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Muffenverbindung für Rohrleitungen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Muffenverbindung für Rohrleitungen.
Die Dichtung von Muffenverbindungen an Rohrleitungen wird bisher in den verschiedensten Formen ausgeführt. Je nach den in den Leitungen transportierten Medien, dem Druck der Medien und dem Ma- terial der Rohrleitung werden verschiedenartige Muffenverbindungen angewendet. Vielfach müssen diese Muffendichten aus zwei verschiedenen Materialien deshalb hergestellt werden, weil das eine Material dieDichtfunktion und das andere die Schutzfunktion erfüllen muss. Die Herstellung dieser Muf- fenverbindungen ist vielfach zeitraubend und anstrengend (Strick- und Stemmarbeit bei Stemmuffenverbindungen), mit schlechten Arbeitsbedingungen verbunden (Rohrgraben, Wasserbelästigung) und die Güte der Ausführung ist abhängig von der Gewissenhaftigkeit der damit befassten Arbeitskräfte.
Die Wirksamkeit der Verbindungen verringert sich im Laufe einer langen Bestandszeit und muss umständlich erneuert werden. Überdies sind die bisher bekannten Verbindungen sehr stossempfindlich und es ist nicht zu vermeiden, dass es zu Beschädigungen durch die in Rohrleitungen oft auftretenden Druckstösse kommt.
Die Erfindung bezweckt, die aufgezeigten Nachteile bei der Herstellung von Muffendichtungen zu vermeiden. Sie geht dabei aus von einer Muffenverbindung für Rohrleitungen, bei der zwischen die Muffe und die in diese eingreifende Rohrspitze eine Dichtungsmasse aus Kunststoff eingebracht ist, wobei die Rohrspitze in der Muffe durch einen Ring festgelegt und abgedichtet ist. Die Erfindung besteht darin, dass die Dichtungsmasse ein Zwei-Komponenten-Harz (Epoxyharz) ist, dem neutrale Füllstoffe, wie z. B.
Quarzsand, zugesetzt sind. Die Zwei-Komponenten-Eigenschaft bietet die Möglichkeit der Abstimmung auf das verwendete Rohrmaterial. Lösungsmittelfreie Epoxyharz-Kombinationen weisen die erforderliche Haftfähigkeit, die erforderliche Erhärtung unter Wasser, die erforderliche Plastizität auf Dauer und die erforderliche Dichtigkeitseigenschaft auf. Überdies sind sie für Berührung mit Trinkwasser zugelassen. Dabei kann die zugesetzte Menge an Füllstoffen variabel sein, z. B. von der Rohrspitze zum Muffenende hin zunehmen.
Zur Haftung der Masse an der Innenseite der Muffe und am Rohrende ist es allerdings erforderlich, dass die Haftflächen vorher entsprechend gereinigt werden, beispielsweise mit Sandstrahlgebläse. Das Zwei-Komponenten-Harz wird mit dem Füllstoff zu einer zähflüssigen bis plastischen Masse verarbeitet und kann mit einer Handpresse an die Dichtflächen eingebracht und angedrückt werden.
Die erfindungsgemässeverwendung dervorbeschriebenenKunststoffe und die Dichtung von z. B. Gussrohren ermöglichen es, dass diese Rohre über mehrere Stangen zu einer geschlossenen Leitung verbunden werden, welche durch die elastische Verbindung dieses Materials eine ähnliche Behandlung der gesamten Leitung gestatten, wie diese bei verschweissten Stahlrohren gegeben ist, beispielsweise Absenken einer vorher am Grabenrand hergestellten Gesamtleitung im flachen Bogen in den Rohrgraben. Eine ähnliche Verbesserung bringt die Muffendichtung bei der Behandlung der Rohrleitung durch die damit erzielte Zugfestigkeit der Verbindung-alle bisher bekannten Stemm-, Schraubmuffendichtungen usw., mit Ausnahme der Schweissverbindungen bei Stahlleitungen, führen zu keiner Zugfestigkeit der Gesamtleitung-.
Die Erfindung ermöglicht z. B. Gussrohrleitungen mit Muffenverbindungen in Schutzrohre einzuziehen (Vorteil bei längerer Minierung, Schutzrohre unter Strassen, bei Bohrungen usw.).
