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Kühlvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Kühlvorrichtung mit einer Tür und mindestens einer zwischen Flügelrahmen und feststehendem Rahmen angeordneten Dichtung. Bei den bekannten Kühlvorrichtungen mit schwenkbarer oder verschiebbarer Tür ist zwischen dem festhaltenden Rahmen und dem Flügelrahmen eine Dichtung erforderlich. Diese kann massiv oder hohl und von beliebigem Querschnitt sein. Im Falle einer hohlen Dichtung ist diese zweckmässig durch ein Medium, vorzugsweise ein unter Druck stehendes Gas aufweitbar, wobei durch das Aufblasen bzw. Aufweiten der Dichtung eine bessere Abdichtung beim Schliessen der Tür erreicht wird.
Bei den bekannten Vorrichtungen tritt im Betrieb, wenn die Tür geschlossen und daher die mit dem Flügelrahmen oder dem feststehenden Rahmen verbundene Dichtung zwischen Tür und Flügelrahmen wirksam ist, eine Kondensation von Wasserdampf auf, der in der die Kühlvorrichtung umgebenden Atmosphäre vorhanden ist, wodurch sich ein Niederschlag von Reif auf demjenigen Teil der Dichtung bildet, der mit der Aussenatmosphäre in Berührung steht. Dieser Reif hat bekannte schädliche Folgen ; er erschwert nämlich das öffnen der Tür und führt zu einer Zerstörung der Dichtung.
Eine bekannte Lösung zur Vermeidung dieser Nachteile besteht darin, in der Nähe der Dichtung einen elektrischen Heizwiderstand vorzusehen. Diese Massnahme ist zwar zufriedenstellend, aber teuer und ermöglicht auch nicht eine gleichmässige Erwärmung der gesamten Dichtung.
Erfindungsgemäss wird die geschilderte Aufgabe wesentlich günstiger dadurch gelöst, dass die Dichtung mindestens einen inneren Kanal aufweist und dass Einrichtungen zum Hindurchführen eines Mediums durch diesen Kanal und zur Erwärmung des Mediums vor dessen Einführung in die Dichtung vorgesehen sind.
Die Strömung des Mediums durch die Dichtung erfolgt vorzugsweise im Kreislauf, wobei das Medium bei Beginn jedes Umlaufes erwärmt wird. Das Medium kann aber auch aus der Dichtung durch eine Ablassöffnung entfernt werden, nachdem es die Dichtung durchlaufen hat.
Im Falle einer aufblasbaren Dichtung ist es besonders vorteilhaft, das Aufblasmittel gleichzeitig als Erwärmungsmedium zu benutzen oder, anders ausgedrückt, die aufblasbare Dichtung mit einem warmen Medium aufzublasen, wobei dieses Medium dauernd in der Dichtung in Umlauf gehalten wird.
Es sei erwähnt, dass es zum Verhüten des Beschlages von Doppelglasscheiben an tiefgekühlten Behältern bekannt ist, den Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben mit einer erwärmten Flüssigkeit auszufüllen, die gegebenenfalls im Kreislauf durch den Scheibenzwischenraum und durch einen Heizapparat hindurchgepumpt wird. Mit dieser Massnahme wird aber nur bezweckt, die Möglichkeit einer Beobachtung des Behälterinneren sicherzustellen.
Ferner ist es bekannt, bei einer Kühlplatte die Kühlwirkung durch einen die Kühlplatte umgebenden, als Umfassungsrahmen dienenden Hohlkörper zu begrenzen, der mit einer über eine Heizpatrone umgewälzten, nicht gefrierenden Flüssigkeit gefüllt ist. Eine derartige Einrichtung ist auch für die
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Abgrenzung der Vereisung bei Tiefkühlbehältem oder bei Speiseeisbereitern vorgeschlagen worden, wobei der Hohlraum an irgend einer geeigneten Stelle, z. B. in der Türöffnung, angebracht sein kann. Dabei handelt es sich stets um einen besonderen Hohlrahmen, der die Kühlwirkung begrenzt und nur diese eine Funktion aufweist.
Überdies gehört es zum Stande der Technik, bei einem Kühlschrank ieine rings um den Türfalz laufende Nut vorzusehen, die erst durch das Schliessen der Tür geschlossen wird und dann einen Ringkanal zum Durchleiten eines erwärmten Mediums bildet. Für die Abdichtung der Tür sind bei dieser bekannten Kühlschrankausführung besondere Dichtungen vorgesehen.
