AT268207B - Verfahren und Vorrichtung zur gaschromatographischen Analyse - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur gaschromatographischen Analyse

Info

Publication number
AT268207B
AT268207B AT882565A AT882565A AT268207B AT 268207 B AT268207 B AT 268207B AT 882565 A AT882565 A AT 882565A AT 882565 A AT882565 A AT 882565A AT 268207 B AT268207 B AT 268207B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
column
nitrogen
carrier gas
sample
line
Prior art date
Application number
AT882565A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Shell Int Research
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Shell Int Research filed Critical Shell Int Research
Application granted granted Critical
Publication of AT268207B publication Critical patent/AT268207B/de

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N30/00Investigating or analysing materials by separation into components using adsorption, absorption or similar phenomena or using ion-exchange, e.g. chromatography or field flow fractionation
    • G01N30/02Column chromatography

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur gaschromatographischen Analyse 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Ziel der Erfindung ist es vor allem, ein Verfahren zur gaschromatographischen Analyse eines fliess- fähigen Substanzgemisches zu schaffen, welches die durch nicht augenblickliche Einführung der Probe in die Chromatographiersäule hervorgerufenen Probleme ausschaltet. 



   Gemäss der Erfindung wird eine Probe des zu analysierenden fliessfähigen Substanzgemisches vor- zugsweise in Form getrennter Anteile nacheinander in den Strom eines 1. Trägergases eingeführt, das mit dem Substanzgemisch beladene Trägergas in eine gaschromatographische Trennsäule geleitet, die ein Adsorptionsmittel enthält, das sowohl den zu bestimmenden Bestandteil als auch das 1. Trägergas vollständig adsorbiert, worauf man vor der vollständigen Beladung des Adsorptionsmittels den Strom des 1. Trägergases unterbricht, anschliessend einen Strom eines als Elutionsmittel dienenden 2. Trä- gergases, das vom Adsorptionsmittel weniger stark adsorbiert wird als der zu bestimmende Bestandteil, durch die   Trennsäule   leitet und das aus der Trennsäule austretende Gas mit Hilfe eines gaschromato- graphischen Detektors analysiert.

   Da die Probe des Substanz gemisches bereits vollständig in der Säule ist, bevor mit dem Eluieren durch das 2. Trägergas begonnen wird, ergibt sich die Wirkung einer augen- blicklichen oder momentanen Injektion der Probe in die Chromatographiersäule. 



   Das Analysierverfahren gemäss der Erfindung ist besonders dann anwendbar, wenn grosse Proben zur
Analyse verwendet werden müssen, wie z. B. bei Messung sehr geringer Konzentrationen, d. h. einiger weniger Teile pro Million und/oder wenn die Probe eine Vorbehandlung erfordert und daher als solche nicht direkt eingesetzt werden kann. 



   Eine solche Situation stellt in der Ölindustrie die Messung von Spuren Gesamtstickstoff in Strömen flüssiger Kohlenwasserstoffe bei Ölbehandlungsverfahren,   wie"Platforming"und"Hydrocracking"dar.  
Bei solchen Verfahren muss die Konzentration der Stickstoffverbindungen, die üblicherweise durch
Mischung verschiedener Rohstofftypen und/oder katalytische Behandlung mit Wasserstoff bei erhöhter
Temperatur eingestellt wird, auf einem niedrigen Wert gehalten werden, um eine Vergiftung des Kata- lysators zu vermeiden. Zur Ermittlung des Stickstoffgehaltes im Strom flüssiger Kohlenwasserstoffe bei dem oben erwähnten Verfahren sind bisher, wenn immer nur möglich, alte und bekannte Analysenmethoden, wie die Stickstoffbestimmung nach Kjeldahl oder Dumas, angewendet worden.

   Nach der Methode von Dumas wird eine Probe des flüssigen Kohlenwasserstoffes, etwa 10 bis 100 Mikroliter, in in einem Kupferoxyd   (CuO)   enthaltenden Ofen oxydiert und danach werden die Oxydationsprodukte in einem Kupfer enthaltenden Ofen erhitzt, um irgendwelche vorhandenen Oxyde des Stickstoffs zu molekularem Stickstoff zu reduzieren. In dem aus dem Kupferofen ausströmenden Gasgemisch kann der Stickstoff dann in üblicher Weise, z. B. durch gaschromatographische Analyse oder mittels eines Stickstoffmessgerätes   (Nitrometer),   ermittelt werden. 



