AT252154B - Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigen Material - Google Patents

Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigen Material

Info

Publication number
AT252154B
AT252154B AT16861A AT16861A AT252154B AT 252154 B AT252154 B AT 252154B AT 16861 A AT16861 A AT 16861A AT 16861 A AT16861 A AT 16861A AT 252154 B AT252154 B AT 252154B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
hydrogen chloride
chloride gas
cellulose
substance
Prior art date
Application number
AT16861A
Other languages
English (en)
Inventor
Jun Kusama
Original Assignee
Chisso Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chisso Corp filed Critical Chisso Corp
Priority to AT16861A priority Critical patent/AT252154B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT252154B publication Critical patent/AT252154B/de

Links

Landscapes

  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigem Material 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigem Material nach der Chlorwasserstoffgas-Suspensions-Methode, bei welcher das mit Salzsäure getränkte Material in Chlorwasserstoffgas suspendiert und in dieser Form der Verzuckerung unterworfen wird. 



   Zur Verzuckerung von cellulosehaltigem Material sind bereits verschiedene Vorschläge bekanntgeworden. So wird beispielsweise im sogenannten Rheinau-Mannheim-Verfahren die Cellulose, beispielsweise in Form von Holzspänen, bei Zimmertemperatur mittels hochkonzentrierter Salzsäure verzuckert, wobei die Verzuckerung mittels der Salzsäure dadurch erfolgt, dass die Salzsäure durch das im Behälter eingefüllte Holz gefordert wird. Bei diesem Verfahren sind relativ grosse Mengen an Salzsäure notwendig und es ist schwierig, aus dem Hydrolisat den Zucker zu gewinnen.

   Darüber hinaus besitzt dieses Verfahren noch den Nachteil, dass nur geringe Mengen feinkörniger   Holzabfälle, beispielsweise Sägespäne,   zusammen mit Holzschnitzel verarbeitet werden können, da sich die feinsten Teile bei der Hitzebehandlung in ihrer Struktur so verändern, dass sie leicht die Siebe verstopfen. 



   Bei den oben erwähnten bekannten Verfahren zur Erzeugung von cellulosehaltigem Material nach der Chlorwasserstoffgas-Suspensions-Methode ist es nun nicht mehr erforderlich, so wie beim Rheinau-Mannheim-Verfahren grosse Mengen an Salzsäure vorzusehen, da, wie beispielsweise in der USA-Patentschrift   Nr. 2, 900, 284 angegeben   ist, die Salzsäure nach abgeschlossener Hydrolyse durch Temperaturerhöhung des der Hydrolyse unterworfenen Einsatzes aus diesem zur Gänze abgetrieben werden kann. Ein solches Verfahren ergibt gegenüber dem Rheingau-Mannheim-Verfahren auch den Vorteil, mit wesentlicheringeren Volumsmengen an Salzsäure auszukommen.

   Der Nachteil bekannter Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigen Materialien nach der Chlorwasserstoffgas-Suspensions-Methode liegt nun aber darin, dass während der Verzuckerung die zu verzuckernde Masse wegen der gebildeten Zuckerlösung klebrig wird und ihre Rieselfähigkeit soweit verliert, dass ein einwandfreies Arbeiten im Fliessbett oder in Röhrenreaktoren im Hinblick auf eintretende Verstopfungen unmöglich wird. Dies macht sich besonders störend bemerkbar, wenn in einem einen hohen Cellulosegehalt aufweisenden Rohmaterial die Cellulose so weitgehend als möglich verzuckert werden soll. 



   Die Erfindung löst dieses Problem dadurch, dass eine gegenüber Chlorwasserstoffgas inerte oder geringe Reaktionsfähigkeit besitzende trockene Substanz mit einer durchschnittlichen Teilchengrösse zugesetzt wird, welche geringer ist als die Teilchengrösse des cellulosehaltigen Materials. Ausgehend von der Erkenntnis, dass bei den bekannten Verfahren die natürliche Anwesenheit von gegenüber Salzsäure inerten Substanzen, beispielsweise Lignin, in trockenem Zustand für die Verminderung der Klebrigkeit von Bedeutung ist, wurde weiters festgestellt, dass auch ein Zusammenhang zwischen der Klebrigkeit des Hydrolyseproduktes und der Teilchengrösse der gegenüber Salzsäure inerten Trockensubstanz besteht.

