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Behälter
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Gemäss der Erfindung wird dieses Ziel im wesentlichen dadurch erreicht, dass bei einem Behälter der angegebenen Art der Halsteil einen nach oben und innen geneigten, ersten konischen Wandteil, einen mit diesem Wandteil zu einem Stück verbundenen und sich vom oberen Rand dieses Wandteiles scharf abgewinkelt nach aussen erstreckenden Schulterabschnitt und einen mit diesem zu einem Stück verbundenen, konischen Endteil aufweist, der sich vom oberen Rand des Schulterabschnittes nach oben und innen erstreckt und mit seinem freien Oberrand die obere Öffnung des Behälters begrenzt, und dass der Deckel an seinem Umfang zwei eng benachbarte, konzentrische Mantelringe trägt, die zum unlösbaren Einrasten des Deckels am Behälterkörper eingerichtet sind, um das offene Ende dieses Behälters zu verschliessen,
wobei der äussere Mantelring des Deckels eine nach innen vorspringende Rippe trägt, die bei aufgesetztem Dekkel unter der Schulter des Halsteiles des Behälterkörpers liegt. Der erfindungsgemässe Behälter kann noch in verschiedener Weise vorteilhaft weiter ausgebildet werden. Die Gegenstände und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, in der zwei besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert sind. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 einen Behälter mit einem gemäss einer ersten Ausführungsform ausgebildeten, oberen Verschlussdeckel im Axialschnitt. Fig. 2 zeigt den Behälter samt dem Verschlussdeckel in einer Teilansicht in Draufsicht.
Die Fig. 3,4 und 5 zeigen im Schnitt nach der Linie 3-3 die miteinander zusammenwirkenden Teile des Verschlussdeckels und des Halsteiles des Behälters in drei aufeinanderfolgenden Stadien des Aufsetzens des Deckels auf den Behälter. Die Fig. 6 und 7 sind Teilschnitte in einem andern Massstab, welche die Verriegelungsteile des Deckels und Behälters gemäss einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung darstellen. Die Erfindung ist natürlich nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen des Behalters und seines Verschlusses beschränkt und sie kann in konstruktiven Einzelheiten noch verschiedenartig abgewandelt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend zunächst in Verbindung mit der in den Fig. 1 - 5 dargestellten Ausführungsform eines flaschenähnlichen Behälters 11 mit einem Verschlussdeckel 12 erläutert.
Der Behälterkörper 11 ist als aus einem Stück bestehender Teil im Blasformverfahren aus einem geeigneten, dichten, elastischen Kunststoff hergestellt, der für den aufzunehmenden Inhalt undurchlässig und gegen diesen chemisch inert ist. Der Behälter kann natürlich auch nach einem andern Verfahren, z. B. im Vakuum-, Druck- oder Spritzformverfahren hergestellt werden, es wird jedoch das Blasformverfahren als wesentlich billiger und vollkommen entsprechend bevorzugt. Der Behälterkörper besteht vorzugsweise aus Polyäthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid oder aus ähnlichen Materialien mit gleichwertigen Eigenschaften.
Die Technik des Polyäthylenblasverfahrens ist wohl bekannt und hoch entwickelt und die nach diesem Verfahren hergestellten Behälterwände haben im wesentlichen gleichmässige Dicke, wobei diese Wände höchstens an jenen Stellen, an denen der Behälter einen kleineren Durchmesser hat, um ein kleines Ausmass dicker sind als an den andern Stellen. Bei dieser Formung kann ein Behälter hergestellt werden, bei dem sich eine elastisch, nachgiebige Seitenwand 13 von einer Bodenwand 14 nach oben erstreckt und oben mit einem Halsteil 15 endet, der eine obere Öffnung 16 umschliesst.
Der Halsteil des Behälters ist deutlicher in den Fig. 3-5 dargestellt, aus denen ersichtlich ist, dass der obere Endabschnitt 17 der ringförmigen Seitenwand 13 des Behälterkörpers nach innen um etwa 10 - 400, vorzugsweise wie dargestellt um etwa 20 gegen die Achse des Behälterkörpers geneigt ist, um
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Am oberen Ende des Wandteiles 17 ist dieser Halsteil um etwa 20-40 , vorzugsweise unter einem Winkel von etwa 300, wie gestellt, gegen die Horizontale nach aussen umgebogen, um einen relativ kurzen Schulterabschnitt 19 zu bilden, der eine ringförmige, sich in Längsrichtung erstreckende, nach aussen geneigte Schulter begrenzt und dann seine Richtung wieder ändert, um einen nach innen geneigten, sich in Längsrichtung erstreckenden Randteil 21 zu bilden,
der im wesentlichen parallel zum oberen Wandteil 17 ist. Der Randteil 21 und insbesondere dessen Aussenfläche 22 sind um 10 - 400, vorzugsweise um 300, wie gezeigt, gegen die Vertikale geneigt.
