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Speicher für Serieninformationen
Es ist bekannt, Serieninformationen, z. B. Impulstelegramme im Binär-Code als Parallelinformationen in eine Kette von Speichern einzuspeichern, denen UND-Gatter zur Erzeugung von Speicherimpulsen vorgeschaltet sind. Jedes diese UND-Gatter ist mit einem seiner beiden Eingänge an eine für alle Gatter gemeinsame Leitung geschaltet, der die Impulse der Serieninformation zugeführt werden ; die zweiten Eingänge der Gatter sind in der Reihenfolge der zugehörigen Speicher an die Ausgänge einer Fortschalteeinrichtung geschaltet, die im Rhythmus der Impulse der Serieninformation einen Ausgang nach dem andern an eine Auslösespannung legt. Hiedurch wird immer an jenen Speicher ein Speicherimpuls geliefert, dessen vorgeschaltetes Gatter gleichzeitig sowohl einen Auslöseimpuls als auch einen Impuls der Serieninformation erhält.
N ach Ablauf des Impulstelegramms sind die Speicher in der Reihenfolge ihrer Anordnung mit den Informationen "1" bzw. "0" versehen, je nachdem im Impulstelegramm in gleicher zeitlicher Reihenfolge jeweils ein Impuls gegeben wurde bzw. eine Impulspause geherrscht hat.
Bei einer bekannten Einrichtung dieser Art dienen zur fortlaufenden Anschaltung der Auslösespan- nung an die einzelnen Gatter Zeitverzögerungsglieder, was den Nachteil hat, dass die Impulse der Serieninformation genau eine bestimmte Impulsfrequenz aufweisen müssen, da es ansonsten, wenn der Synchronismus zwischen den Impulsen der Serieninformation und den Auslöseimpulsen verloren geht, zur Einspeicherung falscher Informationen kommt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Einspeicherung von aus Lang- und Kurzimpulsen bestehenden Serieninformationen als Parallelinformationen in eine Kette von Speicher- bzw. Löschimpulsen bei Koinzidenz der Impulse der Serieninformation mit Auslöseimpulsen, die von einer im Rhythmus der Impulse derSerieninformationbetätigtenFortschalteeinrichtungderReihe nach den Gattern der Speicherkette zugeführt werden, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Fortschalteeinrichtung sowohl durchLangimpulse als auch durchKurzimpulse der Serieninformation betätigbar ist und dass zum Empfang der Impulse der Serieninformation dienendenEingänge aller Gatter eine gemeinsame Impulsübertragungs- leitung vorgeschaltet ist,
in die ein zur Unterdrückung von Kurzimpulsen dienendes Impulsfilter eingeschaltet ist.
Die erfindungsgemässe Speichereinrichtung gestaltet gegenüber den bekannten Ausführungen dieser Art die Einspeicherung von Impulstelegrammen mit beliebiger Impulsfrequenz, wobei die Fortschalteeinrichtung sowohl durch Langimpulse als auch durch Kurzimpulse der Serieninformation betätigbar ist und dass den zum Empfang der Serieninformation dienenden Eingängen aller Gatter eine gemeinsame Impulsübertragungsleitung vorgeschaltet ist, in die ein zur Unterdrückung von Kurzimpulsen dienendes Impulsfilter eingeschaltet ist.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung dient als Impulsfilter eine bei Überschreiten eines Schwellwertes der Eingangsgrösse ansprechende Kippstufe mit einem vorgeschalteten Integrationsglied.
Zur Gewinnung einer komplementären Parallelinformation können nach einem weiteren Merkmal der Erfindung den zum Empfang der Impulse der Serieninformation dienenden Eingängen der UND-Gatter ein gemeinsames oder einzelne zugeordnete Negationsglieder vorgeschaltet werden.
