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Erntemaschine für Mohnköpfe
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geschnittenen Mohnkapseln mit längeren Stengeln sollen dann auf einen Anschlag auf die abgerundeten
Fingerfallen und durch den zweiten Schnitt am Ende des Mähwerkes sollen die Stengel auf die richtige
Länge zugeschnitten werden. Die mangelhafte Wirkungsweise dieser Vorrichtung beruht darin, dass die
Mohnköpfe nicht auf die abgerundeten Finger herabfallen, was durch die hohe Lage des Schwerpunktes i und durch Reibung verursacht ist, wobei'beim zweiten Schnitt die Stengel nicht genügend festgehalten werden, was alles eine unrichtige Stengellänge zur Folge hat.
. Ferner ist eine Einrichtung zur Abtrennung von Mohnköpfen bekannt, bestehend aus einem System von der Höhe nach verschieden abgestuften und freitragend auf dem Maschinenrahmen befestigten Lat- ten, die gegebenenfalls durch Messer vervollständigt sind, und unter diesem System befinden sich zur
Fahrtrichtung senkrechte Walzen oder Gummibänder, die die Pflanzen im Augenblick ihresDurchtrittes durch das Lattensystem am Boden halten, wobei es zum Abweichen der Mohnkapseln von der Stengelach- se und zu deren Abbrechen kommt.
Diese Anordnung ist unzulänglich aus dem Grunde, dass die Pflanzen durch die Walzen oder Bänder beschädigt und zerdrückt werden können, wobei eine genügende, zum Abbrechen der Mohnköpfe erfor- derlicheGeschwindigkeit beimDurchtritt der Pflanzen durch das Lattensystem nicht gewährleistet wird.
Eine weitere bekannte Einrichtung zur Abtrennung von Mohnkapseln weist Arbeitssysteme auf, von denen jedes eine untere und eine obere sich drehende Schraube aufweist, neben welcher eine Abbrech- leiste angebracht ist und gegen die untere Schraube an der Stelle, wo die Schraubengänge in die zy- lindrische Fläche übergehen, mittels einer Feder eine Presswalze angedrückt wird. Die in die Schrau- bennuten eintretenden Pflanzen gelangen am Ende der unteren Schraube zwischen zwei zylindrische
Flächen, treten durch den Spalt zwischen der oberen Schraube und der Abbrechleiste hindurch, wodurch die Mohnkapseln abgebrochen werden.
Dieses System ist dadurch unvorteilhaft, dass jede Einheit drei bis vier Wellen mit Schrauben und
Walzen von beträchtlichen Ausmassen aufweist, was die Einrichtung ziemlich kompliziert gestaltet.
Die erfindungsgemässe Mohnkapsel-Erntemaschine bezweckt, die wesentlichen Nachteile der be- kannten Einrichtungen zu beseitigen.
Bei einer einleitend beschriebenen Erntemaschine für Mohnköpfe bildet erfindungsgemäss die in einer vertikalen Ebene umlaufende Kette eine dreiseitige, zwischen zwei Seitenwänden mit gekrümmten An- laufstücken angeordnete, das Emtegut zwischen den Sammelleisten den Einzugsschrauben zuführende
Haspel und die vorderen Enden der Anlaufstücke der Sammelleisten und Seitenwände sind unterhalb der
Einzugsschrauben angeordnet, wobei die Anlaufstücke Einzugskanäle zur Führung des Erntegutes zu den
Sammelleisten bilden. Die Latten der Haspel sind mit Fingern versehen, die in die Zwischenräume der
Sammelleisten mit gekrümmten Anlaufstücken eingreifen. Die Sammelleisten bilden die Kanten eines
Tisches, dessen vorderer Rand eine aufragende Kante mit federnden Klappen zum Verhindern des Rück-' laufes der Mohnköpfe aufweist.
