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Lagergestell zum Lagern von Käselaiben
Die Erfindung betrifft ein Lagergestell mit mehreren übereinander liegenden Lagerböden zum Lagern von Käselaiben.
Es ist bekannt, dass die Käselaibe von Formkäse, wie z. B. von Emmentalerkäse, zwecks Reifung und Alterung auf Lagergestellen mit mehreren übereinander liegenden Lagerböden gelagert werden, wobei die Lagergestelle auf zwei gegenüberliegenden Seiten mit Lagerzapfen versehen sind und in Lagerböcken drehbar gelagert sind, um das von Zeit zu Zeit notwendige Wenden der Käselaibe durch Drehung des Gestelles um 1800C zu erleichtern. Dabei sind die Lagerböcke, in denen diese Gestelle drehbar gela gertsind, meist mit Laufrollen oder Rädern versehen, damit sie auch örtlich verschoben werden können.
Ein Nachteil dieser bekannten sogenannten Wendegestelle besteht darin, dass sie nicht so hoch gebaut werden können, wie das die Raumhöhe des Raumes, in dem sie untergebracht sind, zuliesse, weil es sehr schwierig wäre, die verhältnismässig schweren Käselaibe, die immerhin ein Gewicht von 80 bis 110 kg haben können, auf die oberen Lagerböden zu setzen und weil anderseits der Wendevorgang wegen des hohen Gewichtes von Hand zu mühsam durchzuführen wäre.
Ein weiterer Grund dafür, dass man die Wendegestelle nicht so hoch bauen kann, besteht darin, dass hohe Wendegestelle beim Wenden einen zu grossen Platz beanspruchen. Ausserdem werden die Wendegestelle durch die Lagerböcke, in denen sie drehbar gelagert sind, sehr verteuert.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Lagergestell mit mehreren übereinander liegenden Lagerböden zum Lagern von Käselaiben zu schaffen, mit dem es möglich ist, die gesamte Höhe des Raumes, in dem sie untergebracht sind, nahezu vollständig auszunutzen, ohne dass dabei die erwähnten Schwierigkeiten des Einlegens der Käselaibe in die oberen Lagerböden auftreten und bei denen ein Lagergestell nicht mehr notwendig ist.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass auf einer der Vertikalseiten des Lagergestelles zwei im Abstand voneinander, symmetrisch und parallel zur horizontalen Symmetrieachse des Lagergestelles angeordnete Hohlschienen zur Aufnahme der Gabelzinken eines Wende-Hubstaplers befestigt sind.
Dadurch wird es ermöglicht, die Lagergestelle vermittels eines Hubstaplers übereinander zu setzen, so dass die gesamte zur Verfügung stehende Raumhöhe annähernd vollständig ausgenutzt werden kann, so dass auf der gleichen Bodenfläche des Raumes doppelt so viele Käsegestelle unterbringbar sind, wie dies bei der herkömmlichen Gestellart möglich war. Das Wenden der einzelnen Gestelle kann dabei ebenfalls mit dem Hubstapler selbst durchgeführt werden, der zu diesem Zweck mit um 1800 drehbaren Wendegabeln ausgerüstet ist.
Zweckmässig ist es dabei, dass die Hohlschienen aus einem Vierkantrohr bestehen und an beiden Enden offen sind.
Ein Vierkantrohr, das an beiden Enden offen ist, bietet einerseits den Vorteil, dass es sich an dem Gestellrahmen gut, beispielsweise durch Schweissen oder Anschrauben, befestigen lässt und dass der Ga- belstaplervonzwei Seiten her das Gestell aufnehmen kann. Aus Festigkeitsgründen und um eine sichere Kupplung zwischen den Hohlschienen und den Gabelzinken des Wende-Hubstaplers zu erzielen, ist in
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weiterer Ausbildung der Erfindung vorgesehen, dass sich die Hohlschienen über die ganze Breite des Lagergestelles erstrecken.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Dabei gehen aus der Zeichnung und der Beschreibung hiefür weitere Erfindungsmerkmale hervor.
Auf einem unteren Lagergestell--1-- steht ein genau gleich ausgebildetes Lagergestell--2--. Beide Lagergestelle sind jeweils mit Lagerböden --3 und 4-- ausgerüstet und bestehen in an sich bekannter Weise jeweils aus einem geschweissten kastenförmigen Eisenrahmen --5 und 6--. An der Rückseite ist jedes Lagergestell --1 und 2-- mit Hohlschienen-7, 8 bzw. 9 und 10-- ausgerüstet, die jeweils am Gestellrahmen --5 bzw. 6-- angeschweisst sind und sich über die ganze Breite der Rückseite erstrecken.