   Obgleich das oben erwähnte Verfahren bei der Ermittlung von Gesamtstickstoff in Kohlenwasserstoffströmen zufriedenstellend arbeitet, bei welchen der Stickstoffgehalt relativ hoch ist und z. B. 200 bis 300 Teile/Million beträgt, so liefert diese Analysenmethode bei der Bestimmung von Stickstoffwerten in der Grössenordnung von 0 bis 25 oder 30 Teile/Million, die bei den derzeitigen Verfahren der Ölindustrie oft notwendig ist, häufig keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Diese nicht zufriedenstellenden Ergebnisse sind darauf zurückzuführen, dass mit den bekannten Methoden Stickstoffgas bei den sehr niederen Konzentrationen der oben   erwähnten Art   in einer ausserordentlich kleinen Probe,   d. h.   25 Teile/ Million in einer 10 Mikroliterprobe, nicht ermittelt werden kann.

   Um diesen Nachteil zu vermeiden, wurden Versuche gemacht, grössere Proben für die Analyse einzusetzen. Diese Versuche haben jedoch wegen der zwangsläufig bei der Oxydation einer grossen Probe von flüssigen Kohlenwasserstoffen auftre- tenden Probleme zu keinen zufriedenstellenden Ergebnissen geführt, Probleme, die dann ausgeschaltet werden, wenn kleine Proben für die Analyse benutzt werden. Diese Probleme liegen hauptsächlich in der raschen und grossen Volumsausdehnung des flüssigen Kohlenwasserstoffes bei der Oxydation und der Schwierigkeit, eine vollständige Verbrennung dieser grossen Probe in der Weise zu gewährleisten, dass die sehr kleinen Mengen des Stickstoffs vollständig zu molekularem Stickstoff umgewandelt werden. 



  Demgemäss werden in der Praxis bei chemischen Verfahren, bei welchen der Stickstoffgehalt auf dem vorerwähnten ausserordentlich niedrigen Wert gehalten werden muss, die Stickstoffbestimmungen mittels umständlicher und mühevoller   Laboratoriumsmethoden,   z.   B.   nach der Kjeldahlmethode, die einen Zeitaufwand von mehreren Stunden erfordern, ausgeführt. Da während dieses Zeitraumes der Stickstoffgehalt des fliessfähigen Substanzgemisches auf höhere Werte als die erwünschten ansteigen kann, ist ein solches Verfahren offensichtlich unwirtschaftlich und nicht zufriedenstellend; während der relativ langen Zeit, die für die Analyse benötigt wird, kann es zu einer Vergiftung des Katalysators und dabei zu einer Einbusse an gewünschtem Kohlenwasserstoffprodukt kommen.

   Im übrigen wird die Vergiftung des Katalysators   häufigere Unterbrechungen   des Verfahrens erforderlich machen, um den Katalysator zu wechseln. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die Erfindung stellt ein neues und verbessertes Verfahren zur   halbkontinuierlichen   Analyse eines fliessfähigen Substanzgemisches zur Verfügung, durch welches zumindest ein im fliessfähigen Substanz- gemisch enthaltener Bestandteil und insbesondere Spuren von Gesamtstickstoff in einem Strom flüssiger
Kohlenwasserstoffe festgestellt werden können. 



   Nach   einerbevorzugtenAusführungsform   der Erfindung werden Proben gleicher vorgegebener Menge bzw. kleine, konstante Volumsproben, z. B. je 10 Mikroliter, des zu analysierenden fliessfähigen Sub- stanzgemisches, z. B. der Strom der flüssigen Kohlenwasserstoffe, aufeinanderfolgend in regelmässigen
Zeitabständen in einen Strom des Trägergases injiziert. Der Strom des 1. Trägergases, vorzugsweise CO2, der die einzelnen Proben des flüssigen Kohlenwasserstoffes enthält, wird dann durch einen mit Kupfer- oxyd beschickten Oxydationsofen und einen mit Kupfer beschickten Reduktionsofen geführt, wobei die im Kohlenwasserstoff enthaltenen Stickstoffverbindungen in molekularen Stickstoff umgewandelt wer- den.

