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Verpackung und damit verpackte Gegenstände mit nicht planaren Oberflächen
Die Erfindung betrifft eine Verpackung und damit verpackte Gegenstände mit nicht planaren Ober- flächen, wobei die Gegenstände passend ineinander gestapelt und von einer starren Umhüllung umge- ben sind.
Kartoffel-Chips u. a. schnitzelartige Knabberartikel werden im allgemeinen regellos in Beuteln ver- packt, die aus einem oder mehreren Blättern von Wachspapier oder Pergamentpapier bestehen. Dieser
Verpackungstyp ist zwar verhältnismässig billig, bietet aber wenig Schutz gegen die Belastungen, denen die zerbrechlichen Chips bei der Handhabung und beim Versand ausgesetzt sind, so dass sich sehr häufig eine erhebliche Anzahl zerbrochener Chips in den Beuteln befindet. Ferner kann bei Verpackungsbeuteln, die regellos beispielsweise mit Kartoffelchips gefüllt werden, eine erhebliche Menge Sauerstoff und Wasserdampf mit den Chips verpackt werden. Ferner ist es möglich, dass hiebei der Eintritt von zusätzlichem
Sauerstoff und Wasserdampf durch die Verpackung nicht vollständig verhindert wird.
Die Anwesenheit von Sauerstoff und Wasserdampf in der Verpackung ist unerwünscht, da der Sauerstoff mit dem von den Chips festgehaltenen, zum Rösten verwendeten Fett zu reagieren pflegf, wodurch das Fett ranzig wird und den Chips ein unangenehmer ranziger Geruch und ranziger Geschmack verliehen wird, während der Wasserdampf bewirkt, dass die Chips ihre Knusprigkeit verlieren und einen schalen Geschmack annehmen. Als Folge der Verwendung dieses Packungstyps ist die normale Lagerbeständigkeit von KartoffelChips und andern Knabberartikel auf Grund des Einsetzens oxydativer Ranzigkeit und Schalheit verhältnismässig kurz, nämlich etwa 2 oder 3 Wochen. Nach dieser Zeit sind die Chips nicht mehr in einem annehmbaren Zustand, und die während dieser Zeit nicht verkaufte und verzehrte Ware wird gewöhnlich weggeworfen.
Abgesehen von dem mangelnden Schutz des Produkts, der mit den bisherigen Verpackungsmethoden verbunden ist, ist die hiebei erhaltene Packung auf Grund der geringen Dichte, die sich durch die regellose Anordnung der darin verpackten Chips ergibt, ziemlich sperrig. Daher ist eine übermässig grosse Menge an Verpackungsmaterial erforderlich, wodurch sich wegen des verwendeten zusätzlichen Verpackungsmaterials höhere Kosten ergeben. Diese Beutel sind zwar die vorwiegende Verpackungsform für Knabberartikel, wie Kartoffel-Chips, es werden jedoch auch Büchsen, insbesondere für grössere Chipmengen verwendet. Die verwendeten Büchsen haben jedoch gewöhnlich Aufschiebedeckel aus Metall und sind nicht in dem Masse abgedichtet, das notwendig ist, um den Zugang von Sauerstoff und Wasserdampf in das Innere der Büchse zu verhindern.
Ausserdem ist es auf Grund der geringen Schüttdichte der Chips erforderlich, eine verhältnismässig grosse Büchse für eine verhältnismässig geringe Zahl von Chips zu verwenden, wodurch die Kosten einer solchen Verpackung für Kartoffel-Chips zu hoch werden.
Erfindungsgemäss wird jetzt vorgeschlagen, dass die Gegenstände schnitzelförmige oder chipsartige Knabberartikel, insbesondere Kartoffel-Chips sind, die im wesentlichen gleiche Grösse und Form haben und jeweils in zwei im Winkel zueinander stehenden Ebenen gekrümmt sind, und dass die Knabberartikel aufeinandergestapelt in einem starren, zylindrischen, rohrförmigen, gasundurchlässigen Behälter angeordnet sind, wobei der Durchmesser des Behälters nur geringfügig grösser ist als die projizierte Länge des Artikels und wobei gleiche Achsen benachbarter Artikel aufeinanderliegen.
