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Scheibenmühle
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der einzelnen Lagerungen der rotierenden Scheiben oder die bei einem Temperaturanstieg während des
Betriebes erfolgende ungleichmässige axialeWärmedehnungsbewegung der Scheiben oder ihrer Lagerungen bewirken.
WeitereSchwierigkeiten können bei derartigen Scheibenmühlen auch durch das Einfuhren des Behand- lungsgutes im Bereiche des Mittelpunktes oder Auges eines der rotierenden Scheiben auftreten. Wenn näm- lich diese Scheibe einen offenen Mittelteil und radial auf einer Welle abstützende Speichen hat, kann es vorkommen, dass diese Speichen, wenn sie in einer solchen Anzahl vorhanden sind oder ein solches Gewicht haben, dass sie die vorgenannte mechanische Durchbiegung der Scheibe verhindern, auch so gross sind, dass sie die gleichmässige Zuführung der Aufschlämmung durch den mit den Speichen versehenen, offenen Teil der rotierenden Scheibe beträchtlich beeinträchtigen, wogegen bei einer Verkleinerung oder stromlinienförmigen Ausbildung der Speichen die in der Mitte offene Scheibe,
unter Umständen nicht mehr jene Festigkeit besitzt, die zur Vermeidung von Durchbiegungen erforderlich ist. Beim Versuch, einige der aufgezeigten Schwierigkeiten durch andere Massnahmen zu vermeiden, z. B. durch Zuführung des Material durch eine an einer der Scheiben vorgesehene Hohlwelle, besteht wieder die Gefahr, dass sich die Zuführungsleitung verlegt, ungleichmässige Wärmeexpansionsbewegungen usw. auftreten.
Ziel der Erfindung ist nun eineScheibenmühle der beschriebenen Art, welche die vorstehend genannten Schwierigkeiten bzw.-Mängel vermeidet oder zumindest auf ein Minimum reduziert.
Erreicht wird dies erfindungsgemäss dadurch, dass die Scheiben auf koaxialen sowie ineinander passenden Wellen angeordnet sind, die sich von den Scheiben weg in der gleichen Richtung erstrecken und im Bereiche der Scheiben sowie ihrer Enden durch Lager getragen sind.
Nach einem Merkmal der Erfindung sind die fern von den Scheiben angeordneten Lager als die gesamten axialen Schubkräfte der ineinander passenden Wellen aufnehmende, hintereinander liegende Axialdrucklager ausgebildet.
Gemäss einem weiterenErfindungsmerkmal können dieAxialdrucklager für jedeWelle in rund um die Wellen an diese Lager anliegende Lagerkörper axial bewegbar sein, um den axialen Abstand der Scheiben bzw. die axiale Ausrichtung der Wellen festzulegen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles, welches in den Zeichnungen dargestellt ist, näher erläutert. In diesen zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht der Scheibenmühle, Fig. 2 eine Vorderansicht der Mühle vom Zuführungsende aus gesehen, Fig. 3 einen axialen Vertikalschnitt nach der
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2, Fig. 4Fig. 6 in grösserem Massstab, teilweise weggebrochen als Detail nach der Linie 6 - 6 in Fig. 3 eine axial einstellbare Motorkupplung, Fig. 7 die rotierenden Scheiben teilweise weggebrochen im Vertikalschnitt nach der Linie 7 - 7 in Fig. 3, Fig. 8 in einem Vertikalschnitt nach der Linie 8 - 8 in Fig. l einen Teil der Einrichtung zur Axialeinstellung, Fig. 9 in einem Schema die Schubwege usw. in der Vorrichtung nach den Fig. ;
3 und 10, in grösserem Massstab die konzentrischen Lager gemäss Fig. 3.
In den Figuren der Zeichnungen sind mit gleichen Bezugszeichen gleiche Teile bezeichnet. Gemäss den Fig. l und 2 hat die erfindungsgemässe Mühle einen Sockel 10, welcher die eigentliche Mühle, insbesondere deren Hauptgehäuse 11, trägt. Der Sockel 10 bildet ferner einen ausgerichteten Träger für den Antriebsmotor 12 zum Antrieb der einen rotierenden Scheibe über eine Kupplung 13. Ein weiterer Antriebsmotor 14 ist vorgesehen, der die andere Scheibe über die Kupplung 15 und ein in dem Gehäuse 16 untergebrachtes Zahnrad- oder anderes Getriebe antreibt und, wie dargestellt, auf dem Träger 17 montiert ist. Ein Handrad 18 dient zur Steuerung und Einstellung des Axialabstandes zwischen den rotierenden Scheiben. 19 ist eine Schalttafel für den Betrieb der Maschine.