Diese Hohlschienen --7, 8, 9 und 10-- bestehen jeweils aus einem Vierkantrohr, das an beiden Enden offen ist. Ausserdem sind an der Rückseite jedes Gestelles --1 und 2-- zwischen den einzelnen Lagerböden--3und 4-- jeweils Stützteile --11 und 12-- angeordnet, die beim Wenden ein Herausrutschen des Käselaibes verhindern, wenn die Rückseite gleichzeitig Unterseite wird.
Das Versetzen und Wenden der Lagergestelle --1 und 2-- erfolgt mittels eines sogenannten Wende-
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--14die höhenverstellbar auf zwei Laufschienen gelagert ist. Die Gabelzinken --14 und 15-- stehen in einer vertikalen Ebene übereinander und sind so geformt, dass sie in den Hohlraum der Hohlschienen --7, 8-bzw. --9, 10-- in Richtung des Pfeiles --18-- eingeschoben werden können.
Die Benutzung dieser Lagergestelle --1 und 2-- erfolgt so :
Das Lagergestell --2-- wird erst nach dem Einlegen der Käselaibe auf seine Lagerböden --4-- auf das Lagergestell-l-aufgesetzt. Dazu wird selbstverständlich der Wende-Hubstapler --13-- verwendet, indem die Gabelzinken --14 und 15-- in die Hohlschienen-9 und 10-- eingefahren werden und das ganze Gestell hochgehoben wird. Auf diese Weise wird eine Reihe von jeweils zwei übereinander stehendenLagergestellen-lund2-gebildet, wobei die jeweils benachbarten Lagergestelle eng aneinandergestellt werden. Wenn dabei die Lagergestell-Reihe die ganze Breite eines Raumes einnimmt, ist es zweckmässig, am einen Ende der Reihe das obere Lagergestell --2-- fehlen zu lassen.
Der Grund hiefür wird ersichtlich aus der nun im folgenden beschriebenen Reihenfolge des Wendens der einzelnen La- gergestelle-l und 2--.
Wenn sämtliche Lagergestelle --1 und 2-- einer Reihe, die die ganze Breite eines Raumes einnimmt, also sich von Wand zu Wand erstreckt, beginnt man an dem Ende der Reihe, wo auf dem unteren Lagergestell--1-- das obere Lagergestell --2-- fehlt. Der Wende-Hubstapler --13-- erfasst dann zuerst das allein stehende untere Lagergestell--1--, hebt es in Richtung des Pfeiles --20-- etwas vom Boden ab, zieht es in Richtung des Pfeiles --19-- aus der Reihe heraus und wendet es durch eine Drehbewegung um 1800 um die Wendeachse --23-- in Richtung des Pfeiles --22-- und setzt es anschliessend wieder an seinen ursprünglichen Platz in der Reihe.
Danach wird das obere Gestell--2-- von dem be- nachbarten unteren Gestell-l-abgehoben, aus der Reihe herausgefahren, um die Wendeachse-24in Richtung des Pfeiles --22-- gewendet und dann aber auf das zuerst gewendete untere Lagergestell - gesetzt. Danach kann das zweite untere Lagergestell--1-- auf dieselbe Weise aus der Reihe herausgenommen, gewendet und wieder hereingesetzt werden. Diese Vorgänge wiederholen sich dann, bis sämtliche Lagergestelle --1 und 2-- der gesamten Reihe gewendet sind und am Schluss dann wieder ein unteres Lagergestell-l-übrig bleibt, auf dem das obere Lagergestell --2-- fehlt.
Wenn die Lagergestellreihe nicht die ganze Breite eines Raumes einnimmt, sondern am Ende der Reihe durch einen Zwischenraum bestehen bleibt, in dem zusätzlich ein Lagergestell abgesetzt werden kann, so besteht auch die Möglichkeit, auf jedes untere Lagergestell --1-- ein oberes Lagergestell--2-aufzusetzen. In diesem Falle beginnt dann das Wenden an dem Ende der Lagergestell-Reihe, wo es möglich ist, das nunmehr zuerst gewendete obere Lagergestell --2-- auf dem Boden abzusetzen und dann das untere Lagergestell --1-- nach dem Wenden auf das Lagergestell--2-- aufzusetzen.
Die erfindungsgemässen Lagergestelle ermöglichen eine optimale Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Lagerraumes und haben den wesentlichen Vorteil, dass sie mit einem Wende-Hubstapler transportiert, versetzt und gewendet werden können, was eine erhebliche Arbeitserleichterung und Zeitersparnis mit sich bringt.
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