AT299998B - Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen des Abstandes der Mündung einer Blaslanze und einem mit Schlacke überschichteten Metallspiegel - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen des Abstandes der Mündung einer Blaslanze und einem mit Schlacke überschichteten MetallspiegelInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Vorrichtung zum Einstellen des Abstandes der Mündung einer Blaslanze und einem mit Schlacke überschichteten Metallspiegel Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Einstellen des Abstandes zwischen der Mündung einer Blaslanze und einem mit Schlacke überschichteten Metallspiegel, bei welchem gemeinsam mit der Lanze zwei über die Lanzenmündung vorspringende Elektroden abgesenkt werden, bei Berührung beider Elektroden mit dem Metall mittels eines dieser Elektroden enthaltenden Schaltkreises ein Anzeigeinstrument zum Ansprechen gebracht wird, und eine zur Durchführung dieses Verfahrens bestimmte Vorrichtung. Die Einhaltung eines bestimmten Abstandes insbesondere zwischen Lanzenmündung und Metallspiegel ist beim Sauerstoffblasen wichtig, weil der Sauerstoffstrom nicht nur die Schlacke vom Metall trennen, sondern auch genügend tief in das Metallbad eindringen muss, um die gewünschte Reaktion herbeizuführen und dem geschmolzenen Metall ausserdem eine kreisende Bewegung oder Wirbelbewegung zu erteilen. Die Dicke der Schlackenschicht ist von Charge zu Charge verschieden und kann daher nicht ein für allemal berücksichtigt werden. Bekanntgewordene Vorrichtungen zum Einstellen des Mündungsabstandes von Blaslanzen bestehen aus einem in die Lanzenmündung einsetzbaren Hohlpfropfen, in dessen Deckel eine Glühlampe eingesetzt ist. Der Deckel enthält einen Hohlraum zur Aufnahme einer Batterie und sein Boden ist von zwei über die Lanzenmündung gleich weit vorstehenden Elektroden durchsetzt, die mit der Batterie und der Lampe in Serie geschaltet sind. Beim Auftreffen der Elektrodenspitzen auf den Metallspiegel wird dieser Kreis geschlossen und die Lampe leuchtet auf, was mittels einer am oberen Lanzenende eingebauten Photozelle beobachtet wird. Wenn die Blaslanze auf das richtige Niveau abgesenkt worden ist, wird Sauerstoff zugeführt und dabei zunächst die gesamte Vorrichtung aus der Lanzenmündung in die Metallschmelze ausgestossen. Es versteht sich, dass die Schmelze hiedurch verunreinigt wird, was auf keinen Fall wünschenswert sein kann. Ziel der Erfindung ist ein von diesem Mangel freies Verfahren, das auch einen Aufschluss über die jeweilige Dicke der Schlackenschicht vermittelt. Dieses Ziel ist mit einem Verfahren der eingangs umrissenen Art erreichbar, bei dem erfindungsgemäss mit der Lanze zwei über die Lanzenmündung verschieden weit vorstehende Elektroden abgesenkt werden, bei Auftreffen der weniger weit vorstehenden Elektrode auf dem Schlackenspiegel der Schaltkreis geschlossen und das Schliessen mit dem Anzeigegerät festgestellt wird, hierauf die Lanze und die Elektroden weiter abgesenkt werden und mit Hilfe der von dem Anzeigegerät beim Auftreffen der weniger weit vorstehenden auf den Metallspiegel angezeigten plötzlichen Widerstandsänderung des Schaltkreises ein Bezugsniveau ermittelt und anschliessend die Lanze samt den Elektroden gegenüber diesem Bezugsniveau angehoben und hiedurch die Lanzenmündung in den gewünschten Abstand von dem Metallspiegel gebracht wird. Auf diese Weise kann man das Auftreffen der kürzeren Elektrode mit Genauigkeit feststellen, wenn vom Eintauchen der längeren Elektrode in die Schlacke an vorsichtig weiter abgesenkt wird. Gegenüber dem verlässlich ermittelten Bezugsniveau wird dann die Blaslanze eingestellt, d. h. angehoben. Diese wünschenswerten Ergebnisse können mit sehr einfachen Vorrichtungen erhalten werden, die mit zwei voneinander elektrisch isolierten, an der Blaslanze befestigten und über deren Mündung vorstehenden <Desc/Clms Page number 2> Elektroden sowie mit einem an diese angeschlossenen Schaltkreis ausgerüstet sind, mit dem ein Anzeigegerät betätigbar ist. Im Einklang mit der Erfindung ist der in Lanzenrichtung gemessene Abstand zwischen der Mündung der Lanze und der einen Elektrode um eine Länge grösser als der vorgegebene Abstand der andern Elektrode. Es empfiehlt sich, die beiden Elektroden als mit Asbest isolierte Stahlstäbe auszubilden. Von den Elektroden abschmelzendes Material verursacht dann nicht einmal eine geringfügige Verunreinigung der Metallschmelze, weil es sich um Eisen bzw. einen