Ein zylindrisches Gehäuse 20 für die rotierenden Scheiben besitzt eine kreisförmige Verschlussplat- te 25, in deren Mitte eine Zuführungsrutsche 30 montiert ist, die eine Zuführungseinrichtung enthält, beispielsweise eine auf der Welle 31 montierte Förderschnecke, die von einem Antrieb, welcher in dem Gehäuse 32 untergebracht ist, angetrieben wird und das Behandlungsgut über die Rutsche 30 erhält und es in das Auge im mittleren Teil der in dem Gehäuse 20 angeordneten Scheiben abgibt. Im unteren Teil des Gehäuses 20 ist eine Abgabeeinrichtung 35 für das zwischen den in dem Gehäuse 20 befindlichen Scheiben behandelte Gut vorgesehen. Diese Abgabeeinrichtung 35 kann in verschiedenen Winkelstellungen angeordnet sein.
Vorzugsweise ragt das Gehäuse 20 über ein Ende des Sockels 10 hinaus, so dass die Abgabeeinrichtung 35 ausserhalb des Bereiches des Sockels sich befindet.
Die Rutsche 30 und die ihr zugeordnete Zuführungseinrichtung 31,32 sind direkt auf der Verschlussplatte 25 montiert und werden von ihr getragen. Diese Platte ist ihrerseits auf dem Gehäuse 20
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befestigt und vorzugsweise mit ihm verschraubt. Gegebenenfalls können auf entgegengesetzten Seiten der
Mühle je zwei Bolzenscharniere 38 und 39 angeordnet sein, damit die Platte 25 nach beiden Seiten aufgeschwenkt werden kann, um das Gehäuse 20 zugänglich zu machen. Wie aus dem vorstehenden hervorgeht, kann man nach dem Losschrauben der Verschlussplatte 25 diese und alle darauf montierten
Einrichtungen über eines der Scharnierpaare 38 oder 39 aufschwenken, so dass das Innere des Gehäuses
20 und die darin enthaltenen Scheiben uneingeschränkt zugänglich sind.
Ferner sei erwähnt, dass ein derartiger Zugang oft zum Zweck der Besichtigung oder Reinigung der Scheiben und/oderzumAuswech- seln der darauf befindlichen Mahlplatten erwünscht ist. In der vorliegenden Ausbildung braucht dazu keines der Hauptantriebsmittel oder Lager ausgekuppelt oder auseinander genommen werden.
Gemäss Fig. 3 hat die Hohlwelle 60 einen im Durchmesser grösseren Endteil 61, der beispiels- weise in dem aussen angeordneten Wälzlager 62 drehbar gelagert ist. Das benachbarte Ende der Welle
50 ist in dem im Durchmesser grösseren Endteil 61 der Hohlwelle 60 beispielsweise mit demWälz- lager 63 drehbar gelagert. Das entgegengesetzte Ende der Hohlwelle 60 wird von einem Axiallager
70 und das im Durchmesser vorzugsweise abgesetzte entgegengesetzte Ende 71 derWelle 50 von einem Axiallager 72 abgestützt. Es sei erwähnt, dass das Hauptgehäuse 11 der Mühle einen zylindri- schen Tragkörper 75 aufweist, der sich in der Längsrichtung des Gehäuses erstreckt und der an der In- nenseite massgenau bearbeitet ist.
Innerhalb dieses Tragkörpers sind die Lagerkörper 76 des Wälzlagers
62 unddieLagerkörper 77 und 78 der Axiallager 70 und 72 passendangeordnet. Da dielagerkörper
76 und 77 passend in einem zylindrischen Träger für die Hohlwelle 60 angeordnet sind und das Lager
63 passend in einer zylindrischen Bohrung der Hohlwelle 60 und der Lagerkörper 78 passend in dem
Lagerkörper 77 sitzt, können infolge der Anordnung der Lager mit ihren zylindrischen Lagerkörpern in zylindrischen Tragkörpern, die Hohlwelle 60, die Welle 50, der Armstern 55 und die beiden rotierenden Scheiben 40 und 45 auf einfacheWeise mit kleiner Toleranz koaxial fluchtend erhalten wer- den ;
im wesentlichen unabhängig von Durchbiegungen, die sonst auftreten könnten, wenn die Wellen an in einem Abstand voneinander angeordneten Stellen unabhängig voneinander auf dem Boden oder einem Sockel abgestützt wären.
