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Drehlager für Schwing- und Wendefenster
Um bei einem an sich bekannten Drehlager für Schwing- oder Wendefenster die Herstellungskosten zu erniedrigen, bestehen alle grösseren Lagerteile aus einem Druckguss, beispielsweise aus einem Zinkguss. Da die äusseren Abmessungen eines Drehlagers in der Regel festliegen, so kann die kleinere Festigkeit der Druckgussteile nicht durch Vergrösserung ihrer äusseren Abmessungen ausgeglichen werden. Für kleinere, besonders beanspruchte Lagerteile, insbesondere für Lagerdrehachsen, wird ein Werkstoff höherer Festigkeit, beispielsweise Stahl, verwendet. Solche Lagerteile werden in an sich bekannter Weise beim Guss der grösseren Lagerteile mit eingegossen.
Es liegt nun die Aufgabe vor, solche eingegossenen Teile, Bolzen oder Drehachsen, fest im Druckguss zu lagern, dessen äussere Abmessungen nicht vergrössert werden sollen. Die Aufgabe ist erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zusätzlich zu den für die Lagerfunktion erforderlichen Abmessungen der gehäuseartigen Lagerteile und der Drehachsen oder Bolzen vorspringende Werkstoffansätze 6,9 (oder Werkstoffanhäufungen 6,9 an den gehäuseartigen Druckgusslagerteilen und/oder an den eingegossenen Drehachsen 4, 5 oder Bolzen zwecks Vergrösserung der eingegossenen Oberfläche der Eingussteile vorgesehen sind.
Die Werkstoffansätze an einer für das Eingiessen bestimmten Drehachse bestehen erfindungsgemäss aus einer mit ihr fest verbundenen starren Platte, die sich beim fertigen Lagerteil in demDruckguss befindet. Eine solche Platte kann noch mit Löchern oder Vertiefungen für den Eintritt von Druckguss versehen sein, um die Festhaltung noch zu verbessern.
Ein einzelner Werkstoffansatz an einem Druckgussteil des Lagers, insbesondere an einer plattenför- migen Lagerhälfte, besteht erfindungsgemäss aus einem zylindrischen, zur eingegossenen Drehachse konzentrischen Ansatz. Ein solcher Ansatz ist in das Lagerinnere gerichtet, so dass sich durch ihn die äusseren Lagerabmessungen nicht ändern. Ein solcher zylindrischer Werkstoffansatz dient gleichzeitig zur drehbaren Lagerung eines andern Lagerteiles, wobei es sich um die andere Lagerhälfte bei einem Lager mit nur einer Drehachse oder um das sogenannte Zwischenglied bei einem bekannten Lager mit zwei nacheinander wirksam werdenden Drehachsen handelt. Die beiden Lagerhälften sind jeweils mit Abwinkelungen versehen, die zum Abdichten des Lagers dienen. Die Falzleisten müssen bis zu dieser Abwinkelung geführt werden.
Um trotzdem zu ermöglichen, das Lager ohne Abnahme der Falzleisten einund ausbauen zu können, laufen nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Abwinkelungen beider Lagerhälften an ihren einen Enden über die Abrundungen der Lagerhälften hinaus bis an das Ende der Platten und liegen etwa in der Mitte der Lagerhälften dichtend an.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des mit den Verbesserungen versehenen Drehlagers dargestellt.
Fig. 1 zeigt das Drehlager in einer Seitenansicht, wobei sich die Flügellagerhälfte in der sogenannten Putzstellung befindet, d. h. in welcher der Fensterflügel um 1800 gegenüber dem Blendrahmen gedreht worden ist. Fig. 2 ist die Ansicht der am Fensterflügel zu befestigenden Lagerplatte von innen ge-
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sehen. Fig. 3 stellt einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 dar. Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1, wobei sich die Lagerhälften in geschlossenem Zustand befinden. Die Fig. 5 und 6 zeigen die sogenannte erste Drehachse in zwei Ansichten, während die Fig. 7 und 8 die sogenannte zweite Drehachse in zwei verschiedenen Ansichten zeigen.
