AT300494B - Verfahren zur Erzeugung von beschichteten, aus Eisen oder Eisenlegierungen bestehenden Gegenständen, insbesondere Bandmaterial - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von beschichteten, aus Eisen oder Eisenlegierungen bestehenden Gegenständen, insbesondere Bandmaterial

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AT300494B
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Description


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   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erzeugung von beschichteten, aus Eisen oder
Eisenlegierungen bestehenden Gegenständen, insbesondere Bandmaterial, wobei die Gegenstände in das Bad eines geschmolzenen Beschichtungsmediums, insbesondere Zink, eingebracht und nach Herausnahme der beschichteten
Gegenstände aus dem Bad Partikel auf dieselben aufgebracht werden, bevor das geschmolzene
Beschichtungsmedium auf ihnen erstarrt ist. 



   Es sind Verfahren dieser Art bekanntgeworden, die dazu dienen, bei im Heisstauchverfahren metallisierten
Produkten, die bei der Oberflächenerstarrung eintretende Kornflächenstruktur zu beseitigen oder zumindest so zu verringern, dass sie nicht mehr schädlich, nähmlich nach Aufbringung eines Farbüberzuges nicht mehr sichtbar ist. Zu diesem Zweck ist vorgeschlagen worde, reaktive Pulver oder Lösungen aus einzelnen oder Mischungen von Metallhalogeniden, -nitraten oder -sulfaten gleichförmig aufzusprühen, um eine dünne Legierungsschichte des
Metalls und Zink in bzw. auf dem überzug auszubilden. Ferner ist es zum gleichen Zwecke bekanntgeworden, eine wässerige Lösung eines reaktionsfähigen anorganischen Salzes, das sich im Bereich von 80 bis 2900 zersetzt, aufzusprühen. 



   Während aber mit dem genannten Verfahren nur erreicht werden soll, dass die   Komflächen- bzw.   



  Eisblumenstruktur verhindert oder auf ein unschädliches Mass herabgesetzt wird, bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren der eingangs genannten Art, welches nicht nur diesen Effekt gibt, sondern auch noch die Punktschweisseigenschaften des Produktes wesentlich verbessert, ohne die Korrosionsfestigkeit desselben zu beeinträchtigen. 



   Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Partikel aus metallischem Eisen oder aus einer Eisenlegierung bestehen und auf die Oberfläche des Beschichtungsmediums während der Erstarrung desselben aufgebracht werden. 



   Es wurde experimentell festgestellt, dass bei Anwendung dieses Verfahrens nicht nur, unter Wahrung der Korrosionsfestigkeit des Materials, der   Kornflächen- oder   Eisblumeneffekt weitestgehend verhindert wird, sondern beispielsweise ein bestimmter Stahl, der nach dem erfindungsgemässen Verfahren heisstauchmetallisiert und mit Eispulver besprüht wurde, die Lebensdauer eine Elektrode von etwa 15000 Punktschweissungen gewährleistet, im Vergleich zur Lebensdauer der Elektrode von nur   1500 Punktschweissungen im   Falle eines Stahles, der nach einem herkömmlichen Verfahren in ähnlicher Weise heisstauchmetallisiert wurde.

   Zudem kann die Elektrodenlebensdauer sogar noch verlängert werden, soferne, nachdem die geschmolzene Beschichtung erstarrt ist, auf diese eine äusserste Schichte, bestehend aus metallischem Eisen, diffusionslos aufgebracht wird. Vorzugsweise werden die erwähnten Partikel auf die beschichteten Gegenstände so aufgebracht, dass sie auf diesen mit einer Geschwindigkeit, die etwa 2, 5 m/sec nicht überschreitet, auftreffen, da bei höheren Geschwindigkeiten die Partikel von dem Beschichtungsmedium abprallen können, wodurch die Schweisseigenschaften des Materials verschlechtert werden würden. 