Wie vorstehend erwähnt ist, werden die die Scheibe 45 tragende Welle 50 von dem Motor 12 über die nachstehend beschriebene Kupplung 13 und die denArmstern 55 und dieScheibe 40 tragendeHohlwelle 60 unabhängigvonderWelle 50 von dem Motor 14 über die Kupplung 15 und ein Getriebe angetrieben. Dieses Getriebe kann ein Zahnradgetriebe sein, das aus den im Gehäuse 16 angeordneten, von den Wellen 82 und 83 getragenen Zahnrädern 80 und 81 besteht. Die Welle 83 wird über die Kupplung 15 angetrieben. Mit dem Zahnrad 81 kämmt ein Zahnrad 84, das direkt auf der Hohlwelle 60 aufgekeilt ist und sie treibt.
Es sei ferner erwähnt, dass vorzugsweise vor dem Wälzlager 62, zwischen dem rotierendenArmstern 55 und den ortsfesten Wänden sowie vor dem Lager 63 zwischen der Bohrung der Hohlwelle 60 und der Welle 50 je eine Labyrinthdichtung angeordnet ist (Fig. 10). Eine weitere Dichtung kann auf einem Flansch 85 auf der Rückseite der Scheibe 45 vorgesehen sein, die mit einem abgesetzten Teil des Armsternes 55 zusammenwirkt. Ferner sind vorzugsweise auf der Rückseite der Scheibe 45 im Bereich ihres Aussenumfanges mehrere mehrteilige Segmente 86 vorgesehen, welche die Durchbiegung der nachstehend beschriebenen Mahlplatte 91 dadurch verringern, dass sie eine der Zentrifugalkraft ausgesetzte Masse bilden, die der Masse der Platte 91 entgegenwirkt und sie kompensiert.
Gemäss den Fig. 3 und 7 sind mit der Innenfläche der Scheiben 40 und 45 segmentförmige und/oder ringförmige Mahlplatten 90 und 91 verschraubt, die auf ihren frei liegenden Flächen mir Verzahnungen, Nuten od. dgl. versehen sind, mit denen in an sich bekannter Weise die jeweils gewünschte Mahlwirkung erzielt werden kann. Diese Platten bilden die ringförmige Mahlfläche, mit deren Hilfe das zwischen ihnen hindurchbewegte Gut behandelt wird.
Wie bereits erwähnt, sind die Rutsche 30 und die Gutzuführungseinrichtung auf der Verschlussplatte 25 montiert. Gemäss Fig. 3 führt die Zuführungsrutsche 30 zu einem zylindrischen, horizontalen Gehäuse oder Kanal 95. Dieser Kanal 95 durchsetzt die Verschlussplatte 25 und wird von der zylindrischen Wand 96 begrenzt, die ihrerseits eine zentrale Öffnung der Scheibe 40 durchsetzt. Von Lagerkörpern 101 und 102 im Zuführungsgehäuse 32 wird eine Welle 31 getragen, auf der eine Förderschnecke 100 montiert ist. Diese stellt ein Beispiel einer Zuführungseinrichtung dar, welche das Behandlungsgut über die Zuführungsrutsche 30 erhält und es zwangsläufig und horizontal direkt in die zentrale Öffnung oder das Auge der Scheibe 40 führt.
Die Schnecke 100 wird getrennt angetrieben, beispielsweise von dem Motor 103 über den Keilriemenantrieb 104, und führt das Behandlungsgut der Mühle in einer gewünschten Menge pro Zeiteinheit zu. Am Ende der Welle 50 ist vorzugsweise eine Mutter mit mehreren Flügeln 105 vorgesehen, die an der Nabe 46 der Scheibe 45 anliegt
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und dem von der Schnecke 100 zugeführten Gut eine Kreisbewegung erteilt, so dass es sich unter der Wirkung der Zentrifugalkraft zwischen den Scheiben 40 und 45 und den darauf montierten Mahlplatten 90 und 91 radial auswärts bewegt.
