AT254341B - Verfahren und Schaltungsanordnung zur Feststellung des Synchronismus - Google Patents

Verfahren und Schaltungsanordnung zur Feststellung des Synchronismus

Info

Publication number
AT254341B
AT254341B AT1000165A AT1000165A AT254341B AT 254341 B AT254341 B AT 254341B AT 1000165 A AT1000165 A AT 1000165A AT 1000165 A AT1000165 A AT 1000165A AT 254341 B AT254341 B AT 254341B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
quotient
complex
circuit arrangement
synchronism
circle
Prior art date
Application number
AT1000165A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Ing Zarling
Ulrich Ing Igel
Original Assignee
Energieprojektierung Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Energieprojektierung Veb filed Critical Energieprojektierung Veb
Application granted granted Critical
Publication of AT254341B publication Critical patent/AT254341B/de

Links

Landscapes

  • Rectifiers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Schaltungsanordnung zur Feststellung des
Synchronismus 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung zur Feststellung des Synchronismus, insbesondere für automatische Umschalteinrichtungen. 



   Bekannt sind Verfahren und Schaltungsanordnungen zur Feststellung des Synchronismus zwischen zwei Netzen, die entweder aus komplizierten elektronischen Schaltungen oder elektromechanischen Bauteilen schwieriger feinmechanischer Herstellung bestehen. 



   Als wesentlicher Mangel muss bei den elektronischen Verfahren und deren Schaltungsanordnungen der komplizierte Aufbau und die damit verbundene schwierige Fehlersuche angesehen werden. Die Geräte für elektromechanische Verfahren und deren Schaltungsanordnungen haben eine hohe Leistungsaufnahme und sind sehr wartungsaufwendig. 



   Zweck der Erfindung ist es diese Mängel zu beseitigen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Synchronismus zwischen zwei Wechsel- oder Drehstromnetzen mit einer Vorrichtung mit. einfachem Schaltungsaufbau und geringer Leistungsaufnahme festzustellen. 



   Erfindungsgemäss wird zur Feststellung des Synchronismus zweier Netzteile, d. h. die Feststellung der Möglichkeit zum Zusammenschalten dieser Netzteile ohne Betrieb und Betriebsmittel gefährdende Ausgleichsvorgänge, der komplexe Quotient aus den Spannungen der Netzteile gebildet. Je nach Grösse und Phasenlage des komplexen Quotienten wird die Zusammenschaltung freigegeben oder gesperrt. Zur   Bil--   dung des komplexen Quotienten wird ein polarisiertes Relais in Gleichrichterbrückenschaltung verwendet, wie aus der Distanzschutztechnik bekannt. 



   Die Wirkungsweise des polarisierten Relais in Gleichrichterbrückenschaltung lässt sich durch eine Ortskurve-Kreis, Gerade oder Ellipse - in einer komplexen Ebene darstellen. Die Ortskurve ist der geometrische Ort aller Punkte, in denen das polarisierte Relais seine Kontaktstellung gerade wechselt. 



  Die komplexe Ebene wird in einen von der Ortskurve umschlossenen Freigabebereich und einen ausserhalb liegenden Sperrbereich geteilt. 



   Erfindungsgemäss bildet die Ortskurve einen aus dem Koordinatenursprung verschobenen in sich geschlossenen Linienzug, z. B. einen Kreis oder eine Ellipse. Bildet man aus den Spannungen der beiden zusammenzuschaltenden Netzteile den komplexen Quotienten, wobei man sich die Bezugsspannung in die reelle Achse gelegt denkt, so bestimmt dieser einen Punkt in der komplexen Ebene. Liegt der Punkt im Freigabebereich, so ist die Möglichkeit zum gefahrlosen Schalten gegeben. Der Freigabebereich ist entsprechend den zulässigen Abweichungen vom Synchronismus einstellbar. Umfang und Lage des Linienzuges bestimmende Grössen, z. B. Kreisradius und Lage des Kreismittelpunktes, können in der komplexen Ebene dem Verwendungszweck der Vorrichtung entsprechend mittels der Spannungen eingestellt werden, die den beiden Seiten der Gleichrichterbrückenschaltung zugeführt werden. 