Zur einfacheren Ausbildung der Maschine kann die Oberfläche einer von paarweise angeordneten
Einzugsschrauben zum Teil oder ganz glatt gearbeitet sein oder eine Einzugsschraube kann durch eine profilierte, neben der Einzugsschraube befestigte Leiste ersetzt sein, wobei an den Enden der Einzug- schrauben, vorzugsweise eine Abschneidevorrichtung für die Mohnköpfe befestigt ist.
Die Ausbildung der Abschneidevorrichtung kann, wie später beschrieben, verschieden ausgeführt sein.
Bei Verwendung von paarweise angeordneten Einzugsschrauben ist für diese ein gemeinsamer Kettenantrieb vorgesehen, deren Kette ein mit der ersten Schraube verbundenes Kettenrad oben und ein mit der zweiten Schraube verbundenes Kettenrad unten umspannt.
Zum Öffnen der Mohnköpfe ist zweckmässig an die Einzugsschrauben eine drehbare Zubringer und
Messer aufweisende Aufschneideeinrichtung angeschlossen. Über dem Ende des Tisches kann zum Zubringen der Mohnköpfe zur Abtrennvorrichtung bzw. Aufschneideeinrichtung eine Hilfshaspel mit federnden Latten befestigt sein.
Unter der Einzugsschraube ist eine mit einem Anlaufstück der Seitenwände verbundene Zugstange angeordnet, die mit einem die Stengel der Mohnköpfe durchschneidenden Mähbalken versehen ist.
Für einen pneumatischen Abtransport der abgeschnittenen Mohnköpfe ist auf einem hohlen Träger des Maschinenrahmens ein Ventilator befestigt und die mit dem hohlen Träger verbundenen Sammelleisten sind hohl ausgebildet, die nach oben gerichtete Öffnungen oder Schlitze zum Austritt des Ventilatorstromes aufweisen, von denen einige über der Abschneidevorrichtung münden, über der eine. die abgeschnittenen, vom Luftstrom beförderten Mohnkapseln aufnehmende Rohrleitung befestigt ist, die durch ein drehbares Kniestück mit dem über einem Sammelkasten angebrachten, die Mohnkapseln von Ver-
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tenräder 27 arbeiten mit Ketten 26 zusammen, die mit zur Beförderung der Mohnkapseln dienenden
Stäben versehen sind.
Bei der Bauart der Maschine, bei welcher die Beförderung der Mohnköpfe auf pneumatischem Wege bewerkstelligt wird, ist über den Sammelleisten 2 eine Rohrleitung 14 mit einem drehbaren Kniestück 15 und mit einem die Mohnköpfe von Verunreinigungen trennenden Ableitgefäss 16 angeord- net. Die Mohnkapseln werden in einen Vorratsbehälter 17 befördert, der entweder auf einem Träger
18 oder unmittelbar am Maschinenrahmen 1 hinter dem Ende der Sammelleisten 2 angeordnet ist.
Die Befestigung der Maschine am Träger 18 bewerkstelligt z. B. ein quer gelagerter Viergelenkme- chanismus 20, der hydraulisch betätigt wird.
Die ganze Maschine kann als angebaute, aufgesattelt oder angehängte Maschine ausgestaltet wer- den oder, falls erforderlich, als Ansatzstück auf ein universales Fahrgestell oder auf eine bestehende Ma- schine in einer an sich bekannten Weise aufgesetzt werden. Gegen Beschädigung bei einem unbeabsich- tigten Auffallen auf den Boden kann die Maschine durch eine am Maschinenrahmen 1 befestigte Gleit- schiene 21 geschützt werden.
Unter den Sammelleisten 2 sind Paare von Einziehschrauben 7 angeordnet, die aus Metall,
Kunstmasse bzw. Gummi bestehen und ein rechts- bzw. linksgängiges Gewinde aufweisen, wobei eine der Schrauben abgefedert sein kann, um einer Beschädigung beim eventuellen Eindringen eines Fremd- körpers vorzubeugen. Die Ebene der Schrauben 7 kann gegenüber der Ebene der Sammelleisten 2 geneigt sein, die Schrauben können verschiedene Arten von mehrgängigen Gewinden aufweisen, können ausserdem noch mit Längsnuten versehen sein und an deren konischem Teil kann das Gewinde ein ande- res Profil und eine andere Steigung aufweisen.