Die Drehung der Scheiben 40 und 45 ruft eine Zentrifugalkraft hervor, die das Behandlungsgut radial auswärts zwischen den Mahlplatten 90 und 91 hindurchfördert, welche auf das zwischen ihnen be- findliche Gut einwirken, das dann von beiden Scheiben nach aussen in das Gehäuse 20 abgegeben wird, indem es zwischen den in Abständen voneinander stehenden Vorsprüngen 56 hindurchtritt, mit denen die Scheibe 40 aufdemArmstem 55 montiert ist. Schliesslich wird das Gut über die Abgabeeinrich-
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der Mühle ausgebracht.oder Mahlwirkung von dem Abstand abhängig, der zwischen den miteinander zusammenwirkenden Flächen der Platten 90 und 91 aufrecht erhalten wird.
Dieser Abstand wird mittels der Welle 50 gegenüber der axial festliegenden Hohlwelle 60 und daher durch die Einstellung der Scheibe 45 gegenüber der ihr gegenüberliegenden und mit ihr zusammenwirkenden Innenfläche der Scheibe 40 eingestellt, geregelt und aufrecht erhalten. Diese axiale Steuerung und Einstellung des Abstandes ist ausführlicher in den Fig. 5, 6 und 8 dargestellt, in denen Details zu Fig. 3 gezeigt sind.
Das Axiallager 70 für die Hohlwelle 60 und der ihm zugeordnete Lagerkörper 77 sind axial in dem Tragkörper 75 festgelegt. Die Axiallage der Hohlwelle 60 gegenüber dem Lager 70 ist ebenfalls festgelegt, beispielsweise mit dem auf das Ende der Hohlwelle 60 aufgeschraubten Ring 115, der ein axiales Widerlager für den mit der Hohlwelle 60 rotierenden Teil des Laufringes 116 des Lagers 70 bildet. Von dem Lagerkörper 77 erstreckt sich in dem zylindrischen Tragkörper 75 eine zylindrische Hülse 120, in der Kufen 121 axial verschiebbar gelagert sind, die den Lagerkörper 78 für das Axiallager 72 tragen.
Dabei versteht es sich, dass die radiale bzw. konzentrische Ausrichtung des Axiallagers 72 durch die Lagerung des Lagerkörpers 78 auf den Kufen 121 in der zylindrischen Hülse 120 aufrecht erhalten wird, welche Hülse in dem zylindrischen Tragkörper 75 gelagert ist, der Lagerkörper 78 aber in der Hülse 120 frei axial verschiebbar ist. Die Axiallage des ro- tierendenLaufringes 125 des Axiallagers 72 gegenüber der Welle 50 wird dadurch aufrecht erhalten, dass der Laufring 125 auf dem abgesetzten Teil 71 der Welle 50 zwischen einer Schulter 126 und einem auf der Welle aufgeschraubten Ring 127 festgelegt wird, so dass eine Axialbewegung des Lagerkörpers 78 eine entsprechende Axialbewegung der Welle 50 und natürlich der von ihr getragenen Scheibe 45 bewirkt.
Eine derartige Axialbewegung in einer Richtung (in den Fig. 3-5 nach links), wird durch die Druckzylinder 130 bewirkt, die auf der Verschlussplatte 131 des Tragkörpers 75 montiert sind. In den Zylindern 130 arbeiten in an sich bekannter Weise Kolben 132, die bei Beaufschlagung durch ein Druckmittel über die Kolbenstangen 133 die Kufen 121 und damit auch den Lagerkörper 78 (in den Zeichnungen) nach links bewegen, so dass die Welle 50 nach links und die rotierende Scheibe 45 näher zu der rotierenden Scheibe 40 hin bewegt wird.
Zur Einstellung oder Begrenzung des Ausmasses der von den Druckzylindern 130 bewirkten Bewegung der Welle 50 nach links ist die Platte 131 mit einem Flansch 140 versehen, in dem das Schneckenrad 145 drehbar gelagert ist, das mit der Hülse 146 verschraubt ist, welche auf einer Innenhülse 147 axial verschiebbar gelagert ist, die ihrerseits den abgesetzten Teil 71 der Welle 50 umgibt und direkt mit dem Lagerkörper 78 des Axiallagers 72 verbunden ist. Die Innenhülse 147 erstreckt sich axial über die Hülse 146 hinaus und trägt an ihrem einen Ende einen Gewindering 148, der sich an das eine Ende der Hülse 146 anlegt, wenn'das Axiallager 72 und die Welle 50 sich gegenüber der axial festgelegten Platte 131 und dem Schneckenrad 145 axial bewegen.