   Je kleiner nämlich die   gegenüber Salzsäure inerten Teilchen   sind, desto grösser ist relativ zu ihrem Volumen ihre Oberfläche, auf der sich das Hydrolyseprodukt absetzt. Durch das Einbringen dieser Teilchen in die zu hydrolysierende oder die hydrolysierte Masse werden die klebenden Teile voneinander getrennt, wobei die nicht hydrolysierten kleinen Teilchen an der Oberfläche der hydrolysierten grossen Teilchen haften und so deren Zusammenkleben verhindern und die Rieselfähigkeit der Reaktionsmasse erhalten. 



   Zur Verminderung der Klebrigkeit können bei Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens im 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 industriellen Massstab alle inerten Substanzen mit geringerer durchschnittlicher Teilchengrösse als die Teilchengrösse des cellulosehaltigen Materials in trockener Form verwendet werden, soferne sie mit geringen Kosten, leicht beschafft werden können, aus dem Endprodukt leicht wiedergewonnenwerden können und Salzsäure nicht im Zuge einer chemischen Reaktion verbrauchen. Eine solche Substanz ist z. B. Lignin oder Diatomeenerde. Vorteilhafterweise besitzt die verwendete inerte Substanz eine geringe scheinbare Dichte.

   Andere brauchbare Substanzen   sind : Säurebeständige   Kunstharze, wie PVC, Polystyrol usw., kohlige Stoffe, wie Kohle, Koks, Lignit, Torf, Anthrazit, Graphit, Holzkohle,   Russ,   säurebeständige silikatische Materialien, wie Kieselsäure, Bimsstein, Urgestein, säurebeständige Sulfate, wie Bariumsulfat (Schwerspat), Coelestin unter anderem, Phosphate, wie Apatit, Oxyde wie Magnetit usw., Abfälle und Nebenprodukte aus der Keramik-, Porzellan, Glas- und Ziegelindustrie, unter anderem   ;

   Dip   im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens dem mit Salzsäure angefeuchteten cellulosehaltigen Material zuzusetzenden Trockenstoffe   geringer Reaktionsfähigkeit gegenüber   Chlorwasserstoff sind, sofern sie Salzsäure im Rahmen einer chemischen Reaktion verbrauchende Stoffe enthalten, vor der Verwendung zwecks Entfernung dieser Salzsäure im Rahmen einer chemischen Reaktion verbrauchenden Stoffe zu behandeln und anschliessend zu trocknen, wie dies beispielsweise für kalkhaltige Sande erforderlich ist. Im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens können überraschenderweise auch Cellulose in nennenswerten Mengen enthaltende Stoffe in trockener Form, beispielsweise trockene Sägespäne, zwecks Erzielung des angestrebten Effektes verwendet werden.

   Cellulose in solchen cellulosehaltigen Trockenstoffen kann wegen Fehlens von Wasser unter Einwirkung des gasförmigen Chlorwasserstoffes praktisch nicht verzuckert werden. Die inerte Substanz kann in Form von Pulver, Körnern, kleinen Teilchen, kurzen Fasern, kleinen Flocken usw. eingebracht werden. Je kleiner die   durchschnittliche Teilchengrösse der verwen-   deten inerten Substanz ist, um so geringer ist die für eine ausreichende Verringerung der Klebrigkeit erforderliche Menge dieser Substanz.

   So wurde die erforderliche Menge von Lignin auf Grund von Versuchen wie folgt festgestellt : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> A <SEP> : <SEP> Grösse <SEP> der <SEP> zu <SEP> hydrolysierenden <SEP> Teilchen <SEP> (mm) <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 
<tb> B <SEP> :' <SEP> Grösse <SEP> der <SEP> Ligninteilchen <SEP> (mm) <SEP> 0, <SEP> 075 <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> 0, <SEP> 15 <SEP> 0, <SEP> 21 <SEP> 
<tb> B <SEP> : <SEP> A <SEP> in <SEP> % <SEP> 25 <SEP> 33 <SEP> 50 <SEP> 70
<tb> B <SEP> : <SEP> A <SEP> in <SEP> Gewichtsprozenten <SEP> 10 <SEP> 14 <SEP> 30 <SEP> 100
<tb> 
 Die gleichen Versuche wurden auch für Flusssand durchgeführt : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> A <SEP> : <SEP> Grösse <SEP> der <SEP> zu <SEP> hydrolysierenden <SEP> Teilchen <SEP> (mm) <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 
<tb> B <SEP> :