   Auf diese Weise werden die diskreten kleinen Proben des flüssigen Kohlenwasserstoffes einzeln oxydiert und reduziert, wobei die Probleme vermieden werden, die mit der Oxydation grosser Proben auf Grund der raschen Volumszunahme beim Verbrennen der Probe verbunden sind. Der aus dem Reduk- tionsofen austretende Gasstrom, der das Trägergas, den molekularen Stickstoff und andere Verbrennungs- produkte enthält, wird in einer Zone oder Säule aus verschiedene gasförmige Komponenten des ausflie- ssenden Mediums selektiv zurückhaltendem Material zurückgehalten, welches das Trägergas vollständig adsorbiert, d. h. eine mit einem Molekularsieb beschickte Chromatographiersäule.

   Molekularsiebe sind
Stoffe, die ein festes anionisches Molekülgitter mit interkristallinen Hohlräumen und untereinander zu- sammenhängenden Kanälen oder Poren aufweisen, deren engster Querschnitt im allgemeinen einen gleichmässigen Durchmesser hat. Diese Ansammlung der Umwandlungsprodukte einer Mehrzahl von
Proben eines flüssigen Kohlenwasserstoffes führt zu einer Anreicherung der verschiedenen Umwandlungs- produkte der Kohlenwasserstoffe in dem Sorptionsmaterial mit dem Ergebnis, dass aus der Trennsäule die einzelnen Komponenten genauso austreten als würde eine einzige grosse Probe aufgegeben worden sein. 



   Der Strom des Trägergases bis zur Sammelzone der Trennsäule wird unterbrochen, sobald der Grossteil der Verbrennungsprodukte gesammelt worden ist, jedoch bevor die   Säulenfüllung   vollständig gesättigt worden ist. Nach Beendigung des Trägergasflusses werden die gesammelten Teilmengen der Probe aus der Trennsäule mittels eines zweiten Gases, z. B. Wasserstoff, das eine niedrigere Adsorptionsaffinität als die zu bestimmenden Probekomponenten aufweist, ausgetrieben. Der nicht mit Verbrennungsprodukten beladene Teil der Säulenfüllung wirkt als normale   Chromatographiersäule   und das aus der Säule austretende Gasgemisch kann mit einem der üblichen Detektoren analysiert werden.

   Bei dieser Art von Analyse wird das aus der Säule ausströmende Gasgemisch anfänglich aus dem zweiten Trägergas allein,   d. h.   dem Wasserstoff, bestehen, und dann werden die einzelnen Bestandteile des zu analysierenden   KW-Gemisches   in verschiedenen Zeitintervallen folgen, weil die verschiedenen Komponenten des Kohlenwasserstoffgemisches durch die Trennsäule mit verschiedenen Geschwindigkeiten hindurchwandem, u. zw. in Abhängigkeit von deren unterschiedlicher Affinität zum Füllungsmaterial, d. h. ihrer Adsorptionsaffinität. Es ist an sich bekannt, die einzelnen Bestandteile mittels eines Wärmeleitfähigkeitsdetektors zu ermitteln, welcher die Wärmeleitfähigkeit des zum Auswaschen der Komponenten der Probe aus der Säule verwendeten Gases mit den Wärmeleitfähigkeiten der Komponenten vergleicht.

   Die Konzentration der in der ursprünglichen Probe zu ermittelnden Bestandteile, z. B. Spuren an Stickstoffverbindungen bzw. der daraus erhaltene Stickstoff, kann dann leicht bestimmt werden, selbst dann, wenn die Konzentration an Stickstoff im Bereich von 0 bis 25 oder 30 Teile/Million liegt. 



   Die obigen Ziele und Vorteile der Erfindung werden an Hand der folgenden näheren Beschreibung der Erfindung veranschaulicht, in der auf die Zeichnung Bezug genommen ist ; in der Zeichnung ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens dargestellt. 



   In der Figur ist eine   Leitung --1-- gezeigt,   durch die der zu analysierende Strom, der flüssige Kohlenwasserstoff, kontinuierlich hindurchfliesst. Mit der   Leitung --1-- ist   ein Probennahmeventil --2-verbunden, das auch mit einer   Leitung --3-- in   Verbindung steht, durch welche ein stetiger Strom, z.   B.   80   cm3/min,   eines 1. Trägergases, z. B.   CO,   hindurchgeleitet wird, das im wesentlichen von jenem Bestandteil des Probestromes frei ist, der ermittelt werden soll, im vorliegenden Falle Stickstoff. Der Strom des 1. Trägergases in der   Leitung --3-- wird   durch   Fliessmengenregler--4--,   z. B. auf 80   cm3/min,   eingeregelt.