   Die Spannungen der beiden zusammenzuschaltenden Netze werden durch Transformatoren, die mit zwei Sekundärwicklungen ausgeführt werden können, der Relaisspannung angepasst und an Summierungs- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 widerstände gelegt, mit deren Hilfe Kreisradius und Mittelpunktabstand eingestellt werden. Es werden die Spannungen 
 EMI2.1 
 uu2 = U-Kz UB gebildet und der Gleichrichterbrückenschaltung zugeführt.   UB   ist die als   Bezugsgrösse ausgewählte   Spannung. Bei festgelegtem Kreisradius R und Mittelpunktabstand C gilt für die Einstellfaktoren 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 durch Verdrehung des Bezugszeigers und damit des Kreismittelpunktes aus der reellen Achse heraus geschehen.

   Das kann durch Zuführung der Bezugsspannung über eine Phasenschieberschaltung oder durch Kombination geeigneter Spannungen bei Drehstromnetzen geschehen. 



   Das polarisierte Relais ist auf Sperrung vororientiert. Bei Ausfall einer der beiden miteinander zu vergleichenden Spannungen erfolgt ebenfalls Sperrung. 



   Wie aus der Distanzschutztechnik bekannt, kann die Bildung des komplexen Quotienten ebenfalls mit einem Induktionsrelais in geeigneter Ausführung durchgeführt werden. Der Ersatz des polarisierten Relais durch eine elektronische Schaltung mit Röhren oder Transistoren ist möglich. 



   Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen :
Fig. l ein Beispiel für die Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens zur Feststellung des Synchronismus zwischen zwei   Wechselstrom- oder Drehstromnetzen.   



   Die Schaltungsanordnung besteht aus den Eingangstransformatoren   1 ; 2,   den Widerständen   3 ; 4,     den Gleichrichtern in Brückenschaltung 5 ; 6 und dem polarisierten Relais   7. Die Ortskurve ist in diesem Fall ein aus dem Koordinatenursprung verschobener Kreis. An den Klemmen 9 des Eingangstransformators 2 wird die Bezugsspannung UB gelegt, an die Klemmen 8 des Eingangstransformators 1 die Spannung U des zuzuschaltenden Netzes. 



   An die Sekundärwicklungen von den Transformatoren 1 und 2 sind die Widerstände 3 und 4 angeschlossen, mit deren Hilfe der Mittelpunktabstand und der Radius des Ortskreises eingestellt werden. Der Spannungsabfall über dem Widerstand 3 wird durch den Gleichrichter 5 gleichgerichtet und der Freigabeseite des polarisierten Relais 7 zugeführt. Der Spannungsabfall über dem Widerstand 4 wird durch den Gleichrichter 6 gleichgerichtet und der Sperrseite des polarisierten Relais 7 zugeführt. 



  Liegt der Quotient U/UB im Freigabebereich, so überwiegen die Amperewindungen der Freigabeseite, der Kontakt des polarisierten Relais 7 schlägt um und gibt die Zuschaltung des Leistungsschalters über die Klemmen 10 frei. Liegt der Quotient im Sperrbereich, so überwiegen die   Amperewindungender   Sperrseite, der Kontakt des polarisierten Relais 7 bleibt in der in Fig. 1 dargestellten Lage und sperrt die Zuschaltung. Das polarisierte Relais 7 ist auf Sperrung vororientiert. Bei Ausfall einer der beiden Spannungen liegt der Quotient im Sperrbereich, die Vorrichtung sperrt die Zuschaltung. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Feststellung des Synchronismus zweier Wechselstromnetze, dadurch gekenn-   zeichnet,   dass der komplexe Quotient aus den Spannungen der beiden Netze gebildet und die Lage dieses Quotienten relativ zur als Bezugsgrösse gewählten Spannung als Kriterium zur Freigabe des Parallelschaltens verwendet wird. 
 EMI2.4 


Claims (1)

