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Einrichtung zum Erstellen von Fadenstücken vorgegebener Länge
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Erstellen von Fadenstücken vorgegebener Länge an einer Webmaschine, bei welcher die Fäden von Fadenvorräten über mehrere gesonderte Fadenzubringer geführt sind und mittels dieser einem linear bewegbaren Mitnehmer einer Ablängeinrichtung dargeboten werden.
Bei Webmaschinen, bei welchen der in das Webfach einzutragende Schussfaden einem ausserhalb der Webmaschine angeordneten Fadenvorrat entnommen und ohne Verwendung einer Schussspule in das Webfach eingetragen wird, ist es bekannt, die Länge des Schussfadens vor dem Eintragen desselben in das Webfach festzulegen. Beispielsweise wird bei einer bekannten Anordnung der Faden durch einen Auszieher senkrecht zur Ladenbahn unter Abnehmen desselben von einem Fadenvorrat ausgezogen, während sein freies Ende von einer Fadenklemme gehalten wird. Zum Eintragen des noch mit dem Fadenvorrat verbundenen Fadens in das Webfach wird dann die Fadenklemme gelöst und die die abgemessene Länge des Fadens bestimmende Stelle des Fadens von einer zweiten Klemme gehalten. Der Schussfaden wird darauf unter Umlaufen einer Umlenkstelle am Schützen in das Webfach eingetragen.
Sollen nun Garne verschiedener Sorten, z. B. verschiedener Farben, als Schussmaterial verwebt werden, so muss vor jedem Schusseintrag das entsprechende Garn auf eine der Gewebebreite angepasste Länge abgemessen werden und es müssen Fadenzubringer vorgesehen sein, welche den jeweils gewünschten Faden dem Auszieher darbieten.
Die Erfindung hat nun den Zweck, eine Vorabmessung der Schussfäden zu ermöglichen, welche unabhängig davon, welche Garnsorte jeweils verwendet wird, stets die gleiche Faden- bzw. Garnlänge ergibt. Wären die vorbestimmten Faden- oder Garnlängen je nach Sorte verschieden, so hätte das z. B. den Nachteil, dass ein unerwünschter Garnabfall auftreten würde.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass bei einer Einrichtung der einleitend angegebenen Art, bei welcher voraussetzungsgemäss die Fäden von Fadenvorräten über mehrere gesonderte Fadenzubringer geführt sind und mittels dieser einem geradlinig bewegbaren Mitnehmer einer Ablängeinrichtung dargeboten werden, die Fadenzubringer zwischen der linearen Bewegungsbahn des Mitnehmers und einem beweglichen Fadenrückzieher angeordnet sind, welcher den jeweils dem Mitnehmer dargebotenen Faden in der der Ausziehbewegung der Ablängeinrichtung entgegengesetzten Richtung auszieht, wobei die Fadenführungen der Fadenzubringer in der jeweiligen Darbietestellung derselben mindestens ungefähr auf der Strecke liegen, welche den den jeweils dargebotenen Faden erfassenden Mitnehmer der Ablängeinrichtung mit dem Fadenrückzieher verbindet,
wenn sich der Mitnehmer und der Rückzieher in der äusseren Ausziehstellung zum Erstellen einer vorgegebenen Fadenlänge befinden.
Durch das Vorsehen des Fadenrückziehers ergibt sich ausserdem der Vorteil, dass bei geeigneter Steuerung desselben im Zusammenwirken mit einer Fadenklemme ein sauberes Schneiden des Fadens und ein Zubringen des geschnittenen Endes des Fadens zum Eintragsorgan mit einfachen Mitteln möglich wird. Durch dieses einfache Zubringen ergibt sich wieder der Vorteil, dass durch einfaches Ändern des Betrages des Ausziehens durch den Fadenrückzieher an einer gegebenen Maschine eine äusserst einfache Einstellung auf verschiedene Gewebebreiten möglich ist. Durch verschieden grosse Bewegungen des geschnittenen Fadenendes nach aussen ist es möglich, das letztere an die stets
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gleichbleibende Ruhestellung des Eintragorganes an der gegebenen Maschine zu bewegen.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel genau erläutert. Die Fig. l bis 5 der Zeichnungen stellen schaubildlich eine Gesamtansicht der erfindungsgemässen Einrichtung in fünf aufeinanderfolgenden Arbeitsphasen dar, die anschliessend im einzelnen erläutert werden.