   Das   Probennahmeventil--2--,   das beispielsweise irgendein übliches Probennahmeventil jener Type sein kann, die in chromatographischen Analysiereinrichtungen verwendet wird, hat die Aufgabe, einzelne kleine Proben mit konstantem Volumen der zu analysierenden Flüssigkeit in die   Leitung --3-- einzuführen.   Wie in der Figur schematisch dargestellt wird, besteht das Probennahme- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 ventil --2-- im wesentlichen aus einem Block oder Teil --5--, der hin-und hergehend bewegbar zwi- schen einem Paar paralleler Platten --7 und 8-- angeordnet ist. Innerhalb des   Blockes -- 5- - befinden   sich zwei Kammem --9 und 100--, die, wie bei dieser Art von Ventilen üblich, ein Volumen von 10 Mikro- liter aufweisen.

   In der in der Figur gezeigten Stellung ermöglichen die Kammern --9 und 10-- ein kon- tinuierliches Fliessen der Probe und des Trägergases durch die Leitungen-l bzw. 3--. Der Teil--5-- wird zwischen der gezeigten Stellung und jener, in welcher die Kammer --9-- mit den beiden Teilen der Leitung fluchtet, mittels eines Bewegungsmechanismus --11-- hin- und herbewegt, der beispiels- weise ein hin-und hergehender pneumatischer Kolben sein kann. Dabei werden einzelne Proben der
Flüssigkeit in Leitung-l-in den Trägerstrom in   Leitung-3-- eingeführt.   Jede dieser einzelnen Pro- ben oder jeder dieser einzelnen Anteile des zu analysierenden fliessfähigen Substanzgemisches wird mit dem Strom des Trägergases durch   einen Kupferoxyd enthaltenden Ofen --12-- geleitet,   der dauernd auf einer Temperatur von z.

   B. 700 bis   10000C   gehalten wird, die für eine vollständige Oxydation oder
Verbrennung der einzelnen diskreten Anteile der Flüssigkeitsprobe erforderlich ist und wobei chemisch gebundener Stickstoff freigesetzt wird. Dadurch, dass die einzelnen Proben, die vom Trägerstrom mit- geführt werden, durch den Ofen --12-- in zeitlich aufeinanderfolgender Weise geführt werden, ver- verläuft die Oxydation im Ofen --12-- im wesentlichen so wie bei Anwendung der an sich bekannten
Methode, d. h. die 10 Mikroliterproben werden einzeln oxydiert und die mit der Oxydation grosser Proben verbundenen Probleme treten nicht auf.

   Alle Oxydationsprodukte aus dem   Ofen--12- (welche   unter anderem Stickstoff, Stickoxyde, Kohlendioxyd, Methan, Kohlenmonoxyd und Wasser enthalten), werden durch   den Trägergasstrom   aus dem   Ofen --12-- gespült   und gelangen über ein Dreiwegventil --13-- mit   einemAuslass-14-und ein Dreiwegventil-15-in einen zweiten Ofen-16-,   der metallisches
Kupfer enthält. Der Ofen --16-- wird auf einer Temperatur von beispielsweise 300 bis 6000C gehalten, die ausreichend ist, die Oxyde in den   Verbrennungs- oder   Oxydationsprodukten in ihre stabilsten Reduktionsprodukte umzuwandeln und insbesondere die Stickoxyde zu molekularem Stickstoff zu reduzieren. 



   Mit dem Auslass des Ofens --16-- ist über ein   Dreiwegventil--17-- mit   einem Entlüftungsweg   --18-- eine Trennsäule-20-- verbunden,   die zunächst den Zweck hat, die aus dem   Ofen --16-- vom   Trägergasstrom ausgespülten Produkte aufzufangen. Um die Verbrennungsgase in der   Säule --20-- fest-   zuhalten und anzusammeln, ist die   Säule --20-- mit   einem Material gefüllt, das selektiv den Durchgang der Bestandteile oder Komponenten der in die Säule eingeführten Gase durch Adsorption der verschiedenen Komponenten gemäss deren Adsorptionsfähigkeit verzögert und welche das Trägergas, d. h. das   CO,   ebenfalls vollständig adsorbiert.

