AT274866B - Verfahren zur Aufbereitung von metallhaltigen Schlacken - Google Patents
Verfahren zur Aufbereitung von metallhaltigen SchlackenInfo
- Publication number
- AT274866B AT274866B AT804963A AT804963A AT274866B AT 274866 B AT274866 B AT 274866B AT 804963 A AT804963 A AT 804963A AT 804963 A AT804963 A AT 804963A AT 274866 B AT274866 B AT 274866B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- slag
- bed
- metal
- processing
- containing slag
- Prior art date
Links
- 239000002893 slag Substances 0.000 title claims description 47
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 15
- 239000002184 metal Substances 0.000 title claims description 11
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 title claims description 11
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 22
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 claims description 11
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 5
- 238000001816 cooling Methods 0.000 claims description 3
- 230000035882 stress Effects 0.000 description 3
- 230000008646 thermal stress Effects 0.000 description 3
- ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N Calcium oxide Chemical compound [Ca]=O ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 2
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 2
- 239000004566 building material Substances 0.000 description 2
- 239000004035 construction material Substances 0.000 description 2
- 238000013016 damping Methods 0.000 description 2
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 2
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 2
- 229910000805 Pig iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000005299 abrasion Methods 0.000 description 1
- 238000009825 accumulation Methods 0.000 description 1
- 235000012255 calcium oxide Nutrition 0.000 description 1
- 239000000292 calcium oxide Substances 0.000 description 1
- 238000005266 casting Methods 0.000 description 1
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 1
- 229910000514 dolomite Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010459 dolomite Substances 0.000 description 1
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 1
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 description 1
- 230000001747 exhibiting effect Effects 0.000 description 1
- 238000004880 explosion Methods 0.000 description 1
- 230000036571 hydration Effects 0.000 description 1
- 238000006703 hydration reaction Methods 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 230000002262 irrigation Effects 0.000 description 1
- 238000003973 irrigation Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 238000011084 recovery Methods 0.000 description 1
- 238000007670 refining Methods 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 239000007921 spray Substances 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)
- Furnace Details (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Aufbereitung von metallhaltigen Schlacken Zur Erzeugung kornabgestufter Hochofenschlacke ist es bekannt, die flüssige Schlacke in ein dafür vorgesehenes Bett so abzugiessen, dass sich die Schlackenmenge gleichmässig über den Querschnitt des Giessbettes verteilt. Die erstarrte und an der Oberfläche abgekühlte Hochofenschlacke wird mit dem Heckaufreisser eines Raupenfahrzeuges in mehreren Durchgängen aufgerissen und dabei zerkleinert. Diese aufgebrochene Schlacke wird mit Wasser derart berieselt, dass sie bei der Aufgabe der nächsten Schlackenschicht durchfeuchtet ist. Auf diese Weise werden mehrere Schichten aufeinandergegossen, die jeweils in der geschilderten Weise zerkleinert werden. Im Gegensatz hiezu ist Gegenstand des Patentes Nr. 232529 ein Verfahren zur Aufbereitung von metallhaltigen Schlacken, gemäss dem ein Heissbett mit metallhaltiger Schlacke mittels eines Auslegerkrans beschickt, dort die Schlacke zerkleinert und das Eisen aus dieser weitgehend magnetisch ausgezogen wird, wobei die noch heisse Schlacke mit dem restlichen Eisen mittels des Kranes in ein Verarbeitungsbett umgelagert und dort berieselt wird, von wo sie im erkalteten Zustand zur Weiterverarbeitung abtransportiert wird. Ein solches Verfahren bietet durch Umlagerung der Schlacke in noch heissem Zustand in das Verarbeitungsbett die Möglichkeit, das Heissbett zu entlasten, wodurch sich dort praktisch kein flüssiges Eisen unter der Schlacke ansammeln und mit dem Abspritzwasser in Berührung kommen kann ; dadurch ist die Explosionsgefahr weitgehend ausgeschaltet. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass das Ausmass dieser Berieselung steuerbar ist, so dass die dadurch bewirkte Abkühlung ein Mass für das Auftreten von Spannungsrissen in den Schlackenstücken ist. Infolge des Auftretens vermehrter und weitgehend thermischer Spannungen wird aber ein Ablösen des Eisens von der Schlacke und damit die Trennung von Metall und Schlacke begünstigt. Um die heisse und mit erstarrtem Eisen durchsetzte Schlacke noch wirksamer zu beeinflussen, wurde gemäss Zusatzpatent Nr. 246760 das Verarbeitungsbett als Wasserbecken ausgebildet und hier die Schlacke durch Eigenhitze gedämpft und gekocht, wodurch die Schlackenkörper unter Freilegung des Metalles auseinanderfallen und zugleich der Kalk hydratisiert wird. Gemäss der Erfindung wird ein Verfahren in Vorschlag gebracht, das ermöglicht, Spannungsrisse aufweisende und weitgehend hydratisierte Schlacke in einem weiteren Arbeitsgang zu Strassenunterbaustoffen zu verarbeiten. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäss die in dem als Verarbeitungsbett ausgebildeten Wasserbecken durch Eigenhitze gekochte und gedämpfte metallhaltige Schlacke in einem weiteren, gegen Wärmeverlust isolierten Verarbeitungsbett (Mischbett) in mit flüssiger und teilweise vorerkalteter Hochofenschlacke als Wärmeträger abwechselnd geschichtet und planiert und beide Schlackensorten zusammen nach Abkühlung unter Druck aufgerissen. Die flüssige Hochofenschlacke und die in den Giesspfannen teilweise vorerkaltete Schlacke (Schalen) heizt die gekochte und weitgehend mit thermischen Spannungsrissen durchsetzte metallhaltige Schlacke auf, wobei infolge des hohen Feuchtigkeitsgehaltes der gekochten Schlacke durch Verdampfen des Wassers ein Dämpfungsvorgang einsetzt, der Spannungsrisse vorwiegend bei der Hochofenschlacke, <Desc/Clms Page number 2> insbesondere deren Schalen, auslöst und zudem einen zusätzlichen, praktisch vollkommenen Hydratisierungsvorgang bewirkt. Durch die allseitige Wärmeisolierung des weiteren isolierten Verarbeitungsbettes (Mischbett) kommt es dort zu einer Wärmestauung, woduch der Dämpfungsvorgang unterstützt und vervollkommnet wird. Nach längerer Liegezeit und dem Planieren der Schichten erfolgt das Aufbrechen der Schlacke durch mehrmaliges Aufreissen derselben unter Druck. Zu diesem Aufbrechen der Schlacke eignet sich ein Raupenfahrzeug mit Heckaufreisser und Planierschild, der je nach seiner Tiefenstellung durch seine in die Bettfüllung eingreifenden Zähne eine oder mehrere Schichten der Bettfüllung aufreisst, wobei dieser Vorgang durch den Raupendruck unterstützt wird. Die Schlacke zerfällt im Mischbett in stückige Körper, u. zw. als Folge seines durch die Zähne des Heckaufreissers ausgelösten Wahlvorganges. Dieser besteht darin, dass gegenüber den schlagfesten Schlackenkörpern die weicheren, nicht abriebfesten vermahlen werden. Die Folge davon ist nicht nur die Teilung der grösseren Schlackenkörper im Umfang der bestehenden thermischen Spannungsrisse, sondern das gleichzeitige Zerstören poriger und aller andern weicheren Schlacken sowie das Freilegen des Eisens. Da diese Aufbereitung auf den Einsatz nur eines Raupenfahrzeuges mit Heckaufreisser beschränkt ist, ist sie bedeutend einfacher und wirtschaftlicher als die bisher mit Bagger betriebene Aufbereitung, zumal das Raupenfahrzeug mit seinem Transportschild den Abtransport ausführen kann. Es entfallen die hohen Anschaffungs-, Betriebs-und auch Reparaturkosten der Bagger. Die so aufbereitete und ausgekühlte Schlacke wird einer magnetischen Aufbereitung mit hoher Eisenausbeute unterzogen. Infolge der hohen Eisenausbeute aus diesem Material ist ein eventuell notwendiger Brechvorgang erleichtert und wirtschaftlicher. Die hier anfallenden Schlackenkörper, die einen hohen Anteil an Feinkorn aufweisen, eignen sich als Strassenunterbaustoff, insbesondere für die Untergrundbefestigung. Der Vorteil der Erfindung besteht also darin, dass die eisenhaltige Schlacke, die wegen ihrer ungelöschten Kalk-und Dolomiteinschlüsse bisher als Strassenbaustoff ungeeignet war, für diesen Zweck auf wirtschaftlichste Weise erschlossen werden kann. Der Erfindung kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu, weil