Die Schraubennuten können, falls erforderlich, auch durch gewundene Stäbe gebildet werden. Bei einem Schraubenpaar kann eine Schraube 22 (Fig. 4, 5) durch eine solche ersetzt werden, die das Ge- winde lediglich an ihrem konischen Teil aufweist und sonst eine glatte Oberfläche besitzt. In einer wei- teren Alternative kann eine Schraube 7 durch eine in die Sammelleiste 2 übergehende Profilleiste
39 ersetzt werden (Fig. 11).
Das Abtrennen der Mohnköpfe erfolgt entweder durch einen oberhalb der Enden der Schrauben 7 vorgesehenen Mähbalken 8 oder sind am Ende der zylindrischen Schraubenkörper 7,22 ineinander greifende Längsklauen 23 befestigt (Fig. 4 und 5).
Zu diesem Zweck kann am Ende der Schraube 7 (Fig. 11 und 12) auch freitragend ein Messer 38 befestigt sein, das bei der Drehung mit einem mit einer Profilleiste 39 verbundenen, festen Messer 40 zusammenwirkt, und durch einen Ausschnitt in einer Haube 42 hindurchtritt.
Eine andere Ausführungsform der Einziehschrauben 29 ist in Fig. 6, 7, 8 dargestellt. Die Tiefe der
Schraubennuten ist wesentlich grösser, die Schraubengänge bestehen z. B. aus einem aufgewundenen Strei- fen oder sind aus elastischem Material, z. B. Gummi, hergestellt. In der dargestellten Ausführungsform greifen die Schraubengänge zweier Schrauben 29 ineinander, es besteht jedoch die Möglichkeit, nur eine einzige Schraube mit einer Profilleiste 39 bzw. mit zwei Leisten, dieneben den Schrauben 29 befestigt sind, zu verwenden.
Die Schrauben 29 weisen am Anfang eine grössere Steigung auf, die sich weiter verringert, können freitragend gelagert sein und ihr Ende ist konisch verjüngt. Unter den Schrauben 29 kann ein, entspre- chend dem Halbmesser der Schrauben 29, gekrümmtes festes Messer 30 angebracht sein. Der Rand der Schraubengänge ist an der Befestigungsstelle des Messers 30 mit Klauen versehen, die zur Ent- fernung der Verzweigungen der Pflanzen dienen, gegebenenfalls kann das Messer 30 durch einen Mäh- balken ersetzt werden. Die Abtrennung der Mohnköpfe erfolgt entweder durch den Mähbalken 8 oder durch, ein auf dem letzten Schraubengewinde befestigtes und durch einen Schlitz 31 hindurchtreten- des Messer 38 (Fig. 6).
Das Abräumen der abgetrennten Mohnkapseln besorgt eine mit elastischen Latten 32 versehene
Haspel. Bei der Verwendung einer Vollerntemaschine sind auf der Welle der Schrauben 29 Zubrin- ger 33 (Fig. 6, 9) mit abgerundeten Fingern befestigt. Die einzelnen Zubringer 33 sind auf der Wel- le versetzt angeordnet und in die Zwischenräume greifen Scheibenmesser 34 mit glatten oder ge- zahnten Schneiden ein, die jedoch auch durch feststehende Messer ersetzt werden können. Die Zwischen- räume zwischen den Messern 34 werden derart gewählt, dass jede Mohnkapsel mindestens in zwei Tei- le zerschnitten wird. Die Mohnkapseln werden dann durch einen quer gestellten Schneckenförderer 35 der weiteren Verarbeitung zugeführt.