   Vorzugsweise ist das verwendete Sorptionsmaterial einfestes, als Molekularsieb bekanntes Adsorbens ("Type 5A"-Molekularsieb der   Linde Air Products Company).   Es können jedoch auch verschiedene andere Typen von adsorbierenden Materialien, wie z. B. Aluminiumoxyd, verwendet werden, wobei die Wahl des Materials von der Art der zu analysierenden gasförmigen Mischung abhängig ist. Da das Trägergas durch das in der Kolonne enthaltene Material vollständig adsorbiert wird, wird kein Fliessdruck oder Trägergasstrom vorliegen, durch den die verschiedenen Gase aus der   Säule --20-- ausgetrieben   würden.

   Demgemäss werden die die   Verbrennungs- bzw.   deren Reduktionsprodukte bildenden Gase der verschiedenen diskreten Proben des flüssigen Kohlenwasserstoff- gemisches der Reihe nach innerhalb der   Säule --20-- gesammelt   und   es tritt so lange kein Ausfliessen   aus der   Säule --20-- auf,   bis entweder die   Trennsäule --20-- vollständig   mit Verbrennungsgasen gefüllt ist oder bis die adsorbierten Produkte durch ein anderes Gas, das nicht vom Molekulaisiebmaterial adsorbiert wird, aufgespült werden.

   Gemäss der Erfindung muss die   Säule --20-- jedoch   genügend lang sein, um alle Verbrennungsprodukte eines Analysenzyklus vollständig zurückzuhalten, wobei noch ein erheblicher Teil des Adsorptionsmittels für die nachfolgende Trennfunktion freibleiben muss. 



     Säule --20-- wird   über einen Dreiweghahn --21-- mit einem   Entlüftungsweg-22-und   einer Leitung --23-- mit der Einlassöffnung der   Zelle --24-- einer Wärmeleitfähigkeits - Doppelzelle --24   bis 25-- verbunden. Die Einlassöffnung zur Bezugszelle --25-- ist mit einer Leitung --26-- verbunden, 
 EMI4.1 
 als Bezugsgas für den Wärmeleitfähigkeitsdetektor als auch zum Eluieren der verschiedenen gasförmigen Komponenten aus der   Säule --20-- zu   einer gewünschten Zeit dient. Um durch das zweite Trägergas, vorzugsweise Wasserstoff, die adsorbierten Bestandteile aus   Säule --20-- zu   eluieren, wird die Leitung --26-- über eine Leitung --28-- mit dem Dreiweghahn --15-- verbunden.

   Die Leitung --26-- 
 EMI4.2 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 gung der Zelle während jener Periode des Arbeitszyklus der Vorrichtung, in welcher kein Ausströmen von Gas aus der   Säule --20-- erfolgt.   



   Die Betätigungseinrichtung --11-- und die   Regelventile --13,   15,17 und 21-- werden mittels eines Zeitschalters --31-- in der nachfolgend angegebenen Reihenfolge betätigt, um die gewünschte Analyse durchzuführen. Dieser Zeitschalter kann von beliebiger Form sein und beispielsweise eine Vielzahl von nockenbetätigten Schaltern aufweisen, die die Dreiweg-Regelventile von einer Stellung in die andere bringen. Durch den Zeitschalter --31-- werden auch ein Dreiwegventil --32-- und ein Schalter --33-- gesteuert. Das Dreiwegventil-32-, das einen   Entlüftungsweg --34-- aufweist,   ist mit einem Strömungsregler --35-- über eine Leitung --36-- verbunden, durch welche dem Gasstrom in der   Leitung --3-- gewünschtenfalls Sauerstoff   zugeführt werden kann.

   Der Schalter --33-- dient dazu, um im gewünschten Zeitpunkt dem   Heizelement   Säule --20-- Leistung zuzuführen, Sowohl das Heizelement --40-- als auch der Sauerstoff in der   Leitung --36-- während   der tatsächlichen Analyse der Probe nicht verwendet, sondern werden zur Regeneration der Analysiervorrichtung nach der Messung benutzt, wie nachstehend näher ausgeführt wird. 