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Die Erfindung gestattet also durch Verwendung eines Zwei-Komponenten-Kunststoffes mit Zusatzmittel, welcher unabhängig von der Umgebung nach bestimmter Zeit erhärtet und die gewünschte Festig- keit erlangt, eine dichte, dauerhafte und zugfeste Rohrverbindung zu schaffen. Offene Stossstellen sind
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oder Stemmeisen)durchgeführt werden und wird mit diesen Werkzeugen die nach aussen zu verbleibende Oberfläche geglättet. Bei grösseren Durchmessern und liegender Rohrleitung ist es im Rahmen der Erfindung zweckmässig, dass der Hohlraum zwischen Muffe und Rohrspitze nach aussen hin in seinem unteren Teil mittels einer Schnur aus Gummi od. Jgl. abgedichtet ist, die mittels einer Spannvorrichtung festgehalten ist.
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durch eine Muffenverbindung, Fig. 2 und 3 eine Draufsicht auf die Muffenverbindung während der Her- stellung.
Die Muffenverbindung an sich besteht in einer üblichen und beliebigen Art aus einer Verbindungs- muffe-l-an dem einen Rohrende, in das die Spitze --2-- des nächsten Rohrendes eingeschoben ist.
Nach dem Einschieben der Spitze --2-- in die Muffe-l-wird gemäss der Erfindung der sich bildende
Spalt --3-- durch einen Ring --4-- aus Fasermaterial, z. B. Asbestschnüre, Glasyliesbandagenod. dgl. abgedichtet, die mit Kunststoffen, z. B. einem Zwei-Komponenten-Harz, getränkt sind. Nach Einbringung dieses Ringes -'-4-- wird der Zwischenraum zwischen der Muffe-l-und der Rohrspitze --2-durch eine aus Kunststoffen, vorzugsweise einem Zwei-Komponenten-Harz (Epoxyharz) bestehende Masse ausgefüllt. Dieser Masse sind neutrale Füllstoffe, wie z. B.
Quarzsand. beigemischt. Dieses Mischungsverhälmis kann gegen den Muffenrand zu grösser gewählt werden, so dass z. B. eine ringartige Vergussmasse -5-- mit einem Mischungsverhältnis Harz : Füllstoffen 1 : 3 und eine weitere ringartige Vergussmasse --6- mit einem Mischungsverhältnis 1 : 6 gebildet wird. Der Ring --4-- aus mit Kunststoffen getränktem Fasermaterial und die aus einem Epoxyharz gebildeten Vergussmassen --5 und 6-- verbinden sich untereinander und verbinden ausserdem die Muffe --12-- mit der Spitze --2-- des eingeschobenen Rohres, wobei eine zugfeste und dabei bis zu einem gewissen Grad aber elastische Verbindung gebildet wird.
Die Einbringung der Kunststoffe kann mit einem Gerät gemäss Fig. 3 erfolgen, welches aus einem Beutel --7-- besteht, dessen Fassungsraum der notwendigen Menge zur Bildung der Menge der ringartigen Vergussmasse --5 bzw. 6-- entspricht. An dem Beutel--7-- ist ein Schlauchansatz --8-- angeordnet, wobei der Durchmesser des schlauchartigen Ansatzes --8-- dem Spalt zwischen der Muffe-l-und der Spitze--2-- des eingeschobenen Rohres entspricht. Die Verwendung eines Beu- tels --7-- als Gerät zum Einpressen der Masse aus Kunststoffen erleichtert die Einbringung und ermöglicht es, den Beutel nach Entleerung wegzuwerfen.
Bei Rohrleitungen mit grösserem Aussendurchmesser und bei liegender Anordnung der Rohrleitung während des Abdichtens ist es zweckmässig, ein Hilfsgerät, wie es in Fig. 2 dargestellt ist, zu verwenden. Dieses Gerät besteht aus einer Schnur --9--, vorzugsweise aus Gummi, die die untere Hälfte des Spaltes zwischen Muffe --1-- und Rohrspitze --2-- nach aussen hin abdichtet. Damit die Schnur --9-an dem Spaltrand dicht anliegt, ist sie durch Distanzhalter --10-- hindurchgezogen, welche etwa radial auf der Rohrspitze --2-- abgestützt sind. Die entsprechend gespannte Schnur --9-- ist dann mittels einer Klemmvorrichtung --11--. zusammengehalten.
Nach dem Einbringen der Vergussmasse und deren Erhärten kann durch Lösen der Klemmvorrichtung die Schnur --9-- entspannt werden und löst sich daher ohne Schwierigkeiten von der Vergussmasse aus Epoxyharz.
Vor der Einbringung der Vergussmasse aus Epoxyharz ist es zweckmässig. die mit dieser Masse in Verbindung tretenden Teile der Muffe-l-bzw. der Rohrspitze --2-- z. B. mittels eines Sandstrahlgebläses zu reinigen. Auch ist es unter Umständen zweckmässig, die nach aussen sichtbare Fläche der Vergussmasse nach deren Erhärten nachzuarbeiten.
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