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Umrichtvorrichtung an automatischen Waschmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Umrichtvorrichtung an automatischen Waschmaschinen zum Umrichten der Anschlüsse einer solchen Maschine auf unterschiedliche Heizleistungen mit einem je Heizleistung vorgesehenen Schaltbrückenträger, der Kontakte zur Steuerung eines temperatur-und zeitsteuernden
Thermostaten aufweist, wobei der Thermostat mindestens zwei Schaltstufen hat, von denen die letzte eine zeitgesteuerte Kochphase bestimmter Zeitdauer einleitet.
Bei bisher bekannten Waschmaschinen war zum Einleiten der zeitgesteuerten Kochphase nur eine einzige Schaltstufe vorgesehen. Diese Schaltstufe leitete die Kochstufe unabhängig davon ein, mit welcher Heizleistung die Waschmaschine betrieben wurde.
Es ist deshalb vorgekommen, dass bei niederer Heizleistung von dieser Schaltstufe ausgehend entweder der Kochzustand nicht erreicht oder aber bei hohen Heizleistungen der Kochzustand überschritten worden ist. Um zu verhindern, dass der Waschmittelschaum aus den Waschbottichen ausschäumt, war es notwendig, besonders absaugende Wasserstrahlpumpen vorzusehen.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, den bisher verwendeten Thermostaten so zu schalten, dass je nach Heizleistung, mit der die Waschmaschine betrieben wird, die Zeitdauer, in der die Lauge den Siedepunkt erreicht hat und sprudelt, stets konstant ist. Dieses Ziel wird dadurch erreicht, dass sowohl die Anschlüsse der einzelnen Heizelemente als auch den einzelnen Schaltstufen des Thermoschalters zugehörende Anschlüsse in den Netzanschlusskasten geführt sind und dass Umschaltplatinen vorgesehen sind, welche sowohl Verbindungen für den Anschluss der Heizelemente an das Netz als auch solche für die Zusammenschaltung der Anschlüsse des Thermoschalters aufweisen, so dass jeder Schaltungsart der Heizelemente eine der verschiedenen Schalttemperaturen des Thermoschalters zugeordnet ist.
Auf diese Weise kann man ausserdem Schaltstufen des Thermostaten benutzen, die auf andere Weise ohne Ansteuerung und deshalb nutzlos wären.
Vorteilhaft ist, wenn der Schaltbrückenträger eine Platte ist. Man kann damit ohne wesentliche Ab- änderung bereits bekannte Schaltbrückenplatten, z. B. in Form von gedruckten Schaltungen, verwenden, die die Änderung in den Anschlüssen automatisch durch besonders gelegte Schaltbrücken mit sich bringen. Bei der Umrüstung der Waschmaschine von der einen Heizleistung auf die andere wird damit stets die richtige Schaltstufe des Thermostaten mit den richtigen Klemmen im Klemmkasten verbunden.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Darin zeigen Fig. 1 die Ansicht eines Klemmkastens und die schematisch zu den einzelnen Baugruppen gehörenden elektrischen Verbindungen und Fig. 2 die gleiche Ansicht wie Fig. 1, jedoch mit einer Schaltung für einehöhere Heiz- leistung.
In einem Klemmkasten 10 sind die Klemmbolzen 11 - 14 vorgesehen, an denen in üblicher Weise mittels Schrauben die Enden von Zuführungsleitungen festgeklemmt werden können. In der Fig. 1 ist der Klemmbolzen 11 mit der Phase R, der Klemmbolzen 14 mit der Phase Mp und der Klemmbolzen 15 mit der Schutzleitung verbunden.
Im oberen Teil des Klemmkastens sind die Klemmbolzen 16-26 vorgesehen ; die Klemmbol-
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zen 16 - 23 dienen zur Verbindung der Heizelemente 27-29, während die Klemmbolzen 24 - 26 zur Ansteuerung der Schaltstufen eines Thermoschalters 30 dienen. Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 sind die Klemmen 16 und 17 mit der Phase R verbunden und ausserdem mit dem einen Anschluss der Heizelemente 28 und 29. Das Heizelement 27 ist in diesem Fall nicht angeschlossen. Die Spannungsrückführung der Heizelemente 28 und 29 erfolgt gemeinsam zu den Klemmen 22 und 23.