   Zur Durchführung einer Analyse von flüssigem Kohlenwasserstoff in   Leitung --1-- und   mit Kohlendioxyd, Wasserstoff und Sauerstoff, die in den Leitungen --3, 26 bzw. 36-- fliessen, stellt der Programmschalter --31-- die Dreiwegregelventile --13, 15 und   17-- so   ein, dass ein direkter Weg zwischen dem Auslass des   Ofens --12-- und   dem Einlass der   Säule --20-- über   den Ofen --16-- hergestellt 
 EMI5.1 
    ;

  Leitung --36-- beim Entlüftungsweg --34-- ausfliesst.   Der Zeitschalter --31-- schaltet dann die pneumatische Betätigungsvorrichtung --11-- ein, die mit dem Probennahmeventil --2-- zusammenarbeitet, um eine vorbestimmte Zahl von diskreten kleinen Volumsproben oder Anteilen des flüssigen Kohlenwasserstoffes in der Leitung --1--, beispielsweise 20 Anteile zu 10 Mikroliter oder etwa 0, 2 g in den in   Leitung --3-- fliessenden   Kohlendioxydstrom in regelmässigen Abständen, beispielsweise in 6 sec-Intervallen, einzuführen.

   Die Proben werden dann durch das Kohlendioxydträgergas in den Ofen --12-- gefördert, wo sie aufeinanderfolgend oxydiert werden, und die Oxydationsprodukte, die ausser andem 
 EMI5.2 
 eingespült, in welcher das Kohlendioxydträgergas und die andern Bestandteile der Verbrennungsprodukte vollständig adsorbiert werden, was zu einer Anhäufung oder Sammlung all der Verbrennungsprodukte und des Kohlendioxydträgers in der   Säule --20-- führt.   Die   Säule --20-- weist   eine genügende Kapazität und Länge auf, um alle Verbrennungsprodukte aus der vorgegebenen Anzahl von Proben und die Menge des Kohlendioxydgasträgers, der für den Transport der Verbrennungsprodukte zur Säule --20-notwendig ist, aufzunehmen, ohne dass eine vollständige Sättigung erfolgt.

   Nachdem alle die Verbrennungsprodukte in die   Säule --20-- gespült   worden sind und bevor die Säule vollständig mit dem kontinuierlich fliessenden Kohlendioxydträgergas gesättigt ist, betätigt der programmierte Zeitschalter - 31-- das Dreiwegregelventil --13-- in der Weise, dass eine Trennung der Auslassöffnung des Ofens --12-- vom Ventil --15-- erfolgt und eine Verbindung derselben mit dem Entlüftungsweg --14-- hergestellt wird, wodurch verhindert wird, dass weiteres Kohlendioxydgas durch die   Säule --20-- strömt.   



  Gleichzeitig stellt der Zeitschalter --31-- das Ventil --15-- so, dass Leitung --28-- mit dem Einlassende des Ofens --16-- verbunden wird, wodurch Wasserstoff mit einer Geschwindigkeit von etwa 100   cm3/min   durch den Ofen --16-- in die   Säule --20-- strömt,   und stellt das Dreiwegventil--21so ein, dass das Auslassende der   Säule --20-- mit   der Leitung --23-- verbunden wird. Der durch die Säule --20-- fliessende Wasserstoff, der, falls überhaupt, nur sehr schwach in dem in der säule --20-vorliegenden Molekularsiebmaterial adsorbiert wird, eluiert die verschiedenen Gase aus der Säule in die 
 EMI5.3 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 in Zeitabständen in Abhängigkeit von deren Adsorptionsgrad aufscheinen.

   Dabei ist zu berücksichtigen, dass, je länger der Teil der   Säule --20-- ist,   der nicht beladenes Adsorptionsmittel enthält, die ver- schiedenen Bestandteile umso besser getrennt werden. Dementsprechend soll dieser freie Teil der Säule -   genügend   lang sein, um eine ausreichende Trennung zwischen den in Frage stehenden Bestand- teilen und verwandten Bestandteilen herbeizuführen, wodurch die Identifizierung und Messung der ver- schiedenen Bestandteile viel einfacher und genauer erfolgen kann. Der Wasserstoffstrom durch die Säule - wird fortgesetzt, bis die   Messzelle --24-- das   Signal für Stickstoff gibt und welches vom Schrei- ber --41-- in Form einer Zacke aufgezeichnet wird.

