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Brennstoff-Beschickungsanlage für einen gasgekühlten Kernreaktor
Die Erfindung bezieht sich auf eine Brennstoff-Beschickungsanlage für einen gasgekühlten Kernreaktor, die insbesondere für Kernreaktoren geeignet ist, die durch Graphit moderiert sind.
Die erfindungsgemässe Beschickungsanlage ist dazu bestimmt, innerhalb des Reaktorgehäuses in einen vom Reaktorkern durch eine starke Platte getrennten Beschickungsraum eingebaut zu werden. Durch die starke Platte ist das Beschickungssystem gegen eine stärkere Verseuchung geschützt, da es nur einer geschächten Strahlung ausgesetzt ist und überdies von gereinigtem Kühlmittel umspült wird. Weiterhin ist es nicht notwendig, das Beschickungssystem mit einem besonders schweren und umfangreichen biologischen Schutzmantel zu umgeben, da es durch den Strahlenschutzmantel des Reaktors von der äusseren Umgebung getrennt ist.
Die im Stammpatent Nr. 240990 beschriebene Brennstoff-Beschickungsanlage ist für einen gasgekühlten Kernreaktor bestimmt, der einen sowohl dem Gasdruck standhaltenden als auch die biologische Abschirmung gewährleistenden Schutzmantel umfasst, in welchem eine Kammer zur Aufnahme des Reaktorkernes, welcher aus einem Moderator mit durch diesen hindurchführenden parallelen Kanälen zur Aufnahme von Brennstoffpatronen besteht und ein Beschickungsraum angeordnet sind, wobei eine eigentliche zur Beschickung des Reaktors während des Betriebes mit Brennstoff bestimmte Beschickungsvorrichtung vorgesehen ist, welche in dem über der den Reaktorkern enthaltenden Kammer liegenden und durch eine die Strahlung absorbierende Abschirmung getrennten Beschickungsraum abgeordnet ist, wobei diese Abschirmung von verschliessbaren Zutrittsöffnungen zu den Kanälen durchbrochen ist,
die einen Austausch der in den Kanälen befindlichen verbrauchten Brennstoffpatronen durch neue, in einem Brennstoffpatronenträger enthaltenden Patronen gestatten und weiters eine Zubringeinrichtung zum Ein- bzw. Ausbringen der Brennstoffpatronenträger in bzw. aus dem Beschickungsraum sowie eine im Inneren des Beschickungsraumes angeordnete Speicher- und Abstelleinrichtung vorgesehen sind, welch letztere eine Anzahl von Abstellplätzen für Brennstoffpatronenträger aufweist, die grosser ist als die Anzahl der gleichzeitig durch die Zubringeinrichtung transportierbaren Brennstoffpatronenträger, und schliesslich die eigentliche Beschickungseinrichtung zum Aufnehmen oder Absetzen der Brennstoffpatronenträger auf einen der Abstellplätze der Speicher- und Abstelleinrichtung eingerichtet ist.
Einer der Vorteile dieser Beschickungsanlage besteht darin, dass die gebrauchten Brennstoffelemente während der Zeit, die erforderlich ist, ihre Radioaktivität abklingen zu lassen, innerhalb des Strahlenschutzmantels des Reaktors verbleiben können.
Dank der völligen Unabhängigkeit des Austausches der Brennstoffelementeträger zwischen dem Aussenraum des Strahlenschutzmantels und der Speichereinrichtung (Vornahme des Einführen : oder Entfernens)
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einerseits und der Bedienung der Kanäle aus den Magazinen mittels der Beschickungseinrichtung anderseits ermöglicht die besondere, im Stammpatent beschriebene Ausführungsweise eine sehr rasche Arbeitsfolge der Beschickung.
