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VerschliessbarerKleiderhalter.
Ein für sich verschliessbarer und von dem jeweiligen Benützer selbständig zu be- dienender Kleiderhalter muss in seiner Handhabung denkbarst einfach sein, wenn er von wirklich praktischem Werte sein soll. Hiezu gehört nicht allein, dass für das Aufhängen von Mantel, Hut und Schirm drei verschiedene und voneinander getrennt liegende Aufnahmeteile vorhanden sind, und die Art und Weise sowohl des Aufhängens von Mantol und Kopfbedeckung, als auch des Einklemmens eines Schirmes bzw. Stockes, mit beliebig geformtem Handgriff, leicht erkennbar ist, sondern auch, dass sowohl das Verschliessen als auch das Öffnen der räumlich getrennt liegenden Aufnahmeteile von nur ein und derselben Schliessstelle aus bewirkt wird.
Auf diese Punkte hat der Erfinder deshalb sein besonderes Augenmerk gerichtet und neben einer praktischen Anordnung und Ausgestaltung der Auf-
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eingehende Behandlungsvorschriften leicht verständlich und deren Benutzung selbst unbeholfenen Personen ermöglicht ist. Den einfachsten und aus sich selbst heraus leicht erkennbaren Schliessvorgang bildet aber das gewöhnliche Schloss mit drehbarem Schlüssel, wie es fast überall im Haushalt an Türen, Schränken, Schubkasten, Koffern usw. zu finden ist.
Ein solches Schloss ist daher auch-u. zw. als einzige Betätigungsstelle -bei diesem neuen verschliessbaren Kleiderhalter zur Vermittlung nicht allein der Sperrung, sondern auch der Freilegung der aufgehängten Bekleidungsstücke, oder auch anderer abzulegender Gegenstände angewendet, dessen Schlüssel, wie üblich und wie von all und jedem gebannt, zu drehen ist.
In der Zeichnung ist der Kleiderha1ter in seiner Offenstellung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 die innere Einrichtung desselben von der Rückseite gesehen. Fig. 2 gibt eine Seitenansicht unter Wegnahme der vorderen Soitenwand und mit Fortlassung des Schirmhaitors. Fig. 3 zeigt die Vorderansicht des Halters. Fig. 4 zeigt die Stock-oder Schirmklemme.
Der Halter besteht aus einem an die Wand anschraubbaren Gehäuse ?. dessen Vorderwand geneigt steht und den IIuthalter 2 trägt. Diese"vordere Wandflche besitzt
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wand befindlichen rechteckigen Ausschnitt falltürartig verschliesst, gleichzeitig durch Winkel 18 den Mantelhaken 3 verriegelt, ferner auch den Übergreifer 5 auf den IIuthalter 2 drückt.
Als Halter für den Stock bzw. Schirm ist eine federnd zusammenschnappende, seitlich
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drehbar angeordnet sind, und deren Kiauenhebel innerhalb des Gehäuses mittels eines am Schlossriegel 4 angeordneten gezahnten Kreissegmentes 14, welches bei Verschlussstellung des Schlossriegels in die Drehungsebene der Klauen tritt, festgelegt, oder auch-in anderer Anordnung-mittels einer während des Verschliessens des Halters durch den
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eines Stoclies eingenommenen Stellung festgehalten werden.
Die Grösse des Zahnrades 9 ist in bezug auf den Hub des Riegels 4 derartig ge- wählt, dass für den Weg von der Offen-in die VorschlusssteHung des Halters keine volle Umdrehung, sondern nur eine Teildrehung der Schlüsselachse 8 erforderlich wird ; hiedurch ist die Möglichkeit geschaffen, mittels einer einzigen Feder JC, die exzentrisch auf die Achse 8 einwirkt, den Schlossriegel sowohl in seine Offen-als auch seine Verschlussstellung spannend zu ziehen, daneben aber auch, je nach der Stellung des Exzenterstiftos unter
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des Verschlusses erforderliche grösste Kraftleistung in die handbequemero Drehrichtung verlegt werden kann.
Ferner ist infolge der Teildrehung der Schlüsselachse gleichzeitig auch der Vorteil erzielt, dass der Schlüssel ohne Anwendung einer besonderen Vorrichtung
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nur in einer der beiden Endstellungen, entweder in der Offen- oder in der Verschluss- stellung, herausgenommen werden kann. Bei vorliegendem Halter ist hiefür die Verschlussstellung gewählt. so dass für gewöhnlich, d. h. bei nicht benutztem, offenstehendem Halter der Schlüssel 7 im Schloss 6 steckt und nicht entfernbar ist.