Die äussere, ringförmige Oberfläche des Randteiles 21 hat eine glatte, im wesentlichen konische Kontur 22 und schneidet sich mit der ebenen, oberen Fläche 23 des Behälters, die in einer zur Achse des Behälters rechtwinkelig verlaufenden Ebene liegt. Die ringförmige Aussenfläche 24 der Schulter 19 erstreckt sich unter dem oben angeführten Winkel zwischen den konischen Flächen 18 und 22 und ist mit diesen Flächen durch gegensinnig gekrümmte, stetige Übergangszonen 25 bzw. 26 verbunden, so dass keine scharfen Kanten gebildet werden.
Die innere im wesentlichen konische Fläche 27 des Behälterwandteiles 17 ist mit der Innenfläche der Schulter 19 durch eine stetig abgerundete Zone 29 verbunden, die an der Innenseite des Be-
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hälters an der konischen inneren Fläche 30 des Randteiles 21 sichtbar ist, der sich mit der ebenen oberen Fläche 23 mit einem scharfen Rand 31 schneidet, der die Behälteröffnung umschliesst.
Wie aus den Fig. 3 und 5 ersichtlich ist, liegen die scharfe Randlinie 31 und die Rippenscheitellinie 29 des entspannten Behälterkörpers im wesentlichen auf einer zylindrischen Hüllfläche, die mit der Behälterachse vor und nach dem Einrasten des Deckels 12 auf dem Behälterkörper koaxial liegt.
Der Verschlussdeckel 12 ist ein in einem Stück aus Polyäthylen od. dgl. in ähnlicher Weise wie der Behälter geformter Teil, der aber eine grössere Wandstärke hat, so dass er relativ steif ist. Der Deckel hat einen zentralen Deckelteil (Platte) 32 und trägt zwei durch einen kleinen radialen Abstand voneinander getrennte, ringförmige Mantelteile 33 und 34.
Der innere Mantelring 33 ist länger und erstreckt sich als zylindrischer Ring unter einem rechten Winkel von der Deckelplatte 32. Er hat eine glatte, zylindrische Aussenfläche 35, die sich mit der Innenfläche des Deckels an einer scharfen Kante 36 schneidet und mit einem nach innen gerundeten, verjüngten Abschnitt 37 endet.
Der äussere Mantelring 34 hat an seiner Innenfläche eine nach innen vorspringende abgerundete Rippenfläche 38 und eine nach unten und aussen sich konisch erweiternde Fläche 39, die sich von der Rippe 38 zum unteren, ebenen Ende des Mantels 34 erstreckt. Der Innendurchmesser der Dekkelrippe 38 ist kleiner als der Aussendurchmesser der Schulterlinie 26 des Behälterkörpers.
Die Wandstärke des Verschlussdeckels 12 an der Deckelplatte 32 und den Mantelteilen 33 und 34 ist wesentlich grösser als die des Behälterkörpers 11, so dass beim Aufdrücken des Verschlussdeckels auf den Behälter keiner der beiden Mantelteile des Deckels merkbar verformt wird.
Wie am besten aus den Fig. 3 - 5 ersichtlich ist, hat die Behälterwand am unteren Ende des Halsteiles 17 eine ebene, ringförmige, horizontale Auflagefläche 42, die beim verschlossenen Behälter unter der Randfläche 41 des äusseren Mantelringes 34 liegt, wobei die Abmessungen der Auflagefläche 42 so gewählt sind, dass beim verschlossenen Behälter (Fig. 5) die Aussenfläche der Behälterwand 13 und die Aussenfläche des Aussenmantels 34 des Deckels miteinander eine glatte Aussenfläche bilden.
Die Deckelplatte 32 weist eine Anzahl von kleinen oder Giessöffnungen 43 auf, die normalerweise mit einem Streifen eines leicht abnehmbaren Druckklebebandes 44 verschlossen sind (Fig. 2).