In einer weiteren Ausführungsform bestehen die Einzieh- und Abtrennorgane aus Paaren von gegen- läufigen Wellen mit Längsleisten, welche unter Beibehaltung des erforderlichen Spielraumes ineinander
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greifen. Der Eintritt der Pflanzen zwischen diese Leisten wird dadurch erleichtert, dass ein Teil der Leisten kürzer als die übrigen ist, so dass bei der Drehung die Pflanzen jeweils während einer bestimmten Zeit einen freien Zutritt haben und erst bei der weiteren Drehung erfasst werden. Der Eintritt der Pflanzen ist daher intermittierend. Diese Eintrittsweise der Pflanzen kann auch bei den Schrauben 7,22, 29 verwendet werden, die in diesem Falle derart angepasst sind, dass ein Teil ihrer Oberfläche abgeflacht ist.
Ein verlässlicher Eintritt der Pflanzen in die Maschine wird auch durch genügend dicht angeordnete Zubringeorgane 9 (Fig. l) und 36 (Fig. 6) sowie Anlaufstücke 41 (Fig. 11) erzielt, welche den Anfangsteil der Schrauben 7,22, 29 mit dem Anlaufstück 4 bzw. 5 verbinden.
Aus dem Ob angeführten ist ersichtlich, dass auf Grund der angeführten Ausführungsbeispiele weitere Abänderungen durch Kombination der angeführten Beispiele oder durch Anwendung weiterer im Maschinenbau verwendeter bekannter Elemente verwirklicht werden können. So kann z. B. das Abtrennen der Mohnkapseln bei einem Schraubenpaar derart erfolgen, dass ein Teil der Schraubenoberfläche durchzylindrische Klemmflächen gebildet ist, auf welche ineinandergreifende Längsklauen folgen.
Ferner ist es klar, dass die Maschine nur manche der angeführten Elemente aufzuweisen braucht. Bei gleichmässigen Pflanzenbeständen mit einer geringen Anzahl von Verzweigungen können z. B. in der Aus- führung gemäss Fig. 13 die Einziehorgane 45, ebenso wie in der Ausführungsform gemäss Fig. 15 die Ein- ziehschrauben 7 weggelassen werden und die Abtrennung der Mohnkapseln erfolgt dann mit Hilfe des
Mähbalkens 8.
Der Antrieb aller Teile der Maschine erfolgt in üblicher Weise durch Ketten, Zahnräder, Keilrie- men, durch einen hydraulischen Motor oder durch Kombination dieser Antriebsmittel. Der Antrieb der
Einziehorgane kann vorzugsweise mittels einer Kette 19 oder eines Riemens bewerkstelligt werden, der abwechselnd die auf den Wellen der Einziehorgane befestigten Kettenräder umschlingt. Ein solcher
Antrieb ermöglicht die Einstellung der Schrauben und stellt keine hohen Ansprüche an die Starrheit des
Rahmens. Die Schrauben sind derart gegeneinander versetzt, dass die Abtrennung der Pflanzen nicht gleichzeitig bei allen Schrauben verläuft.
Die erfindungsgemässe Einrichtung arbeitet folgendermassen : Die Höhe der Maschine über dem Boden wird je nach der Höhe des Pflanzenbestandes derart kontinuierlich eingestellt, dass die Anlaufstücke 4 und 5 sich unterhalb der Verzweigung der Pflanzen befinden, so dass in die Maschine die ganze Pflanze eintritt ; die tiefst liegenden Mohnkapseln müssen sich über der Ebene der Sammelleisten 2 befinden.
Dabei wird die Maschine durch die Gleitschiene 21 gegen Beschädigung geschützt. Die Pflanzen wer- den durch die Zubringeorgane 9,36 oder durch die Spirale 28 der Maschine zugeführt und etwa beim Eintritt in die Sammelleisten 2 steckengebliebene Mohnkapseln werden durch die Finger 37 (Fig. 15) weitergeschoben.