Diese Unabhängigkeit wird erzielt, indem das System zum Einbringen oder Herausbringen als Portalhebevorrichtung ausgebildet wird, die in einem Tunnel beweglich ist, der mit einer Schleuse versehen ist, welche den Beschickungsraum von einem Aufzug trennt und die eine Stellung einnehmen kann, bei welcher die Portalhebevorrichtung ein Magazin für Brennstoffpatronen aus der Speichereinrich- tung entnimmt oder an sie abgibt, und eine andere Stellung. bei welcher sie ein Magazin an den Aufzug abgibt oder von ihm übernimmt, wobei die Speichereinrichtung aus einer Anzahl beweglicher Baugruppen besteht. Es ist ersichtlich, dass bei dieser Lösung jeder über die Speichereinrichtung herausgehende Einfluss der Beschickungseinrichtung vermieden wird und die sozusagen ununterbrochene Bedienung der Brennstoff- kanäle möglich wird.
Die rasche Arbeitsfolge dieses Systems wird jedoch durch gewisse Nachteile erkauft : Vorhandensein einer Speichereinrichtung mit beweglichen Gliedern und vor allem die Notwendigkeit einer beweglichen
Portalhebevorrichtung, welche von der Schleuse aus dauernd mittels flexibler Kabel gespeist werden muss.
Gerade diese Gebundenheit erschwert die Reparatur und macht insbesondere die Stillegung des Reaktors nötig, falls Eingriffe an den Kabeln vorzunehmen sind.
Ziel der Erfindung ist eine vereinfachte Beschickungsanlage, welche für mässig rasche Arbeitsfolgen gut geeignet ist und den wichtigsten Vorteil der Beschickungsanlage nach dem Stammpatent ebenfalls aufweist, ausserdem jedoch den Vorteil besitzt, dass Ausfälle während des Betriebes behoben werden können.
Dies wird in weiterer Ausgestaltung der im Stammpatent beschriebenen Brennstoff-Beschickungsanlage erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Zubringeinrichtung in einem an sich bekannten, durch den Schutzmantel des Reaktors hindurchgeführten und mit einer Schleuse versehenen Tunnel angeordnet ist, welcher Tunnel mit Laufbahnen versehen ist, die mit einem einstellbaren Ladearm der eigentlichen Beschickungseinrichtung zusammenspielen, dergestalt, dass eine Beschickungsmaschine zwischen dem Ladearm und der Schleuse sich bewegen und Magazine für Brennstoffpatronen zwischen der Speichereinrichtung und der Schleuse transportieren kann, und dass weiters,
mit den erstgenannten Laufbahnen fluchtende Laufbahnen für die Bewegung einer Verschiebeeinrichtung für die Brennstoffpatronenmagazine zwischen dem dem Beschickungsraum gegenüberliegenden Ende des Tunnels und der Schleuse vorgesehen sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsweise enthält die eigentliche Beschickungsvorrichtung mindestens zwei Ladearme, einen zentralen Arm sowie auskuppelbare Antriebe zur Einstellung der Arme, so dass der zentrale Arm mit jedem der Ladearme zum Fluchten gebracht werden kann, dergestalt. dass eineBeschickungsmaschine vom einen Ladearm auf den andern gelangen kann.
Beim Vorhandensein zweier Tunnel, welche mit je einer eine Antriebskette enthaltenden Schleuse versehen sind, macht diese Anordnung die Entfernung einer defekten Beschickungsmaschine möglich, sogar aus einer Schleuse.
Eine Verschiebeeinrichtung, welche sich zwischen dem Aufzug und der Schleuse bewegt, und die Antriebskette arbeiten zusammen, um einen fernbedienten Manipulator für die Reparatur an einen dem Tunnel gegenüberstehenden Arm heranzubringen ; nachdem er angeschlossen ist, arbeitet der Manipulator im Beschickungsraum und wird gegebenenfalls zusammen mit der Beschickungsmaschine von der Antriebskette wieder aufgenommen.
