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Einrichtung zur Aufnahme eines zu eichenden Durchflussmessers
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Aufnahme eines zu eichenden Durchflussmessers zwischen einem Zufluss- und einem Abflussflansch für ein Prüfmedium, die je in einer Halterung angeordnet sind, wobei durch Veränderung des Abstandes zwischen dem mit einer in der Halterung gleitbaren Hülse verbundenen Zuflussflansch und dem auswechselbaren, auf einem Einsatz vorgesehenen Abflussflansch der Durchflussmesser in der Einrichtung festhaltbar ist, und ein Auslass-und/oder Einlassflansch des Durchflussmessers gegen den Abfluss- bzw.
Zuflussflansch der Einrichtung pressbar ist und auch der Abflussflansch in einer in der zugeordneten Halterung gleitbaren Hülse gelagert ist und gegebenenfalls ein Hilfsanschlussflansch an einer mit der Hülse des Zuflusses bzw. Abflusses verbindbaren Winkelleitung, z. B. einem Gelenkrohr, zum Anschluss an einen Einlass- bzw. Auslassflansch des Durchflussmessers vorgesehen ist, wobei die Achse dieses Einlass- bzw. Auslassflansches einen von 00 bzw. 1800 verschiedenen Winkel mit der Achse des Auslass- bzw. Einlassflansches des Durchflussmessers einschliesst, wobei weiters die Mündung der Gleithülse für den Zufluss- bzw.
Abflussflansch zur Aufnahme des auswechselbaren, insbesondere konischen, den Abfluss- bzw. den Zuflussflansch tragenden Einsatzes insbesondere konisch ausgebildet ist, nach Patent Nr. 253245.
Es ist ein Ziel der Erfindung, die Arbeiten zur Auswechslung des Einsatzes weitestgehend zu vereinfachen und hiedurch möglichst rasch die Einrichtung für die Prüfung von Durchflussmesser anderer Nennweite geeignet zu machen.
Dieses Ziel wird erreicht, wenn gemäss der Erfindung der Einsatz mittels mindestens einer Abdrückeinrichtung von der Gleithülse abdrückbar ist. Hiedurch kann der Einsatz aus seinem Sitz in der Hülse sodann leicht entfernt werden. Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung der eingangs erwähnten Vorrichtung gemäss dem Stammpatent wird die Auswechselbarkeit des den Flansch aufweisenden Einsatzes verbessert und damit eine Möglichkeit geschaffen, die Einrichtung rasch auch für die Prüfung von Durchflussmessern mit unterschiedlichen Nennweiten geeignet zu machen.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Abdrückeinrichtung einen Abdrückbolzen auf, der unter dem Druck einer Feder in der Abdrückeinrichtung verschiebbar gelagert ist.
Die Abdrückeinrichtung kann auch gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung einen in axialer Richtung des Einsatzes verschiebbaren Ring aufweisen. Dieser Ring kann mit einem Betätigungsgriff versehen sein und einen radialen, gegen den Einsatz gerichteten Fortsatz aufweisen, der in eine gegen die Achse des Einsatzes geneigte, insbesondere schraubenförmige Nut der Hülse bzw. eines mit der Hülse verbundenen Führungsringes eingreift.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform der Erfindung, Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine gegenüber Fig. 1 modifizierte Ausführungsform der Erfindung, Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der Erfindung und Fig. 4 einen Querschnitt durch die in Fig. 3 dargestellte Einrichtung.
In der Zeichnung ist mit 1 ein Anpressflansch bezeichnet, der einen Durchflussmesser 61 gegen einen gegenüberliegenden, nicht dargestellten, gegebenenfalls gleich ausgebildeten Anpressflansch drückt, so dass der Durchflussmesser zwischen den beiden Flanschen gehaltert ist. Der Anpressflansch 1 ist an einem Einsatz 71 ausgebildet, der an einem Zuführrohr 3 für ein Prüfmedium gehaltert ist. Wie Fig. 1 zeigt, erfolgt die Halterung des Einsatzes 71 durch einen Ring 84, der einen Bund des Einsatzes 71 aussen umschliesst und an dem Zuführrohr 3, z. B. durch Schweissung, befestigt ist.
Gemäss den in den Fig. 2 bis 4 wiedergegebenen Ausführungsbeispielen besitzt der Einsatz 71 eine konische Mantelfläche 85, mit der er an einer ebenfalls konischen Innenfläche des Rohres 3 anliegt. Um den Flansch leicht und schnell von dem Rohr 3 zu lösen, ist eine Abdrückeinrichtung vorgesehen, die als Ganzes mit 70 bezeichnet ist.
Gemäss den Fig. 1 und 2 weist die Abdrückeinrichtung einen Abdrückbolzen 72 auf, der gegen den Druck einer Feder 73 in der Abdrückeinrichtung verschiebbar gelagert ist. Der Abdrückbolzen 72 ist hiebei in einer Büchse 74 der Abdrückeinrichtung geführt, die ihrerseits in eine Hülse 76 eingesetzt ist.
