AT274684B - Vorrichtung für die permanente Messung der Spannkräfte in Bodenankern - Google Patents

Vorrichtung für die permanente Messung der Spannkräfte in Bodenankern

Info

Publication number
AT274684B
AT274684B AT870866A AT870866A AT274684B AT 274684 B AT274684 B AT 274684B AT 870866 A AT870866 A AT 870866A AT 870866 A AT870866 A AT 870866A AT 274684 B AT274684 B AT 274684B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
anchor
anchors
elastic
measuring
tensioning
Prior art date
Application number
AT870866A
Other languages
English (en)
Inventor
Hansjoerg Dipl Ing Weber
Gottfried Ing Mayr
Original Assignee
Interfels Internationale Versu
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Interfels Internationale Versu filed Critical Interfels Internationale Versu
Priority to AT870866A priority Critical patent/AT274684B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT274684B publication Critical patent/AT274684B/de

Links

Landscapes

  • Force Measurement Appropriate To Specific Purposes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung für die permanente Messung der Spannkräfte in
Bodenankern 
Zur Sicherung von Erd- und Felsböschungen, Felshohlbauten, Brückenwiderlagern, Widerlagern von Staumauern u. dgl. werden in ständig zunehmendem Masse Erd- und Felsanker als Bauelemente verwendet. Wegen der bekannten Vorteile werden derartige Anker fast immer mit einer mehr oder weniger starken Vorspannung versehen. Spannkräfte in der Grössenordnung von 100 bis 300 to/Anker sind keine Seltenheit. 



   Die auf die Anker aufgebrachte Spannkraft kann sich einerseits durch Spannungsumlagerungen im verankerten Gebirge und die damit verbundenen Gebirgsbewegungen, anderseits auch durch
Veränderung der Bemessungsgrössen (freie Spannlänge) und der Eigenschaften der Konstruktionsteile (Materialalterung, Kriechen, Korrosion) der Spannanker verändern. 



   Eines der noch nicht vollständig gelösten Probleme bei Fels- und Erdverankerungen bildet der Umstand, dass die Anker zufolge ihrer mehr oder weniger hohen Vorspannung nicht immer im Bohrlochtiefsten so nachhaltig befestigt werden können, dass nicht doch ein Herauslösen des Ankers im sogenannten Haftbereich oder entlang der sogenannten Haftstrecke aus dem Ankerbohrloch erfolgt. In solchen Fällen nimmt die dem Anker gegebene Vorspannung verständlicherweise ab. Die dem Anker vom Konstrukteur zugewiesene Aufgabe ist damit nicht mehr erfüllt, und die Sicherheit des durch die Verankerung zu schützenden Bauwerkteiles, der Böschung usw. ist nicht mehr gegeben. 



   Die Schwierigkeit dieses Problems wird dadurch erhöht, dass der Haftbereich solcher Vorspannanker der direkten Kontrolle entzogen ist, weil er weder zugänglich noch sichtbar ist. Die notwendige laufende Kontrolle der Vorspannung bzw. ihrer eventuell möglichen Abnahme muss daher indirekt über geeignete Messvorrichtungen erfolgen. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, elastische Zwischenlagen zwischen Spannjoch und dem Bodenauflager am Bohrlochbeginn anzuordnen, die entweder der freien Einstellbarkeit des Spannankers oder aber der Sichtbarmachung einer Veränderung der Ankerspannung dadurch dient, dass die Deformationsveränderung der betreffenden elastischen Zwischenschicht (etwa in Form einer Spiralfeder) Rückschlüsse auf die jeweils herrschende Ankervorspannung zulässt. Derartige elastische Zwischenschichten wurden zunächst auch zur Einstellung der Grösse der Ankervorspannung herangezogen. Eine Messung der in derartigen mit elastischen Zwischenschichten eingebauten Spannankern herrschenden jeweiligen Spannung ist jedoch bisher nicht vorgeschlagen worden. 