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Bestandteile <SEP> Quadratmetergewicht
<tb> Polypropylen <SEP> (25, <SEP> 4 <SEP> li) <SEP> 24,41 <SEP> g
<tb> Klebstoff <SEP> 1, <SEP> 63 <SEP> g
<tb> Aluminiumfolie <SEP> (8,9 <SEP> y) <SEP> 22,78 <SEP> g
<tb> Polyäthylen <SEP> (12,7 <SEP> p) <SEP> 13,02 <SEP> g
<tb> Kraftpapier <SEP> 48,81 <SEP> g
<tb> Klebstoff <SEP> 1, <SEP> 63 <SEP> g
<tb> Kraftkarton <SEP> (0, <SEP> 30 <SEP> 5 <SEP> mm) <SEP> 205 <SEP> g
<tb> Klebstoff <SEP> 1, <SEP> 63 <SEP> g
<tb> Kraftkarton <SEP> (0, <SEP> 305 <SEP> mm) <SEP> 205
<tb> 523, <SEP> 91 <SEP> g <SEP>
<tb>
Bei dem vorstehend beschriebenen Aufbau wird der Konstruktion durch das Kraftpapier und den Karton aus Kraftzellstoff die notwendige Steifigkeit verliehen, während die Aluminiumfolie die Sperre für den Zutritt von Sauerstoff und Wasserdampf bildet.
Das Polyäthylen dient zum Kaschieren des Papiers mit der Folie, während das Polypropylen als zusätzliche Sperre für den Fall, dass sich Poren in der Folie ausbilden, und gleichzeitig als elastischer Überzug für die Folie vorgesehen ist, um sie gegen Oberflächenkratzer u. dgl. zu schützen. Ein Etikett kann aussen auf die Seitenwand geklebt werden. Das Etikett kann aus Papier bestehen, auf das die Bezeichnung und die Art des darin verpackten Produkts gedruckt sind. Es ist auch möglich, eine bedruckte Folie als Etikett zu verwenden.
Die Folie ist eine zusätzliche Sperre für den Durchgang von Sauerstoff und Wasserdampf und ergibt ein reizvolles metallisches Aussehen.
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Ein solches Etikett kann den folgenden Aufbau haben :
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<tb>
<tb> Bestandteil <SEP> Quadratmetergewicht
<tb> Kraftpapier <SEP> 48, <SEP> 81g <SEP>
<tb> Klebstoff <SEP> 1, <SEP> 63 <SEP> g <SEP>
<tb> Aluminiumfolie <SEP> (76, <SEP> 2 <SEP> bt) <SEP> 19, <SEP> 52 <SEP> g <SEP>
<tb> Druckfarbe <SEP> 3, <SEP> 25 <SEP> g <SEP>
<tb> 73. <SEP> 21 <SEP> g <SEP>
<tb>
Zahlreiche andere Werkstoffe und derenKombinationen, die den gewünschten Ausschluss des Sauerstoffs gewährleisten, können natürlich sowohl für die Seitenwand als auch für das Etikett verwendet werden.
Der Behälter --10-- ist mit den Verschlüssen --12 und 13-versehen, die durch Anbördeln daran befestigt werden und die Verpackung hermetisch abdichten. Fig. 3 und 4 veranschaulichen die Abdichtung und die Art und Weise, wie der obere Verschluss --13-- und der untere Verschluss --12-- an einer aus Faserstoff bestehenden Seitenwand--11-- befestigt werden. die ein Schichtstoff der vorstehend beschriebenenArt sein kann. Zwar ist nur der obereVerschluss --13-- dargestellt. jedoch kommen die Abdichtung und die Methode. die dargestellt und vorstehend beschrieben wurden, auch für den unteren Ver- schluss --12-- in Frage.
In Fig. 3 ist der obere Verschluss --13-- mit einem Flansch --14-- dargestellt. der einen grösseren Aussendurchmesser hat als die Seitenwand Der Körper des oberen Verschlusses --13-- ist vertieft und liegt in einer Ebene, die einen Abstand von der Ebene hat, in der der Flansch --14-- liegt. Der
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gegen dieinnenseite derSeitenwand-11-- legt, wie inFig. 3 dargestellt. Der Flansch --14-- wird dann angebördelt, indem er über die Aussenseite der Seitenwand --11-- gebogen wird. wodurch diese gegen den vertieften Teil des oberen Verschlusses --13-- geklemmt wird. wie in Fig. 4 dargestellt.
Hiedurch wird eine gasdichte Abdichtung zwischen dem oberen Verschluss --13-- und der Seitenwand --11-- erzielt. DieStirnverschlüsse --12 und 13-- können aus einem beliebigen Material bestehen, das im wesentlichen undurchlässig für Sauerstoff und Wasserdampf ist. Vorzugsweise werden sie aus Metallen hergestellt, die der Verpackung zusätzliche Steifigkeit verleihen. Der obere Verschluss --13-- kann gegebenenfalls mit einer Abreisslasche und einer geschwächten Reisslinie versehen sein, die einen abreissbaren Öffnungsstreifen begrenzt. Wenn diese Art eines oberen Verschlusses verwendet wird, dient als Werkstoff vorzugsweise Aluminium, um das Einreissen zu erleichtern, obwohl auch verzinntes Blech geeignet ist.