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Die Hülse 76 ist hiebei in eine Bohrung einer Platte 86 eingebracht und mit dieser Platte, z. B. durch Schweissen, fest verbunden. Die Platte 86 kann hiebei, wie Fig. 1 zeigt, an dem mit dem Rohr 3 fest verbundenen Ring 84 oder, wie dies Fig. 2 zeigt, direkt aussen am Rohr 3 befestigt sein. Auf die Hülse 76 der Abdrückeinrichtung ist eine Kappe 77 aufschraubbar, gegen welche die Feder 73 anliegt, so dass die Vorspannung dieser Feder durch Drehen der Kappe 77 einstellbar ist. Um den Flansch 71 vom Rohr 3 zu lösen, drückt die Feder 73 den Abdrückbolzen 72 gegen den Flansch 71. Hiebei können mehrere Abdrückeinrichtungen am Umfang verteilt angeordnet werden.
In Fig. 3 und 4 ist eine Abdrückeinrichtung 70 dargestellt, die einen in axialer Richtung des Einsatzes 71 verschiebbaren Ring 78 aufweist. Ein Betätigungsgriff 79 ist mit dem Abdrückring 78 fest verbunden und dadurch um die Achse des Einsatzes 71 schwenkbar. In der Zeichnung wird die Stellung des Betätigunggriffes 79 mit vollen Linien dargestellt, wenn sich der Einsatz 71 im Rohr 3 befindet, und mit strichpunktierten Linien, wenn der Einsatz 71 aus dem Rohr 3 hinausgedrückt wird.
Mit dem Betätigungsgriff 79 ist ein Fortsatz 80 fest verbunden, der durch eine radiale Bohrung des Abdrückringes 78 hindurch- und in eine Nut 81 hineinragt, die gegen die Achse des Einsatzes 71 geneigt ist und in einen Führungsring 82 für den Abdrückring 78 eingreift, so dass beim Verschwenken des Abdrückringes 78 durch den Eingriff des Fortsatzes 80 in die schräge Nut 81 der Abdrückring 78 in Richtung der Achse des Einsatzes 71 verschoben wird und den Einsatz aus dem Rohr 3 hinausdrückt.
In die Nut 81 ist eine Druckfeder 87 eingelegt, die sich einerseits gegen das Nutende 83 und anderseits gegen den Fortsatz 80 abstützt, um letzteren nach dem Abdrücken des Einsatzes 71 wieder in seine Ausgangslage zu bringen, in der das Einsetzen des Einsatzes 71 in das Rohr 3 erfolgt.
Der Einsatz 71 weist an der Stirnfläche eine Nut 88 auf, in welche ein Dichtungsring 89 eingelegt ist, an welchen der Einlass- bzw. Auslassflansch des Durchflussmessers 61 zur Anlage kommt. Der Durchmesser des Dichtungsringes 89 bzw. der Ringnut 88 ist hiebei so gewählt, dass mehrere Durchflussmessgeräte dichtend zur Anlage gebracht werden können, selbst wenn ihre Nennweite innerhalb eines gewissen Bereiches schwankt. Erst wenn die Nennweite eines Durchflussmessers ausserhalb des Bereiches liegt, muss der Einsatz 71 ausgewechselt werden. Der Einsatz 71 kann hiebei zur Abdichtung gegenüber dem Rohr 3 an der Mantelfläche, wie dies die Fig. 2-4 zeigen, ebenfalls mit Dichtungsringen versehen sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Aufnahme eines zu eichenden Durchflussmessers zwischen einem Zufluss- und einem Abflussflansch für ein Prüfmedium, die je in einer Halterung angeordnet sind, wobei durch Veränderung des Abstandes zwischen dem mit einer in der Halterung gleitbaren Hülse verbundenen Zuflussflansch und dem auswechselbaren, auf einem Einsatz vorgesehenen Abflussflansch der Durchflussmesser in der Enrichtung festhaltbar ist, und ein Auslass- undjoder Einlassflansch des Durchflussmessers gegen den Abflussbzw. Zuflussflansch der Einrichtung pressbar ist und auch der Abflussflansch in einer in der zugeordneten Halterung gleitbaren Hülse gelagert ist und gegebenenfalls ein Hilfsanschlussflansch an einer mit der Hülse (3) des Zuflusses bzw.
Abflusses verbindbaren Winkelleitung, z. B. einem Gelenkrohr, zum Anschluss an einen Einlass- bzw. Auslassflansch des Durchflussmessers vorgesehen ist, wobei die Achse dieses Einlassbzw. Auslassflansches einen von 00 bzw. 1800 verschiedenen Winkel mit der Achse des Auslass- bzw.
Einlassflansches des Durchflussmessers einschliesst, wobei weiters die Mündung der Gleithülse für den Zufluss- bzw. Abflussflansch zur Aufnahme des auswechselbaren, insbesondere konischen, den Abflussbzw. Zuflussflansch tragenden Einsatzes insbesondere konisch ausgebildet ist, nach Patent Nr. 253245, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (71) mittels mindestens einer Abdrückeinrichtung (70) von der Gleithülse (3) abdrückbar ist.