   Die Erfindung bezweckt diese Nachteile zu beseitigen und besteht darin, für die permanente Messung der Spannkräfte in Bodenankern, bei welchen am Bohrlochbeginn zwischen Spannjoch und Bodenauflager eine elastische Zwischenschicht angebracht ist, dass die Enden der elastischen Zwischenschicht mit an sich bekannten Längenmessgeräten stets in unmittelbarer Verbindung stehen, welche die Verformung der Zwischenschicht im Gebrauchszustand messen und bei Unterschreitung vorgegebener Werte für die Ankerzugkraft über eine Fernleitung eine Alarmanlage   od. dgl.   auslösen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   In den Zeichnungen ist die Erfindung näher erläutert,   u. zw.   zeigt Fig. l eine gebräuchliche Vorrichtung zur Sicherung von Felsankern im Schnitt, während Fig. 2 die gleiche Schnittdarstellung für eine erfindungsgemässe Vorrichtung zeigt. Die Fig. 3 bis 7 zeigen Querschnitte durch verschiedene bekannte elastische Elemente, während die Fig. 8, 9 und 10 bekannte Messeinrichtungen zur Wegmessung der relativen Längenänderung des elastischen Elementes schematisch in Ansicht zeigen. 



   Eine der bekannten und gebräuchlichen Messvorrichtungen für Spannanker ist in Fig. l schematisch dargestellt. In das zu sichernde   Gebirge-G-wird   ein Bohrloch--l-in entsprechende Tiefe vorgetrieben und der Spannanker--2-- (entweder als Vollzylinderstab, oder aus entsprechend gebündelten und gewindelten Stahldrähten) in diesem versenkt. Neben dem   Spannanker --2-- wird   ein   Längenmessstab-3-bis   zum Bohrlochtiefsten eingeführt, der ohne Vorspannung durch das Bohrloch nach aussen ragt um Verschiebungen des Spannankers, etwa durch Lockerung seiner 
 EMI2.1 
 die   Schraubenmutter --6-- unter   Aufrechterhaltung der Zugspannung satt auf dem Anker-2festgezogen wird, um ihn solcher Art gegen das   Spannjoch--5-mit   Vorspannung festzuhalten.

   Zur   Überprüfung   ob die Sollspannung im Laufe der Zeit nicht nachgelassen hat, wird in einer Bohrung - 8-- des Spannankers --2-- ein Messstab --9-- eingelegt, dessen freies   Ende-b-vom   Kopfende --a-- des Spannankers --2-- einen bestimmten Abstand erhält. Das untere Ende   --b'-- des Messstabes-9--liegt hiebei   im bestimmten Abstand von der oberen   Fläche-a'--   des   Spannjoches--5--.   Mit einer geeigneten Vorrichtung kann die Messung der Abstandsdifferenz   --a-b-- kontrolliert   werden. 



   Diese Messvorrichtung gemäss Fig. 1 hat folgende Nachteile : Die Änderung der Abstandsdifferenz   (Strecke--a'-b'--)   hängt von der freien Vorspannlänge ab, die nicht immer konstant ist, ferner vom elastischen Verhalten der unter Vorspannung stehenden Konstruktionselemente, sowie von deren Querschnittflächen. Ausserdem gehen Temperaturänderungen der verschiedenen Konstruktionsteile in die Messergebnisse ein.

   Ein Hauptnachteil dieser bekannten Messvorrichtung besteht jedoch darin, dass die gesamte Sollspannkraft im fertig installierten Anker nur ungenau gemessen werden kann, da sie ja nur durch den hydraulischen Pressendruck bei der Montierung des Ankers zur Festziehung der   Schraubenmutter --6-- an   der betreffenden hydraulischen Presse genau gemessen wird, nach Festziehen der   Schraubenmutter --6-- und   nach Entfernung der hydraulischen Presse hingegen nur 
 EMI2.2 
 Wegdifferenz so klein, dass sie nur ungenau oder mit sehr teuren Präzisionsgeräten halbwegs verlässlich feststellbar ist. 