Die gebogenen Zubringeorgane 9 unterstützen das richtige Einbringen der Pflanzen in die Zwischenräume zwischen den Sammelleisten 2, die die Pflanzen in die Paare der gegenläufigen Schrauben 7,22, 29 führen. Der Eintritt der Pflanzen wird durch das konische Anlaufstück und die veränderliche Steigung des Gewindes am konischen Teil der Schrauben 7,22, 29 erleichtert. Die Stengel werden festgeklemmt, abwärts gezogen und gleichzeitig zur Schneidevorrichtung vorwärts geschoben. Die Zweige und Äste der Pflanzen werden durch Zerdrücken der Stengel zwischen den Schrauben 7,22 beseitigt.
In der Ausführung gemäss den Fig. 6-8, wo Schrauben 29 verwendet werden, deren Zugkraft nicht so gross ist, werden die Zweige und Äste mit Hilfe des festen Messers 30 und der am Gewinde der Schrauben 29 vorgesehenen Verzahnung (Fig. 8) entfernt ; in einer abgeänderten Ausführungsform können die Stengel durch einen an Stelle des festen Messers 30 angeordneten Mähbalken abgeschnitten werden.
Bei der Ausführung der Maschine gemäss den Fig. 13 und 15 ist das Einziehen der Pflanzen mit den Mobnköpfen bis zu einem Anschlag durch eine geeignete Einstellung der Sammelleisten 2 gegenüber den am Feld stehenden Pflanzen durchgeführt. Die Pflanzen werden samt den Wurzeln aus dem Boden gerissen oder abgebrochen bzw. werden sie durch den Mähbalken 44 gemäht und teilweise fallen sie durch ihr Eigengewicht hindurch. Der Mähbalken 44 ist durch die Zugstange 43 mit dem Anlaufstück 5 verbunden, so dass alle in die Maschine eintretenden Pflanzen abgemäht werden.
Die gelenkige und verschiebbare Verbindung ermöglicht eine Höhenverstellung der Maschine über dem Boden. Alle Pflanzen werden so weit in die Maschine hineingezogen, bis die Mohnköpfe auf einen Anschlag auftreffen. Dies wird durch die Einziehschrauben 7 oder Einziehorgane 45 bewerkstelligt, die nach dem erfolgten Einziehen die Mohnkapsel abtrennen (s. auch Fig. 14).
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DiesesnachträglicheEinziehenistbeigleichmässigen Pflanzenbeständen nicht erforderlich und in die- sem Falle kann die Maschine auch ohne diese Organe ausgeführt sein, wobei dann die Mohnköpfe durch die Schwingbewegung des Mähbalkens 8 abgetrennt werden. Die Abtrennung der Mohnköpfe mittels der Längsklauen 23 (Fig. 4 und 5) erfolgt ähnlich wie bei den Einziehorganen 45. Die Stengel wer- den den Klauen 23 zugeführt, worauf der Mohnkopf gegebenenfalls nachträglich bis zum Anschlag an den Sammelleisten 2 hineingezogen wird. Der Stengel wird gebrochen, teilweise angeschnitten und schliesslich durch kombinierte Zug-und Schwerwirkung abgetrennt.
Die Abtrennung der Mohnköpfe mittels des freitragenden Messers 38 (Fig. 11 und 12) erfolgt bei dessen Durchgang durch den Ausschnitt 31 oder wenn sich das Messer 38 an dem an der Profilleiste
39 befestigten festen Messer 40 vorbeibewegt. Um das Aufwickeln der Pflanzen auf das freitragende
Messer zu verhüten, tritt das Messer während seiner weiteren Bewegung durch einen Ausschnitt in der Haube 42 hindurch.
