<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Überwachen des Laufes von Geräten mit wechselnder Drehzahl, insbesondere von Kopierwerken für Pendelseilbahnen od. dgl.
Kopierwerke von Pendelseilbahnen, Schrägaufzügen od. dgl. dienen häufig nicht nur als Fahrtbildanzeiger, sondern haben gleichzeitig auch die Aufgabe, Steuervorgänge, z. B. Fahrtgeschwindigkeitsänderungen, Anhalten und Ingangsetzen der Seilbahnwagen u. dgl., auszulösen. Es wäre daher hauptsächlich aus Sicherheitsgründen erwünscht und vielfach auch notwendig, den richtigen Lauf bzw. die einwandfreie Funktion des Kopierwerkes dauernd zu überwachen und einen auftretenden Defekt im Kopierwerk sofort anzuzeigen. Vorrichtungen, die diesen Zweck erfüllen, also eine eindeutige, im Falle eines Versagens rasch ansprechende überwachung von Kopierwerken ermöglichen, sind bisher aber noch nicht bekanntgeworden.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Überwachen des Laufes von Geräten mit wechselnder Drehzahl, insbesondere von Kopierwerken für Pendelseilbahnen od. dgl., überhaupt zu schaffen.
Es bereitet keine Schwierigkeiten, laufend zu kontrollieren, ob sich die Endwelle des Kopierwerkes oder sonstigen Gerätes überhaupt dreht. Eine solche Kontrolle dürfte jedoch erst dann zu einem Signal führen, wenn die langsamste der betriebsmässig auftretenden Drehzahlen unterschritten wird. Da z. B. im Seilbahnbetrieb erhebliche Drehzahlschwankungen zu verzeichnen sind, würde im Falle des Auftretens eines Defektes während der Höchstdrehzahl des Bahnantriebes eine beträchtliche Zeit bis zur Anzeige der Störung verstreichen, weil die Drehzahl des Kopierwerkes erst auf Null sinken müsste, bis die Kontrollmeldung erfolgen kann. Es wäre auch möglich, der Endwelle des Kopierwerkes eine zweite Welle gegenüberzustellen, die von derselben Antriebswelle wie das Kopierwerk aber unabhängig vom Kopierwerk und gleichschnell wie dieses angetrieben wird.
Der synchrone Lauf der beiden Wellen könnte mit optischen oder andern Mitteln leicht überwacht werden. In diesem Fallüssten aber die kostspieligen Zusatzgeräte, wie Zwischengetriebe, Feinnachstellungsmechanismen u. dgl., die für das Kopierwerk erforderlich sind, in gleicher Weise für die Kontrollvorrichtung vorgesehen werden, was eine wesentliche Verteuerung und Erhöhung des technischen Gesamtaufwandes zur Folge hätte.
Der Erfindung liegt daher die weitere Aufgabe zugrunde, die eingangs erwähnte Vorrichtung so auszubilden, dass bei voller Betriebssicherheit mit einfachen und billigen technischen Mitteln das Auslangen gefunden wird.
Die Erfindung löst diese Aufgaben im wesentlichen dadurch, dass der Endwelle des zu überwachenden Gerätes eine langsamer als diese rotierende Kontrollwelle zugeordnet ist und auf den Wellen zwei durch Mitnehmer gekuppelte Scheiben od. dgl. angeordnet sind, von denen die eine mit der zugehörigen Welle über eine Rutschkupplung od. dgl. und die andere mit der andern Welle drehfest verbunden ist, wobei wenigstens ein auf das Lösen der Mitnehmer voneinander ansprechender Schalter od. dgl. vorgesehen ist, der in einem Stromkreis einer Signal- und/oder Sicherheitseinrichtung liegt.
Der Drehzahlunterschied zwischen der Endwelle des zu überwachenden Gerätes und der Kontrollwelle kann an sich beliebig gewählt werden, muss aber wenigstens so gross sein, dass die kleinstmögliche
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Welle drehfest verbunden ist, was ohne weiteres möglich ist, da ja die zweite Scheibe mit der ihr zugehörenden Welle über die durchgleitende Rutschkupplung in Verbindung steht. Solange dieser
Zustand vorherrscht, die Mitnehmer also einander berühren, erfolgt keinerlei Signalisierung oder
Steuervorgang. Bei Verlangsamung der Endwelle des zu überwachenden Gerätes unter die Drehzahl der
Kontrollwelle infolge eines Defektes in der Kraftübertragung des Gerätes lösen sich die Mitnehmer voneinander, so dass der Schalter anspricht und ein Signal ausgelöst oder die Sicherheitseinrichtung in
Tätigkeit gesetzt wird.
Es handelt sich also um eine verhältnismässig einfache, betriebssichere und rasch zur Wirkung kommende überwachungsvorrichtung.
Die Mitnehmer der Scheiben können selbst als Schalterkontakte ausgebildet sein, so dass der entsprechende Stromkreis bei Mitnehmerberahrung geschlossen ist und beim Lösen der Mitnehmer voneinander unterbrochen wird. Es ist aber auchöglich, an der einen Scheibe bzw. deren Mitnehmern
Schalter vorzusehen und die Mitnehmer der andern Scheibe lediglich zur Schalterbetätigung heranzuziehen, also beispielsweise als Druckfinger für die Schalter auszubilden.
Erfindungsgemäss ist eine weitere gleichartige Vorrichtung zusätzlich vorgesehen, deren eine Welle mit der Endwelle des zu überwachenden Gerätes und deren zweite Welle mit der Kontrollwelle antriebsverbunden sind, wobei aber die zweite Welle schneller als die erste rotiert. Mit Hilfe dieser zweiten Vorrichtung wird dann der Lauf der eigentlichen überwachungsvorrichtung vom Kopierwerk od. dgl. her ebenfalls überwacht.