   Da der gesamte aus den verschiedenen Proben stammende Stickstoff, der in die   Säule --20-- eingeführt   wurde, nur als eine einzige Zacke gemessen wird, die den gesamten Stickstoff einer sehr grossen Probe von flüssigem Kohlenwasserstoff darstellt, können sehr geringe Konzentrationen von Stickstoff mit dem   Wärmeleitfähigkeits-Detektor   festgestellt werden. Da das Volumen der Probe bekannt ist, kann die Fläche unterhalb der Zacke in Beziehung zur
Konzentration des Stickstoffs im ursprünglichen fliessfähigen Substanzgemisch, aus dem die Probe ent- nommen wurde, gebracht werden.

   Gewünschtenfalls kann das der Konzentration des gesuchten Bestand- teils entsprechende Signal, anstatt lediglich aufgezeichnet zu werden, zur Regelung des Verfahrens benutzt werden, aus welchem die Probe herstammt, um die ermittelte Konzentration zu regeln. 



   Wenn auch die Vorrichtung im Hinblick auf die Ermittlung von Mengen an Spurenstickstoff in einem flüssigen Kohlenwasserstoffstrom beschrieben worden ist, können andere Spurenkomponenten im flüssigen
Kohlenwasserstoff nach der gleichen Methode ermittelt werden, indem lediglich notwendig ist, Wasserstoff durch die   Säule --20-- so   lange strömen zu lassen, bis eine Zacke entsprechend der gewünschten
Komponente festgestellt wird. Wenn beispielsweise gewünscht wird, die Menge an Spurenschwefel in einem Strom von flüssigem Kohlenwasserstoff zu ermitteln, dann wird der Wasserstoff kontinuierlich durch die   Säule --20-- bis   zu einem Zeitpunkt hindurchgeleitet, bis eine Zacke entsprechend dem Schwefeldioxyd registriert wird.

   Die Fläche dieser Schwefeldioxydzacke kann mit der Menge an Spurenschwefel in dem ursprünglichen fliessfähigen Substanzgemisch, aus dem die Probe entnommen worden ist, in Beziehung gesetzt werden. Spurenkonzentrationen anderer Elemente können auf ähnliche Weise ermittelt werden. 



   Nachdem die der gewünschten Komponente entsprechende Zacke registriert worden ist und bevor ein anderer Analysenzyklus begonnen wurde, ist es erforderlich, die   Säule --20-- von   irgendwelchen Gasen, die noch darin zurückgeblieben sind, zu reinigen und die   Öfen --12   und 16-- wieder einsatzfähig zu machen.

   Zu diesem Zweck wird eine gewisse Zeit nach Registrierung der interessierenden Zacke durch den Zeitschalter --31-- und das Dreiwegventil--17-- so eingestellt, dass die Ausgangsleitung des Ofens --16-- mit dem   Entlüftungsweg --18-- verbunden wird ; das Ventil--32-- wird   so betätigt, dass Sauerstoff aus   Leitung --36-- in   die   Leitung --3-- strömt ; durch   den Zeitschalter-31-wird auch   derSchalter--33-- eingeschaltet,   durch den der Heizung --40-- Energie zugeführt wird.

   Der in die   Leitung --3-- eingeführte Sauerstoff   wird gemeinsam mit dem Kohlendioxyd durch den Ofen - geleitet, wo er das während des Verbrennungsprozesses verbrauchte Kupferoxyd reoxydiert ; der Sauerstoff verlässt dann das System durch die   Entlüftung --14--.   Der Wasserstoff, der durch den Ofen - 16-- über Leitung --28-- und das Ventil --15-- fliesst, reduziert Kupferoxyd, das sich im Ofen --16-gebildet hat, zu Kupfer und tritt dann aus dem System über die   Entlüftung --18-- aus.   Die verschiedenen noch in der   Säule --20-- enthaltenen   Gase, d. h. das Kohlendioxyd, der Wasserdampf und andere Verbrennungsprodukte, werden aus der   Säule --20-- mittels   Wärme ausgetrieben, die der Säule durch die   Heizung --40-- zugeführt   wird.

   Diese Produkte werden aus dem System über das   Ventil--21-- und   die   Entlüftung --22-- ausgespült.   Nach einem geeigneten Zeitabschnitt für den Ablauf all dieser Reaktionen schaltet der   Zeitschalter-31-- den Schalter-33-- ab   und bewirkt, dass die Ventile --13, 15, 17 und   32-- in   ihre Ausgangsstellungen zurückkehren, worauf nach genügender Abkühlung der Säule - das System für die Durchführung eines weiteren Analysenzyklus fertig ist. 