  1. schobenen, in sich geschlossenen Linienzug, z. B. Kreis oder Ellipse darstellt und die komplexe Ebene in einen Freigabe- und einen Sperrbereich teilt, wobei Lage und Grösse des Freigabebereiches entsprechend dem Verwendungszweck eingestellt werden.
    3. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein polarisiertes Relais (7) in Gleichrichterbrückenschaltung (5, 6) zur Bil- <Desc/Clms Page number 3> dung des komplexen Quotienten, zwei Eingangstransformatoren mit geteilten Sekundärwicklungen (1, 2) und zwei durch Anzapfungen regelbare Widerstände (3, 4) aufweist, an welche einerseits die Sekundärwicklungsteile gegensinnig bzw. gleichsinnig in Reihe und anderseits die Eingangsklemmen der Brückenschaltung (5, 6) angeschlossen sind. EMI3.1 Quotienten Transistor- oder Röhrenschaltungen verwendet werden.
    5. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des komplexen Quotienten ein Induktionsrelais verwendet wird.
AT1000165A 1965-03-16 1965-11-05 Verfahren und Schaltungsanordnung zur Feststellung des Synchronismus AT254341B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD10981965 1965-03-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT254341B true AT254341B (de) 1967-05-26

Family

ID=5478467

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT1000165A AT254341B (de) 1965-03-16 1965-11-05 Verfahren und Schaltungsanordnung zur Feststellung des Synchronismus

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT254341B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1962358C3 (de) Transformator für ein Lichtbogen-Schweißgerät
DE729768C (de) Einrichtung zur Entnahme von Schweissstrom aus einem Mehrphasennetz, die fuer die Lieferung von Gleich- oder Wechselstrom umschaltbar ist
AT254341B (de) Verfahren und Schaltungsanordnung zur Feststellung des Synchronismus
DE2811908A1 (de) Anordnung mit einem transformator fuer sich sprungfoermig aendernde spannungen
DE975610C (de) Einrichtung zur Spannungsregelung von Wechselstromkreisen mit gleichstromvormagnetisierten Drosselspulen
DE467403C (de) Einrichtung zur Erzeugung hochgespannten Gleichstroms aus einer Gleichstromquelle von geringer Spannung, insbesondere zum Betrieb von Roentgenroehren
DE674926C (de) Frequenzwandler
DE505218C (de) Schaltung zur Gleichrichtung von Wechselstroemen, bei welcher synchron gesteuerte mechanische Kontaktvorrichtungen oder Ventile mit Gleichrichterwirkung in Graetzscher Brueckenschaltung angeordnet sind
EP0182204B1 (de) Wechselrichter mit einer Brücke aus elektronischen Schaltern
DE741590C (de) Gleichrichteranordnung zur Speisung eines Dreileiter-Gleichstromnetzes
DE690103C (de) Einrichtung zur Regelung der Spannung von Gleichstrommotoren, insbesondere Fahrzeugmotoren
DE680297C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Konstanthaltung einer Wechselspannung
DE1110031B (de) Lichtanlage fuer Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge
DE653429C (de) Anordnung zur Spannungskompoundierung bei mehrphasigen Gleichrichteranlagen
AT225800B (de) Anordnung zur Selbsterregung und Kompoundierung von Synchronmaschinen
DE911394C (de) Vier- und Mehrwicklungstransformator
DE503833C (de) Einrichtung zum Parallelschalten von Wechselstromquellen
DE657425C (de) Einrichtung zur Erzeugung einer Wechselspannung mit ueberlagerter Gleichspannung mittels Ventile, insbesondere Lichtbogenventile
AT119877B (de) Verfahren zum Steuern elektrischer Schalt-, Meß- oder Anzeigevorrichtungen.
DE762443C (de) Anordnung zum Fernschalten der Hilfsbetriebe von Stromrichtgefaessen
AT152246B (de) Vorrichtung zur selbsttätigen Stromregelung in Wechselstromnetzen.
AT121702B (de) Vorrichtung zur Serienüberlagerung von Starkstromnetzen mit Steuerströmen netzfremder Frequenz.
DE930039C (de) Huellkurvenumrichter
DE904794C (de) Umformer oder Stromrichter mit Schaltdrosseln
AT93763B (de) Einrichtung zur Spannungsregelung von Gleichrichteranlagen.