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Lehre zum Zusammenbau von Abwasserleitungen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lehre zum Zusammenbau von Abwasserleitungen aus handelsüblichen Rohrstücken mit Abstützorganen für die Rohrstücke. Diese Rohrstücke können z. B. von Krümmern, Abzweigstücken, Verbindungsmuffen usw. gebildet sein. Es ist bekanntgeworden, auf den Mantel einer Trommel Abstützorgane für verschiedene Rohrstücke zu befestigen. Es werden hiebei mehrere untereinander gleichartig ausgebildete Rohrstücke so gehalten, dass die Rohrmuffe jeweils nach oben zeigt, worauf in jede Rohrmuffe ein Verbindungsstück eingesetzt und die Verbindung dicht ausgebildet wird. Dadurch lässt sich wohl eine serienmässige Fertigung von Rohrverbindungen durchführen, nicht aber der Zusammenbau eines komplizierten Abwasserleitungssystems.
Die Erfindung kennzeichnet sich nun im wesentlichen durch einen aus einem Rahmen sowie aus darin gelagerten, sich überkreuzenden Trägern gebildeten Auflagetisch, wobei die Träger jeweils aus zwei parallel verlaufenden Stäben bestehen, die mittels Distanzstücken in Abstand voneinander gehalten sind und wobei in dem so gebildeten Spalt zwischen den Stäben die Abstützorgane bildenden Spannanker, z. B. Hakenanker, verschiebbar und feststellbar angeordnet sind. Dadurch lässt sich nun eine Vorfertigung beliebiger Rohrleitungssysteme für zahlreiche Anwendungsgebiete der Abwasserführung und aus beliebigen Werkstoffen leicht und in wirtschaftlicher Weise durchführen.
Die einzelnen Spannanker werden hiebei in einer nach dem Fertigungsplan festgelegten, nach Länge, Breite, Höhe und Winkellage einstellbaren Position auf dem Auflagetisch fixiert und hierauf die einzelnen Rohrstücke auf diese Abstützorgane aufgebracht und miteinander verbunden. Die Einstellung der Abstützorgane erfolgt hiebei so, dass einerseits für die jeweils in Frage kommenden Rohrstücke eine satte Auflage geschaffen wird, anderseits der gewünschte Gefällegrad der Abwasserleitung gewährleistet wird. Die Festlegung der Rohrstücke an den Spannankern kann durch Haltemittel derselben, z. B. Schlauchbänder, Ketten, Seilzüge od. dgl. erfolgen. Die Abstützorgane können mit beliebig langen Gewindespindeln oder entsprechenden Verlängerungsstücken ausgestattet werden, so dass auch höher liegende Leitungsteile sicher gehalten werden können.
Da die Abstützorgane in den Trägern verschiebbar und feststellbar angeordnet sind, kann nach Fertigstellung eines bestimmten Abwasserleitungssystemes die Anordnung der Abstützorgane verstellt werden, so dass ein neues Abwasserleitungssystem zusammengebaut werden kann. Die Festlegung der Abstützorgane an den Trägern kann z. B. durch Schrauben erfolgen, die sich mittels Unterlagscheiben gegen die Unterseite der Träger abstützen.
Mit Hilfe der beschriebenen Lehre ist es möglich, Abwasserleitungssysteme jeglicher Art und mit beliebigen Grundrissen im Massstab l : l lehrenartig zu fixieren. Dadurch können auch komplizierte
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Mindestmass herabgesetzt werden können.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Lehre besteht darin, dass der gleichsam ein Koordinatensystem bildende Rahmen schon bei der Vorfertigung einer Decke bzw. einem Fussboden entspricht, so dass die Vorfertigung auch in dieser Hinsicht anschaulich erfolgen kann. Die einzelnen Rohrstücke können hiebei in der in Wirklichkeit, d. h. am Bau, auftretenden Lage in der Lehre abgestützt werden oder aber auch, wenn dies die Vorfertigung erleichtert, in spiegelbildlicher Lage. Bei
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in Wänden zu verlegenden Abwasserleitungssystemen kann die Vorfertigung an Stelle in natürlicher Lage auch um 90 nach links oder nach rechts verschwenkt erfolgen.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung sind die Stäbe von Hohlprofilstangen, vorzugsweise mit Rechteckprofil gebildet, welche mit die Distanzstücke bildenden Bolzen verbunden sind. Dadurch werden die Stäbe des Rahmens besonders steif ausgebildet und können sich daher unter dem Gewicht der auf ihnen ruhenden Rohrstücke nicht verformen.