Der Deckel 12 kann in der in den Fig. 3-5 erläuterten Weise leicht auf dem Behälter 11 dauernd und unabhnehmbar eingerastet werden.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass der längere, innere Mantelteil 33 beim Aufsetzen des Deckels auf den Behälter als Führungs- und Zentriermantel für den Deckel wirksam ist, wobei bei dieser Zentrierung auch die gegensinnig divergierenden Mantelflächen 37 und 39 mitwirken. Dies ist insbesondere bei automatischen Füllapparaten wichtig, bei denen die Möglichkeit eines schnellen Verschliessens der Behälter für eine leistungsfähige Arbeit ausschlaggebend ist.
Wenn der Deckel 12 in Richtung der Längsachse des Behälters auf diesen aufgesetzt wird, so kommen zunächst der Rand 31 und Rippe 29 des Behälterkörpers mit der Aussenfläche 35 des inneren Mantels 33 des Deckels in Berührung und gleiten an dieser Fläche entlang, bis die gleichsinnig geneigten konischen Flächen 22 und 39 miteinander in Berührung kommen. Aus Fig. 3 ist erkennbar, dass der Aussendurchmesser der horizontalen Randfläche 23 vorzugsweise kleiner als der Innendurchmesser der Rippe 38 des Deckels ist, so dass an dieser Stelle kein axialer Anschlag vorhanden ist, der ein Hindernis für das Aufschieben des Deckels auf den Behälterhals bilden könnte.
Beim weiteren Aufschieben des Deckels 12 auf den Behälter in der in Fig. 4 gezeigten Mittelstellung übt die Fläche 39 des relativ steifen, äusseren Mantels 34 auf die Behälterhalsfläche 32 eine Klemmwirkung aus, wodurch die ringförmige Halsteilschulter 19 gestreckt und hiebei um die Abstützlinie der Rippe 29 an der Aussenfläche 35 des inneren Mantels des Deckels (Fig. 4) im Uhrzeigersinn geschwenkt wird, während gleichzeitig der Randteil 21 des Halsteiles des Behälters gegen die Uhrzeigerrichtung um die Verbindungslinie mit der Schulter 19 geschwenkt wird, wodurch der Randteil 21 und die Schulter 19 vorübergehend in der in Fig. 4 dargestellten Weise verformt werden, bis die Fläche 22 hinter die Rippe 38 geglitten ist.
Während dieser Verschiebung wird der innere Mantelring nicht merkbar gebogen oder anderweitig verformt. Der äussere Mantelring kann allerdings hiebei, wie in Fig. 4 in übertrieben grossem Mass dargestellt ist, leicht um seineAnsatzstelle an der Deckelplatte 32 nach aussen gebogen werden. Die beiden Mantelringe sind jedoch derart steif und der Behälterhals ist so elastisch biegsam, dass bei dem Aufsetzen des Deckels keine merkliche Biegung der Mantelringe um ihre Ansatzstellen an der Deckelplatte erfolgt.
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5Die vorstehend beschriebenen Ausbildungen nach den Fig. 1 - 7 können auch an den Böden von Behältern vorgesehen sein, deren obere Wand aus einem Stück mit der Seitenwand bestehen, und die Streu- öffnungen können bei jeder Ausführungsform in der oberen oder unteren Wand des Behälters vorgesehen sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Behälter mit einem mit flexiblen Wänden ausgebildeten Behälterkörper, der oben eine durch einen Deckel verschliessbare Öffnung aufweist und einen Halsteil hat, wobei der Deckel nach seinem Aufsetzen
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Halsteil einen nach oben und innen geneigten, ersten konischen Wandteil(17; 52), einen mit diesem
Wandteil zu einem Stück verbundenen und sich vom oberen Rand dieses Wandteiles scharf abgewinkelt nach aussen erstreckenden Schulterabschnitt (19 ; 54) und einen mit diesem zu einem Stück verbundenen, konischen Endteil (21 ;
55) aufweist, der sich vom oberen Rand des Schulterabschnittes nach oben und innen erstreckt und mit seinem freien Oberrand die obere Öffnung des Behälters begrenzt, und dass der
Deckel an seinem Umfang zwei eng benachbarte, konzentrische Mantelringe (34 und 33 ; 57 und 58) trägt, die zum unlösbaren Einrasten des Deckels am Behälterkörper eingerichtet sind, um das offene Ende dieses
Behälters zu verschliessen, wobei der äussere Mantelring (34 ; 57) des Deckels einenach innen vorspringen- de Rippe (38 ; 62) trägt, die bei aufgesetztem Deckel unter der Schulter (19 ; 54) des Halsteiles des Behäl- terkörpers liegt.