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ls Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. l der Zeichnungen eine Einrichtung zur Umsetzung einer Serieninformation in eine analoge Spannung dargestellt. Die Impulse der Serieninformation werden über die Leitung 1 über ein Impulsformungsglied 2 einem Wähler 3 zugeführt. Das Impulsformungsglied 2 hat den Zweck, den Wähler 3 immer in gleicher Weise bei Beginn der Impulse der Serieninformation mit Stellimpulsen zu versehen, unabhängig davon, ob nun einKurzimpuls oder ein Langimpuls empfangen wurde.
Hiebei werden im Rhythmus der Ausgangsimpulse des Impulsformungsgliedes 2 der Reihe nach die Ausgänge AI.... A4 des Wählers 3 an eine Auslösespannung gelegt. Von den Ausgängen AI.... A4 führen Verbindungsleitungen zu zugeordneten UND-Gattern Gl.... G4, deren Ausgänge an je einen der Eingänge zugeordneter Informationsspeicher Sil.... S4 (Kippstufen) geschaltet sind, die zu Beginn der Umsetzung der Serieninformation die gezeichneten Ruhelagen (rechter Zweig "0" und linker Zweig"l") aufweisen.
Die zweiten Eingänge der UND-Gatter sind durch eine gemeinsame Verbindungsleitung 4 über ein Impulsfilter 5 mit der Übertragungsleitung 1 verbunden und erhalten über diesen Verbindungsweg alle Signalimpulse der Serieninformation, während die Kurzimpulse durch das Impulsfilter 5 unterdrückt werden.
Die der Reihe nach an die Auslösespannung gelegten Speicher Sl.... S4 erhalten über ihre vorgeschalteten UND-Gatter Gl.... G4 jeweils nur dann einen Speicherimpuls und damit die Information "1", wenn zugleich mit dem Auslöseimpuls auch ein Langimpuls gegeben wird. Da die Kurzimpulse durch das Impulsfilter 5 von den Gattern Gl.... G4 abgehalten werden, können sie nie zur Ausgabe von Speicherimpulsen Anlass geben.
NachEmpfangderganzenSerieninformation sind somit die Speicher Sil.... S4 in der Reihenfolge der Lang- und Kurzimpulse mit den Informationen "1" bzw. "0" versehen. Diese Parallelinformation lässt sich beispielsweise mittels eines Digital-Analog-Wandlers 6 in eine analoge Spannung an den Klemmen 7 umwandeln, die beispielsweise zu Regelungszwecken ausgewertet werden kann.
Die Funktion des Impulsfilters 5, kurze Impulse zu unterdrücken und Impulse ab einer gewissen Länge weiterzuleiten, lässt sich in einfacher Weise mittels einer Kippstufe erzielen, die erst bei einem gewissen Schwellwert anspricht und der ein Integrationsglied vorgeschaltet ist, die das Zeitintegral der Impulsspannung bzw. des Impulsstromes bildet. Das Integrationsglied liefert somit ein Mass für die Impulslänge, und wenn diese einen bestimmten Wert überschreitet, liefert die Kippstufe einen Ausgangsimpuls, während sie bei Impulsen geringerer Länge in ihrer Ruhelage verbleibt.
In manchen Anwendungsfällen kann es erwünscht sein, die Serieninformation durch eine komplementäre Parallelinformation abzubilden, d. h., dass einem Langimpuls die Speicherinformation"0" und einem Kurzimpuls allein die Speicherinformation "1" entspricht. Hiebei ist für die den Informationsspeichern vorgeschalteten UND-Gatter die Schaltung nach Fig. 2 anzuwenden, bei der den zum Empfang der Impulse derSerieninformationdienenden Eingängen der Gatter Gl, G2.... Negationsglieder NI, N2.... vorgeschaltet sind. Bei dieser Schaltung werden also immer dann Speicherimpulse gegeben, wenn die Auslöseimpulse mit den Impulsen der Serieninformation nicht koinzidieren.