   Zur Behebung dieser, für die Praxis äusserst wesentlichen Mängel und zur Vermeidung der relativ 
 EMI2.3 
 Vorrichtung verwendet, wie sie schematisch in Fig. 2 dargestellt ist. Bei dieser wird ein an sich bekanntes elastisches, vorgespanntes, zweckmässig geeichtes   Element --10-- zwischen   Spannjoch -   5-und Spannjochwiderlager-4a-eingebaut,   dessen Zusammendrückung (elastische Deformation) in der Strecke--c-d--gemessen wird. 



   Die Zusammendrückung des elastischen   Elementes --10-- entspricht   sowohl der relativen Längenänderung zwischen der Verankerungsstrecke im Bohrlochtiefsten und dem   Spannjoch-5--   des   Ankers --2-- als   auch der absoluten Ankerkraft. Somit können die Längenänderung bzw. die Lageänderung des   Spannankers --2-- und   dessen absolute Spannkraft mit einer einzigen Messung erfasst werden. 



   In den Fig. 3 bis 7 sind verschiedene derartige bekannte Elemente dargestellt. Gemäss Fig. 3 besteht das vorgespannte, zusammendrückbare   Element--10--aus   einer Tellerfeder, die gemäss Fig. 4 auch doppelt, bzw. gemäss Fig. 5 auch in Batterieform vielfach als elastisches Element verwendet werden kann. Diese Tellerfeder hat den Vorzug in bezug auf ihre Belastungsdeformation genau eichbar zu sein und vor allem hohe Zugspannung von hunderten von Tonnen ohne Verlust ihrer Elastizität und ohne Bruchgefahr aufnehmen zu können. 



   An Stelle der Tellerfedern können gemäss Fig. 6 auch ein oder mehrere bekannte Kraftmessringe 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 verwendet werden. Schliesslich können gemäss Fig. 7 (namentlich bei geringeren Vorspannungen) auch ein oder mehrere Gummikörper od. ähnl. elastische Teile aus Kunststoff verwendet werden. Zur Erleichterung des Messverfahrens werden die elastischen Elemente in bezug auf ihre Deformationsfähigkeit in Abhängigkeit vom Pressdruck geeicht, um bei der Kontrollmessung ihre Deformation unter dem Vorspanndruck oder der jeweils herrschenden Spannkraft des Spannankers   --2-- ablesen   zu können. 



   In den Fig. 8, 9 und 10 sind drei Ausführungsbeispiele von für die Messung der Zusammendrückung des elastischen   Elementes --10-- in   der Technik gebräuchlichen Wegmessungsvorrichtungen dargestellt. In Fig. 8 ist hiezu eine   Messuhr --11-- oder Mikrometerschraube   dargestellt.

   In Fig. 9 ein photoelektrischer   Geber --12-- bzw.   ein Dehnmessstreifen und in Fig. 10 ein elektrischer   Messwertgeber-13-.   Durch diese an sich bekannten und mit den   Enden-c, d- der   elastischen   Zwischenschicht --10-- stets   in unmittelbarer Verbindung stehenden Einrichtungen kann sonach in der dargestellten Weise der Weg der Deformation des elastischen Elementes --10-- und bei Voreichung desselben schon unmittelbar die im   Spannanker --2-- herrschende   Vorspannung gemessen werden. 



   Die Vorteile der Vorrichtung sind folgende :
Durch die einfache Messung der Ankerbewegung können gleichzeitig die herrschenden Vorspannkräfte im   Anker --2-- gemessen   werden. Die Messausrüstung (Fig. 8 bis 10) ist für verschiedene Ankerkonstruktionen geeignet, die Spannkräfte der Messanker können jedesmal in absoluter Grösse gemessen werden. Die Messung ist unabhängig von der freien Vorspannlänge, vom elastischen Verhalten und der Form der Ankerkonstruktionselemente und weitestgehend unabhängig von Temperaturschwankungen. Die Messgenauigkeit ist bei geringeren oder zumindest gleichen Kosten wie bei den gebräuchlichen Messvorrichtungen grösser als bei diesen.