Auf derWelle 151 ist eine Schnecke 150 montiert, deren Drehung durch das Handrad 18, die mit dem Schneckenrad 145 über ein Gewinde verbundene Hülse 146 in eine bestimmteAxia11age bewegt. Bei gegebenerAxiallage der Hülse 146 ist die Bewegung derWe11e 50 unter der Wirkung der Druckzylinder 130 nach links durch die Anlage des Ringes 148 an dem rechten Ende der Hülse 146 begrenzt, wodurch die gewünschte Einstellung und Aufrechterhaltung des Abstandes zwischen den Arbeitsflächen der auf den rotierenden Scheiben 40 und 45 montierten Platten 90 und 91 gegeben ist.
Im Betrieb der erfindungsgemässen Mühle hat die gewünschte Reibwirkung auf das Behandlungsgut zur Folge, dass eine Schubkraft erzeugt wird, welche die Arbeitsflächen der Platten 90 und 91 auseinander zu drücken trachtet, wenn zwischen den Platten Behandlungsgut hindurchgedrückt wird. Diese Schubkraft
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wird von den Druckzylindern 130 aufgenommen, welche die Platten 90 und 91 gegeneinander drük- ken, indem sie dieWelle 50 und die Scheibe 45 nach links (in den Zeichnungen) drücken. Infolge- dessen wird die erwünschte Einstellung der Bewegungsbegrenzung in erster Linie durch die Einstellung der
Hülse 146 gegenüber demAnschlagring 148 erzielt, wodurch dergewünschteminimale Abstand zwi- schen den Arbeitsflächen der Platten 90 und 91 zwangsläufig bestimmt wird.
Dabei ist es erwünscht, den
Maximalabstand zwischen diesen Platten nur elastisch zu begrenzen, was durch die Zylinder 130 be- wirkt wird, so dass das zwischen den Platten hindurchgeführte Behandlungsgut einem konstanten Druck ausgesetzt werden kann, um die gewünschte Mahlwirkung zu erzielen. Wenn Fremdkörper zusammen mit dem Behandlungsgut zwischen die Platten gelangen, kann der Druck in den Zylindern 130 kurzzeitig überwunden werden, so dass die Scheibe 45 und dieWelle 50 gegen denDruck in den Zylindern 130 nach rechts (in den Zeichnungen) gedrückt werden, um den Durchgang eines harten Gegenstandes ohne Beschädigung der Mahlflächen der Platten 90 und 91 zu gestatten.
Es kann jedoch erwünscht sein, der Bedienung anzuzeigen, wenn der Druck zwischen den Oberflächen der Platten 90 und 91 den Druck in den Zylindern 130 übersteigt und/oder der Druck in den Zylindern 130 sinkt. Zu diesem Zweck ist gemäss Fig. 4 vorzugsweise ein auf dem Anschlagring 148 angeordneter Endpunktschalter 160 vorgesehen, der mit dem Widerlager 161 der axial festgelegten Schubhülse 146 zusammenwirkt und von ihr weggedrückt wird, wenn der Druck in den Zylindern 130 fällt oder die Platten 90 und 91 durch das zwischen ihnen hindurchgeführte Behandlungsgut derart auseinander gedrücktwerden, dass die Scheibe 45 nach rechts (in den Zeichnungen) bewegt wird.
Durch diese Bewegung des Schalters 160 wird ein Licht- oder akustisches Signal ausgelöst, das der Bedienung anzeigt, dass der gewünschte minimale Abstand bzw. der Arbeitsdruck zwischen den Mahlplatten 90 und 91 nicht vorhanden ist.
Um die gewünschteAxialbewegung der Welle 50 aufnehmen zu können und dabei den Antrieb der Welle 50 durch den Motor 12 aufrecht zu erhalten, kann eine Kupplung 13 verwendet werden, die in Fig. 6 gezeigt ist, die dieAxialbewegung der angetriebenen Welle kompensiert. Die Kupplung stellt eine Antriebsverbindung der Motorwelle 155 des Motors 12 mit dem abgesetzten Endteil 71 der Welle 50 auch dann her, wenn diese gegenüber dem Motor 12 axial verschoben wird. Ein Kupplungsteil 156 ist auf die Antriebswelle 155 des Motors 12 und ein langgestrecktes Kupplungselement 157 ist auf das Ende des abgesetzten Teiles 71 der Welle 50 aufgekeilt.
