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Maschine zum selbsttätigen Entwickeln von Röntgenfilmen
Die Erfindung betrifft eine Maschine zur selbsttätigen Entwicklung von Röntgenfilmen, bestehend aus mindestens einem Arbeitsbehälter, den Aufbewahrungsgefässen mit den für das Entwickeln und Fixieren erforderlichen Flüssigkeiten sowie Fördereinrichtungen für diese Flüssigkeiten.
Eine Maschine dieser Art ist bereits bekannt (brit. Patentschrift Nr. 819, 710). Auch diese Maschine besteht aus einem Arbeitsbehälter und den Aufbewahrungsgefässen für die erforderlichen Flüssigkeiten, die miteinander durch ein selbstwählendes Verteilsystem mit einer Förderpumpe verbunden sind. Wie aus den der Patentschrift beigefügten Figuren leicht erkenntlich ist, ist die Maschine durch acht Ventile erstens sehr aufwendig, und zweitens ist das vielfach verzweigte Schlauchsystem nicht in allen Teilen durch das Spülwasser zu reinigen (s. besonders in Fig. 9 die Strecke zwischen 53 und 61). Auch die übrigen Ventile, welche die Aufgabe erfüllen sollen, die Entwicklerflüssigkeit von der Fixierflüssigkeit exakt zu trennen, sind durch kurze Ansätze an den Hauptweg angeschlossen, die niemals durch Wasser gespült werden.
Die exakte Reinigung des gemeinschaftlichen Systems für die Fixier-und Entwicklerflüssigkeit ist aber eine Grundbedingung für das Funktionieren der Maschine, denn das Vermischen der Chemikalien muss absolut verhindert werden. Ein weiterer Nachteil der Maschine gemäss der brit. Patentschrift Nr. 819, 710 ergibt sich daraus, dass die Aufbewahrungsgefässe fur die erforderlichen Flüssigkeiten so geformt und untergebracht sind, dass sie nicht ohne weiteres auch zur gewohnlichen Handentwicklung ver- wendet werden können.
Die Erfindung vermeidet die geschilderten Nachteile dadurch, dass als Verteilsystem ein. Mehrwegehahn verwendet wird, der jeweils ein Aufbewahrungsgefäss mit der Fördereinrichtung und dem Arbeitsbehälter verbindet, und dass die Fördereinrichtung so funktioniert, dass die jeweilige Chemikalie auf demselben Weg zuerst aus dem Aufbewahrungsgefäss in den Arbeitsbehälter und nach Beendigung des Arbeitstaktes wieder aus dem Arbeitsbehälter in das Aufbewahrungsgefäss gelangt. So ergibt sich zugleich mit einer Verkürzung des Schlauchsystems auf die Hälfte der Länge auch die Möglichkeit einer Verminderung der Zahl der Ventile.
Um dies zu erreichen, muss die Pumpe in zwei Richtungen fördern können oder es kann der Rückfluss der Chemikalien aus dem Arbeitsbehälter in die Aufbewahrungsgefässe durch Schwerkraft durch entsprechende Anordnung der Fördereinrichtung und der Gefässe erfolgen. Die Reinigung des gemeinsamen Systems, welches sowohl durch die Fixierflüssigkeit als auch durch den Entwickler benetzt wird. kann nun bei den Spülvorgängen sehr exakt erfolgen.
Um sehr einfache Förderpumpen verwenden zu können, wird vorgeschlagen, gegebenenfalls auch zwei Pumpen anzuordnen, u. zw. die eine für die Fixierlösung und die andere für den Entwickler. Diese Pumpen können dann ständig unter dem Niveau der Chemikalien stehen ; sie brauchen also nicht selbstsaugend sein und auch nicht mit Wasser gespült werden. Der Mehrwegehahn wäre in diesem Fall am Boden des Arbeitsgefässes anzubringen und verbindet Arbeitsbehälter und Aufbewahrungsgefässe über die dazuge- hörigen Pumpen. Die Wässerung erfolgt in diesem Fall durch Druckwasser. Zur Erläuterung diene die Zeichnung.
Hierin bedeuten : l Arbeitsbehälter, 2 Reservoir für die Fixierlösung, 3 Wasserreservoir, 4 Reservoir für die Entwicklerlösung, 5 Pumpe, 6 Mehrwegeventil, 7 Auslassventil für l (kann bei später angeführter Variante entfallen), 8 Schalter zum Einfüllen des Entwicklers aus 4 in 1 (kann bei der zweiten angeführten Arbeitsweise entfallen), 9 Kurzzeitmesser für die Entwicklungszeit,
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der nach Ablauf 10 in Gang setzt, 10 Programmscheibe für die selbsttätige Steuerung des übrigen Arbeitsablaufes, 11 gemeinsamer Überfangbehälter, 12 thermostatisch geregelte Temperierung des Mantelbades für 4,13 Femthermometer für Mantelbad, 14 Kaltwasseizufluss mit Schwimmerven- til für 3,15 (a + b)
elektrolytische Silberrückgewinnungsanlage für 2.
Das Überfanggefäss 11 bietet den Behältern l, 2,3 und 4 Platz. Das Abteil für 1 ist durch einen Deckel lichtdicht abschliessbar und es hat einen Ablauf in den Ausguss. Der Raum 4 ist für das Mantelwasserbad dicht abgeteilt. Das Mantelbad wird durch in auf die gewunschte Temperatur gebracht und konstant erhalten. 12 besteht aus einem Heizkörper am Boden und einem Thermofühler für einen Thermostaten. Das Fernthermometer 13 dient als Kontrollorgan. Der Raum dazwischen ist für die Behälter 2 und 3 bestimmt. In 2 kann eine elektrolytische Anlage zur Silborrdckgewinnung eingebrachtwerden. Der Behälter 3 wird durch 14 konstant mit Wasser gefüllt gehalten. In 2 wird das notwendige Ausmass Fixierlösung, in 4 das notwendige Ausmass Entwicklerlösung gegeben.
Die Behälter sind so angeordnet, dass der Handbetrieb jederzeit möglich ist. Sie sind zur Reinigung, zum
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leicht zugänglich,l, 2, 3, 4 sind durch ein Rohr- oder Schlauchsystem mit dem Mehrwegeventil 6 verbunden. In das Rohr zu 1 ist die Pumpe 5 zwischengeschaltet. Der Behälter 1 hat am Boden ein Ablaufventil für die erste technische Variante.
Sind einige Röntgenfilme zur Entwicklung angefallen, so wird der Schalter 8 betätigt, die Pumpe 5 saugt durch das Ventil 6, welches durch die Programmscheibe 10 am Schluss der vorigen Arbeits-
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zu entwickelnden Filme wie beim Handbetrieb aus den Kassetten genommen und in die Entwicklungsrahmen, welche unverändert übernommen werden können, hineingesteckt. Dann werden sie gleichzeitig in den mit der Entwicklerlösung gefüllten Behälter 1 gesteckt. Handelt es sich um eine grössere Anzahl von Aufnahmen, so müssten sie vorher in einem Haltegestell eingeordnet werden, um sie wirKlich gleichzeitig und ordentlich in den Arbeitsbehälter 1 tauchen zu Können. Ist dies nun geschehen, so wird der Kurzzeitmesser 9 auf die gewünschte Entwicklungszeit eingestellt, alles weitere geht nun automatisch vor sich.
Ist nämlich der Kurzzeitmesser abgelaufen, so schaltet er die Programmscheibe 10 ein. Durch Absaugen der Entwicklerlösung aus l in 4 wird die Entwicklungsphase beendet. Dazu muss die Pumpe 5 nur in der verkehrten Richtung fördern. Dann stellt sich das Ventil 6 in Richtung Wässerung, dje Pumpe 5 wechselt die Förderrichtung und saugt aus 3 Wasser in 1. u. zw. etwa 2 min lang. Das überschüssige Wasser läuft über den Rand des Behälters 1 ab. Dann wird das Auslassventil 7 durch elektrische Steuerung von 10 aus geöffnet, damit das in 1 befindliche Wasser ablaufen kann. Das Ventil 7 wird wieder geschlossen, das Ventil 6 auf das Fixierreservoir 2 gestellt, die Pumpe 5 saugt nun aus 2 den Fixierer in 1. Nach Ablauf der Fixierzeit wird die Fixierlösung wieder in 2 zurückgesaugt.
Dann wird das Ventil 6 wieder auf den Wasserbehälter gerichtet. und frisches Wasser zur Wässerung in 1 gepumpt. Nach Ablauf der gewünschten Wässerungszeit ertönt ein Signal, jetzt sollen die Filme aus 1 herausgenommen werden. Es wird aber zur endgültigen Ausspülung des Systems noch eine Zeitlang Wasser gefördert. Zuletzt wird durch das Auslassventil 7 der Arbeitstank 1 entleert. Das Ventil wieder geschlossen und das Ventil 6 wird auf 4 gerichtet. Zur Verkürzung der Arbeitsphase können schon nach kurzer Wässerung die Filme zur endgültigen Auswässerung in einen separaten Wässerungstank gebracht werden.
Dadurch können bei Verwendung von 22 1/2 l Entwickler und Fixier- lösung (übliches verwendetes Mass) ungefähr 32 Aufnahmen pro Stunde ausgearbeitet werden, wenn mit 200C Entwicklertemperatur gearbeitet wird. Höhere Entwicklertemperatur ermöglicht kürzere Intervalle und höhere Kapazität.
In Abwandlung der Arbeitsweise wird vorgeschlagen, dass die zu entwickelnden Röntgenfilme zunächst in den leeren Arbeitsbehälter 1 gegeben werden können und die automatische Ausarbeitung damit beginnt, dass die Entwicklerlösung möglichst rasch in den Arbeitsbehälter 1 eingepumpt wird. Auch ein Einsprühen wäre möglich, um ja alle Stellen der zu entwickelnden Filme gleich lange der Lösung auszusetzen.
Als Ausführungsvariante der Maschine sei noch angeführt, dass das jeweilige Entleeren des Arbeitsbehälters nach den Wässerungen nicht durch ein Ablassventil 7, sondern durch die Pumpe 5 bewerkstelligt werden könnte, wenn das Ventil 6 einen vierten Weg für das abzuleitende Wasser erhält.
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