 ausgestattet. Bei dem als Zierbekleidung ausgebildeten Zargenwinkelabschnitt 1 sind beide Flächen furniert, während das Laibungsteil 2 und der Zargenabschnitt 3 aus Verbundwerkstoff nur sichtseitig das Holzfurnier 6 aufweisen und auf der Blindseite mit einer Gegenzugfolie 7 beklebt sind, so daß von dem Holzfumier auf die eine Deckschichtplatte 5 durch Kleber und/oder Feuchtigkeit etc. einwirkende Kräfte durch diejenigen, die durch die Gegenzugfolie 7 auf die andere Deckschicht ausgeübt werden, derart kompensieren, daß keine Krümmungen aus der Flächenebene heraus auftreten.
Der als Zierbekleidung ausgebildete Zargenwinkeiabschnitt 1 besteht aus Spanplatte oder einem anderen gängigen Holzwerkstoff und ist wegen beidseitiger Veredelung mit Holzfumier 6 in gleicher Weise vor Verzug gesichert, und der Laibungsteil 2 - ebenfalls aus Spanplatte oder dgl., ist wie der Zargenabschnitt aus Verbundwerkstoff 4, 5 außenseitig furniert und blindseitig mit Gegenzugfolie 7 beklebt und damit ebenfalls formstabilisiert.
Im dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Mittel- oder Kemschicht bzw. Zementfaserplatte 4 dicker bemessen als die Summen der Dickenabmessungen der Deckschichten aus hochdichten Faserplatten 5. Das Holzfumier 6 ist vorzugsweise etwa 0,5 mm dick. 5 AT 003 014 Ul
Figur 2 zeigt die Anordnung und Verbindung zwischen dem aus Verbundwerkstoff 4, 5 gebildeten Zargenabschnitt 3 und Befestigungsplatten 9 die der Festlegung im umgriffenen Wandkantenbereich sowie der Verbindung zu den nicht dargestellten Türbändern dienen. 6
Claims (12)
- AT 003 014 Ul ANSPRÜCHE; 1. Umfassungszarge, unter Verwendung von Holzwerkstoffen hergestellt, für Feuerschutztüren, insbesondere aus Holzwerkstoffen, vornehmlich für hohe Feuerwiderstandsfähigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der Zargenabschnitt (3) im Bereich des Türblattanschlages als wenigstens dreilagiger Verbundwerkstoff ausgebildet ist, dessen im Zargenholm-Querschnitt gesehen Mittel- oder Kemschicht (4) aus nicht brennbarem, mechanisch gering belastbarem Plattenwerkstoff besteht, die beidseits von demgegenüber mechanisch hoch belastbaren, brennbaren Deckschichten (5) eingefaßt ist.
- 2. Zarge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Zargenabschnitt (3) im Bereich des Türblattanschlags die Zarge an der Laibung des umgriffenen Wandbereiches - insbesondere mittels Befestigungsplatten (9) aus Stahl - festgelegt ist.
- 3. Zarge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Grenzbereich der Fuge zwischen dem Zargenlaibungsbereich des Zargenabschnitt (3) und dem im Schließzustand benachbarten Stimkantenbereich des Türblattes ein unter Wärmeeinwirkung aufschäumender Brandschutzstreifen eingesetzt ist, der im Brandfall das Türblatt gegen die Zarge verspannt.
- 4. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kemschicht aus Faserzementplatten (4) besteht. 7 AT 003 014 Ul
- 5. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschichten aus hochdichten Faserplatten - HDF - (5) bestehen.
- 6. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die dem Betrachter zugewandten Außenflächen der Zarge mit einem Holzfumier (6) versehen sind.
- 7. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß nicht mit Holzfurnier versehene Außenflächen, die derart furnierten Außenflächen desselben Zargenholmbereichs gegenüberliegen, mit einer Gegenzugfolie (7) versehen sind.
- 8. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Zargenholm-Querschnitt gesehen dem im Bereich des Türblattanschlages angeordneten Zargenwinkelabschnitt (3) ein eine Zierbekleidung bildender weiterer Zargenwinkelabschnitt (1) gegenüberliegend zugeordnet ist, zwischen welchen Zargenwinkelabschnitten (1,3) ein Laibungsteil (2) verbindend angeordnet ist, insbesondere durch Nut-Feder-Eingriff (8).
- 9. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Zargenwinkelabschnitt (1) und der Laibungsteil (2) aus Spanplatten gebildet sind. 8 AT 003 014 Ul
- 10. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der der eingefaßten Wand zugerichteten Blindseite des im Bereich des Türanschlages angeordneten Zargenabschnittes (3) Befestigungsplatten (9) angeordnet sind.
- 11. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Mittel- oder Kemschicht (4) größer ist als die Summe der Dicken der beiden Deckschichten (5).
- 12. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Holzfumiers (6) ca. 0,5 mm beträgt. 9
Applications Claiming Priority (2)
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| AT59998U AT3014U1 (de) | 1997-09-12 | 1998-09-11 | Umfassungszarge unter verwendung von holzwerkstoffen für feuerschutztüren |
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1998
- 1998-09-11 AT AT59998U patent/AT3014U1/de unknown
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