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Christbaumkugel
Die Erfindung betrifft eine Christbaumkugel, die aus zwei innen metallisierten und Kante an Kante aneinanderstossenden Kunststoff-Halbkugelschalen von im Verhältnis zum Durchmesser sehr geringer
Wandstärke besteht.
Obwohl derartigeChristbaumkugeln gegenüber den früher üblichen Glaskugeln den Vorteil der Unzer- brechlichkeit haben, weisen sie den Nachteil auf, dass sie zu leicht verformt und von aussen eingedrückt werden konnen, was sowohl beim Transport derartiger Kugeln als auch im Gebrauch dieser Kugeln besondere Vorsichtsmassnahmen erfordert. Die dünnen Kunststoff-Halbkugelschalen derartiger Christbaumkugeln weisen keinerlei Widerstand gegen Eindrückungen und Einbeulungen unter dem Einfluss selbst geringer äusserer Drücke auf.
Kunststoff-Christbaumkugeln, die aus zwei dickwandigen Halbkugelschalen gebildet sind, haben den Nachteil, dass sie schwer sind und dass wegen der infolge der Dicke der Wandstärke der Halbkugelschalen auftretenden störenden Reflexe auch ihre äusseren Farbwirkungen nicht so brillant sind wie diejenigen dünnwandiger Christbaumkugeln.
Die beschriebenen Nachteile werden bei der Christbaumkugel gemäss der Erfindung durch eine die Formhaltung der dünnwandigen Halbkugelschalen sichernde Stützschale aus relativ festem Kunststoff, deren Aussenwand der Innenform der Halbkugelschalen genau angepasst ist, vermieden.
Innere Stützkörper bei dünnwandigen Christbaumkugeln sind an sich bekannt. Diese bekannten Christbaumkugeln bestehen aus einem einstückigen porösen Kunststoffkörper, wobei die dünne Umhüllung aus einem Lack besteht. Damit lassen sich aber die oben beschriebenen Nachteile nicht vermeiden. Diese Kugeln weisen weder ein den Glaskugeln auch nur ähnlich brillantes Aussehen hinsichtlich der Farbwirkung auf noch befriedigen sie hinsichtlich ihres Gewichtes.
Die Erfindung wird nunmehr an Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im einzelnen beschrieben. Die Fig. l und 2 der Zeichnungen zeigen Diametralschnitte durch verschiedene Ausführungsformen von Christbaumkugeln gemäss der Erfindung.
Die in den Zeichnungen dargestellten Christbaumkugeln sind aus jeweils zwei Kunststoff-Halbkugelschalen 1 und 2 gebildet, deren Wandstärke im Vergleich zu ihrem Durchmesser sehr gering ist und beispielsweise einige Zehntel Millimeter betragen kann. Als Werkstoff kann beispielsweise Polyvinylchlorid in Form farbig metallisierter Folien Anwendung finden. Die beiden Halbkugelschalen 1 und2 sind zweckmässig an ihren Innenseiten metallisiert und stossen Kante an Kante mit Stossflanschen 11 und 2'aneinander, wie dies bei 3 angedeutet ist. Die Stossebene kann vorzugsweise vertikal liegen.
Bei der in Fig. l der Zeichnungen gezeigten Ausführungsform der Erfindung ist oben an den aus fabrikatorischen Gründen notwendigen Stossflanschen l'und 2'der beiden Kunststoff-Halbkugelschalen 1 und 2 eine Befestigungsöse 4 gebildet, an welcher ein Aufhängedraht zum Aufhängen der Christbaumkugel befestigt werden kann.
Die in Fig. 1 der Zeichnungen dargestellte Ausführungsform der Eifindung weist einen inneren Stützkörper auf, der durch zwei Halbkugelschalen 6 und 7 gebildet wird. Diese beiden Halbkugelschalen
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bestehen aus einem relativ festen Kunststoff und sichern die Formhaltung der dünnwandigen äusseren Kunststoff-Halbkugelschalen 1 und 2.