   <SEP> Grösse <SEP> der <SEP> Sandteilchen <SEP> (mm) <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> 0, <SEP> 07 <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> 0, <SEP> 20 <SEP> 
<tb> B <SEP> : <SEP> A <SEP> in <SEP> % <SEP> 17 <SEP> 23 <SEP> 33 <SEP> 67
<tb> B <SEP> : <SEP> A <SEP> in <SEP> Gewichtsprozenten <SEP> 6 <SEP> 10 <SEP> 50 <SEP> 100
<tb> 
 
Die Teilchengrössen sind in Durchschnittswerten angegeben. 



   Die Menge der zugesetzten, die Klebrigkeit vermindernden Substanz variiert innerhalb weiter Grenzen. Vorzugsweise werden 1 - 100 Gew. -Teile der getrockneten Substanz pro 100 Teilen des cellulosehaltigen Materials verwendet. 



   Der Zusatz der die Klebrigkeit vermindernden Substanz zu den Teilchen des zu hydrolysierenden Materials, kann in verschiedener Weise   erfolgen, u.   zw. 



   1. Durch Zusatz dieser Substanz zu dem getränkten Material vor der Suspension,
2. durch Zusatz dieser Substanz zu Chlorwasserstoffgas vor der Suspension,
3. durch Zusatz dieser Substanz im ersten Teil der Suspension,
4. durch Zusatz dieser Substanz zu einem späteren Zeitpunkt im Verlauf der Suspension,
5. durch Kombination von 1 und 2,
6. durch Kombination von 1, 2 und 3,
7. durch Kombination von 2 und 3, 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
8. durch Kombination von 4 und 1 bzw. 2 bzw. 3 bzw. 5 bzw. 6 bzw. 7,
9. durch kontinuierliche Zugabe dieser Substanz gemäss einer der Methoden   1 - 8,  
10. durch intermittierende Zugabe der Substanz gemäss einer der Methoden 1-8. 



   Für die Suspendierung des Materials in Chlorwasserstoffgas stehen die folgenden Verfahren zur Verfügung :
1. Fluidisierung
2. Förderung des Materials mittels eines Chlorwasserstoffgasstromes, wie dies bei der pneumati-   schen   Förderung von Teilchen üblich ist,
3. Fallenlassen des Materials in einem Chlorwasserstoffgasstrom, beispielsweise in einem rotieren- den, horizontalen Gefäss, wie   z. B.   einem Drehofen für die Zementherstellung usw., bzw. in einer Vorrichtung mit einer Einrichtung zum Transport nach oben usw.,
4. durch Kombination von 1 und 2, 1 und 3,2 und 3 und 1, 2,3. 



     Beispiel l :   Aus dem Rohmaterial wurde durch   Behandeln von Buchenholzspänen mit verdünnter   Säure bei einer Temperatur von   1300C   der wesentlichste Teil der Hemicellulose entfernt. Die Teilchengrösse der behandelten Späne betrug im Durchschnitt 0, 5 mm und erstreckte sich über einen Bereich von 1 mm bis 0, 1 mm. 10 kg des trockenen, vorbehandelten Materials wurden mit   35% figer   Salzsäure versetzt, so dass der Wassergehalt 6, 0 kg betrug. Nach vollständiger gleichmässiger Tränkung wurde 1 kg trockenes Ligninpulver mit einer Teilchengrösse von weniger als 0, 1 mm dem getränkten Material zugesetzt und mit diesem gleichmässig vermischt. Das Gemisch wurde in eine Reaktionskolonne mit einem Durchmesser von 400 mm eingebracht.

   Durch den Boden der Reaktionskolonne wurde   auf -100C   abgekühltes Chlorwasserstoffgas durch die Kolonne nach oben geleitet, so dass das Gemisch durch dieses Gas fluidisiert wurde. 



