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Richtungsfixierbare Lenkrollenanordnung
Bei Lenkrollen mit sperrbarer Schwenkbarkeit, wird meistens auch gleichzeitig das Rad gebremst.
Bei andern muss jedes Rad einzeln fixiert werden, wobei ein Einklinken eines Hebels oder Zapfens zu er- folgen hat, das erst in einer bestimmten Lage von Loch und Zapfen möglich ist, die für jedes Rad be- sonders eingestellt werden muss.
Bei der Verwendung von schwenkbaren Rollen an fahrbaren Gegenständen, wie Spitalbetten od, dgl., hat sich gezeigt, dass es wünschenswert ist, die Schwenkbarkeit der Rollen nur fallweise auszuschalten.
Eine geradlinigeFortbewegung des Bettes, wie diese beispielsweise beim Durchfahren von schmalen Gängen erforderlich ist, wird durch schwenkbare Rollen nicht gewährleistet. Es wurde daher eine neue, rich- tungsfixierbare Lenkrollenanordnung entwickelt, die eine Richtungsfixierung der Lenkrollen ermöglicht, ohne dass letztere dabei gebremst werden müssten. Weiters wurde dem Wunsch entsprochen, die Betätigung sowohl der Bremsung und Richtungsfixierung als auch der Richtungsfixierung allein von einem Bettende aus durchführen zu können, da in Zimmern aufgestellte Betten gewöhnlich nicht allseitig zugänglich sind.
Nach Betätigung eines Hebels soll die Richtungsfixierung der Rollen möglichst automatisch erfolgen, da ein Einrasten oder Einklinken einer Verriegelung nicht immer gut zu beobachten ist.
Gemäss der Erfindung wird dies insbesondere dadurch erreicht, dass die Rollengabel bzw. die Tragscheiben der jeweils an den Schmalseiten des Bettes befindlichen Rollen durch zwei übereinanderliegende, relativ zueinander drehbare Rohre verbunden sind, welche Sperrhebel tragen, die die Sperrung der Drehung der die Gabel tragenden Scheibe bei Verschwenkung der Antriebshebel herbeiführen.
Weitere Ausbildungen sind an Hand der Zeichnungen beschrieben, die zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergeben. Fig. l zeigt die eine, Fig. 2 die andere Ausführungsform. Fig. 3 veranschaulicht das zur Fixierung der Lenkrollen vorgesehene Gestänge.
Die Gabel 1 ist mit der Tragscheibe 2 fest verbunden. Auf der Welle 3 über die dieBremsung und Fixierung zweier Rollen nach Patent Nr. 204 215 erfolgt, ist ein Rohr 8 drehbar gelagert. Auf den beiden Enden des Rohres 8, über der Tragscheibe 2, ist je ein als Winkelhebel ausgebildeter Sperrhebel 4 befestigt. Im Sperrhebel ist ein Stift 5 verschiebbar geführt. Der Stift 5 ist an einer Blattfeder 6 befestigt, die ihrerseits am Sperrhebel 4 angebracht ist. Die Blattfeder 6 drückt den Stift 5 nach unten. Der Sperrhebel 4 kann über das drehbare Verbindungsrohr 8 mittels des Antriebshebels 7 geschwenkt werden.
Gemäss Fig. 1 ist die Fixiervorrichtung betätigt. Der Sperrhebel 4 ist so weit zur Tragscheibe 2 gesenkt, dass der Stift 5 die Blattfeder 6 spannt. Wird das Bett geschoben, so dass sich die Laufrollen drehen, dann vollführt die Tragscheibe 2 in bekannter Weise eine Art Pendelbewegung um die Achse des Bettfusses 16, wobei schliesslich der Stift 5 über ein in der Tragscheibe 2 vorgesehenes Loch 9 rückt und in dieses einrastet. Damit ist jede Schwenkbarkeit der Tragscheibe und damit auch der Rolle ausgeschaltet. Wird nun der Antriebshebel 7 zurückgeschwenkt, so hebt sich der Sperrhebel 4, die Blattfeder 6 zieht den Stift 5 aus dem Loch 9 heraus und die Rolle kann wieder um die Fussachse frei schwenken.
In Fig. 2, die das andere Ausführungsbeispiel wiedergibt, ist die. Fixiervorrichtung im zurückgeschwenkten Zustand dargestellt. An Stelle des Sperrhebels 4 und des Stiftes 5 des Ausführungsbei-
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Die Fixierung kann auch über mehrere Schlitze od. dgl. erfolgen, die am Umfang der Tragscheibe angebracht sind.
DieGestängeanordnung gemässFig. 3 zeigtFusshebel 13 und 13A, die vorzugsweise am Fussende des Bettes angebracht sind und deren Bewegung durch Anschläge 14 begrenzt ist. Der Fusshebel 13 dient zur Bremsung und Fixierung der Rollen nach Patent Nr. 204215. der Fusshebel 13A zur vorherig be-
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nicht zu stören. Die Betätigung der Sperr- und Antriebshebel kann auch durch Bowdenzüge erfolgen. Die Betätigung der Bowdenzüge kann dabei von einer Zentralstelle aus durchgeführt werden. Die von der Art des Bettes unabhängige Konstruktion ermöglicht auch den Einbau in alte Betten beliebiger Bauart. Die Richtungsfixiervorrichtung ist selbstverständlich auch auf Einzelrollen anwendbar.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Richtungsfixierbare Lenkrollenanordnung, insbesondere für Spitalbetten, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils an den Schmalseiten des Bettes befindlichen Bettfüsse (16) durch zwei ko- axiale, relativ zueinander drehbare Rohre (3, 8) verbunden sind, von denen das Aussenrohr (8) einen Sperrhebel (4) trägt, wobei zur Sperrung der Drehung der die Gabel (1) tragenden Scheibe (2) ein unter Federdruck stehender Zapfen (5) in eine Öffnung (9) der Scheibe (2) eintritt und zur Einleitung der Sperrung ein am Aussenrohr (8) befestigter Antriebshebel (7) dient.
2. LenkrollenanordnungnachAnspruchl, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrung durch Eintreten eines auf der Tragscheibe (2) befestigten konischen Zapfens (12) in eine Öffnung (11) einer auf dem Sperrhebel (4) angebrachten Blattfeder (10) erfolgt.