AT256341B - Rasierpräparat mit pilomotorischer Wirksamkeit - Google Patents

Rasierpräparat mit pilomotorischer Wirksamkeit

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AT256341B
AT256341B AT584762A AT584762A AT256341B AT 256341 B AT256341 B AT 256341B AT 584762 A AT584762 A AT 584762A AT 584762 A AT584762 A AT 584762A AT 256341 B AT256341 B AT 256341B
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Austria
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sep
shaving
pilomotor
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shaving preparation
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Thomae Gmbh Dr K
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Rasierpräparat mit pilomotorischer Wirksamkeit 
Die Erfindung betrifft neue Rasierpräparate mit pilomotorischer Wirksamkeit, die sowohl für die Nassrasur als auch als Hautvorbehandlungsmittel für die Elektrorasur verwendbar sind. 



   Als Pilomotorenreaktion bezeichnet man die Aufrichtung des Barthaares durch Kontraktion des jedem Haar zugeordneten Haarbalgmuskels ; dabei wird das Haar, dessen in der Haut befindlicher Haarschaft frei verschieblich im Haarbalg sitzt, um etwa   0,     2-0, 3   mm weiter aus der Haut herausgeschoben. Wird das Barthaar zu diesem Zeitpunkt rasiert, so sinkt das abgeschnittene Haar, sobald die Kontraktion des Haarbalgmuskels wieder abklingt, so weit in den Haarschaft zurück, wie es ursprünglich aus diesem herausgeschoben wurde. Auf diese Weise kann sowohl bei der Nassrasur als auch bei der Elektrorasur leicht und mühelos eine schärfere Rasur erzielt werden und auch der Elektrorasierer mit starkem Bartwuchs kann dann mit einer Rasur pro Tag auskommen. 



   Aus der deutschen Patentschrift Nr. 1032482 ist bereits bekannt, dass verschiedene Oxyphenyläthylamine und Dihydroxyphenylmorpholine die oben geschilderte pilomotorische Wirksamkeit besitzen und daher insbesondere als Vorbehandlungsmittel für die Elektrorasur gut geeignet sind. Ein Nachteil dieser Verbindungen ist jedoch ihre nicht zufriedenstellende Stabilität in verschiedenen Präparaten, vor allem sind sie stark alkaliempfindlich und können daher nicht für Rasierseifen, Rasiercrems   u. a.   schwach alkalisch reagierende Rasierpräparate verwendet werden. 



   Es wurde nun überraschenderweise festgestellt, dass Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin X einen   Naphthyl-oder Tetrahydronaphthylrest   bedeutet, eine ausgezeichnete pilomotorische Wirksamkeit besitzen und ausserdem so stabil, sind, vor allem auch gegenüber Alkalien, dass sie nicht nur für Rasierwasser, Hautvorbehandlungscrems usw., sondern auch für Rasiercrems und Rasierseifen Verwendung finden können und auch bei jahrelanger Lagerung keine Einbusse an ihrer Wirksamkeit erleiden. Die Wirkstoffe selbst haben sich bei ausgedehnter pharmakologischer und klinischer Untersuchung als gesundheitlich unbedenklich erwiesen. 



   Die Herstellung der neuen, als pilomotorische Wirkstoffe dienenden Imidazoline erfolgt nach an sich bekannten Verfahren, beispielsweise durch Umsetzung von   2 - Alkylmercaptoimidazolinen mit   Aminen der allgemeinen Formel   X-NF ; ;.    worin X die oben angeführte Bedeutung besitzt. Nach diesem Verfahren lassen sich die erfindungsgemäss 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 vorgesehenen Wirkstoffe, nämlich 2-(Naphthyl-1')-amino-imidazolin, F. =   154 - 1550   C, und 2-(5',6',7,8'-Tetrahydronaphthyl-1')-amino-imidazolin, F. =   142-143    C, gut herstellen. 



   Die neuen Wirkstoffe kommen in einer Konzentration von 0,01 bis   lcplo,   vorzugsweise von 0, 1 bis 1% in den verschiedensten Rasierpräparaten zur Anwendung. 



   Da die   erfindungsgemässen   Wirkstoffe weitgehend stabil sind, sind der üblichen Zusammensetzung der Rasierpräparate keine Grenzen gesetzt. Ihre gute pilomotorische Wirksamkeit kommt sowohl in   Hautvorbehandlungsmitteln   für die Elektrorasur als auch in Rasierseifen und Rasiercrems für die Nassrasur voll zur Geltung. 



   Da die erfindungsgemässen pilomotorischen Wirkstoffe leicht wasser- und alkohollöslich sind, bereitet die Herstellung wässerig-alkoholischer Präparate keinerlei Schwierigkeiten ; in Seifen und Crems wird zweckmässig ein Lösungsvermittler, wie Glycerin oder verschiedene Glykole, zugesetzt. Den Präparaten können natürlich auch die beiden vorstehend angegebenen Wirkstoffe einverleibt werden. 