   Vorzugsweise werden weiters auf die Oberfläche des beschichteten Materials 0, 1 bis 0, 3 g/dm2 Eisen oder Eisenlegierungsteilchen aufgebracht. 



   Weiters kann, nachdem das erste Aufbringen von Partikeln auf das beschichtete Material durchgeführt wurde, bevor das geschmolzene Beschichtungsmedium erstarrt, ein zweites Aufbringen von Partikeln erfolgen, wobei die zweite Aufbringung mit einer geringeren Menge, jedoch mit einer grösseren Geschwindigkeit erfolgt. 



  Dies ist dann wünschenswert, wenn das Material eine grössere Stärke (beispielsweise mmehr als 1, 22 mm) aufweist, um zu gewährleisten, dass die Beschichtung nach der Aufbringung der Partikel nicht geschmolzen bleibt, da sich sonst ebenfalls ein Eisblumeneffekt ausbilden kann. Es wird angenommen, dass das pulverförmige metallische Eisen oder die pulverförmige Eisenlegierung Kerne bildet, um welche herum das Zink oder das andere Beschichtungsmedium erstarrt. Die Partikel können aus reinem Eisen, einem unlegierten Stahl oder einer Legierung auf Eisenbasis,   z. B.   mit 80% Eisen und 20% Zink, bestehen. 



   Der zu überziehende Gegenstand ist vorzugsweise ein Metallband, das kontinuierlich durch das Bad hindurchgeführt wird. Das überschüssige geschmolzene Beschichtungsmedium kann vom Metallband entfernt werden, indem dieses durch ein Paar von Abstreifrollen hindurchbewegt wird. In gleicher Weise kann das überschüssige Beschichtungsmedium durch einen gesteuerten Luftstrom in das Bad zurückgeführt werden. 



   Das Band kann aus niedrig legiertem Stahl,   z. B.   einem der einen geringen Anteil an Kupfer und Chrom enthält, bestehen. 



   Wenn das geschmolzene Beschichtungsmedium aus Zink besteht, werden die Partikel vorzugsweise auf das geschmolzene Zink aufgebracht, wenn dieses eine Temperatur von 440 bis 4500C aufweist. 



   Das Verfahren nach der Erfindung kann auch zur Beschichtung eines Bandes aus unlegiertem Stahl mit 
 EMI1.1 
 



   B.Obgleich die Grösse der erwähnten Partikel ohne besondere Bedeutung ist, soll sie eine Siebmaschengrösse von   74 Il   nicht überschreiten. 



   Eine Einrichtung zur Aufbringung der Partikel auf das beschichtete Band ist vorzugsweise längs desselben bewegbar, um die Stärke des Bandes berücksichtigen zu können. Wenn das Band somit aus dem Bad vertikal aufwärts bewegbar ist, soll die Möglichkeit bestehen, die Einrichtung vertikal zu bewegen, um eine Einstellung in 

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 bezug auf die sich ändernde Zone der Erstarrung des Beschichtungsmediums durchführen zu können. Damit kann berücksichtigt werden, dass ein dünneres Band schneller abkühlt als ein dickeres Band und dass die
Erstarrungszone des Beschichtungsmediums sich im Falle des dünneren Bandes näher beim Bad befindet als im
Falle des dickeren Bandes. Dementsprechend muss die Einrichtung bei einem dünneren Band näher an das Bad herangebracht werden als bei einem dickeren Band. 



   Der Gegenstand der Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen :
Fig. l eine schematische Darstellung einer Heisstauchmetallisieranlage zur Durchführung des Verfahrens nach der gegenständlichen Erfindung und Fig. 2 einen Schnitt durch ein metallisiertes Stahlband, das durch das Verfahren nach der gegenständlichen Erfindung erzeugt wurde. 