Die Reinigung der Mohnkapseln durch Entfernung verschiedener Beimengungen besorgt ein Luftstrom, der von einem Ventilator 13 in dem Maschinenrahmen 1 geliefert wird und aus den in den Sam- melleisten 2 vorgesehenen Öffnungen austritt. Der aus den Öffnungen oberhalb der Abtrennvorrichtung austretende Luftstrom befördert die abgeschnittenen Mohnkapseln in die Rohrleitung 14 durch das drehbare Kniestück 15 in das Ableitgefäss 16, von wo die Mohnkapseln in den Vorratsbehälter 17 herabfallen, während die Verunreinigungen aufwärts getragen werden. Nötigenfalls wird das drehbare Kniestück 15 geschwenkt und die Mohnköpfe werden unmittelbar in ein neben oder hinter der Maschine fahrendes Fahrzeug befördert.
Bei einer Ausführungsform gemäss den Fig. 4 und 5 werden die Mohnköpfe in der Weise transportiert, dass die Spirale 28 die abgetrennten Mohnköpfe durch Öffnungen im Kettenrad 27 in das Gehäuse 24 des Förderers einbringt, dessen Ketten 26 und Latten 25 die Mohnköpfe in den Vorratsbe- hälter 17 entleeren oder einer Absackvorrichtung zuführen.
Bei der Ausführung gemäss den Fig. 6 und 7 werden die Mohnköpfe nach dem Abschneiden durch elastiche Latten 32 weggeschoben und durch Zubringer 33 den fesienodertellerförmigen Messern 34 zugeführt, die sie unter möglichst geringer Beschädigung der Mohnhülse öffnen, worauf der Mohn sowie die Mohnhülse durch den Schneckenförderer 35 in eine Sortiervorrichtung befördert werden, wo der Mohn von den Mohnhülsen abgeschieden wird. Die Sortiervorrichtung ist in den Zeichnungen nicht dargestellt.
Praktische Versuche mit der erfindungsgemässen Einrichtung haben bewiesen, dass die vorbestimmte Stengellänge eingehalten wird und dass die Maschine auch mit stark verzweigten Pflanzen zufriedenstellen arbeitet. Die Maschine kann auf verschiedene Weise gebaut sein, z. B. als selbständige, ange- baute, aufgesattelt oder angehängte Einheit, oder als Anbauansatz auf eine bestehende Maschine. Es ist selbstverständlich, dass die beschriebenen Ausführungsformen den Rahmen des Erfindungsgedankens in kei- ner Weise einschränken.
Die Verwendung der erfindungsgemässen Maschine bringt eine wesentliche Erhöhung der Arbeitsproduktivität, Verringerung von Ernteverlusten, dient zur Gewinnung von hochwertigem Mohn für die Nahrungsmittelindustrie sowie von Mohnhülsen für die pharmazeutische Industrie.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Erntemaschine für Mohnköpfe, die mindestens eine angetriebene Einzugsschraube aufweist, die
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oder mehrgängigund eine Kette mit Latten angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die in einer vertika- len Ebene umlaufende Kette (10) eine dreiseitige, zwischen zwei Seitenwänden (6) mit gekrümmten Anlaufstücken (5) angeordnete, das Emtegut zwischen den Sammelleisten (2) den Einzugsschrauben (7, 22, 29) zuführende Haspel bildet, und dass die vorderen Enden der Anlaufstücke (4,5) der Sammelleisten (2) und Seitenwände (6) unterhalb der Einzugsschrauben (7) angeordnet sind, wobei die Anlaufstücke (4, 5) Einzugskanäle zur Führung des Erntegutes zu den Sammelleisten (2) bilden.
2. Erntemaschine nach Anspruchl, dadurch gekennzeichnet, dass die Latten (9 bzw, 36, Fig. l, 6,16) der Haspel mit Fingern (37) versehen sind, die in die Zwischenräume der Sammelleisten (2) mit gekrümmten Anlaufstücken (4) eingreifen und dass die Sammelleisten (2) die Kanten eines Tisches (3) bilden, dessen vorderer Rand eine aufragende Kante (12) mit federnden Klappen zum Verhindern des Rücklaufes der Mohnköpfe aufweist.