Der besseren Übersichtlichkeit wegen ist in den Zeichnungen die Mehrzahl der üblichen Webmaschinenteile weggelassen. Die Lage der erfindungsgemässen Einrichtung auf der Webmaschine ist jedoch auf Grund des gezeichneten Gewebes --70-- und Faches --71,72-- ohne weiteres ersichtlich. Die Anordnung in bezug auf die nicht gezeichnete Lade, längs welcher sich das als Schützen - 32-- ausgebildete Eintragsorgan --32-- bewegt, ist am besten aus der Fig. 4 ersichtlich, in welcher der Schützen-32-in seiner Ruhestellung eingezeichnet ist. Die Blickrichtung in bezug auf die Webmaschine ist in allen Zeichnungen von hinten nach vorn.
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dient dem Erstellen von n Fadenstücken vorgegebener Länge.
Der Mitnehmer-43, 44- umfasst zwei Haken-43 und 44--, welche über ein Treibband --45-- angetrieben werden.
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Von dort sind sie über eine nicht gezeigte, bremsende Anordnung, über die Führungsstäbchen --73, 74-- und durch die Öffnungen in den Reiter-15, 16 und 17--, durch weitere Öffnungen --26, 27, 28-- und von diesen durch Ösen in den Fadenzubringern-46, 47 und 48-zum Gewebe - 70-- geführt, jeder der Reiter-15, 16 und 17-wird, wenn der ihm entsprechende Faden --23,24 bzw. 25-durch den Mitnehmer --43,44-- ausgezogen wird, angehoben, d. h. er wird während dieses Vorgangs vom Faden getragen.
Sobald der durch das Ausziehen bedingte Zug aufhört, fällt der entsprechende Reiter wieder nach unten, bis er auf einen Anschlag --14-- auftrifft. Die Höhenlage jedes auf dem Anschlag --14-- ruhenden Reiters --15,16,17-- lässt sich durch die entsprechenden Hülsen--75, 76, 77- beliebig einstellen. Eine nicht gezeigte, programmgesteuerte Steuereinrichtung betätigt die Fadenzubringer-46, 47 und 48--. Eine Betätigung z. B. des Fadenzubringers --46-- bewegt diesen, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, nach unten. In dieser Stellung
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zugeordneten Elektromagneten betätigt werden, wobei sie gegen die Spannung der Federn - --78, 79, 80-- nach unten gezogen werden.
Im weiteren ist ein Band --19-- vorgesehen, welches in der Mitte der Profilschiene-41und längs dieser verläuft. Dieses Band --19-- kann durch an beiden Enden desselben angebrachte Hebelanordnungen parallel zu sich selbst auf-und abbewegt werden. In den Zeichnungen ist nur die auf der rechten Webmaschinenseite, d. h. in den Zeichnungen auf der linken Seite vorhandene Hebelanordnung --20-- gezeigt. Oberhalb des Bandes --19-- sind von einem Träger-29- getragene Borsten-18-, ein Pelz, Plüsch od. dgl. vorgesehen, gegen welche bzw. welchen das Band - -19-- in seiner gehobenen Stellung anliegt oder in Berührung kommt.
Im weiteren ist noch der fest mit der Webmaschine verbundene Breithalter-50-ersichtlich, durch welchen das Gewebe --70-- in der Breite gestreckt wird. Das durch die Kettfäden gebildete Webfach ist mit-71, 72- bezeichnet. Ebenfalls fest am Webmaschinengestell befestigt ist ein schwenkbarer Arm-21-, welcher eine als Schussfaden-Schneidevorrichtung dienende Schere - und einen Fadentrenner --51-- trägt. Zum Schneiden eines der Schussfäden - -23, 24, 25-- wird der Arm --21-- geschwenkt, so dass die Schere-22-, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, sich unmittelbar an der Webkante befindet, wobei der Fadentrenner --51-- dafür sorgt, dass der zu schneidende Faden --25-- von den andern, nicht zu schneidenden Fäden --23, 24-- sauber getrennt wird.
Eine Fadenklemme --12-- ist an der profilschiene --41-- montiert und dient zum Halten des zum Zwecke der Längenbemessung erfassten Fadens, wie das aus den Fig. 3 und 4 für den Faden - ersichtlich ist. Die Steuerung dieser Klemme erfolgt über die Stange-52-. Bei einer
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vorgesehen. Diese umfasst den hakenartigen Teil-10-mit dem Schlitz --54-- und einen Luftzuführungskanal-30-, mittels welchem Luft aus der Düse --53-- geblasen wird, wodurch das gestrichelt gezeichnete Ende--83--des einzutragenden Schussfadens --25-- durch eine übergabestelle Schützen --32-- geblasen wird. Dieser Sachverhalt ist aus Fig. 4 ersichtlich.