   Nachdem das Gemisch auf   50C   abgekühlt   war, wurde auf 600C erhitztesChlorwasserstoffgas   an Stelle des kalten Gases durch die Kolonne geleitet, wobei dieses Gas wieder das Gemisch fluidisierte. Die Temperatur wurde bis zur Vollendung der Hydrolyse zwischen 40 und   500C   gehalten. Die Fluidisierung konnte auf Grund der Wirkung des Ligninpulvers ohne jede Schwierigkeit durchgeführt werden und es blieb an den Innenflächen der Kolonne kein Material haften. Die Hydrolyseausbeute betrug   95%   d. Th. 



     Beispiel 2 : Es   wurde gemäss Beispiel 1 vorgegangen, jedoch an Stelle von reinem Lignin industrielles Lignin verwendet, welches 7% nicht verzuckerter Cellulose enthielt. Die Ergebnisse waren dieselben wie in Beispiel 1. 



   Beispiel 3 : Es wurde gemäss Beispiel 1 vorgegangen, wobei jedoch an Stelle von Ligninpulver 1 kg trockener Diatomeenerde mit einer Teilchengrösse von weniger als 0, 05 mm verwendet wurde. Man enthielt dieselben Ergebnisse wie in Beispiel 1. 



   Beispiel 4 : Es wurde gemäss Beispiel 1 vorgegangen, nur dass an Stelle von vorhydrolysiertem Material rohes Buchenholz, welches also noch nicht mit verdünnter Säure vorbehandelt worden war, direkt hydrolysiert wurde. 



   Beispiel 5 : Es wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 verfahren, mit der Ausnahme, dass das Ligninpulver statt zum getränkten Material dem in die Kolonne eintretenden Chlorwasserstoffgas zugegeben wurde. 



   Beispiel 6 : Das Rohmaterial wurde durch   Behandlung von Weizenstroh mit verdünnter Säure bei   einer Temperatur von 1000C vorbereitet. Das Stroh war in 1 mm lange Stücke geschnitten. Das vorbehandelte, getrocknete Material wurde kontinuierlich mit Salzsäure getränkt. Nach vollendeter gleichmässiger Tränkung wurde das Material kontinuierlich durch ein langes Glasrohr gefördert, u. zw. mittels eines rasch strömenden Chlorwasserstoffgasstromes, welchem vor seinem Eintritt in das Rohr Diatomeenerde zugesetzt worden war. Das Material wurde mittels einer kalten Flüssigkeit, welche entlang der Aussenseite des Rohres strömte, auf   50C   abgekühlt. 



   Das abgekühlte Material wurde nach dem Austritt aus dem Rohr, von dem Fördergasstrom in einem Cyklon getrennt und in ein Reifungsgefäss eingebracht, in welchem es einige Zeit belassen wurde. Das Material adsorbierte den   grösserenT eil des erforderlichenChlorwasserstoffgases in Rohr   und den Rest dieses Gases im Reifungsgefäss. Hierauf wurde das Material wieder mittels eines Chlorwasserstoffgasstromes mit hoher Geschwindigkeit durch ein anderes Glasrohr gefördert, welches von aussen auf eine Temperatur von   450C   erhitzt wurde. Das vom Gasstrom getrennte Material gelangte hierauf wieder in ein weiteres Reifungsgefäss. Nachdem das Material einige Zeit lang in diesem Gefäss auf dieser Temperatur gehalten worden war, war die Hydrolyse beendet.

   Das hydrolysierte Produkt wurde wieder   mittels eines heissen   Chlorwasserstoffgasstromes mit hoher Geschwindigkeit durch ein langes Rohr gefördert und es wurde die für die Tränkung verwendete Säure und das adsorbierte Gas aus dem verzuckerten Produkt zurückge- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 wonnen und direkt der   Tränkungs- und   Adsorptionsstufe zugeführt.

