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Pistenhobel
Gegenstand der Erfindung ist ein Pistenhobel zum Präparieren von Schiabfahrten u. dgl., bei dem gemäss Patent Nr. 242184 in einem von einer Ziehvorrichtung vorwärts bewegbaren Rahmen eine Schneideinrichtung zum Abscheren der Kuppen einer unebenen Schneefläche vorgesehen ist, die abgeschnittenen Kuppen dann vom nachfolgenden Pflug erfasst und die Piste plan ausgleichend in die Mulden geschoben werden, worauf im Rahmen angeordnete, nachlaufende Pistenwalzen den Schnee verdichten und festigen.
Der Erfinder hat gefunden, dass sich der Antrieb und die Lenkung der erfindungsgemässen Pistenwalze vereinfachen lässt, wenn statt eines Differentials und einer Lenkbremse je ein Hydromotor verwendet wird" der seine Kraft über Zahnräder jeweils auf die Walzen einer Seite überträgt. Bei einer solchen Ausführung werden die Walzen jedes hintereinanderliegenden Walzenpaares gleich breit ausgebildet, wobei über die jeweils hintereinanderliegenden Walzen ein Raupenband od. dgl. gelegt wird, das ausserdem über ein zwischen den hintereinanderliegenden Walzen angeordnetes Stützrad geführt ist. An Stelle eines Gummi-oder Raupenbandes könnte auch eine Raupenkette entsprechender Breite vorgesehen sein.
Die beiden Bandseiten weisen je einen Hydromotor auf und sind über ein Steuerventil schaltbar, das die Zuflussmenge des Öls regelt, wodurch auch die Drehzahlen der Motoren jeweils eine Änderung erfahren. Da die beiden Motoren voneinander völlig unabhängig sind und auch jeder für sich selbst allein gesteuert werden kann, lassen sich unterschiedliche Bandgeschwindigkeiten erzielen, wodurch der bewegte Pistenhobel die jeweils gewünschte Richtungsänderung erfährt. Durch ein Umschalten des Ölstromes kann die Drehrichtung der beiden Motoren ausserdem geändert werden, so dass sich der Pistenhobel je nach Wunsch vor-oder rückwärtsbewegt.
Die Raupenbänder oder Raupenketten weisen eine bessere Griffigkeit und damit eine bessere Steigfähigkeit auf und ermöglichen überdies ein gleichmässigeres Einwalzen der Schneeoberfläche. Da die beiden Bänder überdies nicht die gesamte Walzenbreite einnehmen, pressen die freiliegenden Walzenteile in erwünschter Weise den Schnee fest, so dass eine feste und einheitliche Oberfläche entsteht.
Um die Seilwinde der geänderten Walzensteuerung anzupassen, wird ein an sich bekanntes, stufenlos schaltbares Hydrogetriebe verwendet, das einen Vor- und Rücklauf ermöglicht. Die Antriebskraft für das Hydrogetriebe wird dem gemäss der Stammanmeldung verwendeten Motor entnommen, der gleichzeitig auch eine Hydropumpe betätigt, die die beiden zum Antrieb der Walzen bzw. Raupenbänder od. dgl. vorgesehene Hydromotoren speist.
Alle diese Vorteile werden gemäss der Erfindung dadurch erzielt, dass senkrecht zum Längsverlauf des Fahrgestellrahmens angeordnete Pistenwalzenpaare mit je zwei Pistenwalzen gleicher Breite Verwendung finden, wobei ein motorisch angetriebenes Gummi-, Raupenband od. dgl. über die hintereinanderliegenden Walzen läuft. Vorzugsweise haben jene nur einen Teil der Breite der Pistenwalzen, beispielsweise etwa die Hälfte dieser Breite. Um eine gute Führung der Bänder oder Raupenketten zu erzielen, sind zwischen den hintereinanderliegenden Pistenwalzen Stützräder angeordnet, über die das Gum-
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ml-. Raupenband od. dgl. geführt ist. Der jedem Band zugeordnete Hydromotor überträgt seine Kraft über Zahnräder auf die Pistenwalze bzw. das Band.
Im nachstehenden wird die Erfindung an Hand der Figuren der Zeichnungennäher beschrieben. doch soll sie nicht auf diese Ausführungsmöglichkeit beschränkt bleiben.
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemässen Pistenhobel im Grund- und Fig. 2 im Seitenriss.
Die im Fahrgestellrahmen 2 des zweiteiligen, aus einem Aufreissnahmen 1 und dem Fahrgestellrahmen 2 bestehenden Grundrahmen 1, 2 angeordneten gleich breiten Pistenwalzen 3 liegen zueinander parallel in Reihen hintereinander. Ein etwa die halbe Breite einer Walze 3 einnehmendes Gummiband oder auch Raupenband 4 läuft über jeweils zwei hintereinanderliegende Walzen 3 sowie ein Stützrad 5 und wird von einem Hydromotor 6, der innerhalb der Walzen 3 angeordnet ist, über ein Zahnrad angetrieben. Da dieser an sich bekannte Antrieb nicht Gegenstand der Erfindung ist, wurde er in den Zeichnungen nur skizzenhaft angedeutet. Diese Motoren werden über je ein Steuerventil - das in den Zeichnungen gleichfalls nicht dargestellt ist-gesteuert, das die Zuflussmenge des Öls regelt und damit in Abhängigkeit die Drehzahlen der Motoren ändert.
Da somit die Walzen der beiden Seiten mit verschiedener Geschwindigkeit laufen, ermöglicht diese Drehzahländerung auch eine Richtungsänderung des arbeitenden Pistenhobelgerätes.
Da der Ölstrom durch Umschaltung auch gegenläufig geführt werden kann, ändert sich auch die Drehrichtung der Walzen 3 und damit die Bewegungsrichtung des Pistenhobels, so dass man mit ihm sowohl vor-als auch rückwärts fahren kann.
Die erfindungsgemässe Anordnung bedeutet eine wesentliche Vereinfachung der Steuerung des erfindungsgemässen Pistenhobels und damit auch eine Senkung der Herstellungskosten, wobei das Gerät ebenso wie die Ausführung gemäss dem Stammpatent vielseitig verwendbar ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Pistenhobel nach Patent Nr. 242184, zum Präparieren von Schiabfahrten u. dgl., bei dem in einem von einer Ziehvorrichtung vorwärts bewegbaren Rahmen eine Schneideinrichtung zum Abscheren der Kuppen einer unebenen Schneefläche vorgesehen ist, die abgeschnittenen Kuppen dann vom nach-
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ge"kennzeichnet, dass senkrecht zum Längsverlauf des Fahrgestellrahmens (2) angeordnete Pistenwalzenpaare (3) mit je zwei Pistenwalzen gleicher Breite Verwendung finden, wobei ein motorisch angetriebenes Gummi-, Raupenband (4) od. dgl. über die hintereinanderliegenden Walzen (3) läuft.