AT256473B - Verfahren zur Herstellung von Schaumkörpern aus Polyvinylchlorid-Pasten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schaumkörpern aus Polyvinylchlorid-Pasten

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AT256473B
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polyvinyl chloride
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chloride pastes
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Wacker Chemie Gmbh
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Schaumkörpern aus
Polyvinylchlorid-Pasten 
 EMI1.1 
 (HF), wobei das Aufschäumen der Plastisole ohne Zusatz irgendwelcher Treibmittel lediglich durch Anwendung von Unterdruck erfolgt. 



   Das Verfahren kann diskontinuierlich in Formen, deren Boden- und Deckenplatten die HF-Elektroden darstellen, durchgeführt werden. Die Seitenwände müssen aus einem Isolator bestehen, gegebenenfalls mit geeigneten dielektrischen Verlusten, um der Wärmeabstrahlung entgegenzuwirken. Die Formen können entweder vakuumfest ausgeführt und direkt evakuiert werden oder-bei nicht druckfester   Ausführung - sich   in einem evakuierbaren Behälter befinden. Bei kontinuierlicher Arbeitsweise wird auf ein im evakuierbaren Behälter befindliches Band aufgeschäumt und die Masse zwischen zwei Elektroden mittels HF geliert. Bei Verwendung eines Metallbandes kann dieses die Funktion einer Elektrode übernehmen ; der gelierte PVC-Schaum wird dann über eine Druckschleuse aus dem Behälter ausgetragen. 



   Die Geschwindigkeit der Gelierung der vakuumgeschäumten PVC-Paste ist abhängig von der angelegten HF-Feldstärke. Sie wird nach oben begrenzt durch die druckabhängige Durchbruchfeldstärke ; beim Auftreten von Durchschlägen zwischen den Elektroden fällt der Schaum zusammen, Beim Schäumen mit grösseren Dicken muss die Elektrodenspannung entsprechend gesteigert werden, um für die HFGelierung notwendige Feldstärken zu erreichen. Damit steigt aber auch die Gefahr von Glimmentladungen an der Elektrodenoberfläche, die ebenfalls zu Überschlägen und zum Zusammenfallen der geschäumten PVC-Masse führen.

   Die Glimmentladungen lassen sich dadurch verhindern, dass das Feld an der Elektrodenoberfläche sehr homogen ist, was sich durch entsprechendes Belegen der Elektroden mit hochmolekularen organischen Nichtleitern wie Polytetrafluoräthylen, Polyäthylen, Gummi, Silikonkautschuk und Polyvinylalkohol erreichen lässt. 



   In weiterer Ausgestaltung des Verfahrens nach dem Stammpatent wurde gefunden, dass die Durchschlagfeldstärke der vakuumgeschäumten Masse stark vom Gelierungsgrad abhängig ist. Während nämlich die kalte, geschäumte   PVC-Paste   eine hohe Empfindlichkeit zeigt, nimmt diese mit zunehmender Erwärmung ab. In Auswertung dieses Befundes steigert man erfindungsgemäss während des Geliervorganges die angelegte HF-Feldstärke mit zunehmender Massetemperatur. Die Durchführung dieses Verfahrens erfolgt zweckmässigerweise so, dass die Masse zunächst mit verhältnismässig niedrigen Feldstärken erwärmt und mit zunehmender Massetemperatur die Elektrodenspannung und damit die Feldstärke gesteigert wird.

   Gegenüber dem Arbeiten bei konstanter Feldstärke wird bei vorgenannten Bedingungen die Gefahr von Durchschlägen sicher vermieden, und es lassen sich wesentlich kürzere Gesamtgelierzeiten erreichen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



     Beispiel : 6, 5   kg einer gemäss Stammpatent zusammengesetzten und homogenisierten PVC-Paste werden in einer 65   1-Form   mit 30, 5 cm Elektrodenabstand durch Anlegen von Vakuum bis zur vollkommenen Formfüllung aufgeschäumt. Die Gelierung erfolgt innerhalb 15 min unter folgenden Bedingungen :

   
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Dauer <SEP> (min) <SEP> Elektrodenspannung <SEP> (kV) <SEP> Feldstärken <SEP> (kV/cm)
<tb> 1 <SEP> 7, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 246 <SEP> 
<tb> 1 <SEP> 8 <SEP> 0, <SEP> 262 <SEP> 
<tb> 1, <SEP> 5 <SEP> 8, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 279 <SEP> 
<tb> 1, <SEP> 5 <SEP> 9, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 311 <SEP> 
<tb> 1, <SEP> 5 <SEP> 10, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 344 <SEP> 
<tb> 1, <SEP> 5 <SEP> 11, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 377 <SEP> 
<tb> 1,5 <SEP> 12,5 <SEP> 0,410 <SEP> 
<tb> 5, <SEP> 5 <SEP> 13, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 442 <SEP> 
<tb> 15
<tb> 
 
Nach Belüften wird ein PVC-Schwamm gleichmässiger Zellstruktur mit Dichte   0, 1 g/cm3 erhalten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Schaumkörpern aus Polyvinylchloridpasten durch Verschäumen von PVC-Plastisolen ohne Treibmittelzusatz durch Unterdruck und Gelieren mittels Hochfrequenzheizung nach Patent Nr. 211558, dadurch gekennzeichnet, dass die angelegte HF-Feldstärke mit zu- nehmender Massetemperatur während des Geliervorganges gesteigert wird.
AT543662A 1958-09-19 1962-07-06 Verfahren zur Herstellung von Schaumkörpern aus Polyvinylchlorid-Pasten AT256473B (de)

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DE1961W0030310 DE1290334B (de) 1961-07-06 1961-07-06 Verfahren zur Herstellung von Schaumkoerpern aus Polyvinylchlorid-Pasten

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