   Die Abmessungen der verwendeten Apparatur und die Reaktionsbedingungen waren die folgenden : 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Zuführungsgeschwindigkeit <SEP> des
<tb> vorbehandelten <SEP> Materials <SEP> 10 <SEP> kg/h
<tb> Feuchtigkeitsgehalt <SEP> dieses
<tb> Materials <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> kg/h
<tb> Zuführungsgeschwindigkeit <SEP> der <SEP> für
<tb> die <SEP> Tränkung <SEP> verwendeten <SEP> Salzsäure <SEP> 12, <SEP> 8 <SEP> kg/h
<tb> 35% <SEP> figer <SEP> Säure
<tb> Zuführungsgeschwindigkeit
<tb> von <SEP> Diatomeenerde <SEP> 0,

   <SEP> 8 <SEP> kg/h
<tb> Hydrolysegrad <SEP> bezogen <SEP> auf
<tb> die <SEP> Theorie <SEP> 96%
<tb> Zuckerverlust <SEP> bezogen <SEP> auf
<tb> die <SEP> Theorie <SEP> 5%
<tb> Gesamte <SEP> Zuckerausbeute <SEP> 91%
<tb> Dimensionen <SEP> des
<tb> Adsorptionsrohres <SEP> 18 <SEP> mm <SEP> Durchmesser
<tb> 20 <SEP> m <SEP> Länge
<tb> Dimensionen <SEP> des
<tb> Hydrolyserohres <SEP> 18 <SEP> mm <SEP> Durchmesser
<tb> 6 <SEP> m <SEP> Länge
<tb> Dimensionen <SEP> des <SEP> Rückgewinnungsrohres <SEP> 50 <SEP> mm <SEP> Durchmesser
<tb> 20 <SEP> m <SEP> Länge
<tb> Geschwindigkeit <SEP> des <SEP> Gasstromes
<tb> im <SEP> Förderrohr <SEP> 30 <SEP> m/sec
<tb> 
 
Bei Durchführung eines Versuches unter denselben Bedingungen, jedoch ohne Verwendung von Diatomeenerde, waren die Förderrohre schon sehr bald mit dem klebrigen Reaktionsprodukt verstopft,

   während bei Anwendung eines Zusatzes dieser Substanz der Versuch durch lange Zeit hindurch ohne irgendwelche Schwierigkeiten durchgeführt werden konnte. 



     Beispiel 7 : Es   wurde so wie in Beispiel 6 vorgegangen, mit dem Unterschied, dass an Stelle von vorbehandeltem Stroh die folgenden Rohmaterialien verwendet wurden. 



   1. Weizenstroh nicht mit Säure vorbehandelt,
2. Buchenholz mit Säure vorbehandelt,
3. Buchenholz nicht mit Säure vorbehandelt,
4. Sägespäne mit Säure vorbehandelt,
5. Sägespäne nicht mit Säure vorbehandelt,
6. Bagasse mit Säure vorbehandelt,
7. Bagasse nicht mit Säure vorbehandelt,
8. Abfallpapier in feine kurze Fasern zerteilt,
9. Abfallumpen in feine kurze Fasern zerteilt. 



   Alle diese Versuche zeigten dieselben Ergebnisse wie in Beispiel 6. 



   Beispiel 8 : Es wurde so wie in Beispiel 7 beschrieben vorgegangen, jedoch mit der Ausnahme, dass an Stelle von Diatomeenerde die folgenden Substanzen in trockenem Zustand und mit einer Teilchengrösse von weniger als 0, 1 mm als Zusatz verwendet wurden. 



   1. Reines Lignin,
2. industrielles Lignin mit einem Gehalt an Cellulose, 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
3. Koksstaub,
4. Holzkohlenstaub,
5. Russ,
6. säurebehandelter Torfstaub,
7. trockener Ton,
8. feiner Sand,
9. Ziegelstaub,
10.   Glasstaub.   



   Es wurden fast dieselben Ergebnisse wie in Beispiel 1 erhalten. 



     Beispiel 9 :   Es wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 7 vorgegangen, wobei jedoch die die Klebrigkeit vermindernde Substanz auf verschiedene Weise, u. zw. wie folgt zugegeben wurde :
1. Zusatz der Substanz zum getränkten Material,
2. Zusatz der Substanz zum Chlorwasserstoffgas vordem Eintritt in das Adsorptionsrohr (obwohl dies dieselbe Art des Zusatzes ist, wie er in den Beispielen 6,7 und 8 beschrieben wurde, wird diese   Art des Zusatzes an dieser Stelle wiederholt, um eine Vergleichsmöglichkeit mit andern   Methoden zu haben). 



