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Tankpalette
Die Erfindung betrifft eine Tankpalette, bestehend aus einem Flüssigkeitsbehälter mit rechteckiger Grundfläche und an den Ecken angeordneten Füssen und aus einem den Behälter umgebenden Stapele- stell mit lotrechten Ecksäulen und horizontal verlaufenden Längs- und Querträgern.
Rechteckige Tankpaletten besitzen gegenüber solchen mit quadratischer Grundfläche den Vorteil, dass sie ein wesentlich grösseres Passungsvermögen als diese haben können und trotzdem noch mit den gängigen, auf dem Markt befindlichen Gabelstaplern transportierbar sind. Allerdings ist es erforderlich, ihnen an den längeren Seitenwänden des Behälters einen besonderen Halt zu geben, da diese sonst sehr leicht durch den auf ihnen lastenden Flüssigkeitsdruck ausgebeult werden können. Dieser besondere Halt könnte an sich dadurch erreicht werden, dass die betreffenden Seitenwände besonders dickwandig ausgeführt sind. Dadurch wird aber die gesamte Tankpalette unnötig schwer.
Ein anderer Weg, der bisher beschritten wurde, um das Ausbeulen des Flüssigkeitsbehälters zu verhindern, ist, den Behälter durch in seinem Innern angeordnete, von einer Seitenwand zur andern reichende Zugstangen auszusteifen. Das hat aber den Nachteil, dass derartige Behälter, insbesondere wenn das Füllgut aus zähflüssigen Lacken oder ähnlichen Stoffen besteht, nur sehr schwierig gereinigt werden können.
Der Erfindung lag zunächst im wesentlichen die Aufgabe zugrunde, die bisher gängigen Palettenmasse unter Verwendung der bereits vorhandenen Presswerkzeuge zu vergrössern. Für Tankpaletten bestehen die genormten Grundrissmasse 800 x 1200 mm oder 1000 x 1200 mm. Mit den bereitsvorhandenen Werkzeugen lassen sich also die Masse 1000 x 1600 mm bzw. 1200 x 2000 mm verwirklichen, wenn jeweils die Mitte der aus zwei gleichen Teilen zusammengesetzten längeren Behälterwände verschweisst wird. Die Verwendung der vorhandenen Presswerkzeuge bedingt natürlich, dass die Blechstärke unverändert bleibt.
Damit tritt das Problem auf, wie eine ausreichende Festigkeit der längeren Behälterwände zu erreichen ist.
Gemäss der Erfindung wird zur Lösung dieses Problems vorgeschlagen, dass der Flüssigkeitsbehälter an seinenbeiden längeren Seitenwänden mit lotrecht und/oder waagrecht verlaufenden, an den Wänden angeschweissten Verstärkungsprofilen versehen ist, die an den horizontal verlaufenden Längsträgern bzw. den Ecksäulen des Stapelgestells bzw. an mit diesen verbundenen Widerlagern abgefangen sind.
Der in das Stapelgestell eingesetzte Flüssigkeitsbehälter weist dabei in an sich bekannter Weise Füsse an seinen vier Ecken auf. Die Verstärkungsprofile sind an die Behälterseitenwände angeschweisst. Am zweckmässigsten ist es, wenn sie bei senkrechter Anordnung mit ihren Enden die Ober- und Unterkante der Seitenwände überragen. Sie können dann besonders einfach an entsprechenden Widerlagern am Stapelgestell anliegen. Von diesen Widerlagern können die an den beiden unteren Längsträgern des Stapelgestells vorgesehenen aus je einem oberhalb eines jeden Längsträgers, vorzugsweise auf einem Stützteil angeordneten Winkelprofilabschnitt gebildet sein, von dem aus Zugstreben zu den oberen Enden der beiden benachbarten Ecksäulen verlaufen.
Durch die Anordnung der Zugstreben werden die im mittleren Teil des gefüllten Behälters auftretenden Druckkräfte nur auf die Längsträger des Stapelgestells übertragen, sondern zum grösseren Teil in die senkrechten Ecksäulen abgeleitet. Will man auf diesen besonderen Vorteil verzichten, so ist es allerdings auch möglich, dass die Verstärkungsprofile des Flüssigkeitsbehälters bei senkrechter Anordnung bis zu den beiden unteren Längsträgern des Stapelgestells reichen, und dass
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unterhalb ihrer Auflagerungsstellen je ein Stützfuss vorgesehen ist.