Hat'der jeweilige-Benutzer des Halters seine Garderobestücke auf die Aufnahmeteile des letzteren gehängt, so braucht ersterer als einzige Manipulation nur den Schlüssel zu drehen, um eine Sperrung dieser Teile herbeizuführen, Nach Erreichung der Sperrstellung dieser Teile tritt auch der Schlüsselbart gegenüber seinem Einfl1hrungsschlitz ; der Benutzer zieht den Schlüssel heraus, wodurch die Schlosszuhaltungen den Riegel 4 in dieser seiner
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einzig und allein die Einführung des in das Schloss passenden Schlüssels und seine Drehung, wodurch sämtliche Aufnahmeteile wieder freigelegt werden.
Während - wie aus den Figuren ersichtlich-der durch den Schlossriegel fallturartig verschlossene Schacht nur den Oberteil des Mantels mit dem Aufhängse ! verdeckt, lässt sich dieser Schacht in seiner Verlängerung nach unten auch so ausgestalten, dass derselbe den ganzen Mantel oder dg1. vollständig einschliesst und ihn mittels desselben Schlossriegels 4 vor Entwendung sichert.
Die Konstruktion des Halters ermöglicht auch leicht und in einfachster Weise die Anordnung einer automatischen Einrichtung, wodurch dieser verschliessbare Kloiderhalter zu einer selbstkassierenden Vorrichtung ausgestaltet wird, die nur nach Einführung einer oder mehrerer vorgeschriebener Geldmünzen betätigt worden kann. In den Zeichnungen (Fig. 1 und 3) ist eine solche Einrichtung zu erkennen. Der Schlossriegel 4 besitzt in seiner Flächenmitte eine Aussparung 18 (siehe Fig. 1), die zum grössten Teil durch eine Deckplatte J ! ; 2 mit Kreisausschnitt 11 verdeckt wird.
Diese Aussparung 18 ist hauptsächlich von rechteckiger Form, um einem an der Vorderwand des Gehäuses J drehbar gelagerten Sperrhaken 19 Platz zu lassen, sie erweitert sich aber zu einem kreisförmigen Einschnitt 21, welcher während der Offenstellung des Halters sich mit dem in der Vorderwand liegenden Loch 10 deckt und bildet ferner an der Stelle 20 den Schlossriegel 4 zu einer Nase aus.
Der mit dem Riegel 4 in gleicher Ebene liegende Sperrhaken lf) verhindert somit für gewöhnlich die Verschiebung des letzteren in die Verschlussstellung, indem er der Nase 2U des Riegels Halt bietet. Wird jedoch durch die in der Vorderwand des Gehäuses eingeschnittene Kreisöffnung 10 (Fig. 3) eine Geldmünze eingeführt und in den dahinterliegenden, der Grösse der vorgeschriebenen Münze entsprechenden kreisförmigen Einschnitt 21 des Riegels gelegt, so wird der Verschluss des Kleiderhalters ermöglicht, indem die Münze, durch den sich verschiebenden Riegel 4 mitgenommen, an der zur Gleitbahn im Winkel stehenden Kante des Sperrhakfns entlang gleitet und letzteren so weit hebt, dass der Schlossriegel mit seiner Nase 20 freie Bahn gewinnt.
Ist der Riegel nun mittels des Schlüssels 7 in die Sperrstellung verschoben, so fällt die Münze infolge schräger Lage des iüegc ! a aurch Jen Ausschnitt 11 der Deckplatte 72 in den Geldkasten (der jedoch in der Zeichnung der besseren Übersichtlichkeit halber fortgelassen ist). Soll der Halter nicht durch Einlage einer, sondern durch zwei oder mehr Geldmünzen verschlossen bzw. geöffnet werden können, so ist eine den Münzen gleiche Anzahl von Sperrhaken zu verwenden und letztere entweder neben oder übereinander, jeder für sich federnd, anzuordnen.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verschliessbarer Kleiderhalter, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das Verschliessen als auch das Beseitigen der Verschlüsse sämtlicher, d. h. mindestens dreier getrennt voneinander liegender, zum Aufnehmen von Mantel, Schirm oder Stock und Hut usw. bestimmter Teile, von derselben Schliessstelle aus mittels eines und desselben Schlüssels bewirkt wird.