   3. Zusatz unter Kombination der unter 1 und 2 angegebenen Methoden,
4. ausser den unter 1, 2 und 3 genannten Zusatzarten wurde noch der Zusatz zum Chlorwasserstoff- gas vor dessen Eintritt in das Hydrolyserohr durchgeführt. 



   Bei allen diesen Versuchen zeigte sich eine ähnliche Wirksamkeit mit Hinsicht auf die Verminderung der Klebrigkeit. 



   Beispiel 10 : Es wurden drei   horizontale Drehgefässe   für die Hydrolyse von mit Säure vorbehandeltem Sägemehl verwendet. Diese Gefässe wiesen sechs Unterteilungen auf, mittels welcher die Materialteilchen angehoben und in den durch die Gefässe im Gegenstrom zum   Material geleiteten Chlorwasser-   stoffgasstrom fallen gelassen wurde. Es wurde pro Stunde 20 kg vorbehandeltes trockenes Sägemehl mit 25 kg   35% tiger   Salzsäure in einer kontinuierlichen Tränkvorrichtung getränkt.

   Das getränkte Material und eine Menge von 2 kg trockenen Tonstaubes mit einer Korngrösse von weniger als 0, 05 mm, wurden in das rotierende Adsorptionsgefäss eingebracht, in welchem die Materialteilchen, welche unmittelbar nach ihrem Eintritt in das Gefäss mit   dem tonstaub   bedeckt wurden, abgekühlt wurden und hiebei Chlorwasserstoffgas adsorbierten, während sie von einer infolge der Drehung des Gefässes angehobenen Unterteilung in einen Chlorwasserstoffgasstrom mit einer Temperatur von-100C herabfallen. 



   Das das Adsorptionsgefäss verlassende Material wurde in das zweite Gefäss eingebracht, wo die Hydrolyse vollendet wurde. In dieses zweite Gefäss wurde zusammen mit dem Material eine Menge von 1 kg frischen Tonpulvers pro Stunde eingebracht. In diesem zweiten Gefäss wurde das Material auf 40 bis   500C   erhitzt und eine Zeit lang auf dieser Temperatur gehalten, wobei die Erhitzung mittels eines heissen Chlorwasserstoffgasstromes erfolgte. Es wurde hiedurch in diesem zweiten Gefäss eine Vervollständigung der Hydrolyse erzielt. 



   Das das zweite Gefäss verlassende verzuckerte Produkt wurde in das dritte Gefäss eingebracht, in welchem es mittels eines Chlorwasserstoffgasstromes hoher Temperatur erhitzt wurde, wobei sowohl die Tränksäure als auch das adsorbierte Gas wiedergewonnen wurde. In das dritte Gefäss wurde kein Tonpulver eingebracht. 



   Die Dimensionen der drei Gefässe waren wie folgt : 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Nr. <SEP> d. <SEP> Gefässes <SEP> Durchmesser <SEP> in <SEP> m <SEP> Länge <SEP> in <SEP> m
<tb> 1 <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 2
<tb> 2 <SEP> 0,5 <SEP> 1,5
<tb> 3 <SEP> 0, <SEP> 6 <SEP> 3
<tb> 
 
Der Hydrolysegrad bezogen auf die Theorie, war   951o   im zweiten Gefäss und der Zuckerverlust im   dritten Gefäss   betrug bezogen auf   den Gesamtzucker, 70/0.   Irgendwelche durch die   KlebrigkeitdesMaterials   hervorgerufenen Schwierigkeiten wurden im Verlauf von lange andauernden Versuchen nur in den seltensten Fällen festgestellt. 



     Beispiel 11 : Es   wurde in derselben Weise wie in Beispiel 10 verfahren, mit der Ausnahme, dass an Stelle von trockenem Tonpulver eine der folgenden Substanzen in einer Korngrösse von weniger als 0, 1 mm verwendet wurden : 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
1. Pulverisierte Kohlenasche,
2. Ziegelstaub,
3. Gemisch von Bimssteinstaub und Lignin,
4. Gemisch von Diatomeenerde und Lignin,
5. säurebehandelter Gesteinsstaub. 



