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Sturzverdeck, insbesondere für Schlepper, Traktoren od. dgl.
Die Erfindung betrifft ein Sturzverdeck, welches dazu bestimmt ist, im Falle des Umstürzen z. B. eines Traktors den Fahrer zu schützen und bezieht sich insbesondere autjjene bekannte Art, die mit einem starren Schutzrahmen bzw. mit einer Lenkerkabine und mit einem auf dem Gehäuse der Hinterachse des Schleppers befestigten Trägerrahmen versehen ist, wobei Teile dieses Trägerrahmens so ausgebildet sind, dass'sie sich bei Verformung an den Luftreifen der Schlepperachse abstützen.
Zum Schutz des Fahrers hat man schon Verdecke vorgeschlagen, die vor allem auf Festigkeit bemessene Schutzrahmen darstellen, und dementsprechend schwere, gross dimensionierte Vorrichtungen sind. Um diesen Nachteil zu vermeiden, wurden deformierbare Schutzrahmen vorgeschlagen, mit dem Ziel, einen Teil der dynamischen Belastung durch die beabsichtigte Deformation des Rahmens auszugleichen. Nun ist weder vorauszusehen, an welcher Stelle die grösste Beanspruchung auftritt, noch welche Grösse diese hat.
Die Verletzungsgefahr ist bei diesen Verdecken nach wie vor gegeben. Gemäss der Erfindung soll zwar ein starrer Schutzrahmen vorgesehen sein, doch soll eine Deformationsmöglichkeit bestehen bleiben, indem ein Teil der Kräfte auf die vorhandenen Luftreifen übertragen wird, so dass deren Deformierbarkeit zur Kompensierung der Kräfte herangezogen wird.
Gemäss der Erfindung wird bei einem Sturzverdeck der eingangs genannten Art vorgeschlagen, dass der Trägerrahmen mit oberhalb der Laufräder des Traktors angeordneten und bei Verformung des Schutzrahmens zum Aufliegen auf die Luftreifen der Hinterachse bestimmten, die Räder von oben umfassenden U-förmigen Balken mittels defor- mierbaren Zwischenstützen verbunden ist, wobei die Enden der U-förmigen Balken mit keilartigen Anschlägen abgeschlossen sind, deren den Laufrädern zugewendete Flächen parallel zu den Aussenflächen der Luftreifen verlaufen, und dass auf den U-förmigen Balken starre Träger gelagert sind, welche den starren Schutzrahmen bzw. die Lenkerkabine tragen.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert, in denen Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Sturzverdeckes und Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel zeigen. Fig. 3 stellt ein als eine geschlossene Lenkerkabine ausgebildetes erfindungsgemässes Sturzver- deck dar. Die Fig. 4 und 5 veranschaulichten die Schutzwirkung bei einem auf das Verdeck umgestürzten Traktor bzw. im Fall eines auf die hintere Stirnseite umgestürzten Traktors.
Im ersten Ausführungsbeispiel ist auf der Hinterachse des Traktors ein Trägerrahmen --10-- befe- stigt, der aus gepressten Platten hergestellt ist, aber auch mit Rohren kombiniert oder völlig aus Rohren hergestellt sein kann. Am Trägerrahmen --10-- ist der Unteneil --1-- eines Schutzrahmens befestigt, der hier aus deformierbaren Zwischenstützen --2-- besteht. Die vier Zwischenstützen --2-- sind mit dem Trägerrahmen --10-- verschiebbar oder durch eine unlösbare Verbindung verbunden. An den Zwischenstützen --2-- ist ein Kastenträger --3-- befestigt, auf welchem mit den Schenkeln nach unten gerichtete U-förmige Balken --4-- angebracht sind. Die Balken --4-- befinden sich oberhalb der Lauf-
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räder --5-- des Traktors.
Als Fortsetzung der ZWÍSchenstützen --2-- sind die Hauptträger --6-- des starren oberen Rahmens, die ein Dach bilden und gleichzeitig den Lenkerraum begrenzen, angeordnet.
Das Gerüst des starren oberen Teiles des Schutzrahmens ist mit entsprechenden Knoten- und Eckenver- steifungselementen --13 und 14-und einen unterem Gurt der den vorderen Teil des Gerüstes, und einem oberen Gurt-12--, der den oberen Teil des Gerüstes umschliesst, ausgebildet.