Der gleiche Effekt lässt sich, wie in Fig. 2 mit punktierten Linien dargestellt, mit einem einzigen in die Übertragungsleitung 4 eingeschalteten Negationsglied N erzielen, wobei die den Gattern Gl, G2.... vorgeschalteten Negationsglieder N1, N2.... entfallen. In entsprechender Weise lassen sich an Stelle der UND-Gatter mit vorgeschalteten Negationsgliedern auch Sperrgatter verwenden.
Die als Informationsspeicher Sl.... S4 dienenden Kippstufen ändern ihren Schaltzustand nur dann, wenn ein Auslöseimpuls an den Eingang jenes Kippstufenzweiges gelangt, der sich gerade im Zu- stand"0"befunden hat. Gelangen an beide Eingänge einer Kippstufe gleichzeitig Auslöseimpulse, so bleibt der vorherige Zustand der Kippstufe weiter bestehen. Auf Grund dieser Tatsache lässt sich auch ohne Verwendung eines Negationsgliedes eine komplementäre Parallelinformation erzielen, wenn die in Fig. 3 dargestellte Koinzidenzschaltung eines Gatters G zur Beaufschlagung eines einzelnen Informationsspeichers S verwendet wird, bei der ein Übergang aus der gezeichneten Ruhelage nur dann erfolgt, wenn an dem Ausgang A des Wählers der logische Wert "1" und auf der Übertragungsleitung 4 der Wert "0" auftritt.
Eine normale Parallelinformation wird mit dieser Schaltung bei Verwendung von Negationsglieder bzw. Sperrgattern gewonnen.
Bei allen in den Fig. l - 3 dargestelltenKoinzidenzschaltungen ist vorausgesetzt, dass zu Beginn der Umsetzung der Serieninformation die Speicher Sl.... S4 die gezeichnete Ruhelage eingenommen haben und dazu wird nach jeder Umsetzung auf nicht näher dargestellte Weise durch Löschung der eingeschriebenen Parallelinformation diese Ruhelage wieder hergestellt.
Koinzidenzschaltungen zur Speicherbeaufschlagung ohne vorherige Löschung sind in den Fig. 4 und 5 dargestellt. Je Speicher werden hiezu zwei Gatter G und Gl benötigt, von denen je ein Eingang an
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EMI3.1
zugehörigen Wählerausgangtung 4 angeschlossen ist. Auch bei dieser Schaltung lassen sich an Stelle von den einzelnen Gattern zugeordneten Negationsgliedern auch solche verwenden, die, wie in Fig. 5 dargestellt, mehreren Gattern gemeinsam zugeordnet sind.
Die erfindungsgemässe Schaltung, die in dem Ausführungsbeispiel mit vier Speichern dargestellt ist, kann zum Empfang beliebig langerSerieninformationen mit beliebig vielen Speichern in entsprechender Anordnung ausgestattet werden.
Als Wähler 3 eignet sich jede beliebige, durch Fremdimpulse weiterschaltbare Einrichtung, z. B.
Stufenschalter, Schieberegister und'besonders Ringzähler, die sowohl mit Röhren als auch mit Transistoren oder aber mit Ferriten ausgestattet sein können.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Einspeicherung von aus Lang- und Kurzimpulsen bestehenden Serieninformationen als Parallelinformationen in eine Kette von Speichern mit vorgeschalteten UND-Gattern zur Erzeugung von Speicher-bzw. Löschimpulsen bei Koinzidenz der Impulse der Serieninformation mit Auslöseimpulsen, die von einer im Rhythmus der Impulse der SerieninformationbetätigtenFortschalteeinrichtungder Reihe nach den Gattern der Speicherkette zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Fortschalteeinrichtung (2, 3) sowohl durch Langimpulse als auch durch Kurzimpulse der Serieninformation betätigbar ist und dass den zumEmpfang der Impulse derSerieninformation dienenden Eingängen aller Gatter (G1....
G4) eine gemeinsame Impulsübertragungsleitung (4) vorgeschaltet ist, in die ein zur Unterdrückung von Kurzimpulsen dienendes Impulsfilter (5) eingeschaltet ist.