Um ganz sicher zu gehen, dass das geblasene Fadenende --83-- durch die Öffnung - gelangt, kann zusätzlich noch eine Saugeinrichtung --36-- vorgesehen sein. Zum Einbringen des Endes --83-- des Fadens --25-- in den Schlitz --54-- ist der Einleger-55vorgesehen. Dieser ist als ein an seinem freien Ende einen Haken aufweisender Schwenkhebel ausgebildet. Die am hakenartigen Teil --10-- angreifende Feder --57-- hat die Tendenz, die Welle --58-- in dem Sinne zu drehen, dass sich der Haken des Einlegers --55-- gegen den Beobachter und nach unten bewegt, so dass ein von diesem Haken erfasster Faden in den Schlitz --54-- geführt wird. Mittels des Gestänges --60,61,62-- kann die Welle --58-- geschwenkt werden.
Der Einleger - ist so angeordnet, dass er jeden der von einem der drei Fadenzubringer --46,47,48-dargebotenen Faden erfassen kann. Er bewegt sich in einer lotrechten und zur Bahn des Mitnehmers - -43, 44-- senkrecht stehenden Ebene. Der Antrieb des Gestänges --60, 61 und 62-kann z. B. so erfolgen, dass die Stange --60-- mittels einer Nockenscheibe auf und ab bewegt wird.
Drehbar um eine Achse --84-- ist ein ebenfalls als Schwenkhebel ausgebildeter Fadenrückzieher --11-- vorgesehen, dessen Betätigung durch Auf-und Abwärtsbewegung der Stange
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-59-- erfolgt.Mitnehmers-43, 44- auszuziehen. Der Fadenrückzieher --11-- ist so angeordnet, dass er jeden der von einem der drei Fadenzubringer dargebotenen Fäden, insbesondere nachdem ein solcher bereits vom Einleger-55-gegen den Schlitz --54-- bewegt ist, mit seinem Haken erfassen kann. Der Fadenrückzieher --11-- ist in einer lotrechten Ebene schwenkbar, welche parallel zur Bahn des Mitnehmers-43, 44- liegt. Die Steurerung des Fadenrückziehers-11-ist in der Zeichnung nicht gezeigt.
Sie ist so ausgeführt, dass der Fadenrückzieher --11-- eine erste Teilbewegung im Gegenuhrzeigersinn ausführt, d. h. dass sich in der ersten Teilbewegung sein Haken in der Zeichnung nach links bewegt (s. Fig. 2). In einer zweiten Teilbewegung bewegt sich sein Haken wieder etwas nach rechts (s. Fig. 3). Darauf schwenkt er, wie in Fig. 4 ersichtlich, in einer dritten Teilbewegung kräftig in der Zeichnung entgegen dem Uhrzeigersinn nach links, um darauf, wie aus Fig. 5 ersichtlich, in einer vierten Teilbewegung um einen Teilbetrag der dritten Bewegung zurückzuschwenken. In seiner fünften Teilbewegung kehrt er wieder in seine Ausgangslage zurück. Eine solche Bewegung kann, wie dem Fachmann ohne weiteres klar ist, z.
B. durch eine Steuerung der Stange--59--mittels einer entsprechenden Nockenscheibe erzeugt werden.
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Fadenüberwachungseinrichtung-13--vorgesehen.Überwachungseinrichtung --13-- verläuft, wie das in der Arbeitsphase nach den Fig. 3 und 4 der Fall ist. Die Überwachungseinrichtung--13--ist von solcher Ausführung, dass sie einesteils ein Abstellsignal erzeugt, wenn in der Arbeitsphase nach Fig. 4 kein Faden über ihr vorhanden ist, und dass sie andernteils ein Abstellsignal erzeugt, wenn nach erfolgtem Fadeneintrag, d. h. nach der Arbeitsphase gemäss Fig. 5, ein Faden über ihr vorhanden ist.
Die Arbeitsweise der Fadenüberwachungseinrichtung --13-- ist so, dass durch Einwirkung des Nockens --85-- auf den Hebel--86-die Plättchen - periodisch zwischen die Plättchen --31-- abgesenkt werden. Dadurch wird das
Vorhandensein bzw. das Nichtvorhandensein eines Fadens über der Einrichtung --13-- angezeigt und damit können die gewünschten Abstellsignale erzeugt werden.
