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Vorrichtung zum Entladen und Entstauben von Filmstreifen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtdng zum Entladen und Entstauben von Filmstreifen, bestehend aus einer Kammer mit Filmführungsschlitzen und einem Bürstenpaar, zwischen dem die Filmstreifen zwecks Entstaubung hindurchführbar sind sowie einem Raum zur Aufnahme von Wasser.
Bekanntlich müssen Filmstreifen vor dem Einlegen in Kopier- oder Projektionsgeräte gereinigt werden, um zu vermeiden, dass auf dem Film abgelagerte Staubteilchen, Fasern u. dgl. mit abgebildet werden und in störender Weise auf der angefertigten Kopie oder auf dem projizierten Bild erscheinen.
Die Entstaubung der Filme geschah bisher mittels Bürsten, was jedoch häufig nicht zu befriedigenden Ergebnissen führte, da Staubpartikel, die in der Luft schweben, vom Film infolge seiner elektrischen Aufladung immer wieder von neuem abgezogen wurden und sich auf ihm absetzen. Man hat deshalb bereits erkannt, dass es notwendig ist, den Film bei der Entstaubung auch elektrisch zu entladen, und zu diesem Zweck die Reinigungsbürsten, Pinsel u. dgl. mit radioaktiven Stoffen kombiniert, deren Strahlung eine Entladung des Filmes bewirkt. Mit radioaktiven Stoffen versehene Bürsten oder Pinsel sind jedoch sehr teuer. Auf Grund der bekannten Gefahren, die mit radioaktiven Stoffen für den Benutzer verbunden sind, bedarf es darüber hinaus besonderer Vorsichtsmassregeln.
Weiter ist bekannt, zur Entladung bzw. Entstaubung Filmstreifen durch ein Flüssigkeitsbad zu führen und anschliessend durch eine rotierende Filzscheibe abzubürsten. Das hat jedoch den Nachteil, dass die Gelatineschicht bei dem Benetzen mit Wasser oberflächlich aufweicht und Staubteilchen festkleben können. Ausserdem ist die Schichtseite eines Filmes im nassen Zustand besonders empfindlich für Kratzer,
Ausserdem ist bekannt, zur Vermeidung des Austrocknens und Verstaubens von Kinofilmen künstlich befeuchtete Luft am Bildfenster des Kinoprojektors auf den Film aufzublasen. Die Anfeuchtung geschieht dabei, indem Druckluft durch die Wasserfüllung eines Kessels unterhalb des Wasserspiegels eingeleitet und oberhalb des Wasserspiegels abgeleitet wird. Für diese Art der Luftbefeuchtung sind verhältnismässig hohe Drücke und ein gewisser apparativer Aufwand erforderlich.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass oberhalb des für die Aufnahme des Wassers bestimmten Raumes Führungsbügel angeordnet sind, die ein Eintauchen des Filmes in den für das Wasser bestimmten Raum verhindern. Dadurch wird einerseits eine direkte Befeuchtung des Filmes vermieden, anderseits werden durch die hohe Luftfeuchtigkeit auch im Bereich des Bürstenpaares elektrostatische Aufladungen des Filmes beseitigt bzw. deren Entstehen verhindert.
Weiter wird vorgeschlagen, die Borsten der Bürsten schräg zur Laufrichtung des Filmes anzuordnen.
Auf diese Weise wird bei Hindurchführen der Filme in der richtigen Richtung eine noch schonendere Entstaubung erreicht.
Das Gehäuse, welches die Kammer bildet, umfasst in an sich bekannter Weise einen aufklappbaren Deckel und die die Filmeintritts- und Austrittsschlitze bildenden Elemente sowie die Bürsten an den Rändern der gegeneinander verstellbaren Gehäuseteile.
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Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung weist das Gehäuse eine Schublade zur Aufnahme des Wassers auf.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung kann ein elektromotorisch angetriebener Luftumwälzer vorgesehen sein. Durch einen am Filmführungsweg angeordneten Schalter, der vom Film betätigt wird, kann die Ein- und Ausschaltung des den Luftumwälzer antreibenden Motors bei der Filmdurchführung automatisch erfolgen.