   Es wurden ähnliche Ergebnisse wie früher erzielt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigem Material nach der Chlorwasserstoffgas-Suspensions-Methode, bei welcher das mit Salzsäure getränkte Material in Chlorwasserstoffgas suspendiert und in dieser Form der Verzuckerung unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine gegen- über Chlorwasserstoffgas inerte oder geringe Reaktionsfähigkeit besitzende trockene Substanz mit einer   durchschnittlichen Teilchengrösse   zugesetzt wird, welche geringer ist als die Teilchengrösse des cellulosehaltigen Materials. 



   2.   VerfahrennachAnspruchl,   dadurch gekennzeichnet,   dass das Material durch Förderung   in einem Chlorwasserstoffgasstrom in Suspension gehalten wird.

Claims (1)

  1. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material durch Fluidi- sierung in Chlorwasserstoffgas in Suspension gehalten wird. EMI6.1 bewegung in einem horizontalen Gefäss in Suspension gehalten wird.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als inerte Substanz Lignin verwendet wird.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als inerte Substanz Diatomeenerde verwendet wird.
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die inerte Substanz dem Chlorwasserstoffgas zugesetzt wird.
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die inerte Substanz dem getränkten Material zugesetzt wird.
AT16861A 1961-01-09 1961-01-09 Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigen Material AT252154B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT16861A AT252154B (de) 1961-01-09 1961-01-09 Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigen Material

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT16861A AT252154B (de) 1961-01-09 1961-01-09 Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigen Material

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT252154B true AT252154B (de) 1967-02-10

Family

ID=3483371

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT16861A AT252154B (de) 1961-01-09 1961-01-09 Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigen Material

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT252154B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3932122C2 (de)
DE4304026A1 (en) Exhausted granular organic ion exchange resins disposal for useful active carbon - by converting to carbon@ pellets by carbonising in mainly inert atmos. and activating in oxidising atmos. for cation exchange styrene] acrylic] acid resin
DE2328803A1 (de) Verfahren zur herstellung eines abriebfesten, grobkoernigen natriumpercarbonats
EP0044005B1 (de) Herstellung von Gipshalbhydrat mit Wärmemüll, wässriger H2SO4 und schwefelsauren Salzen
DE2113837B2 (de) Verfahren zur Herstellung einer im wesentlichen kristallwasserfreien Kalium-Magnesiumsulfat-Substanz
DE2512099A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von calciumphosphaten
AT252154B (de) Verfahren zur Verzuckerung von cellulosehaltigen Material
DE3445503A1 (de) Verfahren zur herstellung von briketts
DE2434917A1 (de) Verfahren zur aufbereitung des feststoffeinsatzes fuer wirbelschichtreaktoren
DE69214139T2 (de) Verfahren zur behandlung von mit feuchtigkeit enthaltenden feinkohlen
DE1961771C3 (de) Triorganische Phosphatüberzugszusammensetzung
EP0041129B1 (de) Verfahren zum Herstellen von porösen anorganischen Glasformkörpern
DE3404197A1 (de) Trockenentfernung von schwefeldioxid aus gasgemischen
DE1199200B (de) Verfahren zum Verzuckern eines Cellulose enthaltenden Materials
DE766146C (de) Verfahren zur Herstellung von zur Abtrennung und Gewinnung von Kohlensaeure aus Gasmischungen geeigneten Massen
DE1592578C (de) Verfahren zur Herstellung von harten, lager- und abriebfesten Granulaten aus Rohphosphatmehl allein oder im Gemisch mit anderen Pflanzennährstoffen
DE694049C (de) Verfahren zur Gewinnung eines gekoernten Duengemittels aus dem bei der Verarbeitung von Kalkstickstoff anfallenden Schlamm
DE1471024C (de) Verfahren zur Herstellung von Hart gips
DE133502C (de)
DE2946823B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Fuellstoffes aus Bauxitrueckstaenden
AT235249B (de) Verfahren zur Behandlung von Flüssigkeiten oder Gasen
DD157253A1 (de) Verfahren zur herstellung eines fuer die glasherstellung besonders geeigneten calciumtraegers
DE2453325C2 (de) Verfahren zur Herstellung von körniger, chemisch aktivierter Kohle
DE1567510B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumtrimetaphosphat
DE909020C (de) Verfahren zur Herstellung einer lockeren, nicht backenden Masse aus klebfaehigen Stoffen