   Die in Fig. l der Zeichnungen dargestellte Anlage enthält einen Eintrittsbereich-10--, einen Bereich zur Vorbereitung der Oberfläche, einen   Bereich --12-- zur   Beschichtung und einen Ausgangsbereich   - -13--.   Im   Eingangsbereich --10-- ist   eine   Abspuleinrichtung--14--angeordnet,   von welcher ein   Stahlband --15-- abgewickelt   wird. Dieses   Band --15-- wird   kontinuierlich durch den Bereich-11- zur Vorbereitung der Oberfläche, nämlich durch eine Einrichtung, in welcher von dem   Band-15-bei   etwa
4000C anhaftendes Fett weggebrannt wird und durch eine   Einrichtung-17-,   in welcher das Band in einer reduzierenden Armosphäre auf etwa   7000 erhitzt   wird, hindurchgeführt. 



   Das   Band --15-- wird   darauf über eine   walze --20-- und   dann vertikal abwärts über eine   Ablenkwalze --21-- geführt,   die in einem   Bad-22--,   das geschmolzene Zink enthält, angeordnet ist. 



   Sobald das   Band --15-- derart   mit einer   Schichtung-23- (Fig. 2)   aus geschmolzenem Zink versehen wurde, wird es aufwärts und zwischen einem Paar von   Abstreifwalzen-24-- hindurchgeführt,   durch welche von diesem überschüssiges geschmolzenes Zink entfernt wird. Daraufhin gelangt das   Band --15-- durch   eine   Einrichtung --25-- zur   Aufbringung des Pulvers. 



   Die   Einrichtung --25-- zur   Aufbringung des Pulvers enthält zwei paarweise übereinander angeordnete
Aufbringvorrichtungen--26 und 27--, wobei die Aufbringvorrichtungen der beiden Paare sich beiderseits des
Bandes-15-befinden. 



   Die Vorrichtungen--26 und   27--werden   von Leitungen--30, 31--gespeist, durch welche ihnen Partikel-32- (Fig. 2) aus metallischem Eisen oder einer Eisenlegierung zugeführt werden, deren
Schmelzpunkt oberhalb von   450 C   liegt und deren Siebmaschengrösse vorzugsweise nicht mehr als   74 jut   beträgt. 



  Diese Partikel werden mittels eines Gas-, insbesondere Luftstromes, auf die Zinkbeschichtung des Bandes gefördert. Die   Partikel --32-- gelangen   über die unten liegende   Vorrichtung --26-- mit   einer Geschwindigkeit von 1, 5 bis 2, 5 m/sec und einer Menge von 0, 1 bis   0, 3 g/dm2 auf   die beiden Oberflächen des Bandes--15--. 



   Die   Partikel --32-- werden   auf die aus geschmolzenem Zink bestehende Beschichtung-23aufgebracht, bevor diese erstarrt, so dass sie an oder nahe der Oberfläche --3-- der Beschichtung --23--, während diese erstarrt, gehalten werden. Wie vorstehend angedeutet, werden durch die Verwendung von Partikel   - -32--,   die durch die unten liegende   Vorrichtung --26-- abgegeben   werden, die Schweisseigenschaften des Produktes wesentlich verbessert und es erhält, ausgenommen im Falle eines starken Stahlbandes,   d. h.   eines Bandes, dessen Dicke den Wert 1, 22 mm überschreitet, dieses eine matte, vom Eisblumeneffekt freie Oberfläche. 



   Wenn das   Band-15-von   grösserer Stärke ist, werden von oberen   Vorrichtungen --28-- ebenfalls   Partikel --32-- zugeführt, welche auf das geschmolzene Zink am Band mit einer Geschwindigkeit in der Grössenordnung von 2, 5 bis 5   m/sec   und in der Menge von 10 bis 20   mgldm2 aufgebracht   werden, bevor die Zinkbeschichtung erstarrt ist. 