Weiter können die Bürsten in dem Bereich der Kammer angeordnet sein, in dem im Zustand der Betriebsbereitschaft der Vorrichtung eine im Verhältnis zur normalen Zimmeratmosphäre sehr hohe Luftfeuchte herrscht.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Entstauben und Entladen von Filmstreifen ist mit dem Vorteil äusserster Einfachheit und gefahrloser Handhabung verbunden. Die Herstellungskosten der erfindungsgemässen Vorrichtung sind äusserst gering. Trotzdem wird eine befriedigende Entstaubung und Entladung der behandelten Filmstreifen erreicht.
Ein Ausführungsbeispiel der. Erfindung ist nachfolgend näher beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemässe Filmentstaubungsvorrichtung in perspektivischer Darstellung,
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Fig. 2 im Schnitt längs der Linie III - III.
Die dargestellte Filmentstaubungsvorrichtung umfasst ein Gehäuse, das aus einem Grundteil 1 und einem hieran mittels Scharnier 3 angelenkten Deckel 2 besteht. AngegenüberliegendenSeitenwän- den des Gehäuseteiles 1 und des Deckels 2 sind Winkelbleche 4,5, 6,7 so angesetzt, dass sich bei geschlossenem Deckel diese Winkelbleche unter Bildung enger Durchführungsschlitze für den zu entstaubenden und elektrisch zu entladenden Film 8 paarweise gegenüberstehen. In Filmtransportrichtung schräg gestellte Haarbürsten 9,10, 11,12 sind an Leisten 13,14 des Gehäuseteiles 1 bzw. an Leisten 15,16 des Deckels 2 vorzugsweise auswechselbar angeordnet, u. zw. derart, dass sich die Bürsten 9,11 und 10,12 bei geschlossenem Deckel 2 an den Filmdurchführungsschlitzen 4, 6 und 5,7 gegenüberstehen.
Zwischen den Leisten 13,14 und 15,16 sind Führungsbügel 17, 18 parallel zueinander angeordnet, die eine einwandfreie Führung des Filmes 8 vomEinführschlitz 4, 6 zum Austrittsschlitz 5, 7 gewährleisten.
Der Gehäuseteil 1 dient zur Aufnahme von Wasser oder eines flüssigkeitsgetränkten Körpers, z. B. eines Schwammes 19. Zum leichteren Einbringen des Schwammes 19 in den Gehäuseteil 1 kann eine Schublade 20 vorgesehen sein, die im Gehäuseteil 1 verschiebbar angeordnet ist und den Schwamm 19 aufnimmt. An Stelle des Schwammes 19 kann auch Kieselgur-Material od. ähnl. verwendet werden.
In einer vom Filmraum getrennten Kammer 21 des Gehäuseteiles 1 ist ein Elektromotor 22 untergebracht, dessen Motorwelle 23 durch eine Öffnung der Trennwand 24 ragt und an ihrem freien Ende einen Luftumwälzpropeller 25 trägt. Der Elektromotor 22 ist über ein Kabel 26 an das Netz anschliessbar und kann mittels des Schalters 27 ein-und ausgeschaltet werden.
Ist die Schublade 20 mit Wasser oder einer wasserhaltigen Substanz gefüllt, so wird der Luftraum
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entladen, so dass sich Staubpartikel auf dem Film nicht mehr absetzen. Der Entladevorgang wird durch die Umwälzung der feuchtigkeitsgesättigten Luft im Gehäuse 1, 2 mittels des Propellers 23 noch gefördert.
Am Filmweg zwischen den Schlitzen 4,6 und 5,7 kann noch ein Mikroschalter angeordnet sein, der von dem durch das Gehäuse 1, 2 hindurchgezogenen Film 8 automatisch betätigt wird, so dass der Elektromotor 22 bei Einführung des Filmes 8 in das Gehäuse 1, 2 automatisch eingeschaltet wird.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Filmentstaubung und-entladung kann entweder als getrennt aufzustellendes Zubehörteil für photographische Kopier- oder Projektionsgeräte ausgebildet sein oder an solchen Geräten unmittelbar neben der Negativbühne vorzugsweise auswechselbar befestigt sein.
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