AT253853B - Verfahren zur Vermeidung von Streßzuständen bei Tieren - Google Patents

Verfahren zur Vermeidung von Streßzuständen bei Tieren

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AT253853B AT357664A AT357664A AT253853B AT 253853 B AT253853 B AT 253853B AT 357664 A AT357664 A AT 357664A AT 357664 A AT357664 A AT 357664A AT 253853 B AT253853 B AT 253853B
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    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/33Heterocyclic compounds
    • A61K31/395Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins
    • A61K31/55Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins having seven-membered rings, e.g. azelastine, pentylenetetrazole
    • A61K31/551Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins having seven-membered rings, e.g. azelastine, pentylenetetrazole having two nitrogen atoms, e.g. dilazep
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Vermeidung von Stresszuständen bei Tieren 
Es ist bekannt, dass Tiere während der üblichen Haltung, wie auch insbesondere während Transporten, starken Belastungen ausgesetzt sind, die zu Gewichtsverlusten, Verletzungen, besonderen Transportkrankheiten, wie shipping fever. Muskeldegenerationen und Verenden führen können. Direkt im Anschluss an Transporte geschlachtete Haustiere liefern Fleisch, dessen Qualität in verschiedener Hinsicht vermindert ist. Darüber hinaus beeinträchtigen Haut-und Weichteilverletzungen, Muskelblutungen und Knochenbrüche den Wert der Tierkörper sehr erheblich. Es wurde nun gefunden, dass durch Verabreichung bestimmter Benzodiazepin-Derivate,   z. B.   vor dem Transport der Tiere, derartige Schäden bei Wiederkäuern und Schweinen weitgehend verhütet werden können. 



   Es ist bekannt, dass Benzodiazepine in der Humanmedizin sehr gute Tranquilizer darstellen. Es ist jedoch ebenfalls bekannt, dass man aus den tranquilisierenden Eigenschaften einer Verbindung in keiner Weise auf eine günstige Beeinflussung von   Stresszuständen   bei Tieren schliessen kann. So ist   z. B.   beschrieben worden, dass sehr gute Tranquilizer, wie   Chlorpromazin,   Reserpin und Hydroxyzin sogar einen ungünstigen Einfluss auf im Stresszustand befindliche Tiere haben. In einem   in"Illinois Veterinarien"6,     14 - 18 [1963]   veröffentlichten Bericht wird von schädlichen Einwirkungen von Tranquilizern beim Transport von Wiederkäuern und Schweinen berichtet.

   Es muss daher als überraschend angesehen werden, dass die angestrebten Wirkungen erfindungsgemäss mit einem Minimum an Nebenwirkungen erzielt werden können. 



   Die Erfindung betrifft demgemäss ein Verfahren zur Vermeidung von Stresszuständen bei Wiederkäuern und Schweinen,   z.   B. von Transport- und Schlachtschäden, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man den Tieren eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 worin X eine Nitrogruppe oder ein Halogenatom, R Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe (vorzugsweise Methyl) und Y Wasserstoff, eine Trifluormethylgruppe oder ein Halogenatom bedeuten, oral oder parenteral verabreicht. Das zu verabreichende Präparat enthält den Wirkstoff in einem festen oder flüssigen Träger. Dieser feste oder flüssige Träger kann z. B. ein Futtermittel sein, er kann das Trinkwasser für die Tiere bilden, kann jedoch auch in einer leichter dosierbaren Form vorliegen, z.

   B. in Form von Tablet-   ten, Dragees, Injektionslösungen,   Pasten oder Dispersionen. Zur Vermeidung von Transport- und Schlachtschäden verwendet man die Wirkstoffe zweckmässigerweise in Mengen von 0,5 bis 2000 mg je kg Alleinfutter, falls eine derartige Darreichungsform gewählt wird. 



   Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens werden den Tieren die vorstehend definierten Wirkstoffe oral,   z. B.   als Tabletten oder in Form einer Zumischung zu Futter, oder parenteral,   z. B.   als Implantat oder mittels Injektionen, verabreicht. Die Konzentration des verwendeten Wirkstoffes beträgt zweckmässigerweise 0, 01 - 10 mg je kg Tier und Tag. 



   Beispiel 1 : Anlässlich des Absetzens wurden total   62 Jungschweine (Läuferschweine oder Jager)   aus neun Würfen (im Alter von acht Wochen) zusammengebracht. Je kg Futter wurde während zwei Mahlzeiten   10 mg 7-Chlor-l-methyl-5-phenyl-3H-l, 4-benzodiazepin-2- (lH)-on zugesetzt.   Die Tiere blieben ruhiger als sonst. Die Heftigkeit der Kämpfe und die Anzahl der beobachteten Bissstellen war vermindert. 



   Beispiel 2: Zu einem Bestand von 11 Jungschweinen im Gewicht von etwa 50 kg wurden sechs weitere Tiere im gleichen Gewicht zugesetzt. Den 11 erstgenannten Tieren war drei h vor Ankunft der 
 EMI2.1 
 heftigen Kämpfe und die Anzahl der Wunden stark vermindert. 



   Beispiel 3 : 3 h vor einem Transport von je 16 männlichen und weiblichen Schweinen wurde die Hälfte mit 0, 2 mg   7-Chlor-l-methyl-5-phenyl-3H-1, 4-benzodiazepin-2 (lH)-on/kgKörpergewicht   (etwa 14 mg   7-Chlor-l-methyl-5-phenyl-3H-1,     4-benzodiazepin-2 (IH) -on   je Tier) subcutan behandelt. 



  Es konnte beobachtet werden, dass sich die behandelten Tiere beim Verladen und Transport ruhiger verhielten als die unbehandelten. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Vermeidung von Stresszuständen bei Tieren, insbesondere von Transport- und Schlachtschäden bei Wiederkäuern und Schweinen, dadurch gekennzeichnet, dass man den Tieren eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI2.2 
 worin X eine Nitrogruppe oder ein Halogenatom, R Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe (vorzugsweise Methyl) und Y Wasserstoff, eine Trifluormethylgruppe oder ein Halogenatom bedeuten, oral oder parenteral verabreicht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man den Tieren ein Futtermittel verfüttert, dass das Benzodiazepin-Derivat enthält. EMI2.3 <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 VerfahrennachAnspruchloder2,phenyl) -3H-1, 4-benzodiazepin-2 (1H) -on verwendet.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verbindung in Mengen von etwa 0, 01 mg bis etwa 10 mg pro kg Tier und Tag verwendet.
AT357664A 1963-05-13 1964-04-23 Verfahren zur Vermeidung von Streßzuständen bei Tieren AT253853B (de)

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