Im Behälter ist eine Vielzahl von dünnen, gleichmässig geformten Schnitzeln oder Chips verpackt, die so übereinander geschichtet sind, dass sie einen geradlinigen Stapel bilden, wie in Fig. 1 dargestellt. Die Erfindung eignet sich zwar besonders gut zum Verpacken von Kartoffel-Chips, jedoch ist sie auch zum Verpacken anderer chipförmiger Knabberartikel, wie Maischips, Weizenchips u. dgl., geeignet. Zwar ist nur ein einzelner Stapel dargestellt, jedoch können mehrere Stapel von Chips in einer einzigen Verpackung untergebracht werden.
Um zu verhindern, dass die Chips durch Anstossen gegen die Seitenwände der Verpackung bei den verschiedenen Beanspruchungen während der Handhabung und des Versandes übermässig beschädigt werden, kann eine gewellte Hülle-16-, deren Wellen in Längsrichtung der Verpackung verlaufen, an der Innenseite des röhrenförmigen Behälters --11-- eingeschoben werden. Geeignet für diesen Zweck ist eine Manschette aus einseitig gewelltem Pergamentpapier.
In Fig. 2 ist der röhrenförmige Behälter zwar mit rundem Querschnitt dargestellt, jedoch kann er auch elliptischen Querschnitt oder eine beliebige andere gewünschte Form haben.
Die Chips können bequem aus der Verpackung entnommen werden, indem sie aus der Öffnung herausgeschüttet werden. Dies kann geschehen, indem der Deckel --13-- entfernt wird. Nach dem Öffnen kann die Verpackung erneut verschlossen werden, indem ein elastischer Deckel --17-- über den offenen Rand des Behälters geschoben wird. Der Deckel-n-kann durch Spritzgiessen aus Äthylen, Polypropy- len od. dgl. hergestellt werden und trägt dazu bei, das Produkt frisch zu halten, indem die Menge an zusätzlichem Sauerstoff oder Wasserdampf, die nach dem erstmaligen Öffnen der Verpackung in diese eindringen, verringert wird.
Es ist wesentlich, dass die zu verpackenden Chips sowohl hinsichtlich der Grösse als auch der Form so gleichmässig sind, dass sie unter Bildung eines ausgerichteten Stapels übereinandergeschichtet werden
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können. Ungleichmässige Chips können nicht wirksam übereinandergeschichtet werden, sondern müssen regellos in der Verpackung verteilt werden, wobei eine grössere Verpackung mit verschwendetem Raum erhalten wird und zusätzlicher Sauerstoff und zusätzlicher Wasserdampf mit den Chips verpackt werden.
Die Gleichmässigkeit der Chips für die Zwecke der Erfindung erstreckt sich nicht nur auf die allgemeine
Form und Oberflächenkrümmung, sondern auch auf die Grösse der Chips. Wenn gleichmässige Chips als
Stapel angeordnet werden, der eine geradlinige Rolle darstellt, entsteht weniger Bruch dadurch, dass be- nachbarte Chips eng gegeneinander. gelegt sind. Hiebei ergibt sich gegenüber äusseren Beanspruchungen und Belastungen die gleiche Reaktion wie bei einem Schichtgebilde, das eine viel grössere Festigkeit hat als die Einzelschichten, aus denen es besteht.
Es ist zwar möglich, gleichmässige Chips von planarer Scheibenform zu verwenden, jedoch hat ein
Stapel solcher Chips eine geringeFestigkeit in Querrichtung und bietet seitlichen Belastungen ausser der- jenigen, die sich durch die Reibung zwischen benachbarten Chips ergibt, nur wenig Widerstand. Gemäss der Erfindung werden daher nichtplanare Chips verwendet, die einheitlich geformt sind, damitbenach- barte Chips sich eng gegeneinanderlegen, um hiedurch die Querfestigkeit des erhaltenen Stapels und seinen Widerstand gegen seitliche Belastungen zu verbessern. Ebenso wie durch das Übereinanderstapeln der Chips eine Schichtstruktur in axialer Richtung erzielt wird, wird gleichzeitig durch gleichmässige Krümmung der Oberflächen der Chips ein Schichteffekt in Querrichtung erzielt.