Für die Steuerung des Hebels --82-- der Klemme --12-- und des Einlegers --55-- ist die im Rhythmus der Arbeitsweise der Webmaschine schwenkbare Welle --61-- vorgesehen. Diese führt für jeden Eintrag eines Schussfadens in den Zeichnungen von links nach rechts, d. h. an der Webmaschine von rechts nach links, eine volle Arbeitsschwenkung aus. Zu Beginn einer solchen Arbeitsschwenkung und um diese zu erzeugen, wird die Antriebsstange --60-- nach oben bewegt.
Dadurch bewegen sich die Stangen --52 und 62-nach unten, wodurch eine Schwenkung des Hakens des Einlegers-55-gegen den Spalt --54-- und eine Bewegung des Hebels --82-- der Klemme --12-- nach unten bewirkt werden. Bei der weiteren Bewegung der Antriebsstange --60-- nach oben wird, während der Einleger--55--in seiner in Fig. 2 gezeigten Stellung durch einen Anschlag gehalten ist, die Klemme --12-- in ihre in Fig. 3 gezeigte, geschlossene Stellung gedrückt.
Mit dieser Schwenkung der Welle --61-- wird auch eine Schwenkung des Drückers --63--
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erhalten, welche, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, dazu benutzt wird, um die Betätigung der Schere - -22-- zu bewirken, wenn diese in ihre Arbeitsstellung neben die Gewebekante des Gewebes - geschwenkt ist. Durch die Schwenkung des oberen Teils des Drückers --63-- wird der Hebel --64-- gegen die Spannung einer Druckfeder um die Achse --66-- geschwenkt, wodurch die Schere --22-- betätigt wird.
Der Schützen --32-- ist nur in Fig. 4 gezeigt. Die gezeigte Stellung des Schützens--32--ist eine End- oder Ruhestellung. Der Schützen-32-weist zwei Öffnungen-33, 34- auf. Diese dienen als Übergabestellen zum übergeben des Fadens an den Schützen-32-. Wenn sich der letztere auf der in Fig. 4 gezeigten Seite der Webmaschine befindet, so wird das Fadenende--83-durch die Öffnung--33--durchgeblasen. Beim Abschiessen des Schützens wird das Fadenende - von der in der Öffnung --33-- angeordneten Fadenklemme --37-- gehalten. Diese besteht im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus zwei gegeneinander gepressten Plättchen. Zum Zwecke des Schusseintrags von der andern Seite her ist in der Öffnung --34-- die Fadenklemme --38-vorgesehen.
Der Mitnehmer-43, 44- ist am Treibband --45-- befestigt. Durch Antrieb dieses Bandes wird der Mitnehmer--43, 44-- längs der Profilschiene--41--bewegt. Auf der in den Zeichnungen nicht gezeichneten Seite der Webmaschine befindet sich ein zweiter Mitnehmer zum Bemessen der Längen der von der andern Seite einzutragenden Schussfäden. Es empfiehlt sich, beide Mitnehmer mit demselben Treibband--45--anzutreiben. Man erhält dabei den Vorteil, dass für den Ausziehvorgang praktisch eine volle Arbeitsperiode der Webmaschine zur Verfügung steht.
Zwischen der Düse --53-- bzw. dem Teil--10--und dem Gewebe --70-- befindet sich ausserdem eine Fadenführung--40--.
Im Betrieb der Anordnung wird zuerst durch eine Programmsteuerung einer der drei Fadenzubringer-46, 47 oder 48-- betätigt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, sei im gezeigten Beispiel der Fadenzubringer--46--nach unten bewegt worden. Damit gelangt der durch die Öffnung--28und die Öse des Fadenzubringers --46-- geführte Faden --25-- nach unten. Durch die nun
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geöffnet, d. h. die Plättchen --35-- sind in angehobenem Zustand.
In der Arbeitsphase gemäss Fig. 3 ist der Faden--25--bereits zu einem wesentlichen Teil
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Schwenkung zurück, d. h. in Fig. 3 im Uhrzeigersinn, ausführt. Da der Faden --25-- nun durch die Klemme --12-- gehalten ist, wird sein Teilstück zwischen dieser Klemme --12-- und dem Gewebe --70-- etwas locker.