   Wenngleich die oben beschriebene Analysenmethode zur Ermittlung der Konzentrationen von Bestandteilen eines flüssigen   Kohlenwasserstoffstromes   benutzt werden kann, die in beliebigen Mengen vorliegen, ist sie besonders für die automatische Überwachung von im Bereich von 0 bis 50 Teilen pro Million liegenden Konzentrationen von Wert. Im Hinblick auf die ausserordentlich geringen Mengen der in der Probe enthaltenen Bestandteile ergibt sich, dass fremde Quellen für die zu bestimmenden Bestandteile vermieden werden müssen. Da Kohlendioxyd und Wasserstoff als   Träger- bzw.   Elutionsgas verwendet werden, müssen diese Gase im wesentlichen stickstofffrei sein, damit keine falschen Ergebnisse erhalten werden und eine gute Genauigkeit der Messung erzielt wird.

   Wenn auch der Stickstoffgehalt des Wasserstoffgases deswegen nicht extrem kritisch ist, weil der Stickstoff sowohl in die 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 
 EMI7.1 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 8> vorzugsweise CÛ2, Probengeber (2) für die Einbringung kleiner Volumina des flüssigen Kohlenwasserstoffes in den Strom des 1. Trägergases, einen mit Kupferoxyd beschickten Ofen tu2), worin nach- EMI8.1 tionsmittel, vorzugsweise ein Molekularsieb enthält, eine Quelle (26) eines 2. Trägergases, vorzugsweise Wasserstoff, wobei diese Quelle mit dem Einlass der Trennsäule (20), vorzugsweise über den Kupferofen, über eine mit einem Ventil (15) versehene Leitung (28) verbunden ist, und einen mit dem Auslass (23) der Trennsäule (20) verbundenen Detektor (24) zur Messung der zu bestimmenden Stoffe enthält.
AT882565A 1964-09-30 1965-09-28 Verfahren und Vorrichtung zur gaschromatographischen Analyse AT268207B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US268207XA 1964-09-30 1964-09-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT268207B true AT268207B (de) 1969-02-10

Family

ID=21833951

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT882565A AT268207B (de) 1964-09-30 1965-09-28 Verfahren und Vorrichtung zur gaschromatographischen Analyse

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT268207B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3855341T2 (de) Verfahren und Vorrichtung für die Bestimmung einer isotopischen Zusammensetzung
DE3048807C2 (de)
DE69205910T2 (de) Thermisches Modulationseinlasssystem für Gaschromatographie.
DE3042915A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur automatischen analyse von fluidproben
DE1673239A1 (de) Vorrichtung zum Einlassen von Stoffen im gasfoermigen Zustand in ein Analysegeraet
DE102017004633B4 (de) Elementaranalysesystem und -verfahren
DE3229142A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur analyse von spurenmengen eines anions
DE2629048A1 (de) Chromatograph
EP1707253B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung von Isotopenverhältnissen leichter Elemente in einem Analyseablauf
DE2710394A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur feststellung von kohlenmonoxyd in luft
DE102016005246A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur vorkonzentration einer gasförmigen probe
DE1598296B2 (de) Einrichtung zur Beschleunigung chromatographischer Analysen von Aminosäuregemischen und ähnlichen Gemischen
DE2420988C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum diskontinuierlichen Einführen einer flüssigen Probe in eine Gaschromatographiesäule
DE69228519T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur analytischen Bestimmung von Halogenen,Schwetel undPhosphor
DE2644366B2 (de)
AT268207B (de) Verfahren und Vorrichtung zur gaschromatographischen Analyse
CH440765A (de) Chromatographisches Analysierverfahren
EP0820804B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Probenvorbereitung
DE60226046T2 (de) Probenentnahmegerät für automatische elementaranalysevorrichtungen
DE69017646T2 (de) Trennungsverfahren mittels einer dynamischen Membran für eine verbesserte Selektivität.
DE1623011A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur chromatographischen Analyse
DE2206004B2 (de) Vorrichtung zur wahlweisen dosierten Entnahme von Fluiden aus einer Vielzahl verschiedener Fluidproben
DE2044702B2 (de) Verfahren zum Austreiben der Komponenten eines Probengemisches aus einer Speichersäule
DE2348090C2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Überführung von in einer Flüssigkeit gelösten Gaskomponenten in ein Trägergas
DE10049079A1 (de) Verfahren und System zur Methodenoptimierung in der Chromatographie