<Desc/Clms Page number 1>
Dichte Spezialverpackung für Glasröhrchen od. dgl. mit medizinischen Proben
Medizinische Proben, welche die Ärzte zu Analysezwecken an Laboratorien abschicken, werden in der Regel in ein Glasröhrchen eingefüllt, das seinerseits häufig zum Zwecke des Transportes in einem kleinen Holzklotz mit viereckigem Querschnitt untergebracht ist, der es in einer durch ein schwenkbares viereckiges Plättchen verschliessbaren Höhlung aufnimmt.
Diese Verpackungsart, die auch häufig für Eprouvetten mit Tabletten oder pharmazeutischen Dra- gées verwendet wird, und diesem Zweck vollkommen entspricht, besitzt jedoch in Verbindung mit me- dizinischen Proben, wie insbesondere Harn, Blut, Fäkalien, den wesentlichen Nachteil, dass infolge un- zulänglicher Abdichtung die zu analysierenden Stoffe in die Postsäcke, durch Päckchen oder in die Ta- schen des Briefträgers durchsickern können.
Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil und seine Folgen zu beseitigen, und schlägt eine Verpak- kungsart für Röhrchen mit medizinischen Proben vor, die eine verlässliche Abdichtung gewährleistet und auch weitere Vorteile aufweist.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung an Hand zweier Ausführungsbeispiele schematisch veranschaulicht. Es zeigen : Fig. 1 und 2 eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Verpackung (in axonometrischer Darstellung) in geöffnetem bzw. geschlossenem Zustand, Fig. 3 eine Ausführungsvariante der Verpackung (ebenfalls in axonometrischer Darstellung) in geöffnetem Zustand.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, besteht die Verpackung aus einem Behälter 1 oder Futteral mit viereckigem Querschnitt aus Papiermache oder einem andern geeigneten Material, der aus zwei gleichen zusammensetzbaren Teilen, nämlich dem Deckel 2 und dem Körper 3, besteht, die je eine in der Längsrichtung verlaufende innere Höhlung 4 mit etwa halbkreisförmigem Querschnitt besitzen, in welcher das die Probe enthaltende gut verschlossene Glasröhrchen Platz findet.
Ein Papierstreifen, dessen Breite der Länge des Behälters 1 und dessen Länge etwa sechsmal der Breite des Behälters entsprechen, ist zunächst an der Unterseite des Behälterteiles (Deckels) 2, an den aneinanderstossenden Seitenflächen des Behälterteiles 2 und des Behälterteiles 3 und an der Unterseite des Behälterkörpers 3 angeklebt und bildet so das Scharnier für diese beiden Behälterteile, so dass der Behälter in die (in Fig. 1 dargestellte) Lage zur Aufnahme des Röhrchens gebracht werden kann.
Auf die sichtbare Seite desjenigen Teiles des Papierstreifens, der auf die Unterseite des Behälterteiles 3 aufgeklebt ist, wird die Adresse des Laboratoriums, dem die Proben zugeschickt werden sollen, an der Stelle 5 geschrieben (Fig. 2). Auf den freien Raum 6 können die Briefmarken aufgeklebt werden.
Auf der ersten Seite der drei restlichen Breiten des Papierblattes wird zweckmässig an der Stelle 7 der Stempel des Absenders angebracht, an der Stelle 8 werden die abgekürzten klinischen Bemerkungen innerhalb eines perforierten Randes 11 notiert, an der Stelle 9 können die Beschreibung der Sendung und alle Bemerkungen über die Rücksendung der Analyse, die Art der Bezahlung usw. und an der Stelle 10 die Angaben über die Analysen eingetragen werden. Dieser Papierstreifen, der dreimal so
<Desc/Clms Page number 2>
lang als breit ist und im Laboratorium bei der Linie 14 abgetrennt werden kann, endet in einem als Kleberand 12 ausgebildeten Aussenrand mit der Perforierung 13 und wird, wenn der Behälter durch Zusammenklappen der Teile 2 und 3 geschlossen ist, um die drei Seitenflächen herumgewickelt und mit dem Kleberand 12 verschlossen.
Die in Fig. 3 dargestellte Verpackung unterscheidet sich von der oben beschriebenen im wesentlichen dadurch, dass sie aus einer rechteckigen Pappendeckelschachtel besteht, deren drei Wände ebenso wie die den Deckel bildende Klappe 15 mit einer weichen Ausfütterung 16 aus Papier oder einem andern elastischen Material versehen sind. Diese Ausfütterung, die durch Klammern, Ankleben oder auf andere Weise auf der Innenseite der Schachtel befestigt ist, umgibt auf diese Weise vollkommen das Röhrchen und verleiht diesem einen guten Schutz gegen den Einfluss von Stössen, denen es möglicherweise ausge-
EMI2.1
Das Verschliessen und Öffnen dieser Verpackung erfolgt auf die gleiche Weise wie bei dem Beispiel gemäss Fig. l und 2 mit Hilfe des herumgewickelten und zugeklebten Papierstreifens. Die Perforierung 13 ermöglicht es dem Empfänger, den Papierstreifen aufzuwickeln und ihn mit Hilfe der Perforierung 14 abzutrennen, um die Anmerkungen aufzubewahren und hienach die Schachtel zu öffnen.