Auf der Motorhülse 156 ist eine Aussenhülse 160 axial verschiebbar gelagert, die eine Innenkeilverzahnung 161 besitzt, die mit einer Keilverzahnung eines radial auswärts vorstehenden Flansches 162 der Hülse 156 im Eingriff steht. DieAussenhülse 160 kann auf der Hülse 156 frei axial verschiebbar sein. Infolge des Eingriffes
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gesehen, die ebenfalls eine Innenkeilverzahnung 171 aufweist, die mit einer entsprechenden Keilverzahnung eines radial vorstehenden Flansches 172 derHülse 157 zusammenwirkt, um die Hülse 157 unabhängig von deren Axiallage gegenüber der Keilverzahnung 171 zwangsschlüssig anzutreiben.
Die beidenAussenhülsen160und170weisenfernermiteinanderzusammenwirkendeundeinanderergänzende Flansche 173 und 174 auf, so dass, wenn sich die Aussenhülsen 160 und 170 in ihrer Stellung
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und axial zusammengeschoben sind, sie an den Flanschen 173 und 174 formschlüssig mitein-ander verbunden werden können, beispielsweise mit Schrauben 175, so dass zwischen ihnen ein Drehmoment übertragen werden kann.
Dadurch wird eine zwangsschlüssige Übertragung des Drehmomentes von dem Motor 12 über dessen Abtriebswelle 155, diemitihrverkeilteHülse 156, dieKeilverzahnung 161 und die Aussenhülse 160, die Schraubverbindung zwischen den Flanschen 173 und 174, die Aussenhülse 170, dieKeilverzahnung 171 und die auf die Welle 50 aufgekeilte Hülse 157 auf dem Endteil 71 der Welle 50 bewirkt. Diese zwangsschlüssige Kraftübertragung erfolgt unabhängig von der Axiallage der Hülse 157 und der Welle 50 innerhalb der Hülse 170, solange die Keilver- zahnung 171 mit der Keilverzahnung 172 der Hülse 157 im Eingriff steht.
Zur Schmierung der verschiedenen Lager der erfindungsgemässen Mühle sei eine bevorzugte Schmieranordnung für das dargestellte Ausführungsbeispiel angegeben. Vorzugsweise wird eine Umlaufschmierung vorgesehen, nicht nur für die vorderen Lager 62 und 63, sondern auch für die Schublager 70 und 72. Die Zuführung 180 der Umlaufschmierung besteht aus einem Kanal, der zu einem Verteilerbeh11lter 181 führt, der mit der Aussenfläche der Hohlwelle 60 in Verbindung steht.
Ferner sind in der Hohlwelle 60 vorzugsweise mehrere radiale Durchlässe 182 vorgesehen, die eine Verbindung zwischen dem Ölbehälter 181 und der Oberfläche der Welle 50 herstellen, um in dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel einen Ölfilm zu erzeugen, der sich axial längs des Innenumfanges der Hohl-
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welle 60 erstreckt, die sich gegenüber dem Aussenumfang der Welle 50 dreht. Dabei soll der Abstand zwischen dem Aussenumfang der Welle 50 und dem Innenumfang der Hohlwelle 60 beispielsweise nach rechts (in Fig. 3) fortschreitend kleinerwerden, so dass durch dieDurchlässe 182 in den ZwischenraumzwischenderWelle 50 und derHohlwelle 60 eintretendes Schmieröl nach links (in Fig. 3) zu strömen trachtet, um dieSchmierung des Lagers 62 aufrecht zu erhalten.
Diese Verjüngung des Zwi- schenraumes ist jedoch so gering, dass sie in den Zeichnungen bei dem hier verwendeten Massstab nicht dargestellt werden kann.
Aus dem vorstehenden und insbesondere aus dem Schema der Fig. 9 geht hervor, dass in der erfindungsgemässen Mühle die Aufnahme der unvermeidlichen axialen Schubkräfte auf wirtschaftliche und zweckmässige, sehr vereinfachte Weise geschieht. Bei einer Mühle der vorliegenden Art und Grösse treten zwischen den grossen Flächen der miteinander zusammenwirkenden Mahlplatten (die einen Durchmesser der Grössenordnung von 1 m und mehr haben können) beträchtliche axiale Schubkräfte auf, insbesondere deshalb, weil die von der Scheibenmühle geleistete Arbeit unter anderem dadurch gesteuert wird, dass zwischen den Mahlplatten mit geringer Toleranz ein sehr kleiner Abstand aufrecht erhalten und das Behandlungsgut zwischen diesen Platten hindurchgepresst wird.