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sind längs einer geneigten Stossebene aneinandergefügt, so dass das Musikwerk 8 möglichst nahe dem Schwerpunkt der Anordnung untergebracht werden kann, durch welchen die Aufzugschnur 12 geführt werden soll. Durch die geneigte Anordnung der Stossebene der beiden Stütz-Halbkugelschalen ist es auch möglich, das Musikwerk in der Kugelmitte anzuordnen.
Dadurch ist es wieder möglich, in der Stossebene der beiden Stütz-Halbkugelschalen eine Membran 20 anzuordnen, die einerseits als Halterung für das Musikwerk 8 und anderseits als Resonanzboden desselben dient. Diese Membran kann beispielsweise die Form einer Holzplatte oder einer Kunststoffplatte haben.
Zur Aufhängung der Christbaumkugel beispielsweise am Zweig eines Christbaumes kann ein an der Aufzugschnur 12 befestigter Aufzughaken dienen. Die Aufzugschnur 12 ist in an sich bekannter Weise um eine Schnurrolle 13 gewickelt, die ihrerseits auf dem Federzapfen der in einem Federgehäuse 14 untergebrachten Aufzugfeder des Musikwerkes befestigt ist. Zwischen dem Musikwerk 8 und der äusseren, dünnwandigen Halbkugelschale 1 ist an derjenigen Stelle, an welcher die Aufzugschnur 12 nach aussen geführt ist, ein Stützelement 15 angeordnet. Dieses Stützelement U weist einen hülsenförmigen Teil 17 auf, der als Führung für die Aufzugschnur 12 dient. Weiters weist das Stützelement 15 einen Stützflansch 161 auf, der auf der Aussenfläche der dünnwandigen äusseren Halbkugelschale 1 aufliegt.
Soll das Musikwerk 8 aufgezogen werden, so nimmt man die Christbaumkugel in die eine Hand und zieht mit der andern Hand die Aufzugschnur 12 von der Schnurrolle 13 ab und versetzt diese in Drehung, wodurch die Aufzugfeder des Musikwerkes aufgezogen wird. Die durch das Musikwerk ausgeübte Zugkraft überträgt sich zunächst auf die beiden inneren Stützkugelschalen und von da auf die Innenfläche der äusseren, dünnwandigen Halbkugelschale 1. Während das Musikwerk sodann abläuft, wickelt sich die Aufzugschnur wieder auf die Schnurrolle 13 so lange auf, bis der Aufhängehaken an der Aussenfläche der dünnen äusseren Halbkugelschale 1 anliegt. Sobald der Aufhängehaken diese Aussenfläche berührt, spannt sich die Aufzugschnur und das Musikwerk bleibt stehen.
Die noch verbleibende Federkraft versucht, die Schnur und den Aufzughaken weiter in die Kugel hineinzuziehen, was jedoch wegen der Anlage des Aufzughakens an der Kugelaussenfläche nicht möglich ist. Infolge des Vor- handenseins des Stützelementes 15, welches dieser restlichen Federkraft entgegenwirkt, kann sich die Christbaumkugel auf Grund der lange anhaltenden Wirkung dieser Kraft nicht verformen. Ausserdem kann der an der Kugelaussenfläche anliegende Aufhängehaken die dünne äussere Halbkugelschale 1 auch nicht einbeulen, da der Stützflansch 16 und derhülsenförmige Teil 17 des Stützelementes 15 die von dem Aufzughaken ausgeübte Kraft vollständig aufnehmen.
Es kann natürlich auch der Aufhängehaken unmittelbar an der oberen dünnen äusseren Halbkugelschale befestigt und die Aufzugschnur durch die untere dünne äussere Halbkugelschale hindurchgeführt werden, so dass sie aus dieser senkrecht nach unten heraushängt. Am freien Ende der Aufzugschnur kann ein Kugelgriff befestigt sein. Das Aufziehen der Aufzugfeder des Musikwerkes erfolgt in diesem Falle in der Weise, dass man die Christbaumkugel entweder am Aufhängehaken ergreift oder die Kugel unmittelbar in die Hand nimmt und die Aufzugschnur mit Hilfe des Griffes aus der Kugel herauszieht. In diesem Falle kann ein Stützelement in der unteren dünnwandigen äusseren Halbkugelschale an der Stelle angeordnet werden, an welcher die Aufzugschnur nach aussen geführt ist.