Zum besseren Verständnis der Erfindung dient die folgende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, welches an Hand der Zeichnungen erläutert ist ; diese zeigen : Fig. l einen vertikalen Schnitt durch die Beschickungsanlage nach der Linie 1-1 der Fig. 2 ; Fig. 2 einen horizontalen Schnitt durch die Beschickungsanlage nach der Linie II-II der Fig. l ; Fig. 3 die schematische Darstellung des Ablaufs der Beund Entladung ; Fig. 4 die schematische Darstellung des Ablaufes der Entstörung der Beschickungsmaschine ; Fig. 5 eine andere Art der Störungsbeseitigung.
Die erfindungsgemässe Beschickungsanlage ist für die Bedienung der Kanäle eines Kernreaktors bestimmt, der dem in dem Stammpatent beschriebenen ähnlich ist. Wie aus Fig. l hervorgeht, ist der aktive Teil des Reaktors in einen Schutzmantel 12 eingeschlossen, der zugleich als biologischer Schutz und als druckfestes Gefäss dient, welches den Druck des gasförmigen, den Reaktor durchströmenden Kühlmittels (im allgemeinen Kohlendioxyd) auszuhalten hat. Der Reaktorkern 14 befindet sich in einer unteren Kammer 16, welchedurcheineBetonplatte 20 von einer oberen Kammer 18. auch Beschickungs- raum genannt, getrennt ist.
Die Anlage zum Beschicken oder Entladen kann grob unterteilt werden in eine Zubringeinrichtung A zum Einschleusen der Brennstoffpatronenmagazine, eine Speichereinrichtung B zur Speicherung oder zum Abstellen und die eigentliche Beschickungseinrichtung C, die im folgenden beschrieben wird.
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Die Beschickungseinrichtung C umfasst zwei Ladearme 22 und 22' (diese Zahl ist keine Grenze). die unabhängig voneinander um eine vertikale Achse im Reaktor drehbar sind. Die Ladearme sind identisch, und nur der Arm 22 wird beschrieben.
Der Arm 22 wird von einem zentralen Stützlager getragen, mit dem er durch einen Träger 26 verbunden ist, sowie durch eine kreisförmige Laufschiene 28, auf der eine im Arm gelagerte Laufrolle abrollt. Das Stützlager und die Laufschiene 28 sind beiden Armen gemeinsam. Der Arm 22 trägt einen Zahnkranz 30 für den Antrieb, mit welchem ein Zahnrad 32 kämmt, das von einem ausserhalb des Reaktors gelegenen Motor 34 über eine Welle 36 angetrieben wird, die zum Auskuppeln des Zahnkranzes in axialer Richtung verschoben werden kann. Um die Bewegung des Armes überwachen
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zeige gebracht werden.
Der Arm 22'ist mit ähnlichen Einrichtungen versehen wie der Arm 22, sie tragen auf den
Zeichnungen dasselbe Bezugszeichen, dem jedoch ein Index-Strich hinzugefügt ist.
Wie aus der Beschreibung hervorgeht, können die Antriebssysteme für die Arme vom Aussenraum des
Reaktors her unabhängig voneinander ausgekuppelt werden : dadurch ist es möglich, im Falle eines Aus- falles einen ausgekuppelten Arm mit Hilfe des andern zu verschieben.
Jeder der Hauptarme ist mit zwei Anschlüssen 40 und 42 beim Arm 22 für die Stromversorgung versehen. Der Anschluss 40 ist für eine vom Arm getragene Beschickungsmaschine 44 bestimmt und der Anschluss 42 für einen fernbedienten Manipulator für die Störungsbeseitigung, welcher im folgenden beschrieben wird.
Das Anschliessen der Geräte an diese Anschlüsse kann von ausserhalb des Reaktors mit Hilfe von Fernbedienungen 4 und48 (Fig. l) erfolgen, wenn die Arme sich in einer geeigneten Lage gegenüber dem Tunnel für das Herein-oder Herausbringen befinden.