Durch diese Ausbildung wird gleichzeitig der nötige Platz zum Ein- und Aussteigen in den oder aus dem Lenkersitz gesichert und auch Schutz bei einem Umstürzen auf die Hinterseite des Traktors gebo- ten, wobei sich der hinten hinausragende Teil des oberen Gurtes --12-- am Boden abstützt (Fig. 5).
Wenn daher als Folge des Umstürzens des Traktors auf die Hinterseite Kräfte von solcher Grösse auf- treten, dass Formânderungen im Gerüst entstehen und diese durch die zu diesem Zweck eingebaute Dia- gonalstrebe nicht mehr ausgeglichen werden 1 können, dann stützen sich die an den Enden der in Rich- tung der Laufräder offenen U-Balken-4-- angebrachten keilartigen Anschläge --8, 9-- in Abhängigkeit von der Richtung der Bewegung, an den Gummireifen der Laufräder ab, welche diese Kräfte auf- nehmen.
Wenn die Deformation des Gerüstes durch Einwirkung seitlicher Kräfte entsteht, so werden diese Kräfte ebenfalls durch die Gummireifen mit Hilfe der Seitenschenkel der U-Balken-4-aufgenommen.
Auf diese Weise werden die infolge des Umstürzen entstehenden, von beliebiger Seite wirkenden Kräfte durch die Gummireifen sowie durch die deformierbaren Bestandteile aufgenommen, d. h., dass das Gleichgewicht durch diese gesichert wird. Dies ist umso eher der Fall, weil die Gummireifen in Abhängigkeit vom Gewicht und der Belastbarkeit des Traktors bemessen werden.
In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform des erfindungsgemässen Sturzverdeckes ist der Schutzrahmen aus einem deformierbaren unteren Teil --1-- und einen weniger deformierbaren Hauptträgern --6-- wobei diese Teile durch lösbare Elemente miteinander verbunden sind, in der bereits be- schriebenen. Weise zusammengebaut. Dieser zweiteilige Sicherheitsrahmen kann bei Traktoren oder ähnlichen Maschinen mit geschlossener Lenkerkabine verwendet werden.
Bei einer weiteren Ausführungsform (Fig. 3) ist der deformierbare untere Teil-1-mit einem in kleinerem Masse deformierbaren, als Sicherheitslenkerkabine ausgebildeten oberen Teil durch entsprechende lösbare Verbindungselemente verbunden.
Bei dieser Ausführungsform erfüllt der starre obere Teil sowohl die Rolle eines Sicherheitsrahmens als auch die einer geschlossenen Lenkerkabine.
Wie aus der Beschreibung und aus den Zeichnungen hervorgeht, ist der deformierbare untere Teil --1-- bei allen Ausführungsformen gleich und nur der starre, weniger deformierbare Oberteil wird den Zwecken entsprechend geändert. Im in Fig. 1 gezeigten Beispiel bildet der deformierbare Unterteil mit dem starren Oberteil eine unlösbare Einheit. Diese Lösung ist hauptsächlich bei Maschinen ohne Lenkerkabine anwendbar und kann eventuell mit einer Wagendecke und einem separat montierbaren Windschutz ausgestattet werden, die zusammen eine Lenkerkabine bilden.
Die in Fig. 2 gezeigte Lösung - wo die beiden Teile, der untere deformierbare und der obere starre Teil, zu einem in geringerem Masse deformierbaren Teil --6- durch lösbare Verbindungselemente verbunden sind, ist hauptsächlich bei Maschinen verwendbar, die mit einer geschlossenen Lenkerkabine versehen sind.
Die dritte, in Fig. 3 dargestellte Lösung besteht ebenfalls aus einem Unterteil -1-- und einem starren, als Lenkerkabine ausgebildeten Oberteil-18-. Die erfindungsgemässe Lösung ist in zwei Einheiten gegliedert, u. zw. in den gegebenenfalls eine Deformation sichernden Unterbau und in einen starren, die dynamischen Beanspruchungen des Traktorgewichtes sicher tragenden Oberrahmen. Die beim Umstürzen entstehenden dynamischen Kräfte werden durch Deformierung und durch Zusammenpressen der Gummireifen aufgenommen.