   Soferne das Band eine grosse Dicke und daher einen hohen Wärmeinhalt aufweist, ist die geringe Geschwindigkeit der aus den unten liegenden   Vorrichtungen --26-- austretenden   Luft unzureichend, dieses Band auf eine Temperatur abzukühlen, die unterhalb der Kristallisationstemperatur des Zinks liegt und somit unzureichend, die Bildung eines Eisblumeneffektes vollständig zu verhindern. In diesem Falle wird durch die Aufbringung einer geringen Menge von   Partikeln --32-- durch   die oberen Vorrichtungen-27-, die mit einer hohen Luftgeschwindigkeit arbeiten, das Entstehen eines Eisblumeneffektes unterdrückt und es wird eine matte Oberfläche gewährleistet. 



   Die   Einrichtung--25--zur   Aufbringung des Pulvers ist, wie durch   Pfeile--34--angedeutet   ist, längs des Bandes--15--in Richtung auf und von dem Bad--22--wegbewegbar, und kann daher jeweils der Erstarrungszone des Zinks, u. zw. vorzugsweise in dem Bereich, dessen Temperatur zwischen 440 und 4500C beträgt, fixiert werden.   überschüssiges   Pulver wird durch eine   Pumpe --35-- abgesaugt   und einer Wiederverwendung zugeführt. 



   Nachdem das Band--15--die Einrichtung--25--zur Aufbingung von Pulver verlassen hat, wird es über eine   Walze --36-- einer   Aufwickelspule   Umlenkwalze --36-- in   Berührung kommt, erstarrt die   Zinkschichte-23--.   



   Nach Abnahme von der   Spule --37-- können   die Schweisseigenschaften des   Bandes --15-- noch   weiter verbessert werden, soferne dieses mit einer obersten   Schicht --40-- (Fig. 2),   bestehend aus metallischem Eisen, versehen wird. Hiezu wird bemerkt, dass die   Schicht --23-- in   das Band-15- 

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 eindringt und eine   Zwischenschichte --41--,   bestehend aus einer Eisen-Zink-Legierung, bildet, wogegen das Eisen der   Schicht --40-- in   die   Schicht --23- nicht   eindringt. 



   Die   Schicht--40--kann   elektrolytisch aufgebracht werden, wird jedoch vorzugsweise durch einen chemischen Abscheidungsvorgang erzeugt, wobei das Eisen die Bereiche zwischen den Partikeln--32- 
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 Korrosionsfestigkeit aufwies. 



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung von beschichteten, aus Eisen oder Eisenlegierungen bestehenden Gegenständen durch Einbringen der Gegenstände in ein Bad eines geschmolzenen Beschichtungsmediums, vorzugsweise Zink, Entfernen der beschichteten Gegenstände aus dem Bad und Aufbringen von Partikeln auf dieselben, bevor das 
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 (32) aus metallischem Eisen oder aus einer Eisenlegierung bestehen und auf die Oberfläche (33) des Beschichtungsmediums (23) während der Erstarrung desselben aufgebracht werden. 
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Claims (1)

  1. zweiten Aufbringung die Partikel auf die Oberflächen (33) des beschichteten Materials in einer Menge von 10 bis 20 mg/dm2 aufgetragen werden. EMI3.4 Erstarrung des Beschichtungsmediums eine äusserste Schicht (40), bestehend aus metallischem Eisen, diffusionslos aufgebracht wird. EMI3.5 Partikel (32) mittels eines oder mehrerer Gasströme, die als Trägermedium dienen, auf das Beschichtungsmedium aufgebracht werden. EMI3.6 (32) auf das geschmolzene Zink aufgebracht werden, wenn sich dieses in einem Temperaturbereich von 440 bis 450 C befindet. EMI3.7
AT895270A 1969-10-09 1970-10-05 Verfahren zur Erzeugung von beschichteten, aus Eisen oder Eisenlegierungen bestehenden Gegenständen, insbesondere Bandmaterial AT300494B (de)

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GB4961470A GB1263017A (en) 1970-09-21 1970-09-21 Method and apparatus for making multiple copies of an original sheet bearing graphic subject matter

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