Das Stützlager trägt ausserdem einen kurzen zentralen Arm 50, der so lang ist, dass die Beschickungsmaschine 44 von einem Ladearm auf den andern gelangen kann. Er ist mit einer auskuppelbaren Verstelleinrichtung versehen, ähnlich derjenigen beispielsweise für die Hauptarme, Ausserdem ermöglicht eine von aussen betätigte (nicht dargestellte) Verriegelung, den zentralen Arm 50 mit den Ladearmen zu verriegeln, wenn er mit ihnen fluchtet oder ihn von ihnen zu lösen.
Innerhalb des Stützlagers für den zentralen Arm 50 ist ein einstellbares Periskop angeordnet, mit dem die Lage der Beschickungsmaschine und gegebenenfalls das Fluchten des zentralen Armes 50 mit einem der Ladearme kontrolliert werden kann. Dieses Periskop kann herausgezogen werden, um den Übergang eines Gerätes über den zentralen Arm zu ermöglichen.
Die Speichereinrichtung B ist am Umfang des Beschickungsraumes angeordnet ; bei der dargestellten Ausführungsweise beschränkt sie sich auf eine Anzahl von Lagerschächten, welche in einer ringförmigen, die Betonplatte 20 umgebenden Zone 52 des Schutzmantels untergebracht sind. Diese Lagerschächte dienen zur Aufnahme der Magazine 54 für die Brennstoffpatronen, welche entweder mit frischen Brennstoffpatronen gefüllt sind (Magazine, die durch die Zubringeinrichtung A und die Maschine 48 in den Beschickungsraum eingeführt wurden) oder aber mit verbrauchten Brennstoffpatronen (Magazine, die nach der Entnahme aus einem Kanal durch eine Beschickungsmaschine 44 abgesetzt wurden). Es ist auch möglich, die Speichereinrichtung B als "Zug" auszubilden. ähnlich dem im Stammpatent beschriebenen.
In jedem Fall sind genügend viele Lagerplätze vorhanden. um die mit verbrauchten Elementen gefüllten Magazine so lange lagern zu können, bis die Aktivität genügend weit abgeklungen ist.
Die Beschickungsmaschine 44 und die Magazine 54 können ähnlich ausgebildet werden wie im Stammpatent und gemäss der franz. Patentschrift Nr. 1. 327. 049. Im vorliegenden Fall wird diese Maschine mittels eines biegsamen elektrischen Kabels gesteuert und gespeist, welches an den Anschluss 40 angeschlossen ist. Eine herkömmliche, an der Beschickungsmaschine angebrachte Wickelvorrichtung 56 (Fig. l) hält das Kabel ständig gestreckt, damit es nicht schleift. Diese Wickelvorrichtung kann ein Flaschenzug oder eine Trommel mit Reibungskupplung sein. In der Ausführungsweise nach Fig. l ist die Wikkelvorrichtung mitderBeschickungsmaschine 44 zusammengebaut ; bei dieser Anordnung können-ohne Stillegung des Reaktors-Eingriffe an den Kabeln vorgenommen werden.
Die Wickelvorrichtungen könnten auch in dem über dem Stützlager gelegenen Dichtungsraum untergebracht werden, um die Kabel besser vor der Strahlung zu schützen, aber bei dieser Losung muss der Reaktor stillgelegt werden, um einen Eingriff an einem Kabel vorzunehmen. Eine Stromzufuhr mit Kabel und Wickelvorrichtung besitzt gegenüber einer solchen mit Gleitkontakt oder mit biegsamem, unlösbar befestigtem Kabel den Vorteil, dass die Beschickungsmaschine den Arm, an welchem sie angeschlossen ist, verlassen kann.
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Kammer 80 zurückgefahren (Fig. 4B).