Schlackenbildner handelt. Das an die Elektroden angeschlossene Anzeigegerät kann ein Ohmmeter oder ein Strommesser sein, beides Geräte, die von dem Konverter od. dgl. entfernt aufgestellt werden können. Die Erfindung ist im folgenden an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform näher erläutert, die in der Zeichnung veranschaulicht ist. Die Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung eine erfindungsgemässe Vorrichtung samt Schmelzgefäss, teils in Ansicht, teils im Schnitt. In der Zeichnung ist ein als Ganzes mit dem Bezugszeichen --10-- versehener Behälter, z. B. eine Konverterbirne, gezeigt, dessen bzw. deren Wandung aus einem äusseren Stahlmantel --12-- und einer inneren Auskleidung --14-- aus feuerfesten Steinen besteht. Innerhalb des Behälters-10- befindet sich ein Bad aus geschmolzenem Metall-16--, das eine (nicht gezeigte) Schrottbeschickung EMI2.1 die aus Stahl bestehen und mittels einer Asbestumhüllung isoliert sind, die sowohl als Wärmeisolation als auch als elektrische Isolation dient. Wie die Zeichnung zeigt, können die Elektroden--22 und 24-in einem Winkelabstand von 1800 gegeneinander versetzt sein. Der Wikelabstand ist indessen nicht von wesentlicher Bedeutung. Die eine Elektrode --22-- ist so angebracht, dass sie über die Mündung der Sauerstofflanze --20-- hinaus um eine vorbestimmte Strecke vorsteht, die in der Zeichnung mit--X--bezeichnet ist. Die andere Elektrode--24--erstreckt sich über die erste - hinaus um ein weiteres Stück nach unten, und berührt beim Absenken der Lanze den Metallspiegel demnach früher als die erstgenannte Elektrode. Die Elektrodenstäbe --22 und 24-sind auf beliebige Weise z. B. mit Bändern-26-an der Lanze befestigt. Die oberen Stabenden sind über zwei elektrische Leitungen--28--an ein EMI2.2 Auf diese Weise ist ein Reihenstromkreis. zusammengeschaltet, der von der einen Elektrode-24-- über die zu ihr gehörende Leitung--28--, eine Klemme des Niveau-Anzeigegerätes--30--, die EMI2.3 eintauchen, und das Anzeigegerät eine Anzeige vermittelt. Beim Betrieb des Konverters wird die Lanze-20-in den Behälter-10-gesenkt, und das Anzeigegerät-30-gibt eine Anzeige, wenn die Elektrode --22-- die Schlackenschicht berührt. Da das Metall --16-- jedoch eine grössere Leitfähigkeit als die Schlacke --18-- besitzt, zeigt sich am Anzeigegerät --30-- eine plötzliche Änderung der Anzeige, wenn bei der weiteren Abwärtsbewegung der Lanze--20--beide Elektroden--22 und 24--die Oberfläche des Metallbades --16-- erreicht haben (diese Stellung ist in der Zeichnung in gestrichelten Linien gezeigt). Diese veränderte Anzeige liefert ein Bezugsmass für die tatsächliche Stellung der Lanze in bezug auf'das Metallbad. Nunmehr kann die Lanze --20-- auf die gewünschte Höhe über dem Bad eingestellt und der Blasvorgang durch Zufuhr von Sauerstoff durch die Lanze --20-- hindurch begonnen werden. Da die Elektroden, insbesondere Stahlstäbe, während des Blasens meistens abschmelzen, ist die Vorrichtung so konstruiert, dass sie. zwischen den einzelnen Blasvorgängen leicht ausgewechselt werden können. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Einstellen des Abstandes zwischen der Mündung einer Blaslanze und einem mit Schlacke überschichteten Metallspiegel, bei welchem gemeinsam mit der Lanze zwei über die Lanzenmündung vorspringende Elektroden abgesenkt werden, bei Berührung beider Elektroden mit dem <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 vorstehenden Elektrode auf dem Schlackenspiegel der Schaltkreis geschlossen und das Schliessen mit dem Anzeigegerät festgestellt wird,hierauf die Lanze und die Elektroden weiter abgesenkt werden und mit Hilfe der von dem Anzeigegerät beim Auftreffen der weniger weit vorstehenden auf den Metallspiegel angezeigten plötzlichen Widerstandsänderung des Schaltkreises ein Bezugsniveau ermittelt und anschliessend die Lanze samt den Elektroden gegenüber diesem Bezugsniveau angehoben und hiedurch die Lanzenmündung in den gewünschten Abstand von dem Metallspiegel gebracht wird.2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit zwei voneinander elektrisch isolierten, an einer Blaslanze befestigten und über deren Mündung vorstehenden Elektroden und mit einem an diese angeschlossenen Schaltkreis, mit dem ein Anzeigegerät betätigbar ist, EMI3.2 Mündung der Lanze (20) und der einen Elektrode (24) um eine Länge grösser als der vorgegebene Abstand (X) der andern Elektrode (22) ist. EMI3.3 EMI3.4
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