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Auf die Annäherung des Kranauslegers an eine Wechselspannung führende Leitung ansprechende Sicherheitseinrichtung
Die Erfindung betrifft eine auf die Annäherung des Kranauslegers an eine Wechselspannung führende
Leitung ansprechende Sicherheitseinrichtung.
Bekannt sind mit gerichteterWellenstrahlung, z. B. elektrischen, optischen oder akustischen Wellen arbeitende Sicherheitseinrichtungen, deren in einem Winkel zur Bewegungsrichtung der Fahrzeuge verlaufende Wellenstrahlung Warnzeichen auslösen kann, wenn die Anlagen sich auf einen bestimmten Min- destabstand genähert haben. Diese Sicherheitseinrichtungen sind zwar für schienengebundene Fahrzeuge, jedoch nicht für gleislose Fahrzeuge, wie Mobilkräne geeignet, da sie nur in einer Richtung wirksam werden können und auf spannungsführende Leitungen nicht ansprechen.
Es sind fernerSchutzeinrichtungen an Auslegern von Kränen bekannt geworden, die am äusseren Ende des Auslegers einen Rahmen mit untereinander verbundenen und im Abstand oberhalb, ausserhalb und seitlich des Auslegers angeordneten Rahmengliedern zum Verhindern einer Berührung des Auslegers mit elektrischen Leitungen aufweisen, wobei zwischen dem Ausleger und dem Rahmen Isolierkörper eingesetzt sind.
Jedoch ist dabei völlig ausser Acht gelassen worden, dass bei grosser Fahrgeschwindigkeit des Mobilkranes dessen Ausleger die elektrischen Leitungen zerreissen und nicht nur den Kran selbst unter Spannung setzen kann, sondern darüber hinaus Personenschaden durch die herabfallenden Leitungen angerichtet werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Gefahrenmomente gänzlich zu vermeiden, u. zw. so, dass rechtzeitig und unabhängig von der Bewegungsrichtung des Mobilkranes bei der Annäherung des Auslegers an elektrische Leitungen sowohl der Fahrer im Mobilkran als auch in der Nähe desselben befindliche Personen gleichzeitig durch optische und akustische Signale gewarnt werden.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass an dem freien Ende des Auslegers eine in Abhängigkeit ihres Abstandes von einer eine Wechselspannung führenden Leitung von dieser kapazitiv beaufschlagte Rundstabantenne angeordnet ist, die mit einem hochohmigen, aus einem mit dem Gitter einer Triode gekoppelten Kondensator und einem Widerstand bestehenden Antennenkreis verbunden ist, an dem ein aus vier in Reihe geschalteten Wechselspannungs-Verstärkerstufen mit Transistoren gebildeter Vorverstärker angeschlossen ist, dessen Ausgangsseite mit einem Transformator verbunden ist, dem zwei Gleichspannungs-Verstärkerstufen mit Transistoren als Schaltverstärker zugeordnet sind, wobei die erste Gleichspannungs-Verstärkerstufe über einen Zweiweggleichrichter mit dem Transformator verbunden ist,
und dass in der Kollektorzuleitung des Transistors der zweiten Gleichspannungs-Verstärkerstufe ein bei nicht beaufschlagter Antenne angezogenes Relais angeordnet ist, dessen Ruhekontakte in einem optisch-akustischen und zwei weiteren Alarm- oder Stillsetzung-Stromkreisen liegen.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Sicherheitseinrichtung an Hand einer Zeichnung näher erläutert.
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Gemäss dieser Zeichnung ist als Eingangsstufe eine mit sehr niedriger Anodenspannung betriebene Triode Rö 1 vorgesehen, die den relativ niedrigen Eingangswiderstand eines Transistors T 1 an den hochohmigen Antennenkreis anpassen soll. Ein mit dem Gitter der Triode Rö 1 gekoppelter Kondensator C l soll Röhrenschäden bei direkter Berührung der Antenne mit einer spannungführenden Leitung verhindern, wogegen ein Widerstand R 1 das Gitter der Triode Rö 1 auf einem bestimmten Spannungspotential hält.
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stand R 5 verbunden. Ein Kondensator C 13 verringert die Durchlassbandbreite des Vorverstärkers, um das Ansprechen eines nachgeordneten Schaltverstärkers bei Funkenstörungen zu verhindern. Ein Arbeitswiderstand R 6 des Transistors T 2 liegt in der Emitterzuleitung.