der Schlackenanfall aus der Stahlroheisenerzeugung gegenüber dem aus der Stahlveredelung rückläufig ist, und es mit Hilfe der Erfindung nunmehr möglich ist, die eisen-und kalkhaltige Schlacke als vollwertigen Ersatzstoff für Strassenbaustoff aufzubereiten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Aufbereitung von metallhaltigen Schlacken, gemäss dem ein Heissbett mit metallhaltiger Schlacke mittels eines Auslegerkrans beschickt, dort die Schlacke zerkleinert und das Eisen aus dieser weitgehend ausgezogen wird, wobei die noch heisse Schlacke in ein gemäss Zusatzpatent Nr. 246760 als Wasserbecken ausgebildetes Verarbeitungsbett umgelagert und dort durch Eigenhitze gekocht und gedämpft wird, nach Patent Nr.232529, dadurch gekennzeichnet, dass die gekochte und gedämpfte metallhältige Schlacke aus dem Verarbeitungsbett in ein weiteres gegen Wärmeverluste isoliertes Verarbeitungsbett (Mischbett) übertragen und dort in an sich bekannter Weise mit flüssiger und teilweise vorerkalteter Hochofenschlacke übergossen, abwechselnd geschichtet und planiert wird und beide Schlackensorten zusammen nach Abkühlung unter Druck aufgerissen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT804963A AT274866B (de) | 1963-10-08 | 1963-10-08 | Verfahren zur Aufbereitung von metallhaltigen Schlacken |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT232529D | |||
| AT804963A AT274866B (de) | 1963-10-08 | 1963-10-08 | Verfahren zur Aufbereitung von metallhaltigen Schlacken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT274866B true AT274866B (de) | 1969-10-10 |
Family
ID=25604404
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT804963A AT274866B (de) | 1963-10-08 | 1963-10-08 | Verfahren zur Aufbereitung von metallhaltigen Schlacken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT274866B (de) |
-
1963
- 1963-10-08 AT AT804963A patent/AT274866B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69735778T2 (de) | Verfahren zur Behandlung von rostfreien Stahlschlacken | |
| DE2802941A1 (de) | Anordnung zum herstellen von brechsanden aus mittels wasser granulierter hochofenschlacke | |
| AT274866B (de) | Verfahren zur Aufbereitung von metallhaltigen Schlacken | |
| DE2049046A1 (de) | Feuerfester Stoff fur die Ausfutterung von Roheisenrinnen und mulden o dgl | |
| DE702385C (de) | Rohrleitung fuer Spuel- oder Blasversatz | |
| DE3718336C2 (de) | ||
| DE2941833A1 (de) | Vorrichtung zur herstellung einer glasartigen bzw. verglasten hochofenschlacke | |
| AT236275B (de) | Verfahren zur Aufbereitung von Schlacke | |
| DE1170852B (de) | Verfahren zur Aufbereitung von Schlacke | |
| AT233455B (de) | ||
| AT246760B (de) | Anlage zur Aufbereitung von metallhaltigen Schlacken | |
| DE414123C (de) | Verfahren zur Herstellung von Rohren aus Asphalt und Beton | |
| DE500140C (de) | Verfahren zur groben Zerkleinerung (Granulation) von aus dem gluehend fluessigen Zustande erstarrenden Massen, insbesondere von Schlacken | |
| DE3943228A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines granulates aus blasstahlschlacke fuer zement | |
| AT237502B (de) | Verfahren zur Gewinnung von vorzerkleinerter Hochofenschlacke in Gießbetten | |
| DE1930394C3 (de) | Vorrichtung zur Wasseraufbereitung eisenhaltiger Stahlwerksschlacke nach dem Erstarren in einem schichtweise gefüllten Gießbett | |
| DE2809196A1 (de) | Leitung fuer fluessiges metall enthaltende fliessende materialien und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE479100C (de) | Betonrohre zum Einbringen des Spuelversatzes in Bergwerken unter Tage | |
| DE1608063C (de) | Verfahren und Anlage zum schichtweisen Gießen von Ferromangan | |
| DE947662C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum UEberfuehren von schmelzfluessigen Stoffen in fein zerkleinerte, zerklueftete Form | |
| DE1811713A1 (de) | Verfahren zur voraufbereitenden Gewinnung von Schlacke aus der Stahlherstellung | |
| DE1219872B (de) | Anlage zur Aufbereitung von metallhaltigen Schlacken | |
| DE2342752C3 (de) | Straßenbaustoff und seine Verwendung als Frostschutzschicht im Straßenbau | |
| DE690896C (de) | Bleihohlsteg fuer den Drucksatz | |
| AT300865B (de) | Verfahren und vorrichtung zur wasseraufbereitung eisenhaltiger schlacke aus der stahlherstellung nach dem erstarren in einem schichtweise gefuellten gieszbett |