Diese sind miteinander durch eine auf einer Platine 31 angeordnete Schaltbrücke 32 auf gleiches Potential gelegt. Eine ähnliche Schaltbrücke 33 verbindet die Klemmbolzen 16 und 17. Die Platine kann nach Art der gedruckten Schaltungen hergestellt sein.
Im oberen Feld der Platine 31 ist die Klemme 25 spannungsführend. Sie ist durch eine Schaltbrücke 34 mit dem Klemmbolzen 26 verbunden, der seinerseits an die 900-Schaltstufe des Thermoschalters 30 gelegt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel schaltet also der Thermoschalter, wenn die Lauge 900 erreicht hat, von der Temperatursteuerung auf die Zeitsteuerung um, wodurch die Heizelemente 28 und 29 noch während einer bestimmten Zeitspanne unabhängig von der Laugentemperatur an Spannung gelegt sind.
Gemäss Fig. 2 ist eine Schaltanordnung gezeigt, bei der auch das Heizelement 27 eingeschaltet ist. Eine solche Schaltung ergibt sich z. B., wenn man einen Waschautomaten mit 380V (Drehstrom) und 4, 5 KW betreibt. Dabei ist an dem Klemmbolzen 11 die Phase R, an dem Klemmbolzen 12 die Phase S, an dem Klemmbolzen 13 die Phase T, an dem Klemmbolzen 14 der Mittelpunktleiter und an dem Klemmbolzen 15 der Schutzleiter angeschlossen. Diese Bolzen sind durch eine im Inneren des Klemmkastens 10 vorgesehene Verbindung jeweils mit den Klemmbolzen 16 - 19 ver- bunden, wobei zusätzlich gegenüber dem in Fig. l gezeigten Ausführungsbeispiel die Klemmen 18 mit dem einen Eingang des Heizelementes 27 verbunden ist. Alle drei Heizelemente 27 - 29 sind somit an Spannung gelegt.
Im oberen Teil der Platine 35 ist eine Schaltbrücke 36 vorgesehen, die den Klemmbolzen 25 mit dem Klemmbolzen 24 verbindet. Damit ist die Zuführung zur 900-Kochstufe des Thermoschalters 30 ohne Anschluss, wohingegen die 850-Schaltstufe des Thermoschalters 30 verwendet ist.
Beim Aufheizen der mit höherer Leistung betriebenen Waschmaschine schaltet nunmehr der Thermoschalter 30 schon bei 850 auf die zeitgesteuerte Aufheizperiode um. Da die Temperaturabsenkung von 90 auf 850 der gesteigerten Heizleistung entspricht, erreicht der mit höherer Leistung betriebene Waschautomat die Kochzeitphase in genau der gleichen Zeitspanne wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1.
Auf diese Weise ist ohne merklichen zusätzlichen Aufwand sichergestellt, dass die Waschautomaten auf jeden Fall unabhängig von der Betriebsheizleistung die Kochzeitphase des Sprudelns weder übernoch unterschreiten. Dies wird einfach dadurch erreicht, dass man an sich vorhandene, jedoch bei den bekannten Waschmaschinen unbenutzte Schaltstufen wieder verwendet. Indem man Schaltbrückenträger [Platinen) benutzt, mit denen die Heizleistung umgeschaltet wird und die zugleich Vorrichtungen zum Umschalten des Thermoschalters aufweisen, verhindert man Fehlschaltungen, die sonst zu fehlerhafter Arbeitsweise der Waschautomaten führen würden.
Es liegt jedoch im Bereich der Erfindung, den Wechsel der Anschlüsse an den einzelnen, zu den Temperatuischaltpunkten gehörenden Schaltstufen nicht im Klemmkasten 10 und auf den Platinen 31 bzw. 35 vorzunehmen, sondern man kann eine solche Umschaltung auchunmittelbar am Thermoschaltereingang bewirken.