Um die Verschiebung der Träger im Rahmen zu erleichtern, sind erfindungsgemäss am Rahmen Lagerschienen für die Träger befestigt, welche Lagerschienen paarweise in unterschiedlicher Höhe angeordnet sind. Dadurch können die einander überkreuzenden Träger unabhängig voneinander beliebig verschoben werden, wodurch die Lehre vielseitiger wird.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Spannanker mit Zentrierstücken für die Rohrstücke versehen, wodurch die genaue Sollage der Rohrstücke besser gesichert wird.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch veranschaulicht. Fig. 1 zeigt die Lehre in Seitenansicht, Fig. 2 in Draufsicht. Fig. 3 zeigt einen Träger in Draufsicht. Fig. 4 zeigt in grösserem Massstab einen Vertikalschnitt durch die Festklemmung eines Trägers am Rahmen. Fig. 5 zeigt, gleichfalls im Schnitt und in grösserem Massstab, die Verspannung der sich überkreuzenden Träger an der Kreuzungsstelle. Fig. 6 zeigt ein Montagebeispiel in Seitenansicht, teilweise im Schnitt.
Der Auflagetisch der Lehre weist einen Rahmen auf, dessen Schenkel-la, lb- auf mittels Gewindespindeln höhenverstellbaren Beinen-9-- (Fig. 6) ruhen. Die Schenkel--la, lb- sind von
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angeordnet (Fig. 6). Die Spannanker sind hiebei zweckmässig mit Zentrierstücken-6-für die zu halternden Rohrstücke--R--versehen. Weiters können zusätzliche Stützen-8-vorgesehen sein, die die Rohrstücke-R-abstützen. Diese Stützen können auch mit nicht dargestellten Zwingen oder Schellen versehen sein, welche die Rohrstücke--R--fest mit dem gitterartigen Rahmen verbinden.
Die Distanzstücke --2c, 3c--, die die Stäbe jedes Trägers in Abstand voneinander halten, können in besonders einfacher Weise von Bolzen gebildet sein, jedoch können hiefür auch Winkelstücke oder Flachprofile Verwendung finden.
Der Rahmen, welcher hinsichtlich der Festlegung der Abstützorgane etwa die Rolle eines Koordinatensystemes bildet, weist im allgemeinen etwa eine Länge von 3000 mm und eine Breite von 1200 mm auf, kann jedoch für Sonderanfertigungen auch grösser bemessen werden.
Gegebenenfalls können im Rahmen auch nicht dargestellte Winkelstücke mit U-förmigen Kufenbahnen vorgesehen sein, welche in ähnlicher Weise, wie dies z. B. bei Aufspannstücken bei Fräsmaschinen der Fall ist, in beliebiger Winkelstellung zwischen 0 und 1800 eingestellt werden können.
Diese Winkelstücke können zur winkelrechten Anordnung von Schienen, welche der Abstützung der Rohrstücke dienen, herangezogen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lehre zum Zusammenbau von Abwasserleitungen aus handelsüblichen Rohrstücken, mit Abstützorganen für die Rohrstücke, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h einen aus einen Rahmen (la, lb) sowie aus darin gelagerten, sich überkreuzenden Trägern (2a, 2b bzw. 3a,3b) gebildeten Auflagetisch, wobei die Träger jeweils aus zwei parallel verlaufenden Stäben bestehen, die mittels Distanzstücken (2c, 3c) in Abstand voneinander gehalten sind und wobei in dem so gebildeten Spalt zwischen den Stäben die Abstützorgane bildende Spannanker, z. B. Hakenanker (5) verschiebbar und feststellbar angeordnet sind.
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