   Die Erfindung ist in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen ohne Beschränkung hierauf näher erläutert. 



    Beispiel l : Rasierwasser.    
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  2- <SEP> (Naphthyl-1')-amino-imidazolin <SEP> 0,50%
<tb> Adipinsäure-diisopropylester <SEP> 10, <SEP> 00% <SEP> 
<tb> Äthylalkohol <SEP> 60, <SEP> 00%
<tb> Borsäure <SEP> 1, <SEP> 000/0
<tb> Parfümöl <SEP> 0, <SEP> 50%
<tb> Aqua <SEP> dest. <SEP> 28, <SEP> 00%
<tb> 100. <SEP> 00%
<tb> 
 
Im Äthylalkohol werden das Parfümöl und der Adipinsäureester gelöst. Die übrigen Bestandteile löst man im Wasser. Die Wasserphase gibt man unter Rühren in die Alkoholphase. 



   Beispiel 2 : Rasiercreme : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 2- <SEP> (Naphthyl-1')-amino-imidazolin <SEP> 0,30%
<tb> 1, <SEP> 2-Propylenglykol <SEP> 8, <SEP> 00%
<tb> Stearinsäure <SEP> 18, <SEP> 00%
<tb> Kokosöl <SEP> 12, <SEP> 00%
<tb> Stearylalkohol <SEP> 0, <SEP> 7Clo
<tb> Kaliumhydroxyd <SEP> 7, <SEP> 00%
<tb> Natriumhydroxyd <SEP> 1, <SEP> 00%
<tb> Aqua <SEP> dest. <SEP> 42, <SEP> 00%
<tb> Parfümöl <SEP> 1, <SEP> 00% <SEP> 
<tb> 100. <SEP> 00%
<tb> 
 
Stearinsäure und Kokosöl werden mit den vorher in Wasser gelösten Alkalien in der üblichen Weise verseift. Der geschmolzene Stearylalkohol wird nach beendeter Verseifung zugegeben und dann lässt man die Creme unter langsamem Umrühren erkalten. Der Wirkstoff wird im Propylenglykol gelöst und in die erkaltete Creme eingerührt. Zum Schluss wird das Parfümöl zugegeben. 



     Beispiel 3 :   Rasierseife. 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 



  2- <SEP> (5',6',7',8'-Tetrahydronaphthyl-1')-amino-imidazolin <SEP> 0,20%
<tb> 1, <SEP> 3-Butylenglykol <SEP> 4, <SEP> 00"/0
<tb> Stearinsäure <SEP> 52, <SEP> 00%
<tb> Kokosöl <SEP> 15, <SEP> 00%
<tb> Kaliumhydroxyd <SEP> 13, <SEP> 300/0 <SEP> 
<tb> Natriumhydroxyd <SEP> 0,50%
<tb> Aqua <SEP> dest. <SEP> 14, <SEP> 00%
<tb> Parfümöl <SEP> 1, <SEP> 00"/0
<tb> 100, <SEP> 000/0
<tb> 
 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 beendeter Verseifung und Abkühlung gibt man den in Butylenglykol gelösten Wirkstoff dazu, danach das Parfüm, und knetet die gesamte Masse gründlich durch. 



    Beispiel 4 : Rasiervorbehandlungscreme.    
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  2- <SEP> (5',6',7',8'-Tetrahydronaphthyl-1')-amino-
<tb> - <SEP> imidazolin <SEP> 0, <SEP> 010/0 <SEP> 
<tb> Cetylalkohol <SEP> 8, <SEP> 00"/0 <SEP> 
<tb> Glycerinmonostearat <SEP> 4, <SEP> 00%
<tb> Isopropylpalmitat <SEP> 2, <SEP> 00%
<tb> Tween <SEP> 60 <SEP> (ein <SEP> Polyoxyäthylensorbitanmonostearat <SEP> 6, <SEP> 30ça <SEP> 
<tb> Glycerin <SEP> 6,005
<tb> Aqua <SEP> dest. <SEP> 73, <SEP> 490/0
<tb> Parfümöl <SEP> 0, <SEP> 20%
<tb> 100, <SEP> 00%
<tb> 
 
 EMI3.2 
 Glycerin und der Wirkstoff gelöst, und in die auf gleichfalls 800 C erwärmte Wasserphase die Fettphase emulgiert. Nach Abkühlung der Creme wird bei 350 C das Parfümöl zugegeben. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Rasierpräparat mit pilomotorischer Wirksamkeit, insbesondere in Form von Rasierwasser, Rasiercreme, Rasierseife oder Rasiervorbehandlungscreme, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0,01 bis   101o   an einer oder mehreren Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI3.3 
 worin X einen Naphthyl- oder Tetrahydronaphthylrest bedeutet.

Claims (1)

  1. 2. Rasierpräparat nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0,1bis 1% an einer oder mehreren der in Anspruch 1 genannten Verbindungen.
AT584762A 1961-08-04 1962-07-19 Rasierpräparat mit pilomotorischer Wirksamkeit AT256341B (de)

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