Demgegenüber handelt es sich bei der Erfindung, wie schon erwähnt, darum, eine Reifbildung an einer zwischen Flügelrahmen und Flügel der Tür einer Kühlvorrichtung angeordneten Dichtung zu vermeiden, damit nicht das öffnen der Tür erschwert und die Dichtung dabei zerstört wird. Zur Lösung dieser speziellen Aufgabe wird erfindungsgemäss in der Dichtung selbst ein Kanal vorgesehen, durch den ein erwärmtes Medium geleitet wird.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele von Türen für Kühleinrichtungen dargestellt, die mit einer Dichtung gemäss der Erfindung versehen sind.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Teilschnitt durch eine Kühlvorrichtung ; Fig. 2 stellt eine Ausführungsform mit freiem Abfluss des erwärmten Mediums ohne Kreislauf dar ; Fig. 3 zeigt eine gegenüber Fig. 2 abgeänderte Ausführungsform ; Fig. 4 stellt eine weitere Ausführungsform mit Kreislauf des erwärmten Mediums dar ; die Fig. 5a und 5b zeigen schematisch je einen Schnitt durch zwei Dichtungen.
Gemäss Fig. 1 ist eine Dichtung-l--zwischen dem feststehenden Rahmen --2-- und dem Flügelrahmen --3-- der Tür einer Kühlvorrichtung angeordnet, um eine Abdichtung zwischen dem Inneren --4-- und dem Äusseren --5-- dieser Vorrichtung zu bewirken. Die Oberfläche der Dichtung ist, soweit sie in Berührung mit der umgebenden Atmosphäre steht, immer mehr oder weniger mit Wasserdampf beladen und bedeckt sich mit einem Überzug --6-- von Reif, ebenso wie die benachbarten Oberflächen des Flügelrahmens--2--und des feststehenden Rahmens-3--.
Fig. 2 zeigt schematisch den feststehenden Rahmen --7-- einer Tür, um dessen Öffnung herum eine hohle Dichtung --8-- angeordnet ist, die einen Längskanal-8a-aufweist. Diese Dichtung --8-- kann aufblasbar sein oder nicht. Wenn sie aufblasbar ist, so nimmt der Kanal-8-das Aufblasmedium auf, das zugleich auch als Erwärmungsmedium für die Dichtung dient. In jedem Falle tritt
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aufblasbaren Dichtung ist die Zwischenwand --9-- vorzugsweise gewellt, um eine Ausdehnung des Kanales--8a--zu ermöglichen. In diesem Falle könnte auch ein elastischer Verschlussstopfen aus einem weichen, zellenförmigen Material verwendet werden. Vorzugsweise ist das benutzte Erwärmungsmedium ein Gas unter einem niedrigen Druck.
Dieses Gas strömt beispielsweise durch ein Druckminderventil --10-- und tritt in einen Raum --11-- ein, der mit dem Einlassstutzen --8b-- in Verbindung steht und in dem es durch einen elektrischen Widerstand --12-- geheizt wird. Die Dichtung --8-- und die Teile zur Beschickung derselben sind nur beispielsweise als mit dem feststehenden Rahmen verbunden dargestellt. Sie können ebenso gut mit dem Flügelrahmen verbunden sein, wobei dann biegsame Rohre in die Einlassleitung des Erwärmungsmediums eingeschaltet sind.
Die Fig. 5a und 5b zeigen Schnitte durch zwei Arten von Dichtungen, nämlich durch eine gewöhnliche hohle Dichtung-13- (Fig. 5a) und eine aufblasbare Dichtung --14-- mit anschliessendem Befestigungsteil--14a--.
Fig. 3 zeigt eine Einrichtung ähnlich der nach Fig. 2, bei der einander entsprechende Teile gleich bezeichnet sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist im Gegensatz zur Ausführungsform nach Fig. 2 die Trennwand--9--weggelassen. Der Auslassstutzen --8c-- befindet sich praktisch gegenüber dem Einlassstutzen--8b--, und der Umlauf des Mediums erfolgt demnach in doppeltem Sinne, d. h. er ist verzweigt.
Fig. 4 zeigt eine ähnliche Ausführungsform bei der das Erwärmungsmedium im Kreislauf geführt wird, wobei es bei jedem Umlauf erwärmt wird. Die der Fig. 2 entsprechenden Teile der Fig. 4 sind mit gleichen Bezugszeichen versehen ; zusätzlich sind gemäss Fig. 4 eine Umlaufpumpe --15-- und ein Umlaufkanal--16--vorhanden. Der Umlauf erfolgt im Sinne der eingezeichneten Pfeile.
Selbstverständlich bestehen noch weitere Ausführungsmöglichkeiten.