Unterdessen wurde der Hebel--21--mit der als Schere-22-
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Platte-63--, dass nun bei der in Fig. 3 gezeigten Schwenkstellung des Hebels --21-- durch Drücken auf den Hebel--64--die Schere--22--den nun zwischen Klemme --12-- und
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Teilbewegung wieder für den Beobachter im Gegenuhrzeigersinn kräftig geschwenkt, so dass, wie in Fig. 4 gezeigt, das abgeschnittene Ende--83--des Fadens--25--unter Gleiten in der Fadenführung --40-- nach links gezogen wird. Sobald das Ende--83-aus der Führung-39- heraustritt, wird es durch die aus der Düse--53-ausströmende Luft gegen die übergabeöffnung --33-- im Schützen --32-- geblasen.
Die Fadenführung --40-- übt eine verhältnismässig schwache Bremswirkung auf die durch sie gezogenen Fäden aus. Der Zweck der Anbringung derselben
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ist, ein Verdrehen oder Verkringeln des Fadens beim Zurückziehen des Fadenendes unmittelbar nach dem Schneiden desselben durch die Schere --22-- zu vermeiden. Die dieser Arbeitsphase entsprechende Lage des Fadens --25-- ist in Fig. 4 durch eine ausgezogene Linie gezeigt.
Anschliessend bewegt sich der Fadenrückzieher --11-- in einer vierten Teilbewegung in die in Fig. 4 gestrichelt gezeigte Stellung, in welcher auch der Faden --25-- den gestrichelt gezeigten Verlauf aufweist. Dabei ist, wie ersichtlich, bei der Rückbewegung oder vierten Teilbewegung des Fadenrückziehers-11-das Fadenende--83-durch die Übergabeöffnung --33-- im Schützen - geblasen worden. Dieser Vorgang wird ausserdem durch die Saugeinrichtung --36-- unterstützt, in welche, wie in Fig. 4 gezeigt, das Fadenende--83--eingesaugt wird. Die Schwenkung der vierten Teilbewegung des Fadenrückziehers --11-- ist ihrem Betrage nach kleiner als die Schwenkung der dritten Teilbewegung.
Beim darauffolgenden Abschiessen des Schützens-32-wird das Fadenende-83-- durch die Klemmeinrichtung Schützen --32-- gehalten. Unterdessen bewegt sich die Antriebsstange --60-- wieder nach unten und die Welle --61-- beginnt, sich im umgekehrten Drehsinn zu schwenken. Damit öffnet sich die Klemme --12-- gleichzeitig mit dem Abschiessen des Schützens--32--und es beginnt der Eintrag.
Unterdessen wird auch durch die Hebelanordnung --20-- und die auf der andern Webmaschinenseite entsprechende Anordnung das Band --19-- angehoben. Weil in diesem
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44-- -43, 44-- freigegeben. Damit beginnt der Eintrag des Schussfadens --25-- in das Webfach - -71, 72--. Der nun durch das Webfach fliegende Schützen-32-, in welchem mittels der Klemme --37-- der Faden --25-- festgehalten ist, zieht diesen in das Webfach--71, 72-- ein, wobei das in der Länge bemessene, haarnadelförmige Stück-25-nachgezogen wird. Dieser Vorgang ist aus Fig. 5 ersichtlich.
Während dieses Eintragvorganges wird der Fadenrückzieher--11--in einer fünften Teilbewegung wieder in seine Ausgangslage zurückgeschwenkt.
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Teil des in der Länge zum voraus bestimmten Fadenstücks sich nicht verdreht oder Schlingen bildet.
In bezug auf die Arbeitsweise des Fadenwächters --13-- wurde bereits erwähnt, dass dieser in der Arbeitsphase gemäss Fig. 2 in seiner geöffneten Stellung ist. Beim Ausziehen des Schussfadens - durch den Mitnehmer-43, 44- verläuft der Faden --25-- oberhalb der Plättchen - -31--. Beim darauffolgenden Absinken der Plättchen --35-- verhindert der Schussfaden --25--, dass diese sich vollständig zwischen die Plättchen--31--legen können. Die Wirkungsweise des Fadenwächters --13 ist nun so, dass unter diesen Bedingungen kein Abstellsignal erzeugt wird.
Während nun der Schussfaden --25-- durch den der Fig. 5 entsprechenden Eintragvorgang ins
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entsprechend den verschiedenen Charakteristiken der Schussfäden verschiedene Längen ergeben könnte.