Zwar können Chips er- folgreich verpackt werden, wenn ihre oberen und unteren Hauptoberflächen aus einzelnen Krümmungen gebildet werden, wie in Fig. 7 und 8 dargestellt, jedoch wird mit Chips, deren obere und untere Hauptflächen in einheitlicher Weise in je zwei orthogonalen Ebenen gekrümmt sind, wie in Fig. 5 und 6 dar- gestellt, ein Stapel erhalten, der grössere Querfestigkeit und-steifigkeit hat. Chips mit dem in Fig. 7 und 8 dargestellten parabolischen Querschnitt bilden einen Stapel mit Querfestigkeit und-steifigkeit in allen Richtungen mit Ausnahme der Richtung senkrecht zum Querschnitt von Fig. 8. In dieser Richtung verhält sich der Stapel ähnlich wie ein Stapel aus flachen, planaren Scheiben. In allen andern Richtungen erhöht jedoch der Schichteffekt benachbarter Chips die Querfestigkeit erheblich.
Chips, die die in Fig. 5 und 6 dargestellte Sattelform haben, weisen eine doppelte, kreuzweise ausgerichtete Oberflächenkrümmung auf, durch die der Schichtungseffekt in allen Querrichtungen erzielt wird, und die keinen Schlupf zwischen benachbarten Chips in irgendeiner Querrichtung zulässt. In jeder der beiden orthogonalen Ebenen, die durch den Flächenschwerpunkt der Chips verlaufen, ist der Radius der Krümmung der Chipoberfläche, der einen Schlupf verhindert und Festigkeit und Steifigkeit in Querrichtung sicherstellt, vorzugsweise nicht grösser als etwa 25 cm, insbesondere nicht grösser als etwa 13 cm. Vorzugsweise ist dieser Krümmungsradius nicht kleiner als etwa 13 mm.
Zahlreiche Variationen der Form sind innerhalb dieses Rahmens möglich, jedoch ist es zweckmässig, die allgemeine Form zu verwenden, in der Kartof- fel-Chips zur Zeit verkauft werden, d. h. die Sattelform, da dies eine Form ist, mit der die Verbraucher vertraut sind und die bei ihnen Anklang findet.
Die Erfindung eignet sich besonders für Chips, die aus rohen Kartoffelscheiben hergestellt sind, oder für Chips, die aus einem nach einem bestimmten Rezept hergestellten Teig auf Kartoffelbasis hergestellt sind, der zu Fladen einer Dicke von etwa 0, 23 bis 0, 76 mm ausgerollt wird, und aus dem im wesentlichen einheitlich geformte Stücke geschnitten und geröstet werden. Die so hergestellten Chips können nach dem Rösten eine Dicke von etwa 0,76 bis 1, 3 mm haben.
AlsFolge der Verpackung von einheitlich grossen und einheitlich geformten Chips gemäss der Erfindung wird die Grösse des Luftraums oder Raums, der von den Chips nicht eingenommen wird, im Vergleich zu dem Raum bei Verpackungen, in denen die Chips regellos verteilt sind. erheblich verringert. Da der Luftraum in der Packung kleiner ist, wird weniger Sauerstoff und weniger Wasserdampf mit den Chips verpackt, so dass die effektive Lagerbeständigkeit der in dieser Weise verpackten Chips auf Grund der verringerten Neigung zu oxydativer Schädigung und zu Schalwerden verlängert wird.
Abgesehen von der verlängerten Lagerbeständigkeit und dem geringeren Btuch von Chips hat die enge Aneinanderlegung der Chips gemäss der Erfindung auch zur Folge, dass die Chips während des Versandes und der Handhabung in der Verpackung nicht zusammensacken, so dass die Verpackungen nach dieser Handhabung nicht den Eindruck erwecken, dass sie schlecht gefüllt sind, wie es bei den üblichen Verpackungen und Verpackungsmethoden für Kartoffel-Chips gewöhnlich der Fall ist.
Um eine weitere Verlängerung der Lagerbeständigkeit der in dieser Weise verpackten Kartoffel-Chips zu erzielen, kann im Behälter --10 -- eine Inertgasatmosphäre vorgesehen werden. Das Inertgas verdrängt ien Sauerstoff, der gewöhnlich vorhanden wäre, und verhindert hiedurch den Einsatz des oxydativen Ranzigwerdens des zum Rösten verwendeten Fetts. Im allgemeinen wird Stickstoff verwendet, wenn eine [nertgasatmosphäre in einer Verpackung vorgesehen werden soll, jedoch sind auch andere Gase, wie Kohlendioxyd, Argon, Neon u. dgl., geeignet.