Auch in diesem Falle ergibt sich der Vorteil, dass der Behälter in seinem mittleren Bereich ähnlich wie anseinen Ecken abgestützt ist und daher keine grössere Wanddicke zu haben braucht wie ein beispielsweise nur halb so grosser Behälter mit quadratischer Grundfläche.
Zweckmässigerweise sind dann noch an den oberen Längsträgern des Stapelgestells zungenartige, senkrecht verlaufende Widerlagerteile für die Behälterverstärkungsprofile vorgesehen. Ausserdem können zwischen den oberen und den unteren Längsträgern des Stapelgestells mindestens im Bereich der Widerlager für die Verstärkungsprofile horizontal verlaufende Zugstangen angeordnet sein.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. In diesen zeigen Fig. 1 einen in einem Stapelgestell angeordneten Flüssigkeitsbehälter in perspektivischer Ansicht und Fig. 2 einen Teilschnitt aus Fig. l im mittleren Bereich des Behälters, u. zw. an einer Stelle, wo eines seiner Verstärkungsprofile auf einem unteren Widerlagerteil aufsteht.
Gemäss Fig. l ist ein Flüssigkeitsbehälter 1 mit rechteckiger Grundfläche mit einem Seitenverhältnis von Längsseite : Querseite wie 2 : 1 in einem ihn umgebenden Stapelgestell 2 angeordnet. Der Flüssigkeitsbehälter 1 hat Füsse la, mit denen er im Stapelgestell aufsteht. Ausserdem sind an seine beiden längeren Seitenwände 1 b senkrecht verlaufende Verstärkungsprofile 3 angeschweisst, die die Ober- und Unterkanten der Behälterseitenwände überragen und an Widerlagerteilen im Stapelgestell 2 abgefangen sind. Das Stapelgestell 2 besteht aus vier senkrechten Ecksäulen 2a, die durch horizontal verlaufende Längs-und Querträger 2b, 2c, 2d miteinander verbunden sind.
Während die unteren Längs- und Querträger 2b und 2d fest mit den Ecksäulen 2a verschweisst sind, bilden die oberen Träger 2b und 2c einen Rahmen, der nach Einsetzen des Flüssigkeitsbehälters 1 in das Stapelgestell 2 auf die Enden der Säulen 2a aufsetzbar ist.
Die Widerlagerteile am Stapelgestell 2 für die Behälterverstärkungsprofile 3 bestehen an den unteren Längsträgern 2d aus einem Stützteil 2e und einem daran angeschweissten Winkelprofilabschnitt 2f (s. Fig. 2), von dem aus Zugstreben 4 zu den oberen Enden der benachbarten Ecksäulen 2a verlaufen. An den oberen Längsträgern 2c sind lediglich zungenartige, senkrecht verlaufende Widerlager 2h vorgesehen.
Die Verstärkungsprofile 3 sitzen nur locker im Stapelgestell 2. Die Widerlager 2f und 2h kommen erst dann zur Wirkung, wenn bei vollgefülltem Behälter die längere Seitenwand elastisch ausbeult. Diese Ausbeulung wird dann von den Widerlagern abgefangen.
Zur Verstärkung des Stapelgestells 2 sind sowohl zwischen den oberen als auch zwischen den unteren Längsträgern 2c und 2d Zugstangen 5 angeordnet, u. zw. mindestens im Bereich der oberen und unteren Widerlagerteile 2e, 2f und 2h.
Wie in Fig. l gestrichelt angedeutet, kann zusätzlich zu den Zugstreben 4 oder unter Umständen auch an deren Stelle an jedem der beiden unteren Längsträger 2d unterhalb der Auflagerung der Behälterverstärkungsprofile 3 ein Stützfuss 2g vorgesehen sein.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen darin, dass sich grosse Tankpaletten schaffen lassen, deren Wandstärke nicht grösser ist als die bekannter kleinerer Tankpaletten und die ferner aus Werkzeuggründen billig herstellbar sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tankpalette, bestehend aus einem Flüssigkeitsbehälter mit rechteckiger Grundfläche und an den Ecken angeordneten Füssen und aus einem den Behälter umgebenden Stapelgestell mit lotrechten Ecksäulen und horizontal verlaufenden Längs- und Querträgern, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsbehälter (1) an seinen beiden längeren Seitenwänden (lb) mit lotrecht und/oder waagrecht verlaufenden, an den Wänden (lb) angeschweissten Verstärkungsprofilen (3) versehen ist, die an denhorizontal verlaufenden Längsträgern (2c, 2d) bzw. den Ecksäulen (2a) des Stapelgestells (2) bzw. an mit diesen verbundenen Widerlagern (2e, 2f, 2h) abgefangen sind.