Darauf wird das Tor 64 wieder geschlossen, das Tor 62 ge- öffnet und die Antriebskette 90 in Bewegung gesetzt, um den Manipulator auf die Schiene 67 zu bringen (Fig. 4C). Anschliessend oder gleichzeitig wird der Ladearm aus einer beliebigen Ausgangsstel- lung (Fig. 4D) so eingestellt, dass er mit dem Tunnel fluchtet, durch welchen die Störungsbeseitigung vorgenommen wird. Die Antriebskette 90 schiebt den Manipulator 94 weiter auf das Ende des Lade- armes 22, wo er von aussen her mittels der Fernbedienung 48 angeschlossen wird.
Der nun autonome
Manipulator, der ebenfalls mit einer einziehbaren Kupplungsvorrichtung versehen ist, erfasst die Beschik- kungsmaschine 44 und stösst sie bis zum Anschlag 74. Mit der von aussen her betätigten Vorrichtung wird die Beschickungsmaschine von ihrem Anschluss 40 getrennt ; in der Folge ist das Speisekabel der Beschickungsmaschine vollständig eingerollt. Der Manipulator kehrt gegen das Ende des Ladearmes 22 zurück. der immer noch dem Tunnel gegenübersteht (Fig. 4E). Ist er dort angelangt, wird der Manipulator mit Hilfe der fernbetätigten Vorrichtung 48 vom Anschluss gelöst und wieder an die Antriebskette 90 gekuppelt, welche den Manipulator 94 und dieBeschickungsmaschine 44 in den Aufnahmeraum 65 befördert (Fig. 4F).
Anschliessend wird das Tor 62 geschlossen, das Tor 64 geöffnet und die Geräte werden mittels der Verschiebeeinrichtung 88 ergriffen und in den Aufzug befördert (Fig. 4G). Die
Kammer 80 ist genügend tief, um die Verschiebeeinrichtung zusammen mit dem Manipulator fassen zu können ; die defekte Beschickungsmaschine bleibt imunterenAbteildesFörderkorbes 86.. Nun wird die Beschickungsmaschine mittels einer Fernbetätigung 96 (Fig. l), welche die Kupplungsvorrichtung des Manipulators einzuziehen gestattet, ausgekuppelt. Dasselbe geschieht mit dem Manipulator, welchen die Verschiebeeinrichtung in das obere-in die Höhe der Kammer 80 gebrachte - Abteil des Förder- korbes schiebt (Fig. 4H). Darauf werden die Geräte mit dem Aufzug herausbefördert.
Nachdem die defekte Maschine herausgebracht worden ist, muss eine neue Beschickungsmaschine mit
Hilfe des Manipulators auf den Ladearm 22 gebracht werden. Dieser Vorgang, der umgekehrt zum vor- angehenden abläuft, ist in den Fig. 41-4N dargestellt. Der Förderkorb bringt in seinen zwei übereinan- derliegenden Abteilen eine neue Beschickungsmaschine 44 und den Manipulator 94 ; das Tor 64 wird geöffnet (Fig. 41). Die Verschiebeeinrichtung 88 verlässt ihre Kammer und schiebt die neue Be- schickungsmaschine 44 von der Schiene 85 auf die Schiene 68 (Fig. 4J) ; die Verschiebeeinrich- tung 88 kehrt in ihre Kammer zurück, der Förderkorb wird um die Höhe eines Abteils angehoben und die Verschiebeeinrichtung 88 schiebt den Manipulator 94 in den Aufnahmeraum 65 der Schleuse.
Die Verschiebeeinrichtung wird wieder in ihre Kammer eingefahren, das Tor 64 geschlossen und das
Tor 62 geöffnet. Die Antriebskette 90 wirdanden Manipulator 94 angekuppelt (Fig. 4K). welcher die Beschickungsmaschine 44 (ohne ansie angekuppelt zu sein) bis zur Schiene 67 und anschliessend auf die Schiene des Ladearmes 22 schiebt. Ist der Manipulator auf dieser Schiene angelangt, wird er mittels der Fernbedienung 48 angeschlossen. Nun ist er autonom, löst sich von der Antriebskette 90 und schiebt die Beschickungsmaschine 44 bis zum Anschlag 74, damit diese mittels der Fembe- dienung 48 an den Anschluss 40 angeschlossen werden kann.