In bekannter Weise besteht das mit zwei Drehachsen ausgerüstete Lager aus der mit dem Blendrahmen zu verschraubenden Lagerhälfte 1 unddermitdemFensterflügelzuverschraubendenLagerhälfte 2. Beide Lagerhälften sind durch das bekannte Kipp- oder Zwischenglied 3 in Gestalt eines Hebels drehbar verbunden. Die bei der Fensteröffnung zuerst wirksam werdende Drehachse ist mit 4 bezeichnet, die zweite Drehachse 5 verbindet das Zwischenglied 3 mit der Flügellagerhälfte 2.
Die beiden Lagerhälften 1, 2 und gegebenenfalls auch das Zwischenglied 3 bestehen aus Druckguss, während die beiden Drehacls en 4. 5 aus einem Werkstoff höherer Festigkeit, z. B. Stahl beste-
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falls aus Stahl, fest verbunden, z. B. vernietet. Die vorzugsweise eine rechteckige Form besitzende Platte 6, die den Werkstoffansatz im Sinne der Beschreibungseinleitung darstellt, kann noch mit Lö- chern 7 oder entsprechenden Vertiefungen versehen sein, in welche beim Guss der flüssige Werkstoff eintritt. Durchdie Platte 6 ist für einen festen Sitz der zweiten Drehachse oder auch eines sonstigen Bolzens gesorgt, ohne dass die Flügellagerhälfte 2 grössere Abmessungen aufweisen muss.
Um zu gewährleisten, dass die Drehachse oder der Bolzen 5 in der richtigen Stellung in die Gussform eingelegt wird, können am Achsbolzen noch besondere Massnahmen getroffen werden. Gemäss dem Ausführungsbeispiel ist an der freien Stirnfläche der Achse 5 eine exzentrisch liegende kleine Bohrung 8 vorgesehen.
Die Giessform besitzt innerhalb der Bohrung für das Einstecken des Bolzens noch einen kleinen Zapfen für den Eintritt in das exzentrische Loch 8. Dadurch ist die Lage der Platte 6 sicher festgelegt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist die Platte der Rahmenlagerhälfte 1 mit einem Werkstoffansatz 9 in zylindrischer Gestalt versehen, der konzentrisch zu dem eingegossenen Bolzen bzw. der ersten Drehachse 4 liegt. Auch auf diese Weise ist die eingegossene Oberfläche der Achse wesentlich vergrössert, wie es ausFig. 4 ersichtlich ist. Die Sicherung gegen Verdrehung erfolgt durch an sich bekannte Gestaltungen, wobei es sich um Abflachungen, Eindrehungen, Rändelungen od. dgl. handeln kann.
Im gezeichneten Beispiel ist die Drehachse 4 aus einer Sechskant-Stahlstange hergestellt. Die verbliebenen Sechskanten 10 dienen der Drehsicherung, während eine angeordnete Nut 11 für die Sicherung in axialer Richtung sorgt.
Aus Fig. 4 ist weiter ersichtlich, dass der zylindrische Ansatz 9 als Lagerzapfen zur drehbaren Lagerung des Zwischengliedes 3 dient. Bei einem Lager mit nur einer Drehachse könnte die andere Lagerhälfte auf dem Ansatz 9 gelagert sein. Der freie Teil der Drehachse 4 dient in hier nicht interessierender Weise zur Aufnahme einer Bremse.
Es wird immer auf den Einzelfall ankommen, ob man die eine odere andere beschriebene Ausbildung eines Werkstoffansatzes verwendet. Natürlich können auch beide Ausführungsformen an einem Lager oder auch an einem Bolzen gleichzeitig vorhanden sein.
Beide Flügellagerhälften 1 und 2 sind mit aussenliegenden Abwinkelungen 12 und 13 versehen, die jeweils an einem Ende 14 über die Abrundungen 15 der Aussenkante 16 bis zum Ende der Lagerhälfte 1 bzw. 2 verlaufen, so dass die nicht dargestellte, sich anschliessende Falzleiste die Lagerhälften 1 und 2 nicht überdeckt. In der Mitte bei 17 bzw. 18 liegen die Abwinkelungen 12 und 13 in der nicht dargestellten geschlossenen 0Stellung des Lagers dicht aneinander. Die Abrundungen 15 dienen der Erleichterung der Fräsarbeiten, da nunmehr Nachstecharbeiten nicht mehr erforderlich sind.
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