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Einrichtung zur Erfassung von Überschlägen
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erfassung von Überschlägen auf der Ausgangsseite eines Gleichrichtergerätes, insbesondere für elektrostatische Hochspannungsfilter, bei der in den Ausgangsgleichstromkreis ein Serienwiderstand geschaltet ist, an dem ein dem Gleichstrom proportionaler Spannungsabfall entsteht, wobei die im Falle eines Überschlages an dem Serienwiderstand auftretende Wechselspannung zur Anzeige verwendet wird.
Es sind bereits mehrere Lösungen bekanntgeworden, die ein Kriterium für den Überschlag bzw.
Kurzschluss am Ausgang eines ein-oder mehrphasigen Gleichrichtergerätes liefern, welches mit einer primären Reihenimpedanz zur Begrenzung des Kurzschlussstromes und einem Stellglied zur Steuerung der Ausgangsgleichspannung ausgestattet ist. So sind Einrichtungen bekanntgeworden, bei denen eine gleichspannungsseitige Unterspannung erfasst wird. Diese Einrichtungen haben den Nachteil, dass das Unterspannungskriterium auch beim Einschalten des Gerätes vorhanden ist. Bei Hochspannungsgleichrichtern ist ein teurer Spannungsteiler erforderlich.
Bei andern bekannten Einrichtungen erfolgt eine Differenzierung der Gleichspannung, womit auch hier der Nachteil verbunden ist, einen Spannungsteiler vorsehen zu müssen.
Es ist auch bekanntgeworden, eine Differenzierung der Transformatorprimärspannung zu verwenden. Diese Massnahme weist den Nachteil auf, dass hochfrequente Einschwingvorgänge, wie sie z. B. durch das Stellglied eingeleitet werden können, Überschläge vortäuschen.
Bei Erfassung des primären oder gleichstromseitigen Überstromes ergibt sich der Nachteil, dass bei Wahl einer starren Vergleichsschwelle diese grösser gewählt werden muss als der Gerätenennstrom ist. Bei Teillastbetrieb wird diese Schwelle nicht überschritten. Um diesen Nachteil zu beseitigen, muss die Vergleichsschwelle stromabhängig nachgeführt werden, was insbesondere bei hoher Überschlagshäufigkeit sehr aufwendig wird.
Ferner ist durch die deutsche Auslegeschrift 1113443 ein elektrostatischer Staubabscheider im Sinne der eingangs dargelegten Einrichtung bekanntgeworden, wobei jedoch lediglich die am Serienwiderstand auftretenden niederfrequenten Wechselspannungen, die im Falle eines Überschlages durch Stromänderungen verursacht werden, zur Anzeige verwendet werden.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die Nachteile der bekannten Einrichtungen zu vermeiden und ein belastungsunabhängiges Kriterium für den gleichstromseitigen Überschlag zu erhalten.
Erfindungsgemäss ist vor dem Serienwiderstand parallel zu den Ausgangsklemmen des Gleichrichtergerätes eine Kapazität angeordnet, die sich im Kurzschlussfall in Form einer hochfrequenten, gedämpften Schwingung über den Serienwiderstand entlädt, an welch letzteren ein zu einer Vorrichtung zur Anzeige des Überschlages führendes Hochpassfilter angeschlossen ist.
Mit dieser Massnahme wird nicht nur das angestrebte Ziel erreicht, sondern auch ermöglicht, in Verbindung mit einer kontaktlosen bzw. elektronischen Steuerung die Überschlagshäufigkeit, z. B. bei Entstaubungsanlagen, bis zu einer sehr hohen Überschlagsdichte zu regeln. Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemässen Lösung besteht darin, dass das hochfrequente Signal nur von der an den Kapazitäten liegenden Spannung und nicht vom Belastungszustand des Gleichrichtergerätes abhängt.
Vorteilhafterweise ist die Kapazität teilweise oder zur Gänze durch die Wicklungskapazität des
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Gleichrichtertransformators, durch die Kapazität des Gleichrichters, durch die Leitungskapazität und bzw. oder durch einen Zusatzkondensator gebildet.
Die Kapazitäten liefern mit den vorhandenen Induktivitäten hochfrequente Einschwingungsvorgänge, die durch das Hochpassfilter von der niederfrequenten Welligkeit des Ausgangsgleichstromes und der Anzeigevorrichtung bzw. einer Steuerung zugeführt werden können.
Zweckmässigerweise ist an das Hochpassfilter über ein Steuergerät ein Wechselstromsteller angeschlossen, der im Primärkreis des Gleichrichtergerätes liegt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich an Hand der Zeichnungen, in denen zwei Ausführungsbeispiele dargestellt sind. Fig. 1 zeigt ein Prinzipschaltbild einer erfindungsgemässen Einrichtung und Fig. 2 eine Anwendung bei einem elektrostatischen Hochspannungsfilter.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. l liegt die Primärseite--l--eines Hochspannungstransformators über eine Strombegrenzungsdrossel-2--und einen Thyristorwechselstromsteller --3-am Netz. Die Sekundärseite --4-- führt über eine Gleichrichterbrücke-5, 6, 7, 8- an ein Gerät - -9--, dessen Eingang auf innere Überschläge überwacht werden soll.
Hiefür ist in den Gleichstromkreis ein Widerstand--10--geschaltet, an den ein Hochpass - -11-- angeschlossen ist, der zu einer Anzeigevorrichtung --12-- führt.
Für die Funktion der erfindungsgemässen Einrichtung sind die bei der praktischen Ausführung
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und aus dem Zusatzkondensator--16--besteht, entlädt sich bei einem Überschlag im Gerät --9-und es entsteht am Widerstand --10-- ein hochfrequenter Einschwingvorgang, welcher mit dem nachgeschalteten Hochpassfilter --11-- vom welligen Gleichstrom bzw. den am Widerstand--10-gleichfalls auftretenden niederfrequenten Wechselspannungen, die im Falle von Überschlägen durch Stromänderungen verursacht werden, getrennt wird.
Am Ausgang des Hochpassfilters --11-- tritt bei jedem überschlag ein Signal auf, das in der
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Anwendung finden, wobei die Anzeigevorrichtung --12-- nach einem oder mehreren Überschlägen gegebenenfalls automatisch die Abschaltung der Anlage herbeiführt.
Selbstverständlich ist die Einrichtung auch bei andern Gleichrichterschaltungen, z. B. ein-oder mehrphasigen Gleichrichtern, verwendbar.
In Fig. 2 ist eine erfindungsgemässe Einrichtung mit einem elektrostatischen Entstaubungsfilter - -17-- dargestellt, das an Stelle des Gerätes --9-- nach Fig. 1 tritt. An das Hochpassfilter--11ist ein Steuergerät --18-- angeschlossen, das mit dem Thyristorwechselstromsteller--3--in Verbindung steht.
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--17-- ein überschlagüberschlagshäufigkeit erreicht wird.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
So kann an Stelle der Strombegrenzungsdrossel--2--der Transformator-1, 4-- selbst als Streutransformator ausgebildet sein. An die Stelle des Thyristorwechselstromstellers können auch andere Stellglieder, z. B. Transduktoren, Stelltransformatoren u. dgl. treten. Die Einrichtung eignet sich auch zur Erfassung von Kurzschlüssen und raschen Stromänderungen.