Um diese verschiedenen Längen zu kompensieren, sind die Reiter-15, 16 und 17-vorgesehen. Durch die Ösen eines jeden der Reiter--15, 16 und 17--verläuft je einer der verschiedenen
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Reiters wird der ausgezogene Faden um den durch das Absenken des Reiters gegebenen Betrag wieder verkürzt. Die Höhen der Reiter-15, 16 und 17--bzw. von deren Ösen können durch die verschiebbaren Hülsen --75,76 und 77-- beliebig eingestellt werden. Daher lässt sich der Betrag, um
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den ein gegebener Faden wieder zurückgezogen wird, nach Erfordernis einstellen und somit dem Charakter des Garnes anpassen.
In Fig. 4 ist ersichtlich, dass die Vorausbestimmung der Länge des eingetragenen Schussfadens --25-- vor allem durch den Mitnehmer-43, 44- gegeben ist, welcher den Faden-25-in Fig. 4 nach rechts auszieht. Anderseits ist die Vorausbestimmung der Länge auch durch die Ausziehbewegung des Fadenrückziehers-11-- (und des Einlegers 55) gegeben, welche in Fig. 4 nach links gerichtet ist. Diese in entgegengesetzten Richtungen ausgeführten Bewegungen zur Vorausbestimmung der Schussfadenlänge ergeben den weiteren Vorteil, dass die Längen stets praktisch gleich werden, unabhängig davon, welcher der Fadenzubringer-46, 47 oder 48-- betätigt wird.
Dies ist dadurch begründet, dass die Ösen der Fadenzubringer-46, 47, 48- mindestens ungefähr auf einer
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offensichtlich, dass ohne Vorsehung des Fadenrückziehers-II-, wenn also der Faden von den Fadenzubringern-46, 47 oder 48--während der Ablängung direkt zum Gewebe --70-- gerichtet
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Ein weiterer Vorteil der Einrichtung ist auch darin zu erblicken, dass der einzutragende Schussfaden nur eine einzige Umlenkstelle besitzt. Diese Umlenkstelle ist der Haken des Fadenrückziehers welcher sich ausserdem während des Fadeneintrags in das Webfach in seiner fünften Teilbewegung in seine Ausgangslage zurückbewegt.
Um den Sachverhalt möglichst günstig zu gestalten, empfiehlt es sich ausserdem, den Öffnungen oder Ösen in den Fadenzubringern-46, 47 und 48--eine solche Richtung zu geben, dass sie möglichst parallel zur Bahn des Mitnehmers--43, 44-bzw. zur Profilschiene --41-- sind. Anders ausgedrückt, gibt man diesen Öffnungen vorteilhafter Weise eine Richtung, die ungefähr parallel ist zur allgemeinen Richtung des in bezug auf die
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an der Profilschiene --41-- mit einer Saugeinrichtung verbundene Öffnungen angeordnet. Diese können über die ganze Länge der vom Mitnehmer-43, 44- gebildeten Schlaufe des Fadens --25-- angeordnet sein.
Vorteilhafterweise sind aber solche Saugöffnungen nur am Ort derjenigen Hälfte der ausgezogenen Schlaufe vorhanden, welche sich zwischen dem Haken--43--und der Öse - -28-- erstreckt, d. h. nur am Ort derjenigen Hälfte der Schlaufe, welche in bezug auf die Webmaschine vorne ist. Die Saugwirkung an den Öffnungen kann für den beschriebenen Zweck des Haftens schwach gehalten werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Erstellen von Fadenstücken vorgegebener Länge an einer Webmaschine, bei welcher die Fäden von Fadenvorräten über mehrere gesonderte Fadenzubringer geführt sind und mittels dieser einem linear bewegbaren Mitnehmer einer Ablängeinrichtung dargeboten werden,
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Bewegungsbahn des Mitnehmers (43, 44) und einem beweglichen Fadenrückzieher (11) angeordnet sind, welcher den jeweils dem Mitnehmer (43, 44) dargebotenen Faden (23, 24, 25) in der der Ausziehbewegung der Ablängeinrichtung entgegengesetzten Richtung auszieht, wobei die Fadenführungen der Fadenzubringer (46, 47, 48) in der jeweiligen Darbietestellung derselben mindestens ungefähr auf der Strecke liegen, welche den den jeweils dargebotenen Faden erfassenden Mitnehmer (43, 44) der Ablängeinrichtung mit dem Fadenrückzieher (11) verbindet, wenn sich der Mitnehmer (43, 44)
und der Rückzieher (11) in der äusseren Ausziehstellung zum Erstellen einer vorgegebenen Fadenlänge befinden.
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