Das Stützelement dient auch hier wieder dazu, eine Eindrückung der dünnwandigen äusseren Halbkugelschale durch den Griff beim Aufrollen der Aufzugschnur auf die Schnurrolle zu verhindern und die ausgeübten Zugkräfte aufzunehmen.
Weiters ist es aber auch möglich, das Musikwerk so anzuordnen, dass der Aufzugzapfen durch die beiden Kunststoffschalen nach aussen geführt ist. In diesem Falle ist es vorteilhaft, in der inneren Kunststoff-Stützschale eine Hülse für die Führung des Aufzugzapfens des Musikwerkes vorzusehen. Der Aufhängehaken ist am Aufzugzapfen befestigt. Soll das Musikwerk aufgezogen werden, so nimmt man die Christbaumkugel in die Hand und dreht am Aufzughaken wie an dem sonst üblichen Aufzugschlüssel. Wird der Aufhängehaken beispielsweise am Zweig eines Christbaumes aufgehängt, so dreht sich die Christbaumkugel, während das Musikwerk abläuft, um den Aufzugzapfen.
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Gemäss einer in den Zeichnungen nicht dargestellten abgewandelten Ausführungsform der erfindungs- gemässen Christbaumkugel kann eine der beiden dünnwandigen äusseren Kunststoffhalbschalen durchsichtig sein und im Inneren der Kugel ein Ziergegenstand angeordnet sein. In diesem Falle ist die innere Kunststoff-Stützschale der Christbaumkugel ebenfalls aus durchsichtigem Werkstoff.
Wesentlich bei allen Ausführungsformen gemäss der Erfindung ist, dass die innere Kugelschale einen
Stützkörper für die beiden äusseren dünnwandigen Halbkugelschalen darstellt, dessen Aussenwandung sich eng an die Innenflächen der äusseren dünnwandigen Halbkugelschalen anschmiegt. Durch den Stützkörper wird also die Formhaltung der Kugel sichergestellt und ausserdem verhindert, dass die Kugel bei äusserem Druck oderbei äusseren Stössen durch EindrUckungen oder Einbeulungen beschädigt wird. In Verbindung mit einem im Inneren der Kugel angeordneten Musikwerk kann der durch die innere aus einem nicht porösen Kunststoff bestehende Stützschale umschlossene Raum mit Bezug auf das Musikwerk einen Resonanzraum bilden.
Die Christbaumkugel nach der Erfindung hat, da sie äusseren Stössen und Drücken standhält, gegen- über bekannten Ausführungsformen auch noch den Vorteil, dass für den Transport der Kugeln teures Verpackungsmaterial eingespart werden kann.
An Stelle der beiden beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung vorgesehenen Stossflanschen 11 und 2'können auch äussere, dünnwandige Halbkugelschalen 1 und 2 vorgesehen sein, die keine Aussenflanschen aufweisen und mittels eines äusseren Deckbandes oder Deckringesstumpf aneinanderstossen.
Dabei kann das Deckband oder der Deckring wieder entweder aus durchsichtigem Material oder aus undurchsichtigem Material bestehen. Die beiden äusseren, dünnwandigen Halbkugelschalen können sich auch an den Rändern gegenseitig überlappen, in welchem Falle beispielsweise die gegenseitige Verbindung dieser Ränder durch Klebung hergestellt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Christbaumkugel, die aus zwei innen metallisierten und Kante an Kante aneinanderstossenden Kunststoff-Halbkugelschalen von im Verhältnis zum Durchmesser sehr geringer Wandstärke besteht, ge- kennzeichnet durch eine die Formhaltung der dünnwandigen Halbkugelschalen (1, 2) sichernde Stützschale (6, 7 6 6', 7') aus relativ festem Kunststoff, deren Aussenwand der Innenform der Halbkugelschalen (1, 2) genau angepasst ist.