Besonders zweckmässig ist es, wenn die Antriebe des zu überwachenden Gerätes einerseits und der Kontrollwelle anderseits von derselben Antriebswelle, aber unabhängig voneinander abgeleitet sind. Erfolgt nämlich der Antrieb des zu überwachenden Gerätes mit wechselnder Geschwindigkeit, was bei Kopierwerken die Regel ist, so wird auch die Kontrollwelle mit proportional wechselnder Geschwindigkeit angetrieben und es ist wesentlich leichter, die erforderliche Drehzahldifferenz zwischen der Endwelle und der Kontrollwelle bei jeder Geschwindigkeit der Gesamtantriebswelle aufrecht zu erhalten.
Bei Pendelseilbahnen wird am Ende jeder Fahrt, also zweimal während jedes Fahrtspieles, das Kopierwerk rektifiziert, um das Fahrtbild für die nächste Fahrt stets an der richtigen Stelle beginnen zu können. In weiterer Ausbildung der Erfindung ist nun bei Überwachung eines Kopierwerkes für Pendelseilbahnen der Schalter od. dgl. in einem Stromkreis der Sicherheitseinrichtung für die Seilbahn angeordnet und jeweils während der Kopierwerksrektifikation selbständig überbrückbar, wobei die überbrückung ein Signal auslöst. Würde die Überbrückung nicht stattfinden, so käme es während jedes Rektifiziervorganges zu einem Auslösen der Sicherheitseinrichtung, da sich dabei eine Verstellung des Kopierwerkes für sich ergibt, wodurch der Schalter od. dgl. betätigt wird.
Da die überbrückung aber signalisiert wird, kann die Überwachungsvorrichtung selbst jedesmal überprüft werden.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen überwachungsvorrichtung im Schema.
Von einer Seilscheibe --1-- einer Pendelseilbahn, die auf einer Welle --2-- sitzt, wird über einen Kettentrieb --3-- und ein Getriebe-4-ein Kopierwerk-5-angetrieben. Auf der Endwelle-6-des Kopierwerkes-5-ist eine Scheibe --7 -- frei drehbar gelagert, die mit der Endwelle --6-- durch eine Rutschkupplung --8-- verbunden ist.
Von der Welle --2-- wird über einen weiteren Kettentrieb --9-- eine der Endwelle-6-zugeordnete Kontrollwelle-10- angetrieben, deren Drehzahl im Normalbetrieb stets unter der Drehzahl der Endwelle --6-- liegt. Mit der Kontrollwelle --10-- ist eine Scheibe --11-- drehfest verbunden.
Die beiden Scheiben --7, 11-- sind durch Mitnehmer-12, 13, 14- gekuppelt, wobei die Mitnehmer --12-- einerseits und-13, 14- anderseits als Schalterkontakte ausgebildet sind und die Stromzuführung über Bürsten - -15-- od. dgl. zu den Scheiben-7, 11- erfolgt.
EMI2.2
--11-- dieScheibe-7-an einer rascheren Drehung und die Rutschkupplung --8-- gleitet. Der von den Mitnehmern--12, 13-- gebildete Schalter ist geschlossen ; dementsprechend auch ein überwachungsstromkreis, in dem der Schalter liegt.
Bei Auftreten eines Defektes, beispielsweise im Getriebe--4--, bleiben das Kopierwerk - -5--, die Endwelle-6-, die Scheibe --7-- und der Mitnehmer --12-- stehen, während sich die Scheibe --11-- und der Mitnehmer --13-- weiterdrehen, so dass der überwachungsstromkreis unterbrochen und dadurch ein Signal ausgelöst oder eine Sicherheitseinrichtung in Tätigkeit gesetzt
<Desc/Clms Page number 3>
wird. Der zweite Mitnehmer --14-- der Scheibe --11-- tritt bei Umkehr der Drehbewegung in Funktion.
Die Rutschkupplung mit der Scheibe-7-könnte auch auf der Kontrollwelle --10-- und dementsprechend die Scheibe --11-- auf der Endwelle --6-- angeordnet werden. Die Mitnehmer - 13, 14- lassen sich durch Schalter ersetzen, in welchem Falle der Mitnehmer --12-- nur die Funktion eines Druckorgans zur Schalterbetätigung erfüllt und die Stromzufuhr nur zu jener Scheibe führt, die die Schalter trägt. Dabei könen beide Schalter gleichzeitig stromführend sein, oder es kann jeder Schalter nur bei einer bestimmten Drehrichtung in den Stromkreis geschaltet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum überwachen des Laufes von Geräten mit wechselnder Drehzahl, insbesondere von Kopierwerken für Pendelseilbahnen od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass der Endwelle (6) des zu überwachenden Gerätes (5) eine langsamer als diese rotierende Kontrollwelle (10) zugeordnet ist und auf den Wellen (6, 10) zwei durch Mitnehmer (12, 13, 14) gekuppelte Scheiben (7, 11) od. dgl. angeordnet sind, von denen die eine (7) mit der zugehörenden Welle (6) über eine Rutschkupplung (8) od. dgl. und die andere (11) mit der andern Welle (10) drehfest verbunden ist, wobei wenigstens ein auf das Lösen der Mitnehmer (12, 13, 14) voneinander ansprechender Schalter od. dgl. vorgesehen ist, der in einem Stromkreis einer Signal- und/oder Sicherheitseinrichtung liegt.
EMI3.1