   Die Gestehungskosten für die Messausrüstung sind so gering, dass es möglich ist, nicht nur einzelne Kontrollanker-2--, sondern alle zur Verwendung kommenden   Spannanker --2-- mit   einer derartigen Messausrüstung auszustatten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Vorrichtung für die permanente Messung der Spannkräfte in Bodenankem, bei welchen am Bohrlochbeginn zwischen Spannjoch und Bodenauflager eine elastische Zwischenschichte angebracht ist, EMI3.1 Verformung dieser Zwischenschichte im Gebrauchszustand messen und bei Unterschreitung vorgegebener Werte für die Ankerzugkraft über eine Fernleitung eine Alarmanlage od. dgl. auslösen.
AT870866A 1966-09-15 1966-09-15 Vorrichtung für die permanente Messung der Spannkräfte in Bodenankern AT274684B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT870866A AT274684B (de) 1966-09-15 1966-09-15 Vorrichtung für die permanente Messung der Spannkräfte in Bodenankern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT870866A AT274684B (de) 1966-09-15 1966-09-15 Vorrichtung für die permanente Messung der Spannkräfte in Bodenankern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT274684B true AT274684B (de) 1969-09-25

Family

ID=3607876

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT870866A AT274684B (de) 1966-09-15 1966-09-15 Vorrichtung für die permanente Messung der Spannkräfte in Bodenankern

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT274684B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4243878C2 (de) Überwachungsvorrichtung für Bauelemente
DE69918444T2 (de) Erdanker
DE102006006242B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Durchführung von Belastungstests von im Boden befindlichen Pfählen oder Säulen
CH713640A2 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Messen einer Last.
CH640306A5 (de) Gebirgsanker sowie verfahren zur verankerung von gebirgsformationen mit demselben.
DE102018113429A1 (de) Verfahren zur Kraftmessung an einem Geogitter
EP2817465A1 (de) Vorrichtung zur krafteinleitung in zugglieder aus faserverstärkten kunststoff-flachbandlamellen
AT390515B (de) Messwertaufnehmer
CH623376A5 (de)
EP0006520A1 (de) Spannbarer Erd- und Felsanker
EP1537393A1 (de) Vorrichtung zur anzeige einer zugspannung
DE10010564C1 (de) Verankerung für ein Zugelement aus Faserverbundwerkstoff
AT274684B (de) Vorrichtung für die permanente Messung der Spannkräfte in Bodenankern
DE2439782B1 (de) Kraflmeßgerät für Anker im Bauwesen
DE69002007T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ankern der Schuppen einer armierten Erdwand.
DE4123013A1 (de) Verpressanker und verpresspfahl
DE801407C (de) Verankerungskonstruktion vorgespannter Stahleinlagen bei Spannbetonkoerpern
DE1908951A1 (de) Erdanker
AT283011B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Zugkräfte in Spannkabeln und Bodenankern mit vorgespannten Spannstählen
AT389171B (de) Vorrichtung zum messen von belastungen in verbundkoerpern
AT209597B (de) Vorrichtung zum Messen von Spannungen oder in solche umwandelbaren mechanischen Größen, z. B. Dehnung, Verschiebung, Temperatur, in Baukörpern, wie Betonkörpern u. dgl.
AT166560B (de) Verankerungsstücke für Bewehrungseinlagen von vorgespanntem Beton und Verfahren zu dessen Herstellung
DE972461C (de) Einrichtung zum Vorspannen von Stahlbetonbauteilen
AT208563B (de) Vorrichtung zum Verankern von Spanngliedern
DE975466C (de) Vorgespannter Bauteil und Verfahren zu seiner Herstellung