Vom Emitter wird eine von der Antenne aufgenommene und in den Vorstufen verstärkte Wechselspannung abgenommen. Ein weiterer Kondensator C 4 dient zur Gleichspannungstrennung. Die Wechselspannung baut sich dann bei einem geöffneten Empfindlichkeitsschalter SI1 unempfindlicher Bereich) an Widerständen R 7 und R 8 auf.
Mit dem Widerstand R 8 wird bei geschlossenem Schalter SIl die Verstärkung im empfindlichen Bereich und mit dem Widerstand R 7 bei geöffnetem Schalter SIl die Verstärkung im unempfindlichen Bereich eingestellt. Vom Schleifer des Widerstandes R 8 gelangt die Wechselspannung über einen Kondensator C 5 als Gleichspannungstrennung auf die Basis eines Transistors T 3. Die Widerstände R 9 und R 10 bilden einen Spannungsteiler, der die Basisvorspannung erzeugt. Ein Emitterwiderstand R 11 dient der Stabilisierung und wird durch einen Kondensator C 6 wechselspannungsmässig kurzgeschlossen. Von einem Arbeitswiderstand R 12 in der Kollektorzuleitung des Transistors T 3 wird die Wechselspannung über einen Kondensator C 7 als Gleichspannungstrennung auf die Basis eines Transistors T 4 geschaltet.
Ein Spannungsteiler, bestehend aus den Widerständen R 13 und R 14, dient der Erzeugung der Basisvorspannung. Im Kollektorkreis befindet sich ein Transformator Tr 1, der mit den Dioden Gr 1 und Gr 2 eines Zweiweggleichrichters verbunden ist. Ein Widerstand R 15 dient
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Abschalten des Relais Rs l.
Gelangt eine Wechselspannung niedriger Frequenz auf den Eingang des Vorverstärkers, so entsteht am Widerstand R 17 und am Kondensator C 9 eine negative Spannung. Es fliesst somit Strom durch den Transistor T 5 und der Spannungsabfall am Widerstand R 18 erhöht sich. Ist der Spannungsabfall am Widerstand R 18 so gross, dass die Zenerspannung der Zenerdiode Z 2 nicht mehr erreicht wird, so befindet sich der Transistor T 6 im Sperrzustand.
Die Basis des Transistors T 6 ist über den Widerstand R 19 mit dem Emitter verbunden. Das Ausgangsrelais Rs 1 fälltab und schliesst mit seinen Ruhekontakten rs 1I und rs 1II zwei Alarmstrom- kreise. Ein Kontakt rs l HI schliesst den Signalstromkreis und eine Lampe La 1 leuchtet auf. Der Kontakt rs l'ist durch einen Kondensator C 11 und einen Widerstand R 22 mit einer Funken- löschung versehen. Die Lampe La 2 zeigt die Betriebsbereitschaft und die eingeschaltete Empfind-
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lichkeitsstufe an. Bei der empfindlichen Stufe ist ein mit dem Schalter sI1 gekoppelter Schalter Sp geschlossen und die Lampe La 2 liegt an der vollen Eingangsspannung, wodurch sie hell leuchtet.
Bei der unempfindlichen Stufe ist der Schalter SI ? geöffnet, wodurch die an der Lampe La 2 liegende Spannung mit Hilfe des Widerstandes R 21 verringert wird. Der Widerstand R 23 passt die Heizspannung der Triode Rö 1 an die Betriebsspannung des Gerätes an. Der Kondensator C 2 ist zur Siebung der Heizspannung vorgesehen, während der Kondensator C 10 das Eindringen von Störimpulsen in den Verstärker verhindern soll.
In Abwandlung des Erfindungsgedankens kann die Sicherheitseinrichtung beispielsweise auch so aufgebaut sein, dass unter Wegfall der Triode Rö 1 die Gesamtverstärkung des Vorverstärkers erhöht wird, indem weitere Verstärkerstufen zugeschaltet werden, oder dass statt des Schaltverstärkers eine SchmittTrigger-Schaltung oder unter Wegfall des Schaltverstärkers die verstärkte Wechselspannung direkt über ein Lautsprechersystem als Alarmsignal zu verwenden ist.