Die Mahlwirkung ist daher nicht nur auf die Drehbewegung der Platten, sondern auch auf das Hindurchpressen des Behandlungsgutes durch den engen Spalt zwischen den Platter zurückzuführen.
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der Mahlplatten zu und müssen irgendwie von der Mühle, ihren Lagern und den andern zur drehbaren Lagerung und axialen Festlegung der Welle und der koaxialen Antriebshohlwelle 60 vorgesehenen Elementen aufgenommen werden. Wie in dem Schema angedeutet ist, werden alle diese axialen Schubkräfte in der erfindungsgemässen Mühle durch dieSchublager 70 und 72 usw. aufgenommen, welche das rechte EndederWelle 50 bzw. der Hohlwelle 60 tragen.
Insbesondere werden die einander entgegengesetz- ten axialen Schubkräfte, die zwischen den Mahlplatten auftreten, wie durch die Pfeile A und B angedeutet ist, im wesentlichen vollständig von nur jenem Teil der Mühle aufgenommen, der in Fig. 9 von dem Kreis C umschlossen ist. Diese einander entgegengesetzten Schubkräfte werden über einen Schub- weg übertragen, der im wesentlichen nicht grösser ist als die Strecke zwischen den miteinander zusammenwirkenden Lagern 70 und 72 innerhalb des Kreises C.
Es braucht daher bei der Ausbildung des Hauptgehäuses und/oder der Hauptlagerung der Scheibenmühle nicht auf die Aufnahme derartiger Kräfte Bedacht genommen werden, wie dies bei einander entgegengesetzt gerichteten Antriebswellen für die beiden Mahlscheiben oder in andern Fällen erforderlich ist, in denen die Schubkräfte überwiegen und durch den Sockel oder das Hauptgehäuse aufgenommen werden müssen. Wenn beide Scheiben von koaxialen Wellen angetrieben werden und die konzentrischen Lager derselben in einer einzigen Bohrung oder zylindrischen Hülse angeordnet sind, wird die Möglichkeit eines Fluchtfehlers infolge von mechanischen Defekten oder wärmeabhängigenAbweichungen auf ein Minimum reduziert.
Da die axialen Schubkräfte und deren einander entgegengesetzt gerichteten Übertragungswege im wesentlichen vollständig auf einen kleinen, in Fig. 9 durch den Kreis C angedeuteten Bereich der Mühle beschränkt sind und dieser Bereich von den Mahlplatten selbst und den Antriebsmotoren entfernt und von der Tragkonstruktion praktisch unabhängig gelagert ist, erzielt man eine maximale Beherrschung der Einstellung des Abstandes zwischen den Mahlplatten bei minimaler Wartung und minimaler Arbeit und minimalem baulichem Aufwand für die Tragkonstruktion zur Aufrechterhaltung des Abstandes mit kleiner Toleranz, wie dies zur Behandlung des Materials zwischen den Mahlplatten erforderlich ist.
In ähnlicher Weise unterstützt die koaxiale Anordnung der die Welle 50 umgebenden AntriebsHohlwelle 60 dieKompensation und/oder Steuerung vonWärmedehnungsbewegungen, die sonst die ge- wünschte Einstellung des Abstandes zwischen den Platten aufheben könnten. Beispielsweise trachtet eine wärmebedingte axiale'Dehnung der Welle 50 den Abstand zwischen den Platten 90 und 91 zu ver-
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stand zu verkleinern. Da die Welle und die Hohlwelle im wesentlichen denselben reibungsbedingten oder auf andere Ursachen zurückzuführenden Temperaturveränderungen ausgesetzt sind, wird die axiale Dehnung des einen dieser Teile durch die axialeDehnung des andern so kompensiert, dass die gewünschte Ein- stellung des Abstandes zwischen den Mahlscheiben und-platten aufrecht erhalten wird.
Vorstehend wurde ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Scheibenmühle nach der Erfindung beschrieben, die jedoch auf diese Ausbildung der Mühle nicht beschränkt ist, sondern im Rahmen der Erfindung abgeändert werden kann.