Dann kehrt der Manipulator zur Schie- ne 67 zurück (Fig. 4L), wo er (nach erfolgtem Lösen des Anschlusses) wieder an die Antriebskette 90 angekuppelt wird. Diese befördert ihn in den Aufnahmeraum 65 der Schleuse und löst sich dort von ihm. Das Tor 62 wird geschlossen und das Tor 64 geöffnet und die Verschiebeeinrichtung erfasst den Manipulator (Fig. 4M), den sie auf seine Schiene 84 im Förderkorb 86 bringt und ihn dort los- lässt, damit er herausgebracht werden kann (Fig. 4N).
Fig. 5 zeigt den Ablauf der Störungsbeseitigung, wenn die Maschine über einem Kanal auf dem Lade- arm 22'verklemmt ist, beispielsweise infolge des Klemmens einer Brennstoffpatrone. Dann wird fol- gendermassen vorgegangen : Der zentrale Arm 50 wird vom Ladearm 22'gelöst, er wird mit dem
Ladearm 22 zum Fluchten gebracht, was mittels eines am zentralen Arm angebrachten Periskops ge- schieht, und der Arm 50 wird mit dem Arm 22 verbunden. Anschliessend wird der Ladearm 22 mit der Schiene 67 zum Fluchten gebracht.
Gleichzeitig bringt der Aufzug in einem der Abteile des Förderkorbes den Manipulator 94 herbei ; die beiden Tore sind geschlossen und die Verschiebeeinrichtung 88 in Ruhestellung in ihrer Kammer, wie es die Fig. 5A zeigt.
Nun wird der Manipulator auf den Ladearm 22 befördert und an seinen Anschluss angesteckt ; die dazu notwendigen Massnahmen ähneln den vorstehend beschriebenen. Der ursprünglich der Schiene 67 gegenüberliegende Ladearm 22 (Fig. 5B) wird mit dem Arm 22'zum Fluchten gebracht und der
Manipulator 94 gelangt von einem Arm auf den andern (wobei das zentrale Periskop eingezogen ist) und nähert sich der Beschickungsmaschine 44. Dank eines Spaltes, welcher im Durchgang zum Be- laden der Magazine für die Brennstoffpatronen angeordnet ist, trennt der Manipulator das Seil des Greifers
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der Beschickungsmaschine ab, um diese freizugeben.
Anschliessend wird der Kanal mit Hilfe des Manipulators verschlossen und die Beschickungsmaschine auf den Ladearm 22 gezogen (Fig. 5C), nachdem sie im Vorübergehen mittels der Fernbedienung 46 von ihrem Anschluss gelöst wurde.
Der Ladearm 22 wird von neuem auf den Tunnel ausgerichtet und die aus der defekten Beschickungsmaschine 44 und dem Manipulator 94 bestehende Einheit wird-wie vorher-zuerst mittels der Antriebskette 90 in die Schleuse (Fig. 5D) und anschliessend in den Aufzug gebracht. Die Verschiebeeinrichtung 88 setzt zuerst die Beschickungsmaschine 44 im unteren Teil des Förderkorbes ab, darauf den Manipulator im oberen Teil. Dann wird das Tor 64 wieder geschlossen (Fig. 5 E) und die Beschickungsmaschine sowie der Manipulator werden herausbefördert.
Das Einführen einer neuen Beschickungsmaschine erfolgt in gleicher Weise wie im vorherbeschriebenen Fall, wobei der Arm 22'losgelöst wird. Wie aus der Beschreibung hervorgeht, können alle diese Massnahmen entweder durch optische Einrichtungen, die im zentralen Schutzgehäuse (Periskop) und in der Peripherie der Decke des Beschickungsraumes über den Schleusen angeordnet sind, oder mittels Fernsehkameras, welche an der Verschiebeeinrichtung an der Beschickungsmaschine und gegebenenfalls am Manipulator angebracht sind, überwacht werden.
Selbstverständlich kann die beschriebene Ausführungsform in vieler Hinsicht im Rahmen der Erfindung abgewandelt werden. Insbesondere ist zu bemerken, dass die Zubringeinrichtung A zum Ein-und Ausschleu- sen auch in Verbindung mit einer Speichereinrichtung anwendbar ist, die keine fest angeordneten Lagerplätze aufweist, sondern die der im Stammpatent beschriebenen Bauart entspricht. Auch Abwandlungen der beschriebenen Vorrichtungen oder ihrer Teile, die mechanisch äquivalent sind, fallen-ungeachtet ihrer Anwendung-unter die Erfindung.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Brennstoff-Beschickungsanlage für einen gasgekühlten Kernreaktor, der einen sowohl dem Gasdruck standhaltenden als auch die biologische Abschirmung gewährleistenden Schutzmantel umfasst, in welchem eine Kammer zur Aufnahme des Reaktorkernes, welcher aus einem Moderator mit durch diesen hindurchführenden parallelen Kanälen zur Aufnahme von Brennstoffpatronen besteht, und ein Beschickungsraum angeordnet sind, wobei eine eigentliche zur Beschickung des Reaktors während des Betriebes mit Brennstoff bestimmte Beschickungsvorrichtung vorgesehen ist, welche in dem über der den Reaktorkern enthaltenden Kammer liegenden und durch eine die Strahlung absorbierende Abschirmung getrennten Be- schickungsraum angeordnet ist, wobei diese Abschirmung von verschliessbaren Zutrittsöffnungen zu den Kanälen durchbrochen ist,
die einen Austausch der in den Kanälen befindlichen verbrauchten Brennstoffpatronen durch neue, in einem Brennstoffpatronenträger enthaltenen Patronen gestatten, und weiters eine Zubringeinrichtung zum Ein-bzw. Ausbringen der Brennstoffpatronenträger in bzw. aus dem Beschickungsraum sowie eine im Inneren des Beschickungsraumes angeordnete Speicher- und Abstelleinrichtung vorgesehen sind, welch letztere eine Anzahl von Abstellplätzen für Brennstoffpatronenträger aufweist, die grosser ist als die Anzahl der gleichzeitig durch die Zubringeinrichtung transportierbaren Brennstoffpatronenträger, und schliesslich die eigentliche Beschickungseinrichtung zum Aufnehmen oder Absetzen der Brennstoffpatronenträger auf einen der Abstellplätze der Speicher- und Abstelleinrichtung eingerichtet ist, nach Pa-
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bekannten, durch den Schutzmantel (12)
des Reaktors hindurchgeführten und mit einer Schleuse (62,64, 65) versehenen Tunnel (58) angeordnet ist, welcher Tunnel (58) mit Laufbahnen (66,67, 68) versehen ist, die mit einem einstellbaren Ladearm (22) der eigentlichen Beschickungseinrichtung (C) zusammenspielen, dergestalt, dass eine Beschickungsmaschine (44) zwischen dem Ladearm (22) und der Schleuse (62,64, 65) sich bewegen und Magazine (54) für Brennstoffpatronen zwischen der Speichereinrichtung (B) und der Schleuse transportieren kann, und dass weitere, mit den erstgenannten Laufbahnen (66,67, 68) fluchtende Laufbahnen (72,82, 84) für die Bewegung einer Verschiebeeinrichtung (88) für die Brennstoffpatronenmagazine zwischen dem dem Beschickungsraum (18) gegenüberliegenden Ende (80) des Tunnels (58) und der Schleuse (62,64, 65) vorgesehen sind.