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Hydraulischer Metalldruck-Halbautomat
Die Erfindung betrifft einen Halbautomaten zur Herstellung von topfartigen Rotationskörpern, insbesondere Behälterböden, aus einer im Mittelpunkt gelagerten Platte oder Scheibe. Es sind bereits mit Druckrollen arbeitende hydraulische Maschinen bekannt, bei welchen das Arbeitsstück durch eine Rolle auf ein Metallwerkzeug gedrückt wird ; dieses Verfahren ist bei kleineren Stückzahlen billiger, als das Warmpressen, doch ist das erwähnte Werkzeug bei grossen Abmessungen sehr teuer.
Bei einer andern bekannten Maschine ist der Druckkopf mit einer Kopiervorrichtung versehen, wodurch ermöglicht wird, das Werkzeug aus Holz oder Kunststoff herzustellen ; aber auch diese Maschinen sind verhältnismässig teuer.
Schliesslich ist eine Maschine bekanntgeworden, bei der ohne ein Werkzeug mit grossen Abmessungen gearbeitet werden kann, doch muss bei dieser Maschine der mittlere Teil des Bodens mit grossem Radius erst maschinell vorgearbeitet werden und nur der Rand desselben mit kleinem Radius kann sodann mit einer Formrolle bearbeitet werden.
Das Ziel bei der Maschine gemäss der Erfindung besteht darin, dass auf der Maschine, ohne ein Werkzeug von grosser Abmessung, der gesamte Behälterboden in einem Arbeitsgang geformt werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, wird vorgeschlagen, das Arbeitsstück durch eine angetriebene und eine frei drehbare Rolle von zwei Seiten zu umfassen, wobei diese Rollen auf je einer Brücke angeordnet sind und diese Brücken um eine gemeinsame Mittelachse zusammen, aber auch allein schwenkbar sind. Die sich auf der konkaven Seite des Arbeitsstückes bewegende Rolle ist mit einer die radiale Lage dieser Rolle zur Mittelachse bestimmenden Kopiervorrichtung versehen.
In den Zeichnungen stellt Fig. 1 eine schematische Vorderansicht, teilweise im Schnitt einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Halbautomaten dar. Fig. 2 ist eine Seitenansicht desselben.
Die zu einem Behälterboden auszuarbeitende kreisrunde Platte-l-wird mittels einer in deren Mittelpunkt angebrachten Bohrung auf einem sich frei umdrehenden Bolzen-2-befestigt.
Das Drücken, also das Formen des Bodens erfolgt vom Mittelpunkt nach aussen. Die Form des Arbeitsstückes wird durch eine Rolle --5-- bestimmt, die auf dem unteren Schlitten --4--
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Brücke-7-um die Mittelachse --8a-- eines gemeinsamen Bolzens --8-- gekippt werden kann.
Die gemeinsame Bewegung der beiden Brücken wird durch einen Bolzen --9-- gesichert, der in einem auf dem Bolzen --8-- unverdrehbar befestigten Block--16--axial geführt ist. In der in
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veränderlicher Umdrehungszahl angetrieben werden kann. Die Bewegung der oberen Brücke erfolgt durch zwei an beiden Enden der Brücke vorgesehene Schubzylinder-13-, deren Geschwindigkeit regelbar ist.
Bei der Formung der Behälterböden wird der Teil mit grossem Radius durch die gemeinsame Bewegung der unteren und der oberen Rolle vorgenommen, wogegen die Formung des äusseren Teiles des Bodens, also des Randteiles mit kleinem Radius zur Bedingung hat, dass die zum Anhalten gebrachte untere Rolle --5-- bzw. deren auswechselbarer äusserer Ring eine entsprechende Form aufweist. Die Formung dieses Teiles des Bodens erfolgt in der Weise, dass die untere Kippbrücke stehen bleibt und die obere Brücke sich weiterbewegt, wobei die obere Rollenden Rand des Arbeitsstückes an die profilierte Rolle-5-drückt.
Die Arretierung der unteren Brücke erfolgt durch den verstellbaren Arretierbolzen --14-- im gewünschten Augenblick, da dieser Bolzen in einem um den Bolzen --8-- verdrehbaren, einstellbaren Ring -15-- axial geführt ist.
Die beiden Bolzen-9 und 14-werden zusammen bewegt, da bei einem Stillstand der Brücke --6-- diese Bolzen nach links verschoben werden müssen (Fig. 1), wogegen sie bei der gemeinsamen Bewegung der Brücken nach rechts verschoben sind.
Sollte die Form des Arbeitsstückes eine Bearbeitung in mehreren Gängen erfordern, so ist die Kopierschablone-3-mit mehreren Kulissenführungen versehen, die nacheinander benutzt werden.
Der Arretierbolzen --14-- greift in diesem Falle nur beim letzten Arbeitsgang ein.
Gegenüber den bisher bekannten Ausführungen hat der erfindungsgemässe Halbautomat folgende Vorteile :
Teuere Werkzeuge werden nicht benötigt, da anstatt eines Werkzeuges grosser Abmessungen eine durch eine hydraulische Kopiervorrichtung gesteuerte Rolle verwendet wird ; die Druckrolle und die Stützrolle sind an je einer Kippbrücke angebracht und somit wirkt der Druck der Druckrolle auf der zu formenden Fläche stets nahezu senkrecht zu dieser ; ausserdem ist die gemeinsame Bewegung der beiden Rollenköpfe, solange dies nötig ist, sehr einfach auszuführen ; der Mittelteil mit grossem Radius und der Randteil mit kleinem Radius können in einem einzigen Arbeitsgang bearbeitet werden, u. zw. der Mittelteil durch die gemeinsame Bewegung beider Brücken und der Randteil durch Arretierung der unteren und Weiterbewegung der oberen Brücke.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hydraulischer Metalldruck-Halbautomat zur Herstellung von topfartigen Rotationskörpern, insbesondere Behälterböden, aus einer im Mittelpunkt gelagerten Platte oder Scheibe,
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durch eine frei drehbare Rolle (5) von zwei Seiten umfasst ist, wobei diese Rollen auf je einer Brücke (6, 7) angeordnet sind und diese Brücken um eine gemeinsame Mittelachse (8a) zusammen, aber auch allein verschwenkbar sind und die sich auf der konkaven Seite des Arbeitsstückes bewegende Rolle (5) mit einer die radiale Lage dieser Rolle zur Mittelachse (